HOME

Unfall durch Wespe im Auto: Wagen aufgespießt: Wie diese Rentnerin einen Horrorcrash knapp überlebte

Wespen sind den meisten Menschen ein Graus. Auch Vera Förster versetzte eine Wespe im Auto derart in Panik, dass sie mit ihrem Wagen von der Fahrbahn abkam und in einen Holzzaun raste. Ihr Unfall zeigt, wohin unsere Furcht vor einem Wespenstich führen kann.

Glück im Unglück: Vera Förster entging nur knapp einer Katastrophe.

Glück im Unglück: Vera Förster entging nur knapp einer Katastrophe.

Wer das vollkommen zerstörte Auto von Vera Förster sieht, kann kaum glauben, dass die 66-Jährige dort lebend herausgekommen ist. Ein riesiger Zaunpfahl hatte die Windschutzscheibe ihres Wagens durchbohrt. Vera Förster trug nur eine Schramme davon. Sie hatte offenbar einen Schutzengel.

"Die Stange ist durchs Auto geschossen!"

Es war ein Junitag in Spenge, als Vera Förster wie jeden Mittwoch die Hundedame Trude mit dem Auto von einem Bekannten abgeholt hatte, um mit ihr einen Waldspaziergang zu machen. Die 12-jährige Hündin saß im Kofferraum, während Vera Förster auf der zweispurigen Bielefelder Straße fuhr. "Dann hatte ich plötzlich diese Wespe im Auto. Die hat sich auf meinen Arm gesetzt. Das kann ich nicht ertragen! Dann geriet ich in Panik und vergaß alles, was eigentlich vernünftig wäre", erzählt die Rentnerin. Sie habe hektisch das Fenster herunter gelassen und ihren Arm nach draußen gehalten, um zu erreichen, dass das Insekt vom Windzug aus dem Auto geweht wird. Vera Förster versuchte mit der Hand nachzuhelfen, damit die Wespe ihren Weg findet. "Ich habe gar nicht mehr darauf geachtet, wo ich hinfahre."

Sie verriss das Lenkrad, kam von der Straße ab und schoss den Grabenwall hinunter. Vor ihren Augen habe sie sich in dem Moment schon überschlagen sehen. Doch der Wagen wurde gestoppt – durch einen Weidezaun aus Holzpfählen. "Aufgespießt! Diese Stange ist durchs Auto durchgeschossen", so die Rentnerin. Ihr erster Gedanke sei gewesen, dass sie wohl ein neues Auto brauche und das irgendwie ihrem Mann beibringen müsste. Dass sie selbst nur knapp dem Tod entronnen war, realisierte Vera Förster in diesem Moment nicht. Ein dicker Zaunpfahl hatte von unten durch den Motorblock das ganze Auto durchdrungen, ein weiterer war durch die Windschutzscheibe des Renaults durch den Fahrerbereich geschossen.

Der Renault Scenic von Vera Förster nach dem Unfall


Schutzengel verhinderte Schlimmeres

Polizei und Rettungskräfte waren fassungslos, als sie am Unfallort eintrafen. Die Streifenwagenbesatzung konnte nicht glauben, dass Frau Förster die Fahrerin gewesen sein sollte. Sie hatte lediglich eine Schramme an der rechten Wange und auch die Hündin Trude im Kofferraum blieb unverletzt. Als Vera Förster bemerkt hatte, dass sich im Fußraum Flüssigkeit ausbreitete, habe sie gedacht "Jetzt musst du mal hier raus". Sie habe die Fahrertür geöffnet, den Hund aus dem Rückraum geholt und sich und Trude auf der Wiese in Sicherheit gebracht. Sie sagt selbst, sie habe nicht groß nachgedacht und sei auch nicht in Panik verfallen: "ich habe einfach funktionier, wie in einem Schockzustand." Auch im Krankenhaus wurde nichts weiter als der Kratzer im Gesicht festgestellt. Erst im Nachhinein sei ihr langsam klargeworden: "Meine Güte, du hast ja ganz schön Glück gehabt." Glück oder einen Schutzengel. Diese Panik wegen einer Wespe ist gut ausgegangen. Doch wie reagiert man richtig, wenn man von einem Insekt belästigt und attackiert wird? Das erklärte der Wespenexperte Peter Tauchert im Studiogespräch mit Steffen Hallaschka. Hier finden Sie seine Hinweise und Tipps.


Das könnte Sie auch interessieren