HOME

Unterwegs mit der Müllpolizei: Wie Sicherheitsexperten Jagd auf die Müllsünder von Berlin machen

Wo einmal Müll abgeladen wurde, wächst der Berg schnell an. Dieses Phänomen ist bekannt - und ärgerlich. In Berlin vermüllen derzeit ganze Straßenzüge. Immer wieder laden Müllsünder ihren Krempel illegal am Straßenrand ab. Berlins "Müllpolizei" geht jetzt strikt dagegen vor. Und stern TV war dabei.

"Müllsheriff" Frank Hetzke versucht Müllsünder, die ihren Krempel einfach in Berlins Straßen entsorgen, anhand der Sachen zu identifizieren.

"Müllsheriff" Frank Hetzke versucht Müllsünder, die ihren Krempel einfach in Berlins Straßen entsorgen, anhand der Sachen zu identifizieren.

Frank Hetzke und Marian Florea nennen sich selbst die "Müllsheriffs": Sie sollen in Berlins einschlägigen Ecken für Ordnung sorgen. Denn mancherorts ist es offenbar zur Regel geworden, Matratzen, Sondermüll und sonstigen Krempel einfach illegal am Straßenrand abzuladen. Das kostet saftige Bußgelder. Die Müllpolizei soll sie eintreiben. Dafür streifen Frank Hetzke und Marian Florea vornehmlich abends und nachts durch Berlin-Neukölln, um die Müllsünder möglichst auf frischer Tat zu ertappen oder sie im Auftrag des Ordnungsamtes ausfindig zu machen. "Ich werde jedenfalls nicht dabei zusehen, dass unser Kiez zum Endlager für alte Matratzen und Bauschutt wird", sagt der Bezirksbürgermeister von Berlin-Neukölln Martin Hikel (SPD).

Die Politik will mit den Streifen das Müllchaos in Berlin eindämmen. In manchen Fällen kann die Müllpolizei aber nur die Stadtreinigung informieren, die sich dann um die Beseitigung kümmert. Die Entsorgung illegal entsorgter Abfälle kostet den  Steuerzahler insgesamt jedes Jahr vier Millionen Euro. Manchmal hinterlassen die Täter jedoch unbedacht Spuren in ihrem Unrat. Für stern TV die Gelegenheit, einen der Müllsünder aufzuspüren und ihm seinen ganzen Müllberg ungefragt zurückzubringen.

Themen in diesem Artikel
Auf welche Rechtsgrundlage beziehen sich die Münchner Finanzämter im jüngsten Steuerskandal?
Gestern in Report: Münchener Mittelständler, die zum Beispiel Werbung bei Google gekauft haben, sollen auf gezahlte Werbung bei Google eine Quellensteuer von 15 Prozent zahlen, und zwar zunächst rückwirkend für die Jahre 2012 und 2013. Das Geld, so die Betriebsprüfer des Finanzamts München, könnten sich die Steuer ja von Google zurückholen. Klingt skurril. Klingt nach einer Sauerei. ich habe mir deshalb den 50a ESTG durchgelesen, was wenig Freude macht. Dort steht erstens: "Die Einkommensteuer wird bei beschränkt Steuerpflichtigen im Wege des Steuerabzugs erhoben", was bedeutet, dass (um im Beispiel zu bleiben) Google der Steuerschuldner ist und sich das Finanzamt dorthin wenden soll und unter Abschnitt 7: "Das Finanzamt des Vergütungsgläubigers kann anordnen, dass der Schuldner der Vergütung für Rechnung des Gläubigers (Steuerschuldner) die Einkommensteuer von beschränkt steuerpflichtigen Einkünften, soweit diese nicht bereits dem Steuerabzug unterliegen, im Wege des Steuerabzugs einzubehalten und abzuführen hat, wenn dies zur Sicherung des Steueranspruchs zweckmäßig ist. " Nach diesem Text muss das Finanzamt von Google diese Anordnung treffen und nicht das Münchner. Ich bin mir sehr sicher, dass das Finanzamt in Irland nicht tätig geworden ist. Was also könnte die Rechtsgrundlage für diese extreme Auslegung einer Vorschrift sein, die ursprünglich dazu gedacht war, dass Veranstalter von Rockkonzerten die Steuern für die ausländischen Musiker abführen (was ja vernünftig ist)?