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Ein Zeichen gegen Fast Fashion: Harte Challenge: Diese zwei Frauen wollen bis Ende des Jahres aufs Shoppen verzichten

Nie konnte man sich mit Mode so vielfältig ausdrücken – weil es immer Neues in immer kürzeren Zyklen zu kaufen gibt. Kleidung ist erschwinglicher denn je. Noch dazu macht Shoppen Freude. stern TV hat allerdings zwei Frauen gefunden, die bis Ende des Jahres freiwillig auf neue Kleidung verzichten – und damit ein Zeichen setzen.

Sie wagen das Experiment und verzichten bis Jahresende darauf, sich neue Kleidung zu kaufen: Studentin Özben (20) und Social Media-Managerin Ioana (30).

Sie wagen das Experiment und verzichten bis Jahresende darauf, sich neue Kleidung zu kaufen: Studentin Özben (20) und Social Media-Managerin Ioana (30).

stern TV

In Deutschland hat jeder Verbraucher durchschnittlich 100 Kleidungsstücke im Schrank. Pro Monat werden im Schnitt fünf neue Teile gekauft, also 60 Kleidungsstücke im Jahr. Ob sie gebraucht werden oder nicht. Ebenso gerne sortieren wir wieder aus: Die Mode ändert sich eben, und der eigene Geschmack... Und auch sonst taugen viele Sachen kaum länger als ein paar Monate. Sofern man sie überhaupt getragen hat. Zwei Milliarden praktisch ungetragene Kleidungsstücke schlummern in den Schränken der Deutschen. Damit könnte man drei volle Wäscheleinen bis zum Mond spannen! Fast Fashion – ein deutlicher Trend zu mehr Sachen mit kürzerer Lebensdauer. Laut Greenpeace hat sich seit dem Jahr 2000 die weltweite Bekleidungsproduktion mehr als verdoppelt. Dabei ist den meisten Shoppern durchaus bewusst, dass die Kleidung umweltunverträglich und das Meiste unter menschenunwürdigen Bedingungen hergestellt wird.

"Wie ein kalter Entzug!"

Die Lösung: Weniger kaufen, mehr Qualität statt Quantität. Sowohl bei Herstellern als auch bei den Konsumenten. Nur so können wir Mode nachhaltiger und bewusster leben. Und glücklicher – meint auch die  Bloggerin Nunu Kaller. Sie hat es vorgemacht, wie man ein Jahr lang auf den Klamottenkauf verzichten kann. "Die Idee, ein Jahr lang keine Kleidung zu kaufen, hatte erstmal keine ökologischen Gründe, sondern war eine Trotzreaktion nach einem Streit mit meinem damaligen Freund, der mir unterstellt hat, dass ich das niemals schaffen würde." Und dann habe sie gedacht: "Jetzt erst recht! Ich kriege das hin!"
Nunu Kaller schrieb über ihre Shopping-Diät schließlich ein Buch. Das Nicht-Kaufen hatte ihr Leben verändert, sagt sie. Obwohl es ihr gerade am Anfang schwer fiel. "Das ist wie ein kalter Entzug. Das wird es auch für die Mädels sein."

400 Kleidungsstücke im Schrank! Der Durchschnitt sind 118

Die Mädels: Das sind Studentin Özben (20) und Social Media-Managerin Ioana (30). stern TV hat die beiden Frauen zu diesem ungewöhnlichen Fastenexperiment überredet. Sie sollen "Kleiderfasten" - und ab sofort bis Jahresende mit den Kleidungsstücken auskommen, die sie bereits besitzen. Abzüglich derer, die sie in den vergangenen Monaten gar nicht erst getragen haben! Denn wir haben bei Özben und Ioana kräftig ausgemistet. Hosen, Pullis, Jacken – ihre Kleiderstangen waren proppenvoll. Die beiden lieben Klamotten, und natürlich Schuhe. Bekennende Shopaholics. Özben besaß vor dem Experiment 262 Kleidungsstücke, gut die Hälfte hat sie im letzten halben Jahr nicht mehr getragen – und wurde von uns kurzerhand mitgenommen. Bei Ioana, die für einen Klamottenladen arbeitet, quoll der Schrank regelrecht über: Mit 400 Teilen liegt sie weit über dem Durchschnitt von 118 Kleidungsstücken, die deutsche Frauen besitzen. stern TV machte einen rigorosen Schnitt. Und wie fühlt sich das an? "Es ist erstmal befreiend, aber auch irgendwie so erleuchtend, wenn man sieht wie viele Sachen man eigentlich hat, die man nie trägt – und die einfach da drin sind", so die 30-Jährige.

Jetzt gibt es für Özben und Ioana fast ein Jahr keine neue Kleidung. Die Expertin Nunu Kaller sagt: "Ein Rat an die Mädels wäre von mir, sich jetzt bloß nicht das ganze Jahr damit zu beschäftigen, was neu in den Läden hängt. Einfach ignorieren!" Ob es klappt? Einen kleinen Anreiz musste es für das Experiment natürlich geben. Deshalb bekommen beide nach erfolgreicher Shopping-Diät von stern TV eine Reise spendiert. Dafür sollte sich das Kleiderfasten doch lohnen!

Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.