HOME

Kleiderschrank aus Altkleidern: Trend zu Secondhand: Diese Bloggerinnen tragen nur noch Klamotten, die sie auf der Straße finden

"Found on the street" nennen die beiden Berlinerinnen ihren Fotoblog auf Instagram. Anna Vladi und Karina Papp kleiden sich hauptsächlich mit Klamotten, die sie auf der Straße finden. Ihre Styles lassen das kaum ahnen. stern TV hat die jungen Frauen in Berlin begleitet.

Die beiden Bloggerinnen Anna Vladi (29) und Karina Papp (30) kleiden sich hauptsächlich mit Sachen, die sie auf der Straße finden.

Die beiden Bloggerinnen Anna Vladi (29) und Karina Papp (30) kleiden sich hauptsächlich mit Sachen, die sie auf der Straße finden.

Jedes Jahr landen in Deutschland Tonnen an Kleidern einfach im Müll. stern TV hatte vor wenigen Wochen mit dem "Kleiderfasten"-Experiment zu mehr Besonnenheit beim Kauf und Aussortieren von Kleidung aufgerufen. Nachhaltigkeit liegt im Trend – besonders, weil wir alle die Produktionsbedingungen dahinter kennen. Und auch die Altkleiderberge wachsen schließlich ins Unermessliche. Voll im Trend liegen deshalb auch Anna Vladi (29) und Karina Papp (30) mit ihrem Instagram-Blog "Found on the street": Die Styles, die die beiden Berlinerinnen dort präsentieren, sind ausschließlich aus Klamotten zusammengestellt, die sie auf der Straße oder im Müll gefunden haben. Die beiden Freundinnen haben sich schon seit vier Jahren nichts mehr selbst gekauft. Denn in Berlin, wo neue Modetrends so schnell wieder gehen, wie sie kommen, liegt nicht das Geld auf der Straße, sondern: Kleidung. In der ganzen Stadt stehen auf den Bürgersteigen Regale mit Klamotten, die zu verschenken sind. Hier darf sich jeder bedienen. Anna und Karina haben daraus ihr Konzept gemacht. "Man muss nicht unbedingt was kaufen. Es gibt so viele Sachen in der Welt, die liegen da einfach", sagt Karina.

"Wir mögen Kleidung, die Geschichten erzählt"

Als die beiden vor ein paar Jahren aus Russland hierher kamen, war Shopping auch für sie das Tollste, sagen sie. Doch dann stellten sie fest, dass sie ihren eigenen Stil so nicht entwickeln konnten. Die meisten Leute treibe stets der Gedanke an, etwas komplett Fabrikneues haben zu wollen. Bei ihnen habe sich das mittlerweile geändert, erklärt Karina: "Wir mögen lieber Kleidung, die Geschichten erzählt. Wir werden mit unserem Projekt natürlich nichts großartig ändern. Aber für uns selbst fühlt es sich falsch an, für etwas zu bezahlen, das es schon gibt – und Teil dieser großen Maschinerie zu sein."

stern TV unterwegs mit Anna und Karina, die in den Straßen Berlins regelmäßig fündig werden. Die Menschen haben viel zu verschenken.

stern TV unterwegs mit Anna und Karina, die in den Straßen Berlins regelmäßig fündig werden. Die Menschen haben viel zu verschenken.

Aber welche Styles lassen sich aus gefundenen Klamotten zusammenstellen? Und wie tragbar sind die Sachen noch? Wir haben Anna und Karina bei einem Streifzug durch Berlins Kreuzberg, Neukölln und Friedrichshain begleitet. Tatsächlich haben wir mit ihnen an zahllosen Straßenecken und vor Wohnhäusern gut erhaltende Kleidung gefunden: Röcke, T-Shirts, Hosen und Pullis – alles Mögliche, Stangenware sind die Sachen aus vergangenen Zeiten meist nicht, was Karina und Anna freut. Und: Sie finden immer genug in ihrer Größe. Sonntags stünden die meisten Kisten und Regale auf der Straße, sagen die beiden. Dann ziehen sie auch schon mal gezielt los. Seit dem Start ihres Blogs vor einem Jahr haben sie fast 300 Bilder mit stylischen Outfits von der Straßen gepostet. Ihre Philosophie kommt im Netz gut an. Anna Vladi und Karina Papp haben auf Instagram schon fast 5000 Follower.

Nach jedem Streifzug werden die neuen alten Kleider erst einmal gründlich gewaschen, wenn nötig auch in die Reinigung gebracht. Daheim haben Anna und Karina schon einen ganzen Fundus an Sachen, die sie zusammenstellen: von Hüten über Kleider bis zum Arztkittel, der mit ein paar Accessoires zum Statementteil wird. Und was die Freundinnen selbst irgendwann nicht mehr anziehen, landet wieder auf der Straße: Natürlich in einer Kiste "Zu verschenken".


Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.