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Schritt für Schritt : So erhalten Sie eine kostenlose Auskunft über Ihre Daten bei der Schufa

Auskunfteien wie die Schufa speichern Verbraucherdaten, um Unternehmen Auskunft über die Bonität der Personen zu geben. Jeder hat aber das Recht zu erfahren, was dort über ihn gespeichert ist.

Antragsformular für die Anforderung einer Datenauskunft nach § 34 BDSG

Antragsformular für die Anforderung einer Datenauskunft nach § 34 BDSG

Nach Paragraf § 34 des Bundesdatenschutzgesetzes können Verbraucher seit dem 1. April bei jeder Auskunftei eine Auskunft über die von ihnen gespeicherten Daten und ihre sogenannten Scoring-Werte verlangen. Einmal im Jahr ist das laut Gesetz kostenlos.

Mehrere Auskunfteien bieten das Antrags-Formular dafür auf ihrer Internetseite an. Gerade die Schufa, als größte und mächtigste unter ihnen, macht es den Verbrauchern aber schwer, dorthin zu finden. User werden immer wieder geschickt zu den kostenpflichtigen Auskunftsangeboten geleitet.

So erhalten Sie Ihre kostenlose Auskunft:

Schritt 1: Formular auf der Schufa-Internetseite ausdrucken

Statt sich intuitiv von Begriffen wie "Bonitätsauskunft" oder "Schufa-Auskunft-Online" leiten zu lassen, ist es richtig, auf der Internetseite jeweils auf die Links zu "Datenübersicht nach § 34 Bundesdatenschutzgesetz" zu klicken.

Hier kommen Sie direkt auf die Seite mit dem Formular.

Es ist als PDF hinterlegt, das Sie ausdrucken müssen. Klicken Sie unten auf der Seite auf das Symbol mit der kleinen Deutschlandflagge.

Alternativ ist das Formular auf englisch oder türkisch verfasst.

Schritt 2: Formular schriftlich ausfüllen

Füllen Sie die erste Seite des Formulars aus. In der Regel müssen Sie nur die Angaben zur Person machen. Die "sonstigen Angaben" sind für eine Auskunft nicht notwendig.

Machen Sie ein Kreuzchen bei "Bestellung Datenübersicht nach § 34 BDSG" und ein Kreuzchen bei "Aktuelle Wahrscheinlichkeitswerte", wenn Sie auch ihren aktuellen Wahrscheinlichkeitswert bekommen möchten. Beides ist kostenlos.

ACHTUNG: Kreuzen Sie nicht aus Versehen die "Alternative Bestellung" an, die kostenpflichtig ist.

Sie brauchen also keine Bankverbindung angeben!

Schritt 3: Personalausweis oder Pass fotokopieren

Machen Sie eine Fotokopie von der Vor- und Rückseite Ihres Ausweises (alternativ Meldebescheinigung). Dort müssen Vor- und Nachname, Ihre vollständige, aktuelle Anschrift, Ihr Geburtsdatum und Geburtsort zu lesen sein. Legen Sie die Fotokopien zu der ausgefüllten ersten Seite des Formulars.

Schritt 4: Formular abschicken

Die zweite Seite des Formulars dient nur der Information. Die müssen Sie nicht mit abschicken.

Schreiben Sie die Adresse der Schufa auf einen Briefumschlag, sowie Ihren Absender.

SCHUFA Holding AG
Postfach 10 25 66
44725 Bochum

Kleben Sie auf den Briefumschlag eine Briefmarke. In der Regel sind für 3 Din-A-4-Seiten 60 Cent (Stand: Juni 2014) ausreichend. Das sind die einzigen Kosten, die Ihnen entstehen sollten.

Schritt 5: Datenauskunft überprüfen

Binnen sechs Wochen sollte die Schufa Ihnen Ihre Auskunft zukommen lassen. Die Antwort gibt Auskunft darüber, woher die Daten von Ihnen stammen und an wen sie weitergeleitet wurden.

Prüfen Sie dort die Vermerke. Sollten Sie Schwierigkeiten haben, diese zu verstehen, können Sie bei der Schufa anrufen unter der Nummer 0611 – 92780 oder sich mit dem Schreiben an eine Verbraucherzentrale in Ihrer Nähe wenden. Verbraucherschützer kritisieren immer wieder, dass die Auskünfte schwer verständlich formuliert sind.

Datenauskunft von anderen Auskunfteien


Arvato Infoscore / Arvato Bertelsmann
Informationen zur Abwicklung einer Selbstauskunft hat das Unternehmen hier auf arvato-infoscore.de zusammengestellt. Eine Aufforderung zur Selbstauskunft mit Ausweiskopie senden Sie an: infoscore Consumer Data GmbH, Abteilung Datenschutz, Rheinstraße 99, 76532 Baden-Baden

Accumio


Die Anschrift zur Anforderung einer Auskunft über Ihre Daten lautet: accumio finance service GmbH, Postfach 11 02 54, 30099 Hannover

Bürgel


Das entsprechende Formular für eine Selbstauskunft nach § 34 des Bundesdatenschutzgesetzes können Sie auf der Internetseite des Unternehmens hier herunterladen und ausdrucken (PDF). Oder Sie schreiben mit Ausweiskopie an: Bürgel Wirtschaftsinformationen GmbH & Co. KG, Abteilung Datenschutz, Gasstraße 18, 22761 Hamburg

Weitere Informationen über die Selbstauskunft finden Sie hier unter buergel.de

Creditreform


Unter MeineAuskunft.org stellt das Unternehmen Informationen rund um die Eigenauskunft zur Verfügung. Den Antrag auf eine kostenlose Auskunft können Sie auch

Darüber hinaus werden hier viele häufige Fragen beantwortet.

Deltavista


Informationen zum Antrag auf eine Selbstauskunft hat das Unternehmen hier auf deltavista.de zusammengestellt. Dort können Sie den Antrag auch per Fax oder E-Mail stellen. Oder an folgende Adresse schreiben: Deltavista GmbH, Abteilung Datenschutz, Kaiserstraße 217, 76133 Karlsruhe

Auf der Internetseite

selbstauskunft.net

finden Sie unter anderem Musterschreiben für die Anforderung einer Selbstauskunft bei den verschiedenen Auskunfteien, Unternehmen oder Behörden. Eine Ausweiskopie sollten Sie vorsichtshalber jeweils beilegen.

Themen in diesem Artikel
Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.
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