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Tipps zum Sparen mit Coupons: So werden Sie Rabatt-Profi

Noch hat das so genannte "Couponing" in Deutschland nicht dieselbe Verbreitung, wie in den USA. Hierzulande ist es Unternehmen erst seit 2001 wieder erlaubt, derartige Rabatte zu gewähren. Wer die Coupons und Rabattmarken geschickt einsetzt, kann aber tatsächlich einige Euros sparen. stern TV erklärt, wie es geht, was geht – und was nicht.

Coupons ausdrucken und ausschneiden

Ausdrucken und ausschneiden: Sven Lucka nutzt auch Coupons aus dem Internet für Einkäufe mit Rabatt.

Wo finde ich Ermäßigungs-Coupons?

Echte Coupons und Rabattmarken finden sich auf Produktverpackungen, auf Kassenzetteln (also nicht immer gleich wegschmeißen!), in Werbeblättern und Wurfsendungen, Zeitungen und Zeitschriften. Zum Teil liegen sie auch in Supermärkten und Drogerien aus, z.B. an den Kassen und in den Regalen.

Eine weitere Möglichkeit ist das Selbstausdrucken von entsprechenden Internetseiten, die Coupons verschiedener Anbieter sammeln oder die Verwendung entsprechender Apps (siehe unten).

Darüber hinaus gibt es Gutscheinhefte oder -bücher zu kaufen, die beispielsweise Ermäßigungen in Restaurants oder bei Freizeitaktivitäten beiten.

Welche Sparmöglichkeiten gibt es noch?

Mit Coupons kann man eine Preisreduzierung erreichen, oder beispielsweise zwei Produkte zum Preis von einem erhalten. Ideal ist es, aktuelle Sonderangebote mit Coupons zu kombinieren. Dann spart man richtig! Darüber hinaus gibt es Angebote wie Kaufpreis-Rückerstattung oder Gutscheincodes. Auch ein zeitlich bedingter "Mehrinhalt" zum gleichen Preis kann sich bei manchen Produkten lohnen (Waschmittel etc.). 

Welche Strategie eignet sich für den Alltag?

Lassen Sie sich nicht von den Coupons Ihren Einkauf vorschreiben, sondern nutzen Sie die Rabatte dort, wo es für Sie Sinn macht. Und bei Produkten, bei denen Ihnen persönlich Marke oder Hersteller egal sind. Finden Sie beispielsweise auf einer Zahnpasta-Verpackung eine Ermäßigung für eine Zahnbürste, lohnt es rein rechnerisch vielleicht, beim nächsten Mal diese Zahnbürste zu kaufen. 

Coupons sortieren:

Sammeln Sie die Coupons und Rabatt-Informationen in zwei Kategorien, zum Beispiel "Wocheneinkauf" für Produkte, die Sie ohnehin kaufen würden und die Sie beim Einkaufszettel aufheben. Hier lohnen natürlich vor allem Lebensmittel- und Drogerie-Coupons.
Die zweite Kategorie könnte "Wünsche" sein, für Produkte, die Sie gerne hätten oder demnächst kaufen wollen und die mit Rabatten attraktiv(er) werden. Vielleicht stellen Sie sich dafür eine Extra-Box auf? 

Hamster-Käufe

Beim ersten Coupon-Stapel lohnen sich sicher nicht nur die Rabatte selbst, sondern auch Angebote wie "Zwei zum Preis von einem". Wenn Sie Platz haben, können Sie sich somit einen Vorrat an alltäglichen Produkten anlegen.

Aber aufgepasst: Wer einen Vorrat hat, neigt dazu verschwenderischer mit den Produkten umzugehen – dann lohnt sich das Ganze natürlich weniger. Und: Achten Sie auch auf die Haltbarkeit der Produkte. Konserven, Drogerieartikel und Tiefkühlprodukte eignen sich besser, sofern Sie Platz haben, als z.B. Brot. 

Nutzen Sie unter Umständen mehrere Filialen einer Kette (dm, Rewe, Rossmann etc.), um mehrere Coupons für dasselbe Angebot einzulösen, oder gehen Sie mehrmals in den Laden. 

Einzige Einschränkung: Die meisten Handelsunternehmen geben Waren nur "in haushaltsüblichen Mengen" ab. Wenn Sie sich in einem Geschäft den Einkaufswagen mit einem Produkt bis ganz oben voll machen, könnte das zu Debatten an der Kasse führen.

Internetseiten

Mittlerweile gibt es verschiedene Internetseiten (siehe unten), die mit täglich neuen Rabattaktionen aufwarten. Auch Hersteller selbst haben Coupons auf ihren Webseiten. Entweder zum Ausdrucken oder zum Speichern auf dem Handy. Es lohnt also ein regelmäßiger Check dieser Seiten. 

Apps auf dem Smartphone (Mobile Couponing)

Mit entsprechenden Applikationen auf dem Smartphone haben Sie Rabatte immer dabei (siehe unten). Sie werden übrigens von den Herstellern finanziert. Wollen Sie einen Coupon anwenden, machen Sie sich am besten zuvor eine Notiz (z.B. ein Sternchen) auf dem Einkaufszettel – sonst vergisst man vor Ort doch leicht, dass es für das eine oder andere Produkt eine Ermäßigung gibt. Ein anderer Weg sind die Apps, die eine Rückzahlung ermöglichen, indem man anschließend den Kassenzettel fotografiert. Daraufhin werden bestimmte Beträe auf ein Online-Konto überweisen und man kann sich das Geld später auszahlen lassen.

Gutscheinhefte und -bücher

Gutscheinhefte oder -bücher müssen meist gekauft werden. Daher sollte man genau ausrechnen, wann sich die Investition lohnt oder ob man im Besitz des Heftes/Buches Geld ausgibt, das man sonst nicht ausgäbe (zum Beispiel für Restaurants oder Badethermen).

Manche Magazine (z. B. Laviva bei Rewe für 1 Euro) haben sich darauf spezialisiert, Gutscheine zu beinhalten. Hier lohnt vorab ebenfalls ein Blick hinein oder auf der Website des Magazins, ob man die aktuell enthaltenen Rabattmarken gebrauchen kann – oder sich der Kauf nicht rentiert.

Sparen durch Geld-zurück-Aktionen

Bei so genannten "Cash-back"-Aktionen bekommen Sie den Kaufpreis erstattet, wenn Sie den Kassenbon einschicken (oft inkl. Porto) oder einscannen und auf der Homepage des Herstellers hochladen. Tipp: Die Teilnahmebedingungen vorher genau ansehen. Ein Anbieter, der sich darauf spezialisiert hat, alle Cash-back Aktionen bündelt und die Abwicklung übernimmt ist z.B. Scondoo. 

Gutschein für den nächsten Kauf

Das Prinzip ist ganz ähnlich, allerdings wird dabei meist ein virtueller Gutscheinwert (etwa durch einen Code) auf den nächsten Einkauf angewendet. Das lohnt sich natürlich nur, wenn man den Einkauf sowieso tätigen würde. Der Anbieter will Kunden darüber langfristig an sein Produkt binden – und nicht immer klappt es mit der Erstattung auch reibungslos, wie Verbraucherschützer bei diesem schwarzen Schaf feststellen mussten. 

Geld-zurück-Garantie

Wir empfehlen diese Aktionen nur bei Produkten, die man ohnehin kaufen wollte, braucht oder sich wünscht. Denn löst man den Rabatt nicht ein, weil das Produkt überzeugt, hat man auch nicht gespart. Das ist umso schlimmer bei Sachen, die man eigentlich nicht wollte. Den Kaufpreis bekommt man in der Regel gegen Einsendung der Rechnung erstattet. Werden keine besonderen Begründungen verlangt, kann sich das natürlich durchaus lohnen. 

Was ist beim Einlösen erlaubt? 

Grundsätzlich gilt: alles ausprobieren. Dabei immer höflich bleiben und im Zweifel an der Kasse vom Kauf zurücktreten, wenn ein Angebot nicht gilt oder sich die Sparmöglichkeit als zu gering erweist. Denn: Zum Einen müssen die Geschäfte die Coupons nicht annehmen - das ist ihr Hausrecht. Zum anderen schreiben Anbieter auf ihre Coupons und Gutscheine häufig Einschränkungen, so genannte "Freizeichnungsklauseln" (Kleingedrucktes lesen!), etwa: "unverbindlich", womit das Angebot geändert oder zurückgenommen werden könnte, oder: "Preise freibleibend“, das heißt, die angegebenen Preise können sich einfach ändern. 

Wer mehrere Coupons gleichzeitig einlösen möchte trotz des Vermerks "Nur ein Coupon pro Kaufakt einlösbar", kann das mit einem Trick: Wenn Sie mehrere Produkte gleicher Art kaufen möchten, können Sie immer einen Warentrenner dazwischen legen und jedes Produkt einzeln bezahlen oder mehrmals in den Laden gehen bzw. an verschiedenen Tagen je ein Produkt kaufen. 

Steht übrigens auf einem Coupon "nicht mit anderen Aktionen kombinierbar", sind damit i. d. R. andere Gutscheinaktionen gemeint, nicht aber aktuelle Sonderangebote. Die können kombiniert werden. Und das lohnt sich dann richtig.

Hilfreich beim intensiven Gebrauch von Rabatten und Coupons ist es in jedem Fall, den Kassierern/innen freundlich zu begegnen, vielleicht sogar das Einlösen der Coupons vorab zu klären und nicht auf sein "Kundenrecht" zu pochen, wenn es Missverständnisse gibt. Das Hausrecht liegt beim Geschäft, die Coupneinlösung lässt sich nicht einklagen. 

Welche Einschränkungen gibt es? 

  • Zuallererst sollten Sie immer die Hinweise und Einschränkungen auf den Coupons selbst lesen (Gültigkeit, Einsatzort, regionale Beschränkung etc.) 
  • Nicht erlaubt ist selbstverständlich, Coupons oder Aktionsaufkleber im Markt von den Verpackungen zu knibbeln.
  • Und: Coupons dürfen selbstverständlich nicht kopiert oder gefälscht werden. Die meisten haben ohnehin einen Barcode aufgedruckt, der nur ein Mal gescannt werden kann.
  • Liegen Coupons aus, gehört es sich nicht, einfach alle mitzunehmen.
  • Theoretisch lässt sich durch das Einlösen von Rabattmarken, kombiniert mit Angeboten, selten sogar ein Minusbetrag erreichen. Eine Auszahlung ist juristisch in der Regel aber ausgeschlossen.  

Das bedeutet....

Solange der Vorrat reicht: Das Produkt oder Angebot kann nach kurzer  Zeit ausverkauft sein, ohne dass der Kunde noch einen Anspruch auf den Angebots-Preis hat. 

Nur einmal pro Kunde/Person: Pro Person kann nur ein Mal Rabatt gewährt werden. Wenn Sie mehrere Coupons einlösen wollen und kein Name vermerkt wird, müssen Sie entweder noch mal wieder kommen – oder Sie nehmen weitere Personen mit zum Einkaufen. 

Rabatt-Betrag ist gedeckelt: Unternehmen können die Einsparung begrenzen, gewähren sie beispielsweise 30 Prozent Rabatt und der Deckelungsbetrag liegt bei 200 Euro, können Sie die 30 Prozent nicht auf ein 999-Euro-Produkt anwenden und die vollen 30 Prozent (also knapp 300 Euro) sparen, sondern eben nur 200.

Kombination von Rabatten und Coupons: Grundsätzlich können Sie mit Coupons auch Artikel kaufen, die im bereits im Sonderangebot sind. In Ausnahmen gilt "Nicht mit anderen Aktionen kombinierbar". Manche Geschäfte verstehen unter "Aktion" auch ein Sonderangebot. Dann kann auch ein Coupon nicht eingelöst werden. Also vorher nachfragen. 

Nur in haushaltsübliche Mengen: Wenn Sie sich in einem Geschäft den Einkaufswagen mit einem Produkt bis ganz oben voll machen, könnte das zu Debatten an der Kasse führen. Händler wollen so vermeiden, dass Sie Sammelkäufe machen. Wer in mehrere Geschäfte geht, kann diese Einschränkung aber meist umgehen.

Welche Rabatt- und Kundenaktionen lohnen sich? 

Coupons

Kaufda.de und YouPickIt.de beispielsweise zeigen Angebote aus aktuellen Prospekten von Supermärkten, aber auch von Möbelhäusern oder Baumärkten. Bei letzterem kann man die Coupons direkt aus dem Prospekt aufrufen. 

Couponplatz.de zeigt hauptsächlich Gutscheine für Lebensmittel und Drogerieprodukte an. Rossmann hat sogar eine eigene Coupon-App (iOS / Android).

Herstellerseiten: Auch Supermarktketten und Hersteller selbst bieten das Online-Ausdrucken von Coupons an, zum Beispiel Edeka, Henkel oder Procter & Gamble

Mydealz.de hat verschiedene Kategorien von Elektro bis Food, ebenso wie sparwelt.de (etwas übersichtlicher und benutzerfreundlich). Vergleichbar ist auch Coupons4u.de.

Im Übrigen gibt es von den meisten genannten Anbietern bereits eine App mit Funktionen für unterwegs

Wer "Coupons" und/oder "Gutscheine" in die Suchmaschine eingibt, findet darüber hinaus zahlreiche weitere Internetseiten mit entsprechenden Angeboten.

Nachträgliche Erstattungen

... gewähren Payback und Deutschlandcard (dabei werden geldwerte Punkte bei verschiedenen Händlern und Online-Shops gesammelt) oder Scondoo  und Coupies (mit Kassenbon Rabattzahlung auf ein Online-Konto). Allerdings ist dafür jeweils eine Registrierung erforderlich. Alle Vier gibt es als App

Bekannte Internetportale für Gutscheine und größere Rabattaktionen sind beispielsweise Groupon oder Dailydeal – ebenfalls nur für registrierte Mitglieder.

Gutscheine von Reiseportalen über Technik bis Mode finden Sie auch auf: gutscheine.stern.de

Hat das Ganze auch Nachteile? 

Ja. Zum einen ist die Pfennigfuchserei eine Sisyphusarbeit und damit recht zeitaufwändig. Demnach sollte man das Couponing lieber "nebenher" betreiben. Es soll aber auch Leute geben, die es zu Ihrem Hobby machen. Allerdings kann man da fast sicher sein, dass sie nicht immer nur kaufen, was sie brauchen – und so wiederum nicht wirklich sparen. 

Zum anderen sollte man sich genau überlegen, an welcher Aktion man sich beteiligt. In den meisten Fällen haben auch die Anbieter ein Interesse. Alle Aktionen werden von den Herstellern finanziert. Nicht selten geht es einzig darum, Kundendaten zu sammeln, Newsletter-Abonnenten zu gewinnen, die Kunden an sein Produkt zu binden, zu durchleuchten, zu erfahren, was sie kaufen, wo und wie viel. All das wird mittlerweile (z.B. über die Barcodes der Coupons) gespeichert. Sobald eine Aktion oder Kundenkarte mit einer Registrierung verbunden ist, gilt es also für sich selbst abzuwägen. Wer dem Ganzen entspannt gegenübersteht, kann aber durchaus viel sparen.

Noch ein Hinweis: Die Hersteller nutzen Rabatt-Aktionen gerne, um die Preise zu erhöhen. Wer rabattiert einkauft, erinnert sich bei einem Produkt schnell nur noch an den günstigen Preis. Verbraucherverbände warnen seit Jahren vor einer Inflation der Rabattaktionen, die das gesunde Preisempfinden stören. Andere Aspekte wie Qualität, Service und Nachhaltigkeit rücken in den Hintergrund. 

Noch nicht genug?

Für diejenigen gibt es sogar Bücher, die sich mit dem größtmöglichen Nutzen von Coupons und Gutscheinen befassen. Auch einige Blogger lassen sich über ihre Erfahrungen aus und geben nützliche Tipps.

Auf welche Rechtsgrundlage beziehen sich die Münchner Finanzämter im jüngsten Steuerskandal?
Gestern in Report: Münchener Mittelständler, die zum Beispiel Werbung bei Google gekauft haben, sollen auf gezahlte Werbung bei Google eine Quellensteuer von 15 Prozent zahlen, und zwar zunächst rückwirkend für die Jahre 2012 und 2013. Das Geld, so die Betriebsprüfer des Finanzamts München, könnten sich die Steuer ja von Google zurückholen. Klingt skurril. Klingt nach einer Sauerei. ich habe mir deshalb den 50a ESTG durchgelesen, was wenig Freude macht. Dort steht erstens: "Die Einkommensteuer wird bei beschränkt Steuerpflichtigen im Wege des Steuerabzugs erhoben", was bedeutet, dass (um im Beispiel zu bleiben) Google der Steuerschuldner ist und sich das Finanzamt dorthin wenden soll und unter Abschnitt 7: "Das Finanzamt des Vergütungsgläubigers kann anordnen, dass der Schuldner der Vergütung für Rechnung des Gläubigers (Steuerschuldner) die Einkommensteuer von beschränkt steuerpflichtigen Einkünften, soweit diese nicht bereits dem Steuerabzug unterliegen, im Wege des Steuerabzugs einzubehalten und abzuführen hat, wenn dies zur Sicherung des Steueranspruchs zweckmäßig ist. " Nach diesem Text muss das Finanzamt von Google diese Anordnung treffen und nicht das Münchner. Ich bin mir sehr sicher, dass das Finanzamt in Irland nicht tätig geworden ist. Was also könnte die Rechtsgrundlage für diese extreme Auslegung einer Vorschrift sein, die ursprünglich dazu gedacht war, dass Veranstalter von Rockkonzerten die Steuern für die ausländischen Musiker abführen (was ja vernünftig ist)?
Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.