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stern tv - RTL: Pokern: Rechenkunst gegen Psychotaktik

Dr. Dr. Mittring ist ein Mathegenie - und würde gern Zockerkönig werden. Beim Pokern, so glaubt er, kommt es vor allem auf die Berechnung an. Das wollte er bei stern TV beweisen.

Dr. Dr. Gert Mittring, geboren 1966, ist ein Mathegenie. Bei der 9. "Mind Sports Olympiade 2005" erzielte er in der Sparte Kopfrechnen 600 von 600 Punkten - und holte damit einmal mehr die Goldmedaille. Mittring ist Mitglied bei "Mensa", der Vereinigung der Hochbegabten, die nur Menschen zugänglich ist, deren IQ höher ist als der von 98 Prozent der Bevölkerung. Und in dieser Lage liegt es wohl nahe, sich auch mal an dem Phänomen Lotto zu versuchen.

Die Lottoformel, die Mittring gefunden hat, erhöht NICHT die Siegchancen. Aber sie kann dafür sorgen, dass im Falle eines Falles der Gewinn höher ausfällt. Ganz einfach deshalb, weil sie darauf hinweist, dass Zahlen im oberen Bereich seltener getippt werden. Wer also mit einer solchen Kombination gewinnt, muss den Geldsegen vermutlich mit einer geringeren Anzahl Mitgewinnern teilen. Die genaue Formel will er nicht verraten. Mehr über Dr. Dr. Gert Mittring - von der Ausbildung her Diplom-Informatiker, promovierter Erziehungswissenschaftler und promovierter Psychologe - lesen Sie auf seiner Homepage: www.mittring-fleiss.de. Sein Tipp fürs Gehirntraining lautet übrigens: "Benutzen Sie so selten wie möglich den Taschenrechner - sondern Ihre eigene Kombinationsgabe."

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Pokern ohne Ende

Bei stern TV wollte Dr. Dr. Mittring auch beweisen, dass Mathematik beim Pokern hilft. Denn nachdem er einmal spontan mitgespielt hatte, konnte er ansatzlos einige Turniersiege für sich verbuchen. Aber beim Pokern spielt nicht nur die Technik eine Rolle, auch Psyche muss mitspielen - und die ist, so Mittring, nun mal (leider) "unberechenbar".

Fast vorwurfsvoll meinte er nach seinem Ausscheiden bei einem Amateur-Poker-Finale in München: "Ich konnte ja nicht ahnen, dass ein Mitspieler mit so einem schwachen Blatt, so zockt." Mit Vernunft hatte das Auftreten seiner Konkurrenten freilich nichts zu tun - die riskanten Spielchen der Zockerkönige kann Mittring nicht kalkulieren.

Im stern TV-Studio ließ sich das Rechenass auf eine Runde mit Poker-Profis ein. Seine Gegner diesmal: Horst Koch und Fernseh-Bösewicht Claude-Oliver Rudolph. Koch führt den Verband German Poker Players Association und veranstaltet Turniere. An einen möglichen Erfolg Mittrings mochte er nicht glauben. Auch Rudolph meinte, am wichtigsten seien beim Pokern Erfahrung, Gefühl, Herz und Sachverstand. "Ich habe Mathematik in der Oberstufe abgewählt - aber beim Pokern schneide ich immer gut ab."

Doch bei stern TV hatte sich Rudolph schnell verzockt und schied als Erster aus. Koch suchte am Ende den Showdown mit Mittring und setzte alle Chips auf sein Blatt, der Doktor zog mit - und verlor. Dabei hatte Mittring schnell ausgerechnet: "Ich hatte mit meinen Karten eine 92-prozentige Gewinnchance." Das Ergebnis aus dem Duell Gefühl gegen Verstand ist banal: Auch das Glück richtet sich nicht nach statistischen Wahrscheinlichkeiten.

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