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Ungewöhnliches Angebot: Bestohlener Oldtimer-Besitzer lobt 250.000 Euro "Finderlohn" aus

Der Mercedes von Thomas Rosier ist der Traum eines jeden Oldtimer-Fans. Offenbar auch der eines besonders dreisten Diebes, der den 1,7 Millionen Euro teuren Wagen direkt bei einem Oldtimer-Treffen klaute. Sein Eigentümer macht dem Ganoven nun ein ungewöhnliches Angebot.

Aus dem Privatarchiv: Thomas Rosier in seinem Mercedes 300 SL "California Outlaw" von 1955 am Nürburgring 

Aus dem Privatarchiv: Thomas Rosier in seinem Mercedes 300 SL "California Outlaw" von 1955 am Nürburgring 

Der Wagen war sein Ein und Alles – nun ist er weg. Gestohlen vor einem Hotelparkplatz am Nürburgring. Thomas Rosier besaß mit seinem Mercedes 300 SL "California Outlaw" von 1955 einen wahren Oldtimer-Schatz. Der Rennwagen mit 215 PS unter der Haube war überall ein Hingucker. Details wie die gelben Nebel-Scheinwerfer, Straußenlederbezüge und der Sportauspuff machen das Auto einzigartig auf der Welt. Geschätzter Wert: 1,7 Millionen Euro. Als Ganzes sei der Wagen aber kaum zu veräußern, da der Mercedes durch die Spezialausstattung ein Einzelstück ist und damit leicht zu identifizieren wäre. Der emotionale Wert liege für ihn noch deutlich höher – schließlich habe der Wagen auch schon seinem Vater gehört, sagt Thomas Rosier. Der Unternehmer fürchtet nun, dass sein Mercedes Coupé in Einzelstücken verhökert werden könnte. Deshalb lobte Rosier kurzerhand eine Belohnung von sage und schreibe 250.000 Euro für denjenigen aus, der ihm das Auto wiederbeschafft. "Mir ist es letztendlich gleich ob der Dieb das Fahrzeug zurück bringt oder Helfershelfer. Wichtig ist, dass das Auto möglichst unversehrt zurückkommt", so der 54-Jährige.

Nach 26 Jahren zurück im Besitz der Familie

Der schwarze Flitzer ist für den Autohändler nicht nur eines seiner teuren Autos, die er auch verkauft, sondern ein Wegbegleiter im Leben, wie er erzählt: "Es ist nicht nur ein Familienmitglied, sondern es ist die Begründung meiner beruflichen Karriere gewesen. Denn dieses Fahrzeug, das im Besitz meines Vaters war, diente Ende der 80er Jahre als Startkapital für mein Autohaus." Rosiers Vater Heinz verkaufte den 55er Mercedes damals, um seinem Sohn den beruflichen Einstieg in die Branche zu ermöglichen. 26 Jahre später holte Thomas Rosier den Wagen aus Amerika zurück nach Hause, nach Oldenburg. "Überraschend war, dass an dem Wagen unter den amerikanischen Nummernschildern immer noch die Kennzeichen meines Vaters UN-HR-5 verbaut waren. Ein echtes Gänsehauterlebnis!"

"Es wäre die Fortsetzung einer unbeschreiblichen Geschichte"

Als Thomas Rosier Mitte August mit dem Wagen zum Oldtimer-Grand-Prix am Nürburgring fuhr, stellte er ihn auf einem Parkplatz vor seinem Hotel ab – wo der sündhaft teure Mercedes über Nacht geklaut wurde. Und das, obwohl der Parkplatz am Abend noch von Security-Leuten bewacht war. Für ihn sei vollkommen unverständlich, warum diese Sicherheitsvorkehrungen nachts offenbar nicht mehr vorhanden waren, so Rosier. Die Nürburgring GmbH hingegen bietet nach eigener Aussage gar keine bewachten Parkplätze an. Der Dieb hatte anscheinend freie Fahrt.

Ob er seinen Wagen je wiedersieht? Thomas Rosier hat die Hoffnung noch nicht aufgegeben und sogar eine Kontaktmöglichkeit für den Dieb oder "Finder" seines Autos eingerichtet. "Ich habe für mich entschieden: Du selber musst etwas tun und habe die 250.000 Euro – eine Viertel Millionen, ein unglaublicher Betrag – ausgelobt,  um das Auto unversehrt zurückzubekommen. Egal wer das Auto bringt, bekommt die 250.000." Selbst rechtlich wäre ein solcher Finderlohn-Deal wohl legal, sogar mit dem Dieb. "Es wäre die Fortsetzung einer unbeschreiblichen Geschichte: Das Auto kommt ein zweites Mal zurück. Das wäre ja der schönste Ausgang!"  Ob und wann das passiert, hängt jetzt wohl allein vom Dieb ab. Und dieses Ende der Geschichte wäre dann wohl so einzigartig, wie das Auto selbst.

Mercedes 300 SL : Flügeltürer geklaut – Besitzer bietet 250.000 Euro für die Rückgabe
Mercedes 300 SL Oldtimer

 "SL" stand für "Super leicht". Das Auto war mit einem nur 50 Kilo schweren Gitterrohrahmen und einem Dreiliter-Reihensechszylinder direkt für die Rennstrecke konzipiert worden. 

Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.
Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.