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Streit um Hartz IV: Wie viel Geld braucht eine Familie wirklich?

Seit letzter Woche prüft das Bundesverfassungsgericht den Hartz-IV-Regelsatz für Kinder. Geklagt hat unter anderem eine Familie aus Dortmund. Sohn Tobi ist neun und hat Anspruch auf 251 Euro im Monat. Zu wenig, finden die Eltern. Haben sie Recht?

Ist es richtig, dass Kinder einen geringeren Hartz-IV-Satz bekommen als Erwachsene? Nein, sagt Familie Kerber-Schiel aus Dortmund. Vater Joachim und Mutter Katrin klagen gegen den Regelsatz von 251 Euro im Monat für den neunjährigen Sohn Tobi. Begründung: Kinder brauchen keinesfalls weniger Geld für den Lebensunterhalt als Erwachsene. Eine mögliche "Milliardenklage", sollten sie Recht bekommen.

Verzicht bestimmt den Alltag

Ein Beispiel, dass die Anwälte der Familie immer wieder nennen, ist der Kauf von Schuhen: Der Staat bewilligt Erwachsenen dafür zehn Euro monatlich. Kleinkinder sollen mit sieben Euro auskommen - und dass, obwohl Kinderfüße ständig wachsen, und für sie deshalb öfter neue Schuhe gekauft werden müssen als für Erwachsene.

Familie Kerber-Schiel kann sich vieles, was für die meisten Deutschen alltäglich ist, nicht leisten: Ob der Frisörbesuch, eine Fahrradreparatur oder neue Torwarthandschuhe für den fußballbegeisterten Sohn Tobi - alles ein finanzielles Unding für die Familie. "Auch die Geburtstage unserer Kinder sind oft peinlich für uns", erzählt Mutter Katrin. Letztes Jahr sollte Tobi seine Freunde in eine Fußballhalle einladen dürfen. "Wir mussten das aber wieder absagen", sagt Katrin Kerber-Schiel - aus finanziellen Gründen.

1631 Euro für fünf Personen

Katrin Kerber-Schiel ist gelernte Altenpflegerin, arbeitet aber seit Jahren nicht mehr. Die 40-Jährige bekommt 90 Prozent des Hartz-IV-Regelsatzes, der zurzeit 359 Euro beträgt. Ihr Mann hat eine Teilzeitstelle als Lagerarbeiter. Sein Gehalt reicht aber nicht für den Lebensunterhalt - und wird daher mit den Arbeitslosengeld-II-Bezügen verrechnet. Zusammen erhält das Ehepaar 646 Euro Hartz-IV-Stütze im Monat. Dazu kommen je 251 Euro für Sohn Tobi und die zwölfjährige Tochter Sharon - das sind 70 Prozent des Regelsatzes eines Erwachsenen - und 215 Euro für den zwei Jahre alten Jeremy.

Insgesamt hat die Familie damit ein Einkommen von 1631 Euro zur Verfügung. Außerdem zahlt der Staat die Miete der Kerber-Schiels. Große Sprünge seien damit aber nicht drin: "Wir kaufen keine Markenprodukte, kaufen nur beim Discounter und immer wird geschaut, wo es am günstigsten ist“, sagt die Mutter.

Trotzdem meinen viele, der finanzielle Abstand zwischen Hartz IV und Geringverdienern ist zu klein, um für das Arbeiten zu motivieren. Stimmt das? stern TV hat nachgerechnet - am Beispiel der Geringverdienerfamilie Igert.

Davon lebt Familie Igert zurzeit

Lohn für den Vollzeitjob von Vater Ronald: 1200 Euro
Lohn für den Minijob von Mutter Britta: 400 Euro
Kindergeld für Sohn Kilian (13 Jahre): 164 Euro
Kindergeld für Tochter Alicia (11 Jahre): 164 Euro
Insgesamt sind das 1928 Euro im Monat.

Das bekämen die Igerts mit Hartz IV:

90 Prozent des Hartz-IV-Regelsatzes für Mutter Britta und Vater Ronald: insgesamt 646 Euro
70 Prozent des Hartz-IV-Regelsatzes für Sohn Kilian (13 Jahre): 251 Euro
70 Prozent des Hartz-IV-Regelsatzes für Tochter Alicia (11 Jahre): 251 Euro
zusätzliches Geld vom Staat für die Miete: 530 Euro
zusätzliches Geld vom Staat für Strom: 100 Euro
Insgesamt wären das 1778 Euro

Fazit: Das sind nur 150 Euro weniger als das, was die Familie ohne Hartz IV zur Verfügung hat. Aber: Ronald Igert möchte trotz allem weiter arbeiten: Denn: "Untätig rumsitzen tut nicht gut."

Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.
Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.