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Polizei-Reportage: Zwei Nächte auf Streife in der Verbrecherhochburg Hannover

Hannover rangiert bei der Zahl der Kriminaldelikte in der Statistik noch vor Berlin. Ist die Stadt wirklich so eine Verbrecherhochburg? stern TV hat eine Polizei-Streife zwei Nächte lang in der Nordstadt Hannovers begleitet.

ist Polizeihauptkommissar Dirk Schröder und Polizeioberkommissar Norbert Faust im Gespräch mit einer Kollegin, die ihnen eine Personenbeschreibung gibt.

ist Polizeihauptkommissar Dirk Schröder und Polizeioberkommissar Norbert Faust im Gespräch mit einer Kollegin, die ihnen eine Personenbeschreibung gibt.

Dirk Schröder und Norbert Faust gehen in der Nordstadt Hannovers regelmäßig auf Streife. Oft sind die beiden Polizisten vom Streifendienst die ersten vor Ort, wenn es irgendwo Ärger gibt. Gewalttäter, Einbrecher, Drogenhändler, Verkehrsrowdys. Jede Nacht müssen sich die Kommissare neuen Herausforderungen stellen - ohne vorher zu wissen, was sie erwartet. Mit ihnen steht und fällt ein Ermittlungsverfahren, wie Familienvater Dirk Schröder (49) erklärt. Und die Gewaltbereitschaft gegenüber der Polizei habe in den letzten Jahren stark zugenommen. "Prellungen, Schürfwunden, manchmal holt man sich auch eine blutige Nase", so Schröder. Die Hemmschwelle, einen Polizisten anzugreifen sei deutlich gesunken. Die Landeshauptstadt Niedersachsens zählt laut Kriminalstatistik zu den gefährlichsten Städten Deutschlands. Aktuell rangiert Hannover sogar vor Berlin auf Platz 2. Mehr Verbrechen verzeichnet nur noch Frankfurt am Main. In Hannover wurden im letzten Jahr 14.616 Straftaten pro Hunderttausend Einwohner verzeichnet. Vor allem Sexualstraftaten nehmen wieder zu.

Auf dem Revier in der Nordstadt arbeiten insgesamt knapp 100 Beamte in drei Schichten.  Sie sind für 46.000 Menschen in fünf Stadtvierteln zuständig. Am Wochenende passiert meist mehr. stern TV hat Norbert Faust und Dirk Schröder eine Nacht lang auf Streife begleitet. "Heute kümmern wir uns vornehmlich um die Einsätze, die wir von der Notrufzentrale bekommen. In einer Freitagnacht werden das die meisten Einsätze sein", kündigt Dirk Schröder an.

An einer Straßenbahn-Haltestelle hat es eine Schlägerei gegeben. Schröder und Faust sind als Verstärkung gerufen, ein Einsatzkommando ist bereits vor Ort. Der Täter ist kaum zu bändigen und wird vorläufig mitgenommen – auch, weil die Polizisten bei der Taschenkontrolle fündig werden und "Betäubungsmittel" dabei hatte. Nicht immer laufen Einsätze aber so glimpflich ab, sagt Dirk Schröder.  "Wenn ich zu einer Schlägerei fahre, dann hat man für einen kurzen Moment schon im Kopf, dass man auch verletzt werden könnte", so Schröder. "Aber das verdrängt man dann. Dafür ist es eben wichtig und gut, dass man im Team zusammen funktioniert, so dass ich bisher aus jeder Nummer recht heil rausgekommen bin."

Ein Schwelbrand und ein kaputtes Unfall-Auto ohne Fahrer

Der nächste Einsatz: Rauch in der U-Bahn. Die Beamten sind in der Nähe und sollen sich ein Bild von der Lage machen. Dirk Schröder sucht nach der Ursache des Brandgeruchs – ein Schwelbrand eines Plastikgegenstands. Solange der nicht gelöscht ist, kann auch die Bahn nicht fahren. Der Polizeihauptkommissar greift kurzerhand selbst zum Feuerlöscher. "Wir sind eigentlich nicht die Feuerwehr, aber so Kleinigkeiten erledigen wir mit unseren, die wir im Streifenwagen haben, selbst."

Die Freitagnacht schreitet voran. Schröder und Faust haben mit Verkehrs- und Personenkontrollen zu tun, suchen nach gestohlenen Fahrrädern, Waffen und  Drogen. An den Hotspots zeigt die Polizei in der Nacht Präsenz – bis die Beamten zu einem Verkehrsunfall gerufen werden. Doch: Der Fahrer ist spurlos verschwunden. "Der ist wohl ins Schleudern gekommen und dann von der Fahrbahn gegen diesen Pfosten geprallt, hat sich nochmal gedreht und dann links beide Türen abrasiert. Der Fahrzeugführer ist flüchtig, wir müssen gucken, ob der noch in der Nähe ist." Die Kommissare müssen den Fahrer finden – ob verletzt oder flüchtig. Parallel leiten sie eine Fahndung ein. "Grauer Hoodie, dunkle Hose, Ende zwanzig. Der hat auch wohl irgendwas noch aus dem Auto geholt." Dirk Schröder und Norbert Faust erfahren erst auf der Dienststelle, wer am Steuer gesessen hat: der Bruder des Halters. Der Fahrzeughalter hat daraufhin die Polizei angerufen und den Wagen als gestohlen gemeldet…

Party-Randalierer und ein Einbruch in ein Brillengeschäft

Eine einschlägige Ecke in Hannovers Nordstadt: Drogen, Alkohol – etwa 15 Personen sollen sich derzeit dort aufhalten. Norbert Faust und Dirk Schröder sollen sie überprüfen. In mehreren Teams fahren die Beamten die Ecke an, damit niemand entkommen kann. Bei ihrer Ankunft flüchten die ersten. "Hier bleiben, Polizei!" Letztlich sammeln sie von allen die Ausweise ein. Sie überprüfen, ob einer der Jugendlichen vorbestraft ist oder Drogen dabei hat. Doch die Delikte sind geringfügig, die Jungs damit entlassen. Der nächste Einsatz lässt nicht lange auf sich warten: "Wir fahren jetzt zu Streitigkeiten in den Stadtteil Hainholz, bei einer amtsbekannten Familie", erklärt Dirk Schröder. Der 49-jährige Polizist ist in Hannover geboren, arbeitet seit über 20 Jahren in dem Beruf. Er weiß, wo es häufig kracht und wer schon auffällig wurde. Die beiden Nachbarschafts-Parteien in Hainholz liegen schon länger im Streit. Jetzt ist es eine Party, bei der sich ein Gast daneben benimmt und offenbar Alkohol auf einen fremden Balkon geschüttet hat. Wer den Nachbarschaftsstreit angezettelt hat, können die Beamten nicht mehr feststellen – reden aber noch ein ernstes Wort mit dem Partygastgeber. "Jetzt wissen sie, dass sie für heute Abend auf dem Schirm sind", sagt Norbert Faust "Alles amtsbekannte Menschen, man kennt sie halt."

Zurück in der Innenstadt wird Dirk Schröder während der Streife auf etwas einen Einbruch aufmerksam. Der Täter ist durch die Glasscheibe in ein Brillengeschäft eingebrochen. Er ist betrunken und hat sich bereits übergeben – ob er trotzdem gefährlich ist? Zunächst unklar. Die Kommissare bekommen Verstärkung. Ein Polizist überwältigt den Einbrecher und fixiert ihn. Die Kollegen seien eigentlich wegen einer Körperverletzung in der Cocktailbar nebenan gekommen. "Dann haben sie festgestellt, dass hier jemand die Scheibe eingeschlagen hat. Der Mann ist stark alkoholisiert, wir haben einen Rettungswagen angefordert." Die Hilfe von Schröder und Faust wird nicht mehr benötigt. Zurück auf der Wache wartet auf die Kollegen noch allerlei Schreibarbeit. "Das war eine sehr ruhige Nacht", resümiert Schröder. "Die ein oder andere Körperverletzung, ein paar Streitigkeiten, aber im Großen und Ganzen muss man sagen, war es relativ ruhig."

Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.