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Vierlings-Mutter: Diese Frau bekommt eineiige Zwillinge im Doppelpack

Das erste kleine Wunder war für Lorena Acker, dass sie tatsächlich wieder schwanger geworden ist. Das zweite und wesentlich größere Wunder: Es werden Vierlinge! Auf ganz natürlichem Wege haben sich in Lorenas Bauch zwei Mal eineiige Zwillinge entwickelt. Das gibt es nur alle 650.000 Geburten.

Bester Dinge: Lorena Acker (32) kurz vor der Entbindung ihrer Vierlinge.

Anderthalb Meter Bauchumfang - Lorena Acker konnte es selbst kaum glauben. Doch Ende Oktober zeigte das Maßband tatsächlich dieses Ergebnis. Die 31-Jährige aus Clausen bei Pirmasens hat Vierlinge ausgetragen. Dabei hatte sie eigentlich schon nicht mehr daran geglaubt, eine natürliche und gesunde Schwangerschaft zu erleben.

Lorena Acker hatte nach der Geburt ihrer ersten Tochter einen traurigen Schicksalsschlag verarbeiten: 2012 verlor ihr zweites Kind – ihren Sohn Luca, der sechs Wochen vor der Geburt starb. "Sein Herz hatte einfach aufgehört zu schlagen", erzählt Lorena. Sie musste das tote Kind gebären; für Lorena ein Trauma. "Das war sehr schwer für mich. Ich bin jedem Kinderwagen aus dem Weg gegangen, konnte da gar nicht reingucken." Lange Zeit konnte sie sich kein weiteres Kind vorstellen: "Ich habe immer gedacht, ich habe ein schlechtes Gewissen ihm gegenüber. Jeder geht mit sowas anders um." Bis heute zählt die 31-Jährige ihren Luca zur Familie.

"Anfangs waren wir wie gelähmt"

Mit ihrem neuen Lebenspartner Torsten wollte Lorena es schließlich noch einmal versuchen. Und dann passierte das Unglaubliche: Sie wurde tatsächlich noch einmal schwanger, ohne Hormone oder eine künstliche Befruchtung. Nach nur zwei Monaten erfuhr sie noch dazu beim Ultraschall, dass sie nicht nur ein Kind bekommt, sondern wohl gleich drei. "Irgendwie waren wir, würde ich sagen, erstmal wie gelähmt. Und dann, eine Woche später beim nächsten Arztbesuch, waren es plötzlich vier! Und dann war man wieder gelähmt."

Anderthalb Meter Umfang: In Lorena Ackers Bauch wachsen gleich vier Babys heran! 

Anderthalb Meter Umfang: In Lorena Ackers Bauch wachsen gleich vier Babys heran! 

In Lorenas Gebärmutter hatten sich zwei Eizellen eingenistet – und die haben sich dann beide nochmals geteilt. Eineiige Zwillinge im Doppelpack! Eine absolute Seltenheit. Generell liegt die Wahrscheinlichkeit für eine natürlich empfangene Schwangerschaft, bei der sich Vierlinge entwickeln, bei nur 1:650.000. "Am Anfang war es ein riesen Schock. Das Problem: Vierlinge bedeuten eine Risiko-Schwangerschaft. Die Gefahr für Fehlbildungen oder Frühgeburten ist extrem erhöht. "Bis wir uns dann mit dem Gedanken anfreunden konnten, hat es schon eine Zeit gedauert. Aber mittlerweile kann ich sagen, dass ich stolz bin." Sie habe große Angst vor dieser Schwangerschaft gehabt, vor der Verantwortung, wusste nicht, wie sie den Betreuungsaufwand für vier Babys bewältigen soll. Doch die Zuversicht wuchs - und auch die Freude. In dem 1.500-Einwohner-Örtchen Clausen bei Pirmasens hatte sich der anstehende Kindersegen zudem schnell herumgesprochen und Freunde, Nachbarn und auch weiter entfernte Verwandte sagten ihre Unterstützung zu.

Im Minutentakt: Junge, Mädchen, Junge, Mädchen

Die Schwangerschaft verlief problemlos; die werdende Mutter hielt ganze 32 Wochen und drei Tage durch. Nur eine Woche vor der Geburt kam Lorena Acker stationär ins Krankenhaus. Und am Montag, den 12.11.2018, war es soweit. Früh morgens beschlossen die Ärzte: heute sollen die Kinder geholt werden. Lorena hatte Wehen, die sich auch durch Wehenhemmer nicht mehr verhindern ließen.

Lorena Acker wollte die Geburt bei Bewusstsein erleben, weshalb sie lediglich mit einer Rückenmarksnarkose betäubt wurde. Ihr Partner Torsten durfte sie während des Kaiserschnitts begleiten und miterleben, wie die Babys im Minutentakt geholt wurden: Zuerst kam Jonah, der Kleinste, der ganz unten lag. Dann folgte Liah, ein Mädchen und die Größte. Danach Luan und zuletzt die kleine Malea.

Die überglücklichen Eltern bekamen die vier Neugeborenen über dem Tuch gezeigt, dann wurden sie von den bereitstehenden Neonatologen übernommen und sofort versorgt. Immerhin: Alle Kinder können selbständig atmen und bekommen lediglich eine kleine Sauerstoffzufuhr als Atemunterstützung. Die ersten 72 Stunden sind  noch kritisch für die Frühchen, doch auf der Neugeborenen-Intensivstation sind sie gut aufgehoben. Lorena Acker fährt noch am selben Tag im Rollstuhl zu ihren Kindern und bewundert ihre Vierlinge.

Mittlerweile sind alle vier Babys stabil und die stolzen Vierlingseltern dürfen sogar schon mit ihnen kuscheln.

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