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stern tv - RTL: Roulette-Wette: Die Ergebnisse

Zehn Tage lang hat Karl-Heinz Grotelaers Roulette gespielt, zehnmal hintereinander wollte er die Spielbank mit Gewinn verlassen. Hier ist die Bilanz im Überblick: Wie Grotelaers Tag für Tag abgeschnitten hat, wie lange er gespielt und wieviel er gewonnen hat.

Karl-Heinz ist ein leidenschaftlicher Roulette-Spieler, seit fast 30 Jahren zockt er in Spielbanken. Nun will er ein angeblich "todsicheres" Spielsystem entwickelt haben, mit man am Roulettetisch nicht verlieren könne. Experten wie Spielbankdirektoren, Croupiers oder Mathematiker meinen einhellig: Unter realistischen Bedingungen gibt es kein System, das auf Dauer Gewinne garantiert.

Verraten will Grotelaers seine Methode nicht, aber stern TV und per Webcam auch die Zuschauer durften ihn beim Spielen beobachten. An zehn Tagen hintereinander sollte er ausgehend von einem Gundkapital von 3000 Euro Gewinn am Roulettetisch machen. Die Bedingung: Er musste mindestens eine Stunde, maximal zwölf Stunden spielen. Ansonsten konnte er den Ausstieg frei wählen.

Trotz Dauerbeobachtung meinte Grotelaers, dass niemand sein System durchschauen würde: "Die Leute sehen den Wald vor lauter Bäumen nicht." Einen Hinweis auf seine Spielweise gab er dennoch: So setzt er fast immer nur einfache Chancen, also auf Rot oder Schwarz bzw. auf Gerade oder Ungerade.

Tag 1

Spielzeit: 1 Stunde und 30 Minuten
Gespielte Runden: 22
Gewinn: 50 Euro

Tag 2

Spielzeit: 1 Stunde und 40 Minuten
Runden: 25
Gewinn: 80 Euro

Tag 3

Spielzeit: 3 Stunden
Runden: 50
Gewinn: 60 Euro

Tag 4

Spielzeit: 4 Stunden und 30 Minuten
Runden: 121
Gewinn: 5 Euro

Tag 5

Spielzeit: 2 Stunden und 30 Minuten
Runden: 44
Gewinn: 50 Euro

Tag 6

Spielzeit: 1 Stunde und 5 Minuten
Runden: 43
Gewinn: 20 Euro

Tag 7

Spielzeit: 1 Stunde und 15 Minuten
Runden: 32
Gewinn: 30 Euro

Tag 8

Spielzeit: 1 Stunde und 30 Minuten
Runden: 39
Gewinn: 10 Euro

Tag 9

Spielzeit: 1 Stunde und 5 Minuten
Runden: 36
Gewinn: 80 Euro

Tag 10

Spielzeit: 5 Stunden
Runden: 340
Gewinn: 5 Euro

Gesamtbilanz

Grotelaers hat an zehn Tagen hintereinander Gewinn gemacht. Der fällt allerdings recht dürftig aus: Der niedrigste Tagesgewinn betrug 5 Euro, der höchste 80 Euro - reich werden kann man damit nicht. Insgesamt hat er 390 Euro zum Spielkapital dazugewonnen. Am letzten Tag schien Grotelaers kurz vor dem Scheitern zu sein: Er musste 340 Runden spielen, um ins Plus zu kommen - zwischendurch war er mit 410 Euro im Minus. Am Ende sprangen nur 5 Euro heraus.

Themen in diesem Artikel
Auf welche Rechtsgrundlage beziehen sich die Münchner Finanzämter im jüngsten Steuerskandal?
Gestern in Report: Münchener Mittelständler, die zum Beispiel Werbung bei Google gekauft haben, sollen auf gezahlte Werbung bei Google eine Quellensteuer von 15 Prozent zahlen, und zwar zunächst rückwirkend für die Jahre 2012 und 2013. Das Geld, so die Betriebsprüfer des Finanzamts München, könnten sich die Steuer ja von Google zurückholen. Klingt skurril. Klingt nach einer Sauerei. ich habe mir deshalb den 50a ESTG durchgelesen, was wenig Freude macht. Dort steht erstens: "Die Einkommensteuer wird bei beschränkt Steuerpflichtigen im Wege des Steuerabzugs erhoben", was bedeutet, dass (um im Beispiel zu bleiben) Google der Steuerschuldner ist und sich das Finanzamt dorthin wenden soll und unter Abschnitt 7: "Das Finanzamt des Vergütungsgläubigers kann anordnen, dass der Schuldner der Vergütung für Rechnung des Gläubigers (Steuerschuldner) die Einkommensteuer von beschränkt steuerpflichtigen Einkünften, soweit diese nicht bereits dem Steuerabzug unterliegen, im Wege des Steuerabzugs einzubehalten und abzuführen hat, wenn dies zur Sicherung des Steueranspruchs zweckmäßig ist. " Nach diesem Text muss das Finanzamt von Google diese Anordnung treffen und nicht das Münchner. Ich bin mir sehr sicher, dass das Finanzamt in Irland nicht tätig geworden ist. Was also könnte die Rechtsgrundlage für diese extreme Auslegung einer Vorschrift sein, die ursprünglich dazu gedacht war, dass Veranstalter von Rockkonzerten die Steuern für die ausländischen Musiker abführen (was ja vernünftig ist)?