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Cyberkriminalität im Darknet: Warum Ermittler gegen Kinderpornografie zu fiktiven Tätern werden müssten

Um tiefer in die Kinderpornografie-Szene eindringen zu können und die pädokriminellen Täter zu überführen, müssten Ermittler selbst Material zur Verfügung stellen, um nicht aufzufallen. Doch das ist der Polizei in Deutschland noch verboten. Sollte das Gesetz in dieser Hinsicht gelockert werden?

Oberstaatsanwalt Thomas Goger (Zentralstelle Cybercrime Bayern) unterstützt den Ansatz, mit fiktivem Kinderpornografie-Material Täter im Netz zu überführen.

Oberstaatsanwalt Thomas Goger (Zentralstelle Cybercrime Bayern) unterstützt den Ansatz, mit fiktivem Kinderpornografie-Material Täter im Netz zu überführen.

Lisa* ist nur eines von unzähligen Opfern. Als Kind wurde sie von Männern brutal sexuell missbraucht, drei Jahre lang. Beim ersten Mal war sie elf Jahre alt. Der Missbrauch wurde gefilmt, verkauft und vermarktet; Bilder davon waren hundertfach im Umlauf. "Ich möchte gar nicht wissen, wie viele Männer meine Bilder gesehen haben." Lisa ist heute 46 Jahre alt. Ihre Kindheit war unbeschwert, bis ein Bekannter ihres Bruders mit dem Mädchen Geld verdienen wollte. Er organisierte mehrmals im Monat Treffen organisiert. In einem großen Raum, in dem nur eine Couch stand, versammelten sich meist mehrere "Stammkunden", erzählt Lisa. "Wenn ich da fertig war mit den Fotos oder was die da alles gemacht haben, war ich nur froh, da raus zu sein. Damit ich duschen gehen konnte und dann in mein Bett. Da habe ich dann erst geweint."

Die Opfer sind nicht nur emotional zerstört, sie leiden ihr Leben lang darunter, dass die Aufnahmen der schlimmsten Momente ihres Lebens im Internet weiter gehandelt werden, Pädophilen der Befriedigung dienen. Allein im letzten Jahr gab es weltweit über 10 Millionen Hinweise im Netz auf sexuelle Ausbeutung von Kindern. Auch Ingo Fock war als Junge Pädokriminellen schutzlos ausgeliefert. Beim 50. habe er aufgehört zu zählen, sagt er heute. "Ich kann damit nicht abschließen, weil ich ja nicht weiß, wer sich gerade immer noch welches Material anschaut."

Mehr Rechte, um mehr Täter zu überführen?

Vor zwei Wochen hat stern TV gezeigt, wie das Bundeskriminalamt gegen Kinderpornografie ermittelt. Das Ermittlungsteam in Wiesbaden hatte in jenem seltenen Fall öffentlich nach einem Kinderschänder gefahndet: Dirk K. konnte kurz darauf als mutmaßlicher Täter gefasst werden. Noch nie hatten deutsche Ermittler so viele Hinweise auf sexuellen Missbrauch und Kinderpornografie. Das BKA in Wiesbaden profitiert von einem Verfahren aus den USA, wo Internetanbieter wie Google und Facebook dazu verpflichtet wurden, ihre Inhalte weltweit nach entsprechenden Bildern zu scannen. Doch im Kampf gegen Kinderpornografie stehen die Ermittler in Deutschland immer wieder vor einem Problem: Um tiefer in die pädokriminelle Szene vordringen zu können, die sich vornehmlich in geschlossenen Foren des so genannten Darknet abspielt, müssten sie selbst mit Missbrauchsabbildungen handeln. Denn das ist dort die einzige Währung. In einschlägigen Foren ist nur akzeptiert, wer selbst Bilder anbietet: Die sogenannte "Keuschheitsprobe" soll verhindern, dass verdeckte Ermittler in die Chats kommen. "Deutsche Polizeibeamte dürfen keine Straftaten begehen und das Posten eines kinderpornografischen Bildes wäre eine Straftat und das machen wir nicht und dürfen wir nicht", erklärt der Leiter der Zentralstelle Wiesbaden Hans-Joachim Leon. Und das wissen auch die Pädokriminellen.

Für die Beamten ist diese Einschränkung extrem hinderlich, wenn sie an die Strippenzieher herankommen und das Leid der Kinder beenden wollen. Denn in den relevanten Foren bleiben sie außen vor. Anders geht man damit beispielsweise in Australien um: Dort hat die Polizei 2017 sogar eine der größten Kinderpornografie-Plattformen betrieben. Sie hatten den Betreiber der Seite zuvor festnehmen können – und seinen Account anschließend einfach weiter genutzt, sogar selbst Missbrauchsabbildungen gepostet, um nach weiteren elf Monaten schließlich 900 mutmaßliche Täter zu identifizieren. In Deutschland ist ein solcher Weg undenkbar. Möglich scheint hingegen, künftig computererstellte, fiktive Missbrauchsabbildungen einzusetzen, wie Oberstaatsanwalt Thomas Goger von der in Bayern eigens eingerichteten Zentralstelle Cybercrime sagt: "Wenn sie sich die heutige Qualität grafischer Computerspiele anschauen, dann haben Sie doch ein Gespür dafür, was in diesen Bereich geht." Laut ihm würde eine Serie von mehreren Standbildern ausreichen, um den Zweck zu erfüllen. Was technisch längst möglich ist, ist hierzulande dennoch verboten. Dabei sei es dringend erforderlich, so Goger, die Verbreitung fiktiven Materials mit unserer Rechtsordnung in Einklang zu bringen. Ein Vorschlag, den auch die Justizminister aus Bayern, Rheinland-Pfalz und Hessen unterstützen. Dagegen spricht, dass dadurch weiteres vermeintlich kinderpornografisches Material produziert und verbreitet würde, das die Interessen der Täter schürt – selbst wenn es sich um keine echten Missbrauchsaufnahmen handelt.

Opfer stellt Ermittlern Material seines Missbrauchs zur Verfügung 

Die Bilder des Missbrauchs von Ingo Fock kursieren noch immer im Netz. Fock ist mittlerweile Vorsitzender des Vereins Gegen Missbrauch e.V. Er würde den Kampf gegen die Kinderpornografie gerne unterstützen. Fock, heute 54 Jahre, lebt in Göttingen. Weit weg von Berlin, der Stadt, in der sein Missbrauch begann. Bei ihm war es ein Bekannter seiner Mutter, der sich für den damals Siebenjährigen Zeit nahm, ihn mit Geschenken verwöhnte. "Für das kindliche Ego fühlt sich das erstmal total toll an: Der väterliche Freund, der mich unterstützt. Und am Anfang hat er auch nichts Böses mit mir gemacht." Dann habe er angefangen, ihn anzufassen, Geheimnisse aufzubauen, bis es zum ersten Übergriff kam. Anfassen, mitmachen, auch mit anderen Erwachsenen: Ingo Fock wurde herumgereicht und zum Spielball pädophiler Männer. Mit den Aufnahmen seines Missbrauchs sei er erpresst worden, so Fock. Einer der Männer habe ihn zum Kinderstrich am Bahnhof Zoo gebracht. Das Martyrium nahm erst ein Ende, als Ingo Fock 13 Jahre alt war. Da war er den Männern zu alt geworden. Die Bilder hingegen werden noch immer getauscht und gehandelt. Darin sieht Ingo Fock eigentlich nur einen einzigen Sinn: Pädophile damit überführen. Er könnte sich sogar vorstellen, den Ermittlern die Missbrauchsaufnahmen – von ihm als Opfer – zur  Verfügung zu stellen, um ihnen die gezielte Ermittlung nach pädophilen Straftätern zu ermöglichen: "Wenn das Material schon im Netz ist und da nicht mehr gelöscht werden kann, dann hätte es zumindest noch etwas 'Gutes'. Um letztendlich in die geschlossenen Forensysteme von Tätern und Täterinnen zu kommen."

*Name von der Redaktion geändert

Dachüberstand beim Gerätehaus und Mindestabstand Grenze zum Nachbarn
Ich wohne in Baden-Württemberg und plane auf meinem Grundstück einen alten Schuppen durch ein neues Gerätehaus (kein Aufenthaltsraum, keine Feuerstätte im Gebäude!) mit den Grundmaßen 3,50 m x 2,50 m und Firsthöhe von 2,21 m zu ersetzen. Da die neue Anlage etwa 60 cm in einer Geländestufe aufgestellt wird, ist die Wand gegenüber dem Nachbarn tatsächlich nur ca. 1,6 m gegenüber der OK des Gartens hoch. Es soll eine verfahrensfreie Umsetzung in einer Grenzbebauung durchgeführt werden. Auf dem Nachbargrundstück ist eine ca. 3m hohe Thuja Hecke, die geringfügig über die Grenze herüber ragt. Nun hat das geplante Gerätehaus einen umlaufenden Dachüberstand von ca. 20 cm, sodaß die Außenmasse des Fundaments etwa 20 cm von der Grundstücksgrenze entfernt ist. Damit ist sichergestellt, dass der Dachüberstand nicht mit dem Nachbargruzdstück überlappt. Wie sieht es nun entsprechend der LBO Baden-Würtenberg mit der Regelung zum Mindestabstand gegenüber der Grenze des Nachbarn aus? Ich sehe 3 Möglichkeiten: a) es gilt als Grenzbebauung. Die überhängende Thuja-Hecke stört mich nicht. b) es müssen 50 cm Mindestabstand eingehalten werden. c) der Überstand am Gerätehaus an der Grenze zum Nachbarn muss entfernt werden, damit der Aufbau als Grenzbebauung anerkannt wird. PS: Zusammen mit der Länge der Garage des Nachbarn wird eine Grenzbebauung von 9m nicht überschritten. Mit der Bitte um eine Rückmeldung, sodaß ich meinen Plan vernünftig abschließen kann. mfg
Buchtitel gesucht. Die Rückkehr ...
Der Titel des zweiten Bandes lautet "Die Rückkehr des <xyz>" Autor ist ein irischer Schriftsteller. Es geht um einen Mönch mit einem Sprachfehler. Als das Kloster von Dämonen angegriffen wird, kann er die Abwehr-Gebete, wegen seines Sprachfehlers, nicht so deutlich sprechen, wie seine Mönchsbrüder und der Geist einer Hexe geht deshalb auf ihn über. Seine Mönchsbrüder wollen ihn, um zumindest seine Seele zu retten, nun auf dem Scheiterhaufen verbrennen. Mit dem Geist der Hexe und etwas Flug-Salbe gelingt ihm aber die Flucht, auf einem Besen durch die Luft reitend. Zufällig belauscht er das Gespräch einer Frau, in die er sich verliebt hat und von der er sich ebenfalls geliebt fühlt. Dabei findet er heraus, dass sie ihn nicht als Mann liebt, sondern dass sie ihn für einen solchen Trottel hält, dass er ohne ihre mütterliche Fürsorge nicht lebenstüchtig sei und dass sie sich deshalb verantwortlich fühlt ihn mit ihrer Mutterliebe zu umsorgen. Tief verletzt hängt er seine Versuche, ein guter Mensch zu sein an den Nagel, will nun böse werden und schließt zu diesem Zweck einen Packt mit dem Teufel. Um den Packt zu besiegeln muss er ein mit Blut unterschriebenes Pergament mit dem Vertragstext verschlucken. Bei der anschließenden Überfahrt nach Frankreich wird er jedoch seekrank und kotzt sich seine Seele aus dem Leib. Dabei geht auch das Pergament mit dem Teufelspackt mit über Bord. Dadurch ist er an den Packt mit dem Teufel nicht mehr gebunden, plant aber weiterhin, mit Hilfe des Teufels ein böser Mensch zu werden. Dabei stellt er sich aber jedesmal so dusselig an, dass immer etwas Gutes dabei heraus kommt. Trotz der tiefen Verletzung durch die Frau, die er liebt, kann er sie doch nicht vergessen und schmachtet ihr auch weiterhin nach. Bei einem Hexenmeister lernt er einen Liebestrank zu brauen. Was er dann auch tut. Der Trank muss sehr lange ziehen. Während also der Trank auch während einer Abwesenheit weiter zieht, dringt eine Kuh in die Höhle ein, in der der Trank gebraut wird und säuft den Trank aus. Als der Mönch in die Höhle zurück kehrt, verliebt sich die Kuh augenblicklich in ihn und weicht ihm von da an nicht mehr von der Seite. Wie heißt der Mönch, der Held dieser Geschichte, und auch titel-gebend ist. Und wer ist der irische Autor?