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Streit um Hartz IV: Ist doch eine Erhöhung nötig?

Zu viel oder zu wenig - wie viel Hartz IV ist gerecht? Die Diskussion um die Regelsätze für Kinder hat die stern TV-Zuschauer sehr beschäftigt: Viele Betroffene haben sich gemeldet - und berichten von ganz unterschiedlichen Erfahrungen.

Wie gut können Familien mit Hartz IV leben? Viele Betroffene berichten von großen finanziellen Problemen. Sie beschreiben einen Alltag, in dem sie und ihre Kinder kaum über die Runden kommen. Es fehlt das Geld für neue Schuhe, für eine ausgewogene Ernährung oder für den Besuch im Zoo. Andere dagegen zeigen auf, wie sie auch von Hartz IV vernünftig leben können: So auch Alexandra Hacker, Mutter von drei Kindern aus Bochum.

"Wir sind keine arme Familie."

Die 34-Jährige bekommt für sich den Hartz-IV-Regelsatz - plus einen Mehrbedarf für Alleinerziehende. Und auch für ihre drei Kinder bekommt sie - nach Alter gestaffelt - Hartz-IV-Stütze. Dazu kommen das Geld für Miete, Elterngeld für den sechs Monate alten Sohn (das wird nicht mit dem Hartz-IV-Geld verrechnet) und ein Zuschuss für den Schulbedarf der schulpflichtigen 11-jährigen Tochter. Insgesamt hat die vierköpfige Familie damit monatlich 1944,10 Euro zur Verfügung.

Viel sei das nicht, sagt Alexandra Hacker. Aber: "Wir sind keine arme Familie." Sie kann zwar nicht jede Woche neue Sachen für ihre Kinder kaufen. "Aber wir können trotzdem mal in den Zoo gehen oder ins Freizeitbad. Es ist nicht so, dass wir nur zu Hause sitzen und nichts machen." Um aber den Überblick zu behalten und am Ende mit der Hartz-IV-Stütze auszukommen, sei es zwingend notwendig ein Haushaltsbuch zu führen. Jeden Sonntag schreibt Alexandra Hacker außerdem einen Wochenplan für die Mahlzeiten - dafür prüft sie regelmäßig die Sonderangebote in den Supermärken.

"Man muss rechnen können."

Ein Auto kann sich die Familie nicht leisten. „Auch Urlaub ist nicht drin“, sagt die dreifache Mutter. Geld für Kinderkleidung sei aber immer ausreichend da: Im Ausverkauf gäbe es sogar mal günstige Markenklamotten.

Dass Familien mit Hartz IV nicht auskommen, kann Alexandra Hacker nicht nachvollziehen. "Ich habe auch nicht viel Geld, aber man muss dann halt rechnen können."

Kritiker bemängeln dagegen, dass mit den geltenden Regelsätzen der Bedarf vieler Familien nicht gedeckt werden kann. Sie fordern unter anderem, dass in Einzelfällen einmalige Leistungen gewährt werden sollten, damit beispielsweise die Einschulung, die Anschaffung eines Fahrrads oder dringend benötigten Nachhilfestunden auch für Hartz IV-Familien finanzierbar sind. Und für Kinder sollte es mehr kostenlose Betreuungs- und Bildungsangebote geben.

Themen in diesem Artikel
Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.
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