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Diskussion bei stern TV: Vertreter der jungen Parteiorganisationen bei stern TV: Wer soll uns nun regieren?

Der Abbruch der Sondierungen zu einer möglichen Jamaika-Koalition hat Deutschland erschüttert. Was soll nun geschehen? Bei stern TV kamen Vertreter der Jusos, der Jungen Liberalen und der Grünen Jugend zu Wort.

Das Jamaika-Bündnis ist gescheitert. Im politischen Berlin stehen die Verantwortlichen vor einem Scherbenhaufen und melden sich mit gegenseitigen Schuldzuweisungen zu Wort. Das Jammern aber nützt nichts: Es muss eine Lösung her. Aber welche?

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SPD- und FDP-Parteinachwuchs spricht sich für Minderheitsregierung aus

Vier Möglichkeiten stehen im Raum. Unter anderem werden immer mehr Rufe nach einer zuvor von der SPD kategorisch ausgeschlossenen großen Koalition laut. "Es darf keine neue große Koalition geben!", sagt hingegen Johanna Uekermann (30). Die Vorsitzende der SPD-Jugendorganisation Jusos diskutierte ihre Meinung live bei stern TV mit Konstantin Kuhle (28), dem Vorsitzenden der Jungen Liberalen und Max Lucks (20), dem Sprecher der Grünen Jugend. Im Gespräch mit Steffen Hallaschka sprach sich Ueckermann für eine Minderheitsregierung im Deutschen Bundestag aus: "Eine Minderheitsregierung mit wechselnden Mehrheiten würde der Demokratie guttun", so die Vorsitzende Jusos. "Eine Neuwahl kann nur das letzte Mittel sein." Konstantin Kuhle, der selbst an den Verhandlungsrunden teilgenommen hatte, verteidigte diese Entscheidung der FDP, die Verhandlungen abgebrochen zu haben, er sagte: "Das Vertrauen zwischen den Partnern war einfach nicht gegeben." Gleichzeitig deutete der Vorsitzende der Jungen Liberalen aber auch eine weitere Gesprächsbereitschaft mit Vertretern der anderen Parteien an: "Ich erwarte, dass wir glaubwürdig bleiben, dass wir aber auch anerkennen, dass es in anderen Parteien wie den Grünen und der Union vernünftige Leute gibt, mit denen man weiter reden muss." Wechselnde Mehrheiten seien auch für den 28-Jährigen "eine Option".

Max Lucks, Sprecher der Grünen Jugend, warf der FDP vor, die Sondierungen nicht aus inhaltlichen, sondern aus "Gründen der Parteitaktik" abgebrochen zu haben. Die Partei um Christian Lindner habe versucht, sich so "ein Stück weit an den Rechtsruck anzubiedern". Der 20-Jährige sprach sich "im Zweifel" für Neuwahlen aus: "Ich bin ehrlich gesagt sehr skeptisch, ob eine schwarzgrüne Minderheitsregierung zum Erfolg führen kann." 





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