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12 ETF-Anbieter im Vergleich – finden Sie Ihren besten ETF-Broker für den langfristigen Vermögensaufbau mit einem ETF-Sparplan – unser Test bzw. Ratgeber 2021


Marius Müller
In 132 Vergleichen findet sich meine Expertise.

ETFs gehören weltweit zu den beliebtesten Börsenprodukten zum Vermögensaufbau. Die Stiftung Warentest bezeichnet das ETF-Sparen als „Königsweg des Fondssparens“. Denn ETFs vereinen die Vorteile der beiden klassischen Börsenprodukte – der Aktie und dem Fonds. ETFs lassen sich wie eine einzelne Aktie an der Börse handeln. Da ein ETF ein ganzes Bündel aus Aktien nachbildet, bietet es die breite Risikostreuung eines Investmentfonds. ETF-Sparpläne als langfristige Geldanlage sind schnell und einfach einzurichten, haben einen niedrigen Verwaltungsaufwand und können durch niedrige Gebühren häufig höhere Renditen als klassische Investmentfonds bieten.

Der folgende Vergleich zeigt die Investitionsmöglichkeiten, Kosten und Besonderheiten von 12 ETF-Brokern. Auf den ETF-Sparplan-Vergleich folgt der Ratgeber. Dort lesen zukünftige Anleger Basiswissen zum Thema ETFs. Sie erfahren, was ein ETF ist, wie das ETF-Sparen funktioniert und wie sie ihren eigenen ETF-Fonds-Sparplan einrichten können. Es folgt ein Überblick über die wichtigsten Vergleichskriterien der einzelnen ETF-Anbieter und ein FAQ-Bereich mit den Antworten auf häufig gestellte Fragen. Zu guter Letzt erfahren Anleger mehr über den ETF-Sparplan-Test der Stiftung Warentest – und warum das Institut ETFs für als eines der besten Börsenprodukte für den langfristigen Vermögensaufbau betrachtet.

4 verschiedene ETF-Broker mit günstigen Konditionen

Trade Republic
Amazon-Bewertung
Portfolio
Mehr als 8.500 Aktien und ETFs
Depotgebühren
0 Euro
Orderkosten
1 Euro
Mindestsparrate
10 Euro
Anzahl der ETF-Sparpläne
1.300
Kosten zur Sparplanausführung
0 Euro
Gesamtkosten für einen ETF-Sparplan
0 Euro
Kostenfreie ETF-Sparpläne
Häufige Fragen
FAQ
Zum Angebot
Erhältlich bei*
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comdirect
Amazon-Bewertung
Portfolio
Mehr als 1.000 ETFs
Depotgebühren
„Kostenlose Depotführung – garantiert für 3 Jahre“
Orderkosten
3,90 Euro
Mindestsparrate
25 Euro
Anzahl der ETF-Sparpläne
165
Kosten zur Sparplanausführung
1,5 Prozent
Gesamtkosten für einen ETF-Sparplan
654 Euro
Kostenfreie ETF-Sparpläne
Häufige Fragen
FAQ
Zum Angebot
Erhältlich bei*
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Smartbroker
Amazon-Bewertung
Portfolio
Keine Angabe
Depotgebühren
0 Euro
Orderkosten
0 bis 4 Euro
Mindestsparrate
25 Euro
Anzahl der ETF-Sparpläne
550 kostenpflichtige, 270 kostenlose
Kosten zur Sparplanausführung
0,2 Prozent
Gesamtkosten für einen ETF-Sparplan
233 Euro
Kostenfreie ETF-Sparpläne
Häufige Fragen
FAQ
Zum Angebot
Erhältlich bei*
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Consorsbank
Amazon-Bewertung
Portfolio
Über 60 ETFs
Depotgebühren
0 Euro
Orderkosten
3,95 bis 69 Euro
Mindestsparrate
25 Euro
Anzahl der ETF-Sparpläne
500 kostenpflichtige, 290 kostenlose
Kosten zur Sparplanausführung
1,5 Prozent
Gesamtkosten für einen ETF-Sparplan
654 Euro
Kostenfreie ETF-Sparpläne
Häufige Fragen
FAQ
Zum Angebot
Erhältlich bei*
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Abbildung
Modell Trade Republic comdirect Smartbroker Consorsbank
Portfolio Mehr als 8.500 Aktien und ETFs Mehr als 1.000 ETFs Keine Angabe Über 60 ETFs
Depotgebühren 0 Euro „Kostenlose Depotführung – garantiert für 3 Jahre“ 0 Euro 0 Euro
Orderkosten 1 Euro 3,90 Euro 0 bis 4 Euro 3,95 bis 69 Euro
Mindestsparrate 10 Euro 25 Euro 25 Euro 25 Euro
Anzahl der ETF-Sparpläne 1.300 165 550 kostenpflichtige, 270 kostenlose 500 kostenpflichtige, 290 kostenlose
Kosten zur Sparplanausführung 0 Euro 1,5 Prozent 0,2 Prozent 1,5 Prozent
Gesamtkosten für einen ETF-Sparplan 0 Euro 654 Euro 233 Euro 654 Euro
Kostenfreie ETF-Sparpläne
Häufige Fragen FAQ FAQ FAQ FAQ
Erhältlich bei*
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1. Trade Republik – mit einer Mindestsparrate von 10 Euro und Orderkosten in Höhe von einem Euro

Der ETF-Broker Trade Republik hat mehr als 8.5000 Aktien und ETFs im Angebot. Die Depoterstellung bei dem reinen Online-Broker erfolgt über dessen Webseite und erfordert zur Sicherheit die Authentifikation per SMS-Code. Trade Republic bietet sowohl kostenlos besparbare ETFs als auch kostenpflichtige ETFs mit einer Mindestsparrate von 10 Euro. Der ETF-Broker hat keine Depotgebühren und Orderkosten in Höhe von einem Euro.

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Vielfältiger Depotservice: Laut eigenen Angaben bietet Trade Republic von der automatischen Abführung der Steuern inklusive Jahressteuerbescheinigung bis zur Teilnahme an Kapitalmaßnahmen und Hauptversammlungen einen vielseitigen Depotservice.

Wer sich für Trade Republic als Broker entscheidet, kann provisionsfrei in Aktien, ETFs und Derivate investieren. ETF-Sparpläne sind laut Anbieter dauerhaft kostenlos zu besparen. Anders als bei vergleichbaren Anbietern gibt es keine zeitliche Begrenzung. Die Trade-Rebuplic-App hält Anleger mit Echtzeitdaten, Preisalarmen und Push-Benachrichtigungen über ihr Depot auf dem Laufenden. Im Help Center stellt Trade Republic Informationen zur Website, Steuern, Dividenden und weiteres Wissen zum Thema Aktienhandel bereit.

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Was bedeutet provisionsfrei investieren? Viele Broker erheben beim Kaufen oder Verkaufen eines ETFs eine prozentuale Gebühr. Beim provisionsfreien Investieren zahlen Anleger nur die festgelegten Orderkosten.

FAQ

Welche Voraussetzungen bestehen für eine Depoteröffnung bei Trade Republic?
Die Depoteröffnung erfordert die Volljährigkeit, einen deutschen Wohnsitz mit deutscher Steuerpflicht, eine europäische Handynummer, ein SEPA-Konto und ein Smartphone mit dem Betriebssystem iOS oder Android.
Wie schnell geht eine Einzahlung ein?
Einzahlungen werden laut Trade Republic meistens innerhalb von einem bis zwei Bankarbeitstagen gutgeschrieben. Die tatsächliche Dauer ist abhängig von den Prozessen der Bank, die den Überweisungsauftrag erteilt hat.
Welche Produkte lassen sich handeln?
Laut Trade Republic sind mehr als 8.500 internationale Aktien und ETFs sowie mehr als 40.000 Derivate handelbar.
Welcher Orderarten gibt es?
Es besteht die Wahl zwischen Market-, Limit- und Stop-Orders. Der Kauf von Market-Orders erfolgt automatisch zum nächstbesten Marktpreis. Bei der Limit-Order wird ein unter dem aktuellen Marktpreis befindlicher Wert festgelegt, zu dem gekauft wird, sobald der Wert erreicht ist. Alternativ wird ein über den aktuellen Marktpreis befindlicher Wert festgelegt, zu dem verkauft wird. Die Stop-Order ist somit zur Verlustminimierung zu betrachten.
Zu welchen Kursen kann bei Trade Republic gehandelt werden?
Bei Trade Republic wird über das an der Hamburger Börse betriebene Handelssystem LS Exchange gehandelt.
Ist Trade Republic eine Bank?
Ja, Trade Republic ist eine deutsche Wertpapierhandelsbank, die von der Bundesbank und der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungen beaufsichtigt wird.

2. comdirect mit kostenloser Depotführung für mindestens 3 Jahre

Als größte deutsche Direktbank hat comdirect über 1.000 ETFs und 165 ETF-Sparpläne im Angebot. Der Handel mit ETFs sowie die Eröffnung eines Depots finden online statt – per App der Webseite. Die Legitimation erfolgt per VideoIdent-Verfahren. Comdirect garantiert kostenlose Depotgebühren für 3 Jahre. Die Orderkosten belaufen sich auf 3,90 und die monatliche Mindestsparrate für ETF-Sparpläne beträgt 25 Euro.

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Mit Soforthandel: Der Soforthandel ist im ETF-Bereich eine neue Funktion, die noch nicht bei allen Brokern verfügbar ist. Sie gibt privaten Anlegern die gleichen Chancen wie institutionellen Investoren, indem sie es ermöglicht, ETFs unabhängig vom gesetzten Limit mit direkter Preiszusage zu verkaufen. Private Anleger können selbst entscheiden, wann und zu welchem Preis ihre ETFs gekauft oder verkauft werden. Interessant ist der Soforthandel für Investoren, die kurzfristige Marktbewegungen ausnutzen möchten.

Die Comdirect-Bank bietet Trading-Services für das Handeln an deutschen Börsenplätzen und über 50 Börsen weltweit. Laut eigenen Angaben stellt sie ihren Anlegern professionelle Analyse-Tools, stabile Ordersysteme mit hohen Ausführungsgeschwindigkeiten und einen persönlichen Kundenservice zur Verfügung – 24 Stunden pro Tag und 7 Tage die Woche. Um Anfängern einen guten Einstieg zu ermöglichen, bietet comdirect Online-Seminare zum Thema Wertpapiere an.

FAQ

Welche Ausführungsrhythmen bietet comdirect an?
Comdirect zahlt Renditen monatlich, vierteljährlich oder jährlich aus.
Wie hoch ist die maximale Sparrate bei comdirect?
Die maximale monatliche Sparrate beträgt 10.000 Euro.
Ist die Trading-App kostenlos?
Ja, laut comdirect ist die Trading-App kostenlos.
Über welche Telefonnummer ist der Kundendienst erreichbar?
Der Kundenservice ist über die Telefonnummer 04106 708 25 00 erreichbar.
Kann ich kostenlos Depotauszüge beziehen?
Ja, auf Anfrage stellt comdirect kostenlose Depotauszüge aus. Depotauszüge sind eine Aufstellung der Depotbestände – vergleichbar mit einem Kontoauszug. Sie zeigen das Portfolio an ETFs, die Einzahlbeträge und die Renditen. Die meisten ETF-Anbieter stellen einmal pro Jahr einen Depotauszug aus.

3. Smartbroker für den ETF-Handel ohne Orderkosten

Smartbroker ist interessant für Anleger, die einen ETF-Broker mit niedrigen Kosten suchen. Denn Smartbroker gilt als günstigster ETF-Anbieter auf dem Markt. Zu diesem Ergebnis kam die zur Stiftung-Warentest-Gruppe gehörende Zeitschrift Finanztest in der Ausgabe 11/2020. Beim Handeln über das elektronische Handelssystem Gettex betragen die Orderkosten 0 Euro. Beim Handel über Lang & Schwarz liegen die Orderkosten bei einem Euro und an allen anderen Börsenplätzen belaufen sie sich auf 4 Euro.

Aus der üblichen Beispielrechnung ergeben sich bei Smartbroker Gesamtkosten für einen ETF-Sparplan in Höhe von 233 Euro. Die Sparplanausführungskosten belaufen sich auf 0,2 Prozent, aber mindestens 0,80 Euro pro Monat. Smartbroker hat 270 kostenlose ETF-Sparpläne im Angebot und ermöglicht den Handel an allen deutschen Börsen.

info

Was ist die übliche Beispielrechnung für die Kosten eines ETF-Sparplans? Um eine gewisse Vergleichbarkeit der Sparplankosten zu schaffen, wenden viele Anbieter denselben Rechenweg auf ihre Konditionen an. Der Rechenweg beinhaltet eine Sparrate von 150 Euro, eine Laufzeit von 15 Jahren und einem Wertzuwachs von 6 Prozent. Anhand der Ergebnisse können Anleger vergleichen, wie hoch die Kosten für die Sparplanausführung sind.

FAQ

Welches maximale Ordervolumen gibt es bei Smartbroker?
Das maximale Ordervolumen beläuft sich auf 500 Euro pro Trade.
Lassen sich Zertifikate auf US-basierten Aktien bei Smartbroker handeln?
Nein, Smartbroker zufolge sind keine Zertifikate nach US-Basiswerten handelbar.
An welchen Börsenplätzen lässt sich bei Smartbroker handeln?
Smartbroker bietet die Handelsplätze Xetra, Tradegate, Quotrix, Lang & Schwarz, Berlin, Düsseldorf, Frankfurt, Hamburg, Hannover, München, Stuttgart sowie Gettex Baader Bank, BNP Paribas, Citi, Commerzbank, Deutsche Bank, DZ Bank, Goldman Sachs, HSBC, HVB, ING, JP Morgan, Lang & Schwarz, Morgan Stanley, Société Générale, UBS sowie Vontobel Australien, Belgien, Dänemark, England, Finnland, Frankreich, Hongkong, Italien, Japan, Kanada (TSE, TSX), Niederlande, Norwegen, Österreich, Portugal, Schweden, Schweiz, Singapur, Spanien und USA an.
Gibt es versteckte Kosten bei Smartbroker?
Nein, im Formularcenter von Smartbroker ist eine detaillierte Kostenaufstellung zu finden.
Welche Wertpapiere lassen sich bei Smartbroker handeln?
Der Online-Broker ermöglicht den Handel mit Aktien, Anleihen, Fonds, ETFs, Zertifikaten und Optionsscheinen.
Ist es möglich, monatliche Reporte zu erstellen?
Ja, auf der Website unter dem Reiter Reporting lassen sich monatliche Reporte erstellen.

4. Consorsbank mit 290 kostenfreien ETF-Sparplänen

Die Consorsbank erlaubt den Handel mit allen ETFs, die eine deutsche Vertriebszulassung haben und an einer Börse oder einem außerbörslichen Handelsplatz quotiert sind. Im Angebot sind 290 kostenfreie und 500 kostenpflichtige ETF-Sparpläne. Die Depoteröffnung erfolgt per Webseite oder App. Die Zugangsdaten zum Depot verschickt die Bank per Post. Sowohl das Eröffnen als auch das Führen eines ETF-Depots ist bei der Consorsbank kostenlos. Die Orderkosten belaufen sich auf 4,95 Euro plus 0,25 Prozent Ordervolumen – mindestens aber 9,95 Euro und maximal 69 Euro.

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ETF-Trading mit sicherer SecurePlus-App: Bei der Consorsbank traden Anleger über die SecurePlus-App, die für ein Depot auf bis zu drei Geräten nutzbar ist. Sie schützt vor unerwünschtem Zugriff durch einen PIN-Code, eine Fingerabdrucksperre oder eine Gesichtserkennung. Die höchste Sicherheit bietet das TAN-Verfahren.

Wer sich für die Consorsbank als ETF-Anbieter entscheidet, kann seinen ersten ETF-Sparplan mit einer Mindestrate von 25 Euro aufsetzen. Aus der üblichen Beispielrechnung ergeben sich für einen ETF-Sparplan Gesamtkosten in Höhe von 654 Euro. Die Kosten der Sparplanausführung liegen bei 1,5 Prozent. An Einsteiger vermittelt die Consorsbank Grundlagenwissen zum Thema Geldanlagen über Webinare und YouTube-Videos.

info

Was ist ein außerbörslicher Handelsplatz? Im Finanzwesen wird ein unmittelbarer Wertpapierhandel zwischen zwei Marktteilnehmern, der außerhalb der Börse stattfindet, als außerbörslicher Handel bezeichnet. Andere Bezeichnungen sind Direkt- oder Telefonhandel. Der größte Vorteil für Anleger ist, dass der Handel nicht von den Börsenzeiten abhängig ist. Das bedeutet, außerbörslicher Handel ist auch am Wochenende möglich.

FAQ

Zu welcher Uhrzeit ist die Consorsbank telefonisch zu erreichen?
Der Kundenservice der Consorsbank ist von Montag bis Sonntag zwischen 7:00 und 22:30 Uhr unter der Rufnummer 09113693000 zu erreichen.
Ist der Kundenservice per Direkt-Chat erreichbar?
Ja, der Kundenservice ist per Chat erreichbar.
Welche Betriebssysteme unterstützen die SecurePlus-App?
Die App erfordert ein Smartphone mit dem Betriebssystem iOS ab Version 12.2 und Android ab Version 5.0.
Wie funktioniert das TAN-Verfahren?
Für das TAN-Verfahren bietet die Consorsbank einen TAN-Generator. Das ist ein kleines Gerät, das einen Code erstellt. Die App ist nur durch die Eingabe des TAN-Codes nutzbar. Das bedeutet, wenn das Smartphone verlorengeht oder gestohlen wird, ist für Dritte kein Zugriff auf die SecurePlus-App möglich.
Ist der TAN-Generator kostenfrei?
Nein, der TAN-Generator kostet einen zweistelligen Betrag.

5. ING für das ETF-Trading per Webseite, App oder Telefon

Die ING Bank hat als ETF-Anbieter mehr als 180 ETFs sowie rund 700 kostenlose und 140 kostenpflichtige ETF-Sparpläne im Angebot. Die Eröffnung eines ETF-Depots erfolgt online und ist genau wie die Depotführung kostenlos. Die Orderkosten liegen zwischen 4,90 und 69,90 Euro.

Die ING Bank bietet ETF-Sparpläne ab einer Mindestsparrate von einem Euro an. So haben Anleger die Möglichkeit, ihre Sparraten frei zu wählen. Das ermöglicht eine größere Risikostreuung oder die Nutzung verschiedener Investitionsmöglichkeiten mit geringem Budget. Der Handel mit ETFs ist bei ING sowohl per Webseite und App als auch per Telefon möglich. Aus der üblichen Beispielrechnung ergeben sich bei ING Sparplankosten in Höhe von 763 Euro. Die Sparplanausführungskosten betragen 1,75 Prozent der Sparrate.

FAQ

Welche Ausführungsrhythmen hat die ING?
Die ING Bank zahlt Renditen wahlweise monatlich, alle 2 Monate oder vierteljährlich aus.
Unter welcher Telefonnummer ist der Kundenservice erreichbar?
Der Kundenservice der ING Bank ist unter der Telefonnummer 06950500107 erreichbar.
Lässt sich die App auf dem Tablet nutzen?
Ja, laut ING ist die App auf Tablet-PCs nutzbar.
Auf wie vielen Geräten ist die App nutzbar?
Für ein Depot lässt sich die App auf bis zu drei Geräten verwenden.
Ist das Einrichten eines ETF-Sparplans per Telefon möglich?
Ja, bei der ING Bank lassen sich ETF-Sparpläne per Telefon anweisen.

6. DKB – ETF-Sparen ohne Ausgabeaufschlag

Die DKB Bank ist als ETF-Broker per Webseite und App erreichbar. Bei der Einrichtung eines ETF-Depots ist eine Legitimation per VideoIdent-Verfahren erforderlich. Die Zugangsdaten für das Depot versendet DKP nach wenigen Tagen per Post. Bei Investitionsbeträgen bis 10.000 Euro kostet eine Order 10 Euro. Bei Beträgen über 10.000 Euro steigen die Orderkosten auf 25 Euro. Die Depotführung ist bei DKB kostenlos, die Mindestsparrate liegt bei 50 Euro. Der ETF-Broker hat rund 850 gebührenpflichtige ETF-Sparpläne im Angebot. Gebührenfreie Sparpläne gibt es bei DKB nicht.

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Kostenlose Order-Änderungen: Alle Änderungen und Streichungen von Orders sind bei der DKB kostenlos.

Aus der üblichen Beispielrechnung ergeben sich bei einem ETF-Sparplan der DKB Bank Kosten in Höhe von 436 Euro – bei Sparplanausführungskosten in Höhe von 1,50 Euro pro Sparrate. Der einmalige Ausgabeaufschlag beim Erwerb von Fondsanteilen entfällt bei DKB. Laut eigenen Angaben bietet der ETF-Broker damit ein einfaches und transparentes Gebührenmodell. Regelmäßige Aktionen mit renommierten Partnern sorgen laut DKB für Vorteilskonditionen beim Trading mit ETFs.

FAQ

An wie vielen deutschen Börsen lässt sich bei der DKB handeln?
Die DKB Bank ermöglicht den Handel an folgenden deutschen Börsenplätzen: Frankfurt, Stuttgart, Hamburg, Hannover, Berlin, Bremen, Düsseldorf, München, Tradegate und Lang & Schwarz.
Entstehen bei einem Depotwechsel Gebühren?
Ja, bei einer Übertragung des Depots entstehen Gebühren, die sich nach dem Preis- und Leistungsverzeichnis richten.
Dürfen mehrere Depots bei der DKB Bank eröffnet werden?
Ja, Privatanleger können mehrere Depots bei der DKB eröffnen.
Sind Anleger an Börsenzeiten gebunden?
Orders lassen sich zwar jederzeit anweisen, doch die Ausführung richtet sich nach den Handelszeiten der Börsenplätze.

7. onvista mit über 2.000 ETFs

Das Portfolio des ETF-Brokers onvista umfasst über 2.000 ETFs und rund 150 gebührenpflichtige ETF-Sparpläne. Die Einrichtung eines ETF-Depots und das Trading erfolgen per App oder Webseite. Die Mindestsparrate liegt bei 50 Euro. Die Depotführung ist kostenlos, die Orderkosten betragen 5 Euro.

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50 Euro Trading-Guthaben bei Depot-Eröffnung: Wer ein ETF-Depot bei onvista eröffnet, erhält zur Begrüßung ein Trading-Guthaben in Höhe von 50 Euro.

Bei Anwendung der üblichen Beispielrechnung für ETF-Sparpläne ergeben sich bei onvista Kosten in Höhe von 291 Euro – bei Sparplanausführungskosten von einem Euro pro Monat. Die Webseite des Online-Brokers unterstützt Anleger durch Wirtschafts- und Börsen-News sowie einen Blogbereich rund um das Thema Finanzen.

FAQ

Hat onvista einen eigenen ETF-Ratgeber?
Ja, onvista hat einen ETF-Ratgeber.
Kann ich bei onvista mit Kryptowährungen handeln?
Ja, das ist möglich.
Ist der Kundenservice erreichbar?
Nein, der Kundenservice ist nicht telefonisch erreichbar.
Lässt sich mit dem Online-Broker an allen deutschen Börsenplätzen handeln?
Ja, mit onvista können Anleger an allen deutschen Börsenplätzen handeln.

8. flatex – mit Platin-, Gold- und Silber-Partnerschaften für unterschiedliche Handelskonditionen

Bei flatex können Anleger zwischen Einzel- und Gemeinschaftsdepot entscheiden und bis zu 1.000 ETFs handeln. Der Online-Broker hat rund 300 gebührenfreie und über 1.000 gebührenpflichtige ETF-Sparpläne im Angebot – darunter 35 Premium-Fonds ohne Ausgabeaufschlag. Die Ordergebühren betragen 5,90 pro Order. Ein Nachteil im Vergleich zu vielen anderen Anbietern: Die Depotführung ist nicht kostenlos. Bei flatex kostet sie 0,1 Prozent pro Jahr auf den Kurswert der verwahrten ETFs plus 0,5 Prozent auf das Geld im Verrechnungskonto.

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Mit ETF-Sparplänen ohne Orderkosten: Der Online-Broker flatex hat laut eigenen Angaben rund 35 ETF-Sparpläne ohne Ordergebühren im Angebot. Das reduziert die Kosten und erhöht auf lange Sicht die Rendite.

Bei der Anwendung der üblichen Beispielrechnung ergeben sich bei flatex Kosten in Höhe von 545 Euro. Die tatsächlichen Kosten variieren je nach Partnerschaft. Der Online-Broker bietet Platin-, Gold– und Silber-Partnerschaften. Die verschiedenen Partnerschaften sind wie Tarif-Modelle zu betrachten. Sie bieten unterschiedliche Handelskonditionen für Partner von flatex.

info

Was ist ein Gemeinschaftsdepot? Das Gemeinschaftsdepot lässt sich mit einem Gemeinschaftskonto vergleichen. Es hat zwei Inhaber und ist in zwei Arten nutzbar: Als Oder- sowie Und-Depot. Bei einem Oder-Depot können beider Inhaber eigenständig über das Depot entscheiden. Das Und-Depot erfordert vor jeder Order die Bestätigung beider Depotinhaber. Der Vorteil eines Gemeinschaftsdepots ist, dass zwei Menschen – zum Beispiel Ehepartner, Geschäftspartner oder Freunde – ihr Vermögen zusammenlegen und so für beide eine höhere Rendite erwirtschaften können.

FAQ

Gibt es kostenlose Kontoauszüge bei flatex?
Ja, Kontoauszüge lassen sich kostenlos beziehen.
Hat flatex einen FAQ-Bereich?
Ja, flatex hat einen FAQ-Bereich mit Kategorien wie Kontoeröffnung, Depotübertragungen, Wertpapierhandel, Steuern und mehr.
Unter welcher Telefonnummer ist der Kundenservice erreichbar?
Der Kundenservice ist unter der Telefonnummer +499221 7035 898 zu erreichen.
Müssen für Orderänderungen Gebühren gezahlt werden?
Nein, bei flatex sind Order- oder Limitänderungen sowie Orderstreichungen kostenlos.

9. S Broker mit 450 ETFs und 500 ETF-Sparplänen

Beim Anbieter S Broker handeln Anleger ohne Depotgebühren und mit Orderkosten von 3,99 Euro. Die Anmeldung erfolgt online und wird per PostIdent- oder VideoIdent-Verfahren legitimiert. Das PostIdent-Verfahren ist eine Methode zur persönlichen Identifikation von Personen durch die Deutsche Post. Dabei bestätigt ein Mitarbeiter die Identität unter Vorlage des Personalausweises. Das PostIdent-Verfahren wird genutzt, um die Identität eines Anlegers im Rahmen der Depoteröffnung zu legitimieren. Im Fachjargon wird das PostIdent-Verfahren als unpersönliche Legitimationsprüfung bezeichnet. Das VideoIdent-Verfahren dient zur persönlichen Authentifizierung der Identität eines Konto- beziehungsweise Depotinhabers. Dabei wird die Identität des Kunden mittels Videoübertragung per Webcam oder Smartphone mithilfe eines gültigen Personalausweises oder Reisepasses bestätigt.

Zur Auswahl stehen über 450 ETFs und rund 500 gebührenpflichtige ETF-Sparpläne. Laut eigenen Angaben ermöglicht S Broker den Handel an allen inländischen und 29 ausländischen Börsen. Ab einer Mindestsparrate von 50 Euro können sich Anleger am ETF-Sparen beteiligen. Das Angebot von S Broker ist sowohl per Webseite als auch via App nutzbar.

success

300 Euro Orderguthaben für Neukunden: Wer sich für S Broker entscheidet, erhält bei Depoteröffnung ein Guthaben in Höhe von 300 Euro.

Ein neues Angebot von S Broker sind die nachhaltigen Zeichnungsprodukte. Ab sofort können Anleger Neuemissionen für Ihre nachhaltige Geldanlage zeichnen. Im Vergleich zu vielen anderen Anbieter fallen die zu erwartenden Kosten der Sparplanausführung bei S Broker hoch aus. Aus der üblichen Beispielrechnung ergeben sich Gesamtkosten in Höhe von 1.091 Euro. Die Kosten für die Sparplanausführung betragen 2,5 Prozent der Sparrate.

info

Was sind Zeichnungsprodukte und Neuemissionen? Eine Aktie zeichnen bedeutet, vor ihrer Neuemission – also dem an die Börse bringen der Wertpapiere – ein schriftliches Kaufangebot abzugeben und sich verbindlich zur Übernahme und Bezahlung der Aktie zu verpflichten. Kurz gesagt bieten Zeichnungsprodukte ein Vorkaufsrecht, da sie nicht bei jedem Broker erhältlich sind.

FAQ

Wie ist der Kundenservice von S Broker erreichbar?
Der Kundenservice ist Montag bis Freitag von 08:00 bis 23:00 Uhr und Samstag sowie Sonntag von 10:00 bis 19:00 Uhr erreichbar.
Ist die Nutzung der App kostenfrei?
Ja, die Nutzung der App ist kostenfrei.
Welche Betriebssysteme unterstützt die App?
Sie ist kompatibel mit iOS 10.0 oder höher sowie mit Android 5.0 oder höher.
Lässt sich das Verrechnungskonto überziehen?
Nein, es ist nicht möglich, das Verrechnungskonto zu überziehen.
Lässt sich Infomaterial zu den Depots bestellen?
Ja, S Broker bietet kostenloses Infomaterial zu seinen Depots an.

10. 1822direkt mit Sparplanausführungskosten von 2,95 pro Monat

Bei der Online-Bank 1822direkt ist der ETF-Handel ausschließlich per Webseite möglich. Der ETF-Broker hat über 3.400 ETFs sowie 850 gebührenpflichtige und 600 gebührenfreie ETF-Sparpläne im Angebot. Das Aufsetzen eines ETF-Fonds-Sparplans ist bei 1822direkt ab einer Sparrate von 50 Euro möglich.

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Regelmäßige Sonderaktionen: Laut eigenen Angaben bietet 1822direkt regelmäßige Sonderaktionen mit Partnern der Bank. Die Vorteile für Anleger sind zum Beispiel höhere Ordervolumen oder niedrigere Ordergebühren.

Die Depoteröffnung und Depotführung sind kostenlos. Pro Order fallen Kosten in Höhe von 4,95 Euro an. Wer die übliche Beispielrechnung auf die Konditionen von 1822direkt anwendet, erhält als Ergebnis Gesamtkosten in Höhe von 858 Euro. Die Kosten der Sparplanausführung belaufen sich auf 2,95 Euro pro Monat.

FAQ

Ist der Umzug mit einem bestehenden Depot bei einem anderen Anbieter zu 1822direkt möglich?
Ja, 1822direkt bietet einen digitalen Depotwechselservice an, der die Übertragung eines Depots ermöglicht.
Wie hoch sind die Ordergebühren?
Pro Order fallen Kosten in Höhe von 4,95 Euro an.
Wie kann der Kundenservice kontaktiert werden?
Der Kundenservice ist per Kontaktformular auf der Webseite oder per Telefon unter der Rufnummer 069-94170 8888 zu erreichen.
In welchem Zeitraum ist der Kundenservice erreichbar?
Der Kundenservice ist Montag bis Freitag von 08:00 bis 20:00 Uhr und samstags von 08:00 bis 16:00 Uhr erreichbar.

11. fondsdiscount.de – für die Vermittlung zwischen Anlegern und unterschiedlichen ETF-Brokern

Der Anbieter fondsdiscount.de bezeichnet sich selbst als Discounter für Kapitalanlageprodukte. Das Online-Unternehmen ist weder ein Broker noch eine Bank. Es fungiert als Vermittler von Fonds und anderen Wertpapiere. Kurz gesagt: fondsdiscount.de vermittelt zwischen Anlegern und Brokern. Für den Handel mit ETFs hat fondsdiscount.de mehrere Handelspartner – comdirect, DAB, Smartbroker, FFB und ebase.

Die Gebühren beim ETF-Handel und die Kosten für die Ausführung eines ETF-Sparplans hängen vom jeweiligen Handelspartner ab. Der Vorteil für Nutzer: Sie können für den Handel mit unterschiedlichen ETFs immer den Handelspartner mit den günstigsten Konditionen aussuchen. Im Kundenmagazin Fonds Spezial informiert fondsdiscount.de regelmäßig über aktuelle Neuerungen.

FAQ

Wie finanziert sich fondsdiscount.de?
Für die Vermittlung erhält der Anbieter Bestands- und Innenprovisionen von den Handelspartnern.
Wie oft erscheint das Kundenmagazin?
Das Kundenmagazin erscheint vierteljährlich.
Ist das Kundenmagazin kostenlos?
Ja, das Kundemagazin steht auf der Webseite des Anbieters zum kostenlosen Download bereit.
Wie ist der Kundenservice erreichbar?
Der Kundenservice von fondsdiscount.de ist per Telefon, Fax, E-Mail und Kontaktformular erreichbar.

12. finvesto mit einer Mindestsparrate von 10 Euro

Der ETF-Broker finvesto hat über 1.000 ETFs und ETF-Sparpläne im Angebot. Die Depoteröffnung erfolgt online, wobei Anleger für die Legitimation zwischen Post- und VideoIdent wählen können. Bei finvesto gibt es Einzeldepots, Gemeinschaftsdepots und Depots für Kinder. Die Depotführungsgebühren unterscheiden sich je nach Sparplan: Ein ETF kostet 5 Euro pro Quartal, mehrere ETFs kosten 9 Euro pro Quartal und ein VL-Sparplan kostet 2,50 Euro pro Quartal.

success

Mit Sparplan-Rechner: Auf der Webseite von finvesto gibt es einen ETF-Sparplan-Rechner. Anleger können ihre Sparrate, Laufzeit und die erwartete Wertentwicklung eintragen, um ihre geschätzte Rendite ausrechnen zu lassen.

Das ETF-Fondssparen beginnt bei finvesteo ab einer monatlichen Sparrate von 10 Euro. Laut dem Online-Broker lassen sich Sparraten flexibel anpassen und stoppen. Bei finvesto können Anleger ihre ETFs selbst handeln, sie managen lassen oder sich zum ETF-Handel beraten lassen.

info

Was ist ein VL-Sparplan? VL steht als Abkürzung für vermögenswirksame Leistungen. Das eine freiwillig gezahlte oder per Arbeitsvertrag vereinbarte, tarifvertragliche Geldleistung, die ein Arbeitgeber seinem Arbeitnehmer zukommen lassen kann. Zahlen Arbeitgeber und Arbeitnehmer einen bestimmten Betrag in einen ETF-VL-Sparplan ein, können sie staatliche Förderungen in Form einer Arbeitnehmersparzulage erhalten. Der Vorteil: Die staatlichen Förderungen sind in der Regel steuerfrei.

FAQ

Welche Laufzeit haben VL-Sparpläne von finvesto?
Die Laufzeit von VL-Sparplänen wird durch das Vermögensbildungsgesetz festgelegt. Demnach dürfen Anleger innerhalb der ersten 7 Jahre nicht über die Vermögenswirksamen Leistungen verfügen, ohne den Anspruch auf die Arbeitnehmersparzulage zu verlieren. Die Gesamtlaufzeit eines VL-Sparplans beträgt 7 Jahre. Davon zahlen Arbeitgeber und Arbeiternehmer 6 Jahre lang in den ETF-Fonds ein. Darauf folgt höchstens ein Jahr, in dem der Sparplan ruhen muss. Danach können sich Anleger ihr Vermögen auszahlen lassen.
Welche Ausführungsrhythmen können bei ETF-Sparplänen genutzt werden?
Bei finvesto sind monatliche, vierteljährliche, halbjährliche und jährliche Ausführungsrhythmen nutzbar.
Wie ist der Kundenservice per E-Mail erreichbar?
Der Kundenservice von finvesto ist per E-Mail über info@finvesto.de erreichbar.
Lässt sich finvesto außerhalb Deutschlands nutzen?
Ja, die Nutzung von finvesto aus dem Ausland ist möglich. Dafür ist eine Bestätigung der Identität durch eine deutsche Botschaft oder einer Vertretung im Ausland erforderlich.

Was sind ETFs?

ETF-SparplanKurz gesagt ist ein ETF eine Indexnachbildung. Die Abkürzung ETF steht für Exchange Traded Fund – zu Deutsch: Börsengehandelter Indexfonds. Die Bezeichnung verrät, was ein ETF im weitesten Sinne ist: ein Investmentfonds. Ein klassischer Investmentfonds ist ein Zusammenschluss mehrerer Wertpapiere mit dem Ziel der Risikostreuung. Die Herausforderung für Anleger bei einem klassischen Fonds ist die Auswahl der richtigen Aktien. Bei einem ETF – also einem Indexfonds – ist das einfacher. Denn das Portfolio an Aktien wird durch den Index vorgegeben. Steigt der Wert des Indizes, steigt auch der Wert des ETFs.

Im Gegensatz zu einem klassischen Investmentfonds, der aus mehreren einzelnen Wertpapieren besteht, ist ein ETF an der Börse wie eine einzelne Aktie handelbar. Das reduziert den Verwaltungsaufwand und die Gebühren beim Broker. Kurz gesagt: Ein ETF verbindet die breite Risikostreuung eines Investmentfonds mit der leichten Handelbarkeit einer einzelnen Aktie. Das macht ETFs zu einer guten Methode für den langfristigen Vermögensaufbau, die sich auch für Einsteiger ohne großes Hintergrundwissen eignet.

Zusammengefasst:

  • Ein ETF bildet einen Index nach
  • Obwohl ein ETF ein ganzes Aktienbündel nachbildet, ist er an der Börse wie eine einzelne Aktie handelbar.
  • Um in einen Fonds mit vielen Aktien zu investieren und das Risiko zu streuen, müssen Anleger nicht einzeln mehrere Aktien auswählen – das reduziert Aufwand sowie Gebühren und erleichtert die Auswahl der Wertpapiere.
  • Die leichte Auswahl geeigneter Indizes und die Möglichkeit, ETFs wie eine Einzelaktie zu handeln, machen sie zu einer guten Anlagemöglichkeit für Einsteiger.
  • Durch niedrigere Gebühren bieten ETFs auf lange Sicht höhere Renditen als klassische Investmentfonds.
info

Was ist ein Index? Im Finanzwesen ist der Index – in der Mehrzahl Indizes – eine Kennzahl für die Entwicklung mehrerer Aktien – zum Beispiel die größten Aktiengesellschaften eines Landes oder die größten Unternehmen aus spezifischen Bereichen wie Technologie oder Gesundheit. Ein bekannter Index ist der DAX – der deutsche Aktienindex. Er zeigt die Wertentwicklung der 30 größten und liquidierten Unternehmen im deutschen Aktienmarkt.

Wie funktionieren ETFs?

ETFs funktionieren wie Aktenfonds. Das grundlegende Prinzip ist einfach: Ein Investor wählt mehrere Wertpapiere aus, bei denen er in Zukunft eine Wertsteigerung erwartet. Da die einzelnen Aktien in einem Wertpapierfonds zusammengefasst werden, teilt der Investor sein Budget gleichmäßig auf alle Wertpapiere auf. Liegt er richtig und die Aktien steigen im Wert, kann er sie gewinnbringend verkaufen und eine Rendite erzielen. Alternativ kann er die Wertsteigerung ausnutzen, um langfristige Renditen zu erzielen. Dann wird von einem Aktiensparplan gesprochen. Der größte Unterschied zum ETF ist, dass ein klassischer Aktiensparplan nicht an der Börse notiert ist. Er wird vom Fondsmanager des jeweiligen Dienstleisters verwaltet. An der Börse sind die Wertpapiere des Fonds einzeln notiert. ETFs werden an der Börse wie eine einzelne Aktie gehandelt. Da sie einen Index nachbilden, entwickeln sie sich aber wie mehrere Aktien. Das Prinzip der Investition bleibt gleich. Steigt der Wert des Indizes, den das ETF nachbildet, erwirtschaftet der Anleger Gewinne.

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Welchen Vorteil haben ETFs gegenüber einzelnen Aktien? Ein Index bildet die Wertentwicklung eines ganzen Marktes ab. Aktien zeigen die Werteentwicklung eines einzelnen Unternehmens. Der Wert eines Unternehmens steigt oder fällt in der Regel schneller als der Wert eines Indizes. Insgesamt ist die Wertentwicklung schwieriger schneller und schwieriger zu prognostizieren. Eine schnelle Wertentwicklung bedeutet schnelle Renditen – oder schnelle Verluste. Der Handel mit Einzelaktien geht immer mit einem höheren Risiko einher, hat aber das Potenzial für höhere und schnellere Renditen.

Was ist ein ETF-Sparplan
Es gibt zwei Möglichkeiten, in ETFs zu investieren – eine Einmalzahlung oder ein Sparplan. Bei einer Einmalzahlung investieren Anleger einmalig einen meist höheren Geldbetrag. Das ETF-Fondssparen zielt auf einen langfristigen Vermögensaufbau mit festen monatlichen Sparraten ab. Es gibt ETF-Sparpläne, die es privaten Anlegern mit einer monatlichen Investition in einstelliger Höhe ermöglichen, sich an ETFs zu beteiligen und eine Rendite zu erwirtschaften. Einige Anbieter haben eine Mindestsparrate von einem Euro. Selbst eine monatliche Investition von 10 Euro kann sich durch den Zinseszinseffekt über einen langen Zeitraum zu einem nennenswerten Geldbetrag summieren.

SparplanEin ETF-Sparplan kann aus einem oder mehreren ETFs bestehen. ETF-Broker haben oftmals hunderte vorgefertigte ETF-Sparpläne im Angebot. Online-Broker bieten häufig kostenlose Fondssparpläne an, was den Einstieg für Privatanleger erleichtert und die Renditen im Vergleich zu einem klassischen Investmentfonds erhöht.

Was ist ein Handelssystem?

Jeder Broker hat eine Software, die er seinen Anlegern zum Kauf- und Verkauf von Wertpapieren zur Verfügung stellt – das Handelssystem. Broker erhalten die Software einer Investmentbank, die mit der Börse zusammenarbeitet. Einfach gesagt ist das Handelssystem die Schnittstelle zwischen Anleger und Börse. Je nach Börse gibt es unterschiedliche Handelssysteme. Zu den bekanntesten zählen:

  • Xetra – der börsliche Handelsplatz der Frankfurter Wertpapierbörse
  • Tradegate Exchange – außerbörsliches Handelssystem der Berliner Wertpapierbörse
  • Quotrix – das elektronische Handelssystem der Düsseldorfer Börse
  • Lang & Schwarz Exchange – Handelssystem der Börsen in Hamburg und Hannover
  • MAX-ONE – Handelssystem der Münchner Börse
  • BondX – Handelssystem der Stuttgarter Börse zum Einsatz
  • Intercontinental Exchange – Handelssystem der New Yorker Börse und Ursprungsform des Berliner Handelssystems Tradegate Exchange
  • SETS – Handelssystem der Londoner Börse
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Bei den meisten Online-Brokern können Anleger auf mehrere Handelssysteme zugreifen.

Wie kann ich ETFs kaufen?

ETFs werden zwar an der Börse gehandelt, können von privaten Anlegern aber nicht dort gekauft werden. Um ETFs zu kaufen, ist immer eine Bank, ein Broker oder ein Online-ETF-Anbieter als Vermittler nötig. Ist ein geeigneter Anbieter gefunden, erfordert der ETF-Kauf meistens folgende Schritte:

  • Depoteröffnung
  • ETF-Auswahl und Kennzahl-Notierung
  • Onlineformular für die Bank oder den Broker ausfüllen und bestätigen

Depoteröffnung

Der erste Schritt beim ETF-Kauf ist die Eröffnung eines Depots. Das ist ein spezielles Konto für Wertpapiere. Es erfordert die personenbezogenen Daten des Anlegers, ein deutsches Bankkonto und einen Wohnsitz, mit dem der Anleger unter das deutsche Steuerrecht fällt. Je nach Broker können Anleger nach der Eröffnung sofort auf ihr Depot zugreifen oder müssen einige Tage warten, bis ihnen die Zugangsdaten per Post übermittelt werden.

ETF-Auswahl und Kennzahl-Notierung

SparplanrechnerNach der Depoteröffnung folgt der zweite und wichtigste Schritt: Die Auswahl der ETFs. Die wichtigsten Faktoren bei der Auswahl der Wertpapiere sind das Fondsvolumen, der aktuelle Kurs, die Volatilität beziehungsweise die Schwankungen des Kurses, die Ertragsverwendung und die Höhe der Verwaltungsgebühren. Wenn die Entscheidung auf eine bestimmte ETF gefallen ist, gilt es den Namen und die Kennzahl zu notieren. Die Kennzahl ist entweder die ISIN – International Securities Identification Number – oder die WKN – Wertpapierkennnummer. Eine von beiden Nummern ist erforderlich, um ein ETF für das Depot zu kaufen.

Onlineformular ausfüllen und bestätigen

Nach der Auswahl der ETFs können Privatanleger die Daten an ihren Anbieter übermitteln. Meistens funktioniert das über Onlineformulare, die zur Übermittlung der Kennzahlen dienen. In der Regel sind folgende Angaben erforderlich:

  • Handelsplatz – Je nach Handelsplatz beziehungsweise der handelnden Börse schwanken die Kurse der ETFs leicht.
  • Ordervolumen – Bestimmung des anzulegenden Geldbetrags. Aus dem Ordervolumen und dem Kurs der Wertpapiere ergibt sich die Anzahl der ETF-Anteile.
  • Orderlimit – Eine Festsetzung der Obergrenze der Investition.
  • Gültigkeit – Beschreibung, wann der Kauf durchzuführen ist. Entweder am laufenden Tag oder zu einem bestimmten Termin.

Je nach Finanzdienstleister können weitere Angaben erforderlich sein. Sind alle Angaben übermittelt, wird meistens eine Übersicht über den Kaufvorgang angezeigt. Nun kann der Kauf über eine Bestätigung per TAN-Verfahren abgeschlossen werden.

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Die TAN ist eine Transaktionsnummer, die als Einmalpasswort dient. Die Ziffer besteht in der Regel aus sechs Zahlen und wird über einen speziellen Generator produziert. Alternativ ist es möglich, einen Code per SMS zu verwenden.

Welche Arten von ETFs gibt es?

Es gibt zwei Arten von ETFs – die physikalische Replikation und die synthetische Replikation. Der grundlegende Unterschied ist, dass physikalisch replizierte ETFs direkt und synthetisch replizierte ETFs mit einem Zwischenhändler gehandelt werden. Genaueres ist im folgenden Abschnitt nachzulesen.

Physikalische Replikation

Eine physikalisch replizierte ETF ist eine präzise Nachbildung eines echten Aktienindex. Sie enthält alle Aktien, die im originalen Index gelistet sind. Wenn eine Aktie beispielsweise 5 Prozent des Wertes eines Index ausmacht, wird sie in einer Menge für den ETF eingekauft, dass sie dort ebenfalls 5 Prozent ausmacht. Kurz gesagt, die Aktien einer physischen Replikation werden tatsächlich gekauft.

Beispiel: Ein physikalisch replizierter DAX-ETF investiert in 30 Unternehmen. Wenn zum Beispiel das Unternehmen Bayer einen 10-prozentigen Anteil am gegenwärtigen DAX-Index hat, wird der ETF-Anbieter versuchen, 10 Prozent des Fondsvermögens in die Bayer-Aktie zu investieren.

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Hohe Sicherheit: Physikalische Replikation zählen zum Sondervermögen. Dadurch gelten sie als die sicherste Möglichkeit, in ETFs zu investieren. Sondervermögen bedeutet, dass das Anlagekapital der Fondsanleger rechtlich vom Vermögen der Investmentgesellschaft – also des ETF-Anbieters – getrennt ist. Sollte die Investmentgesellschaft bankrott sein, ist das Vermögen des Anlegers geschützt.

Es gibt Situationen, in denen es nicht möglich oder hinsichtlich des Kosten-Nutzen-Verhältnisses nicht sinnvoll ist, alle Bestandteile eines Index für einen ETF zu kaufen. Das ist zum Beispiel der Fall, wenn ein Index aus sehr vielen unterschiedlichen Wertpapieren besteht – wie der MSCI-World-Index, der die Entwicklung der Weltwirtschaft abbildet. In diesem Fall können ETF-Anbieter eine Auswahl an bestimmten Wertpapieren im Index halten, um die Wertentwicklung des Index nachzubilden. Diese Nachtbildungsart wird als Sampling bezeichnet. Das Ziel des Samplings ist es, die Kosten der Nachbildung zu reduzieren. Dazu nutzen ETF-Anbieter nur die Wertpapiere, die die Indexentwicklung voraussichtlich am besten nachbilden.

Ein Nachteil der physikalische replizierten ETFs ist, dass sich Veränderungen des replizierten Index auch auf das ETF auswirken, wodurch zusätzliche Transaktionskosten entstehen können. Dadurch kann es passieren, dass die Wertentwicklung des ETFs vom replizierten Index abweicht.

  • Präzise Nachbildung eines Index möglich
  • Übersichtliche, nachvollziehbare und transparente Wertentwicklung
  • Hohe Sicherheit durch Sondervermögensstatus
  • Indexveränderungen beeinflussen das ETF und können Transaktionskosten verursachen
  • Transaktionskosten können eine abweichende Wertentwicklung zum replizierten Index verursachen

Synthetische Replikation

Synthetische ETFs replizieren die Wertpapiere eines Index nicht eins zu eins und bieten die Möglichkeit, mehrere Indizes miteinander zu kombinieren. Beim Investieren in synthetische ETFs geht der ETF-Anbieter – der sogenannte Swap-Partner – eine Vereinbarung mit der Bank ein. Dabei schüttet die Bank einmal pro Tag die Wertentwicklung des Index mit allen Dividenden gegen eine Gebühr an den ETF-Anbieter aus. Dadurch können sie meistens günstiger als physikalische ETFs angeboten werden. Synthetische ETFs sind hilfreich für die genaue Indexnachbildung von weniger liquiden Märkten, wo es teuer wäre, die Wertpapiere selbst zu halten. Bei Abweichungen der Wertentwicklung fällt der Tracking Error zumeist geringer aus. Synthetisch replizierte ETFs gelten nicht als Sondervermögen. Sollte der Swap-Partner insolvent werden, können Anleger einen Teil Ihres Vermögens verlieren – bis zu 10 Prozent.

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Was ist ein Tracking Error? Als Tracking Error wird eine von der Benchmark abweichende Wertentwicklung eines Investmentfonds bezeichnet. Die Benchmark ist der Vergleichsmaßstab für die Bewertung des Erfolgs einer Geldanlage.
  • Häufig niedrigere Gebühren beim Fondssparen
  • Geringerer Tracking Error
  • Die Zusammenstellung des ETFs ist für den Anleger schwer nachzuvollziehen.
  • Bei einer Insolvenz des Swap-Partners können bis zu 10 Prozent verloren gehen

Physische oder synthetische Replikation – was ist besser?

Welche Art der ETF-Replikation sich am besten eignet, ist pauschal schwer zu sagen. Es kommt auf den Index an, den der ETF nachbilden soll. Außerdem hängt es davon ab, wie risikobereit der Anleger ist. Synthetische Replikationen gehen mit einem höheren Risiko einher. Dafür eignen sie sich für das Handeln von großen Indizes mit niedrigen Gebühren. Im Umkehrschluss bieten sie das Potenzial für hohe Renditen. Physikalische replizierte Fonds eignen sich für den Handel mit kleinen Indizes und bieten aufgrund ihres Sondervermögensstatus eine hohe Sicherheit. In Deutschland werden überwiegend physikalisch replizierte ETFs gehandelt. Aufgrund der übersichtlicheren Zusammenstellung an einzelnen Aktien bieten sie eine bessere Übersicht. Dadurch eignen sie sich gut für Einsteiger.

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Einige Online-Plattformen für den ETF-Handel bieten aufgrund der höheren Nachfrage ausschließlich physikalisch replizierte ETFs an.

An welchen Märkten wird mit ETFs gehandelt?

Beide Replikationsarten von ETFs lassen sich in vier Kategorien eingliedern:

  • Aktien-ETFs – DAX, Dow-Jones, Nikkei und mehr
  • Branchen-ETFs – Finanz-, Pharma-, Technologie-Unternehmen und mehr
  • Rohstoff-ETFs – Gold-Aktien, Mineralien-Aktien, Wasser und mehr
  • Länder-EFS – Aktien in einzelnen Ländern Europa, USA, Russland und mehr

Was sind Short-ETFs?

Beim normalen ETF-Handel investieren Anleger in die tatsächliche Wertentwicklung eines Indizes. Im Aktienhandel ist dabei von Long Trade die Rede. Ein Short-ETF spiegelt die umgekehrte Wertentwicklung des Indizes wider. Das bedeutet, beim Handel mit Short-ETFs können Anleger an fallenden Kursen verdienen. Wenn der Kurs des DAX um 5 Prozent fällt, steigt der Wert eines Short-ETF des DAX um 5 Prozent. Shortselling basiert auf dem Prinzip des Leerverkaufs. Dabei verkaufen Anleger Wertpapiere, die sie zum gegenwärtigen Zeitpunkt nicht besitzen.

Short-ETFs sind nur „ausgeliehen“. Sie müssen zu einem bestimmten Zeitpunkt wieder an den Verleiher – also den ETF-Anbieter – zurückgegeben werden. Anleger spekulieren beim Handel mit Short-ETFs darauf, dass die Kurse bis zum Zeitpunkt der Rückgabe fallen. Dann kann der Anleger die Wertpapiere zu einem günstigeren Kurs zurückkaufen. Die Differenz zum Verkaufspreis bleibt als Rendite.

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Da Short-ETFs immer einen festen Rückabgabezeitpunkt haben, sind sie eher als kurzfristige Geldanlage zu betrachten.

Leveraged ETFs – was sind gehebelte ETFs?

Der englische Begriff leveraged bedeutet auf Deutsch gehebelt. Im Aktienhandel ermöglicht der sogenannte Hebel einen Gesamtwert des ETFs, der höher ist als die eingezahlte Geldsumme. Zum Beispiel: Ein Anleger kauft ETFs für 10 Euro mit einem Hebel von x2. Dann handelt er mit ETFs im Wert von 20 Euro. Dadurch steigt die potenzielle Rendite aber auch das Verlustrisiko. Gehebelte Aktien sind immer dann interessant, wenn Anleger eine starke Entwicklung des Marktes erwarten – egal in welche Richtung. Denn gehebelte ETFs sind sowohl als Long-, als auch als Short-Trade handelbar.

Was sind thesaurierende und ausschüttende ETFs?

ETF Sparplan RechnerThesaurierende ETFs
Thesaurierend bedeutet, dass erzielte Renditen sofort reinvestiert werden. Bei einer langfristigen Investition versprechen thesaurierende ETFs durch den Zinseszinseffekt höhere Renditen. Wie das funktioniert, lässt sich am besten anhand eines Beispiels erklären.

Folgende Beispielrechnung basiert auf einer monatlichen Investition von 150 Euro in einen ETF mit einer beispielhaften Wertentwicklung von 5 Prozent. Da sich anfallende Gebühren unterscheiden, werden sie in der folgenden Rechnung nicht berücksichtigt. Nach einem Jahr ergebt sich aus einer monatlichen Investition von 150 Euro eine Gesamtinvestition von 1.800 Euro mit einer Rendite von 90 Euro.

Bei einem nicht thesaurierenden ETF würden die 90 Euro ausgezahlt und im nächsten Jahr wieder 1.800 Euro eingezahlt werden – insgesamt 3.600 Euro mit einer ausgezahlten Rendite von 180 Euro. Ein thesaurierendes ETF reinvestiert die Rendite von 90 Euro, sodass die Gesamtinvestition nach zwei Jahren 3.690 Euro beträgt – mit einer Rendite von 184,50 Euro. Über einen längeren Zeitraum oder bei höheren Investitionen können dadurch wesentlich höhere Renditen entstehen.

  • Langfristig höhere Renditen durch Zinseszinseffekt
  • Zinseffekt
  • Investition ist langfristig gebunden

Ausschüttende ETFs

Der ausschüttende ETF ist das Gegenteil des thesaurierenden ETFs. Renditen werden sofort ausgezahlt. Der Vorteil: Anleger können immer wieder auf Ihr Geld zugreifen – zum Beispiel, um andere Investitionsmöglichkeiten auszuprobieren. Wer kurzfristig in ETFs investieren möchte, nutzt ausschüttende ETFs. Für eine langfristige Geldanlage eignen sich thesaurierende ETFs.

  • Anleger können frei über ihre Investition verfügen
  • Kein Zinseszinseffekt

Welche Vorteile haben ETFs im Vergleich im Investmentfonds?

Gegenüber einem klassischen Investmentfonds bieten ETFs für Anleger einige Vorteile. Dazu zählen geringe Kosten, hohe Liquidität, Sicherheit, Transparenz, Risikostreuung und die Eignung für kleinere Vermögen:

  • Geringe Kosten: Der größte Vorteil von ETFs gegenüber aktiv gemanagten Investmentfonds: die geringeren Kosten. Die Gebühren für aktive Aktienfonds liegen oft bei 1,5 bis 2 Prozent des Fondsvermögens. Bei ETFs liegen die Gebühren meist zwischen 0 und 0,8 Prozent. Für die meisten aktiv gemanagten Fonds berechnen Banken einen Ausgabeaufschlag. Er wird beim Kauf des Fonds fällig. Die Kosten können sich auf mehr als 5 Prozent der Anlagesumme belaufen. Bei ETFs sind Ausgabeaufschläge nicht üblich. In der Regel sind nur die üblichen Transaktionskosten an der Börse zu bezahlen – meist ein einstelliger Betrag pro Handel.
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Die geringen Kosten von ETFs machen sich direkt beim Anleger bemerkbar. Denn aktiv gemanagten Investmentfonds entwickeln sich auf lange Sicht nicht so wie ihr Vergleichsindex. So hat der Finanzökonom Mark Carhart bei einer Langzeit-Studie 1.892 aktiv gemanagte Investmentfonds untersucht. Das Ergebnis: Im Zeitraum zwischen 1961 und 1995 entwickelten sich 94 Prozent der aktiv gemanagten Fonds nicht so gut wie ihr Vergleichsindex. Das soll unter anderem daran gelegen haben, dass sie die hohe Kostenbelastung durch eine gute Aktienauswahl nicht ausgleichen konnten.
  • Hohe Liquidität: ETFs sind schneller zu verkaufen als normale Investmentfonds. Denn an der Börse lassen sie sich wie eine Einzelaktie kaufen und verkaufen. Sie werden ständig an der Börse gehandelt, können während der Börsenzeit jederzeit verkauft werden. Dadurch sind sie sich schneller in verfügbares Geld umzuwandeln. Nach dem Verkauf eines Investmentfonds gilt es zuerst die Rückgabe an die Fondsgesellschaft abzuwickeln. Bis die Gutschrift auf dem Konto ist, vergeht noch mehr Zeit.
  • Hohe Sicherheit: Dass ETFs eine hohe Sicherheit bieten, bedeutet nicht, dass sie keine Kursschwankungen haben. Physiklasche replizierte ETFs gelten als Sondervermögen. Somit sind sich rechtlich vom Vermögen der Fondsgesellschaft getrennt und gehen im Falle einer Insolvenz der Fondsgesellschaft nicht verloren.
  • Transparenz: Welche Wertpapiere sich zu welchem Zeitpunkt in einem Investmentfonds befinden, ist für Anleger nur schwer nachzuvollziehen. Das kann sich täglich ändern und die Fondsgesellschaften informieren normalerweise nur bezogen auf einzelne Stichtage. Die Wertentwicklung von ETFs lässt sich auf einschlägigen Webseiten und sogar in der Tageszeitung verfolgen, da sie einen Index relativ genau abbilden.
  • Starke Risikostreuung möglich: Aktiv verwaltete Fonds sind rechtlich dazu verpflichtet, das Anlagerisiko zu vermindern, indem sie in mehrere Wertpapiere investieren. Im Aktienhandel heißt das Streuung. Das Investitionsbudget wird auf mehrere Aktien aufgeteilt, wodurch das Risiko für große Verluste sinkt. Gleichermaßen sinkt auch das Risiko für große Renditen. Normalerweise entwickeln sich große Märkte langsam, wodurch das Verlustpotential gering ist. Mit ETFs lassen sich Indizes wie Russel 1.000 handeln. Das sind die 1.000 größten Aktiengesellschaften der Vereinigten Staaten. Die Wahrscheinlichkeit, dass ein Großteil der Aktien gleichzeitig sinkt, ist gering. Alternativ lassen sich kleinere Indizes handeln – zum Beispiel der Euro Stoxx 50, der die 50 größten Aktiengesellschaften Europas umfasst.
  • Für kleine Budgets geeignet: Für einen ETF-Fonds-Sparplan braucht es keine vierstelligen Budgets. In der Regel liegt das Startkapitel für die Einrichtung eines eigenen ETF-Depots in einem zweistelligen Bereich. Wer will, kann mit ETFs niedrige zweistellige Beträge pro Monat sparen. Über mehrere Jahre hinweg versprechen auch kleine monatliche Investitionen große Renditen. Wer will, kann ein Depot mit nur einem ETF führen oder einen ETF-Sparplan ab einem Euro pro Monat aufsetzen.
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Erfahrungsberichten zufolge können ETFs eine Rendite zwischen einem und 14 Prozent bringen. Folgendes Rechenbeispiel basiert auf einer theoretischen Rendite von 5 Prozent und einem thesaurierenden ETF-Sparplan mit einer monatlichen Investition von 50 Euro. Nach 10 Jahren beträgt das Gesamtvermögen 7.547 Euro – davon sind 1.547 Euro erhaltene Zinszahlungen. Richtig bemerkbar macht sich der Zinseszinseffekt bei einer langfristigen Investition. Nach 30 Jahren haben Anleger bereits mehr Geld durch den Zinseszinseffekt erhalten, als sie eingezahlt haben. Nach 30 Jahren beträgt das Gesamtvermögen 39.863 Euro. Es setzt sich zusammen aus 18.000 Investitionszahlungen und 21.863 Euro Zinseszinsen.

Welche Nachteile haben Swap-ETFs?

  • Kontrahentenrisiko von Swap-ETFs: Durch Swap-Vereinbarungen entsteht das sogenannte Kontrahentenrisiko. Hier ist der ETF davon abhängig, dass der Swap-Partner beziehungsweise der Kontrahent seinen Verpflichtungen nachkommt. Hat der Partner wirtschaftliche Probleme, können bis zu 10 Prozent des investierten Kapitals verlorengehen. Höhere Verluste sind durch europäische Vorschriften zur Regulierung von Investmentfonds – OGAW – nicht möglich. Viele ETF-Anbieter betonen, dass der tatsächliche Swap-Wert oft unter der 10 Prozent-Grenze liegt. Die Anbieter der ETFs treffen zudem oft zusätzliche Maßnahmen, um das Risiko weiter zu minimieren – beispielsweise Sicherheiten vom Swap-Partner
  • Kosten von Swap-ETFs: Anleger können die Gebühren für Swaps nicht nachvollziehen. Sie werden nicht an Börsen gehandelt, sondern frei zwischen den Vertragspartnern. Da die ETF-Herausgeber meistens Teil von großen Bankkonzernen sind und die Swap-Verträge mit ihren Mutterhäusern haben, besteht die Gefahr, dass die Anleger durch überhöhte Gebühren geschädigt werden.

Welche Nachteile haben physische ETFs?

ETF Sparplan VergleichAbgesehen von Fehlinvestitionen ist das größte Risiko der physischen ETFs der unverschuldete Verlust der Wertpapiere. Das kann passieren, weil sich nahezu jeder ETF-Anbieter vorbehält, die Wertpapiere im Besitz des Fonds zu verleihen – und zwar an andere Anleger, die Leerverkäufe mit Short-ETFs tätigen. Der tatsächliche Besitzer des verleihenden ETFs erhält einen Teil der Leihgebühr. Das erhöht die Rendite, geht aber mit einem Risiko einher: Ist der Leihende zahlungsunfähig, erhält der Anleger seine Wertpapiere eventuell nicht zurück. Die Beteiligung an der Leihgebühr ist als Entschädigung für das Risiko zu betrachten. Denn Anleger tragen in einem solchen Fall das gesamte Risiko für die Wertpapierleihgeschäfte.

ETF versus Investmentfonds – was bringt höhere Renditen?

Ein aktiv gemanagter Fonds wird von einem Fondsmanager gesteuert. Das ist eine kostenpflichtige Dienstleistung. Im Durchschnitt belaufen sich die jährlichen Gebühren für einen Investmentfonds auf 2,25 Prozent. Bei ETFs sind es nur etwa 0,50 Prozent. Die folgende Tabelle zeigt eine Beispielrechnung mit einer monatlichen Investition von 150 Euro, einer Laufzeit von 24 Jahren und einer durchschnittlichen Rendite von 5 Prozent. Sowohl ETF als auch Fonds arbeiten thesaurierend und reinvestieren die Rendite direkt.

ETF mit einer Gebühr von 0,48 ProzentFond mit einer Gebühr von 2,26 ProzentKontostand
1.843,57 Euro1.825,24 Euro1 Jahr
12.382,80 Euro11.710,16 Euro6 Jahre
28.507,64 Euro25.418,71 Euro12 Jahre
49.505,35 Euro41.466,74 Euro18 Jahre
76.848,47 Euro60.253,45 Euro24 Jahre
43.200 Euro43.200 EuroEigen-Investition
33.648,47 Euro17.053,45 EuroErzielte Rendite

ETF-Anbieter-Vergleich: Welcher ist der richtige Anbieter für einen guten ETF-Sparplan?

Tipps & HinweiseUm einen guten ETF-Sparplan zu finden, sollte sich Anleger einen Überblick über die Anbieter verschaffen und einige Kriterien miteinander vergleichen. Die wichtigsten Faktoren sind:

  1. ETF-Angebot
  2. Auswahl an ETF-Sparplänen
  3. Deoptzugriff
  4. Depotgebühren
  5. Orderkosten
  6. Mindestsparrate
  7. Kosten zur Sparplanausführung
  8. Gesamtkosten für einen ETF-Sparplan

Das ETF-Angebot

Vor der Auswahl des Brokers sollten sich Anleger einen ersten Überblick über die einzelnen Indizes verschaffen, in die sie investieren möchten. Wichtig ist das für Anleger, die eine Einzelinvestition tätigen wollen. Das Angebot an handelbaren ETFs ist nicht bei allen Anbietern gleich.

Auswahl an ETF-Sparplänen

Wer langfristig in ETFs investieren möchte, sollte auf das Angebot an ETF-Sparplänen achten. Während einige ETF-Broker „nur“ 100 Sparpläne anbieten, sind es bei anderen über 1.300. Wer in exotische Märkte oder spezielle Themen-ETFs investieren möchte, sollte sich für einen Broker mit einer großen Auswahl an ETF-Sparplänen entscheiden. Anleger, die in einzelne Indizes wie DAX, Nikkei oder MSCI World investieren möchten, können die Anzahl an Sparplänen vernachlässigen.

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Viele Broker haben sowohl gebührenfreie als auch gebührenpflichtige ETF-Sparpläne im Angebot. Bei gebührenfreien ETF-Fonds-Sparplänen fallen keinerlei Ordergebühren oder Sparplanausführungskosten an. Normalerweise sind die Angebote zeitlich begrenzt und auf bestimmte ETFs beschränkt.

Der Depotzugriff

Je nach Anbieter können Anleger telefonisch, über eine Webseite oder per App auf ihre ETFs zugreifen. Online-Anbieter arbeiten zumeist mit Webseiten und Apps. Bei Filialbanken ist es häufig möglich, die ETFs per Telefon zu verwalten.

Die Depotgebühren

Sowohl für das Eröffnen als auch für das Führen eines ETF-Depots können Gebühren anfallen. Bei vielen Online-Anbietern ist beides kostenlos. Banken und wenige Online-Broker verlangen einstellige bis niedrige zweistellige Beträge pro Monat. Wer eine Bank als Ansprechpartner möchte, sollte nicht nur die Depot-, sondern auch auf die Orderkosten beachten.

Die Orderkosten

ETF sparenOrderkosten fallen an, wenn ein Anleger in einen ETF einzahlt. Banken und Broker berechnen entweder einen festen Betrag pro Order oder einen Prozentsatz des angelegten Betrages. Bei einer Sparrate von 50 Euro pro Monat und einer ETF-Ordergebühr von 0,2 Prozent fallen beispielsweise Orderkosten in Höhe von 10 Cent an. Im Fondsparplan-Vergleich zeigt sich, dass es die größten Kostenunterschiede im Bereich der Orderkosten gibt. Während eine Order bei vielen Anbieter nur einen Euro kostet, belaufen sich die Kosten bei anderen Brokern auf mehr als 10 Euro.

Die Mindestsparrate

Wer mit einem niedrigen Budget anfangen möchte, sollte bei der Auswahl des Anbieters auf die Mindestsparrate achten. Bei einigen Brokern sind ETF-Fonds-Sparpläne ab einem Euro pro Monat möglich. Bei anderen Anbietern liegt die Mindestsparrate für einen ETF-Sparplan bei 50 Euro im Monat.

Kosten der Sparplanausführung

Für die Berechnung der Sparplanausführungskosten gibt es zwei verschiedene Methoden:

  • Flat Fee: Die Gebühren für die Sparplanausführung sind immer gleich, egal wie hoch die Sparrate des Anlegers ist. Bei den meisten Anbietern ist das ein einstelliger Betrag pro Monat.
  • Prozentuale Gebühr: Die Kosten für die Ausführung des Sparplans richten sich nach der Höhe der Sparrate. So hat ein Sparplan für 10 Euro geringere Kosten als einer für 100 Euro. Diese vermeintlich kleinen Gebührenunterschiede können sich bei langfristigen ETF-Sparplänen stark auswirken.

Einige Anbieter kombinieren beide Methoden und verlangen neben einer festen Gebühr auch einen prozentualen Anteil des monatlichen Einzahlungsbetrags. Wie groß sie jeweils ausfallen, hängt vom Anbieter ab. Welche Methode geringere Kosten verursacht, hängt vom Sparbudget ab. Bei einer monatlichen Sparrate empfiehlt sich ein Broker mit festen Sparplanausführungskosten. Bei geringen Sparraten können prozentuale Anteile günstiger sein.

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Viele Broker und Banken bieten kostenlose ETF-Sparpläne an. Das reduziert zwar die laufenden Kosten, hat aber auch Nachteile. Viele Anbieter tauschen die kostenlos zu besparenden ETFs regelmäßig aus. Je nach Anbieter einmal pro Jahr oder öfter. Dadurch entstehen für Anleger zusätzliche Ordergebühren, was den Kostenvorteil zunichtemachen kann.

Gesamtkosten für einen ETF-Sparplan

Die Gesamtkosten eines ETF-Sparplans ergeben sich aus dem Sparbetrag, möglichen Depotgebühren, den Orderkosten, den Sparplanausführungskosten und der Laufzeit des Sparplans. Die Gesamtkosten werden meistens anhand eines Vergleiches bewertet. Oftmals gehen Broker von einer fiktiven Laufzeit von 15 Jahren und einer Sparratte von 150 Euro aus, um eine gewisse Vergleichbarkeit zu schaffen. Außerdem wird meist ein durchschnittlicher Wertzuwachs von 6 Prozent einberechnet, um „versteckte“ Gebühren zu berücksichtigen.

Betragen die Kosten 10 Euro pro Monat, sind das 120 Euro pro Jahr – 1.800 Euro auf eine Laufzeit von 15 Jahren. Die versteckten Gebühren entstehen dadurch, dass der Betrag nicht verzinst wird. Anleger bezahlen in diesem Beispiel nicht nur 1.800 Euro, sondern verlieren durch die Gebühren auch 1.110 Euro an Zinsen. Daraus ergeben sich Gesamtkosten von 2.910 Euro. Oftmals geben ETF-Broker die zu erwartenden Kosten für einen Sparplan als fixen Wert unter Berücksichtigung der Beispielrechnung mit 15 Jahren und einer Sparrate von 150 Euro an. Die Kosten variieren zwischen 0 und mehr als 1.000 Euro.

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Ein Blick in das Kleingedruckte sowie in die Preis- und Leistungsverzeichnisse ist bei jedem Anbieter zu empfehlen, um mögliche Zusatzgebühren oder Besonderheiten zu finden.

ETF-Sparplan – wie finden sich die besten ETFs?

Achtung: Das sollten Sie wissen!Wie sich ein Aktienindex entwickelt, lässt sich nicht vorhersagen. Das bedeutet, Erfolg ist nicht planbar. Doch durch die richtige Vorgehensweise lässt sich das Risiko für Misserfolge reduzieren. Die folgenden Hinweise können Anfängern dabei helfen, die besten ETFs für den Einstieg zu finden.

  • Feste Anlagestrategie
  • Große, breit aufgestellte ETFs
  • Unterschiede bei den Kosten für ETF beachten
  • Hohes Fondsvolumen
  • Ausführungsrhythmus bei ETF-Sparplänen

Feste Anlagestrategie

Um das Risiko für Fehlinvestitionen zu reduzieren und somit die Chancen auf eine gute Rendite zu steigern, braucht es eine Anlagestrategie. Sie bildet das Fundament aller Investitionen. Die Anlagestrategie sollte folgende Faktoren berücksichtigen:

  • Sparziel – zum Beispiel Vermögensaufbau, Altersvorsorge, Wohneigentum, Urlaub
  • Budget – welcher Betrag steht langfristig jeden Monat für den ETF-Sparplan zur Verfügung?
  • Risiko – welche Auswirkungen hätte ein Verlust der Investition?

Aus dem Sparziel lässt sich ableiten, wie hoch der Zielbetrag ist und bis wann der Sparplan ihn erreicht haben sollte. Ein Urlaub ist ein kurzfristiges Ziel mit geringem Zielbetrag. Die Altersvorsorge ist ein langfristiges Ziel mit hohem Zielbetrag. Anhand des monatlichen Budgets und der zu erwartenden Rendite lässt sich errechnen, welche Laufzeit ein ETF-Sparplan haben sollte. Wie hoch die zu erwartende Rendite ist, hängt davon ab, welches Risiko Anleger eingehen können. Wer ETFs zum Vermögensaufbau einsetzt, sollte dafür freies Vermögen verwenden – also Gelder, die nicht benötigt werden. In diesem Fall kann es sinnvoll sein, ein höheres Risiko einzugehen, wenn dafür höhere Renditen winken. Ein ETF-Sparplan für die Altersvorsorge sollte zumindest geringfügig planbar sein – also ein niedriges Risiko haben. Der Preis für ein geringes Risiko ist meistens eine niedrigere Rendite.

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Wie hoch ist das Risiko eines ETFs? ETFs werden in zwölf Risikoklassen unterteilt – je höher die Klassifizierung, umso höher ist das Risiko. Der MSCI-World-Index hat die Risikoklasse 7 und dient als Richtwert. Alle ETFs werden relativ zu MSCI World eingestuft.

Große, breit aufgestellte ETFs

Je breiter ein ETF-Fonds-Sparplan aufgestellt ist, umso besser werden Wertverluste einzelner Aktien ausgeglichen. Daher wird Einsteigern häufig geraten, ETFs mit einem umfassenden Index auszuwählen, wie zum Beispiel MSCI World mit über 1.500 Aktien oder Stoxx Europe 600, der 600 Aktien unterschiedlicher Unternehmen enthält.

Mit riskanten und spekulativen ETFs, die ausschließlich Emerging-Market-Indizes abbilden, sollten Anfänger vorsichtig sein. Das sind Indizes aus Ländern mit großen Wachstumsraten und dadurch hohem Risiko. Dazu zählen die Türkei oder Russland.

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Short-ETFs oder Leveraged-ETFs gelten als riskant und sollten für Einsteiger keine Option sein.

Unterschiede bei den Kosten für ETF beachten

Broker geben zu jedem ETF die TER an – die Total Expense Ratio (Gesamtaufwandsquote). Sie gibt an, wie viele Prozentpunkte des Gewinns pro Jahr durch den Broker abgezogen werden. Meistens bewegt sich die TER zwischen 0,1 bis 0,5 Prozent. Einsteiger mit niedrigem Budget sollten ETFs mit niedriger Gesamtaufwandsquote auswählen.

Hohes Fondsvolumen

Je geringer das Volumen eines ETFs ist, umso größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass der Indexfonds aus wirtschaftlichen Gründen geschlossen oder mit anderen Fonds zusammengefasst wird. Daher gilt es beim Kauf des ETFs auf das Volumen zu achten – also der Gesamtbetrag des Geldes aller Anleger. Bei Fonds mit einem Volumen von über 100 Millionen Euro besteht ein geringes Risiko für eine Schließung. Deshalb raten Experten Einsteigern häufig zu Fonds mit einem Volumen von 100 Millionen Euro.

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Was passiert, wenn ein Fonds geschlossen wird? Einen ETF-Fond können sich Anleger wie ein Sammelkonto vorstellen, das die Investitionen aller Anleger beinhaltet, die sich an einem Fonds beteiligen. Der Grund für die Schließung eines Fonds ist meistens ein zu hoher Verwaltungsaufwand für die Fondsgesellschaft. Der Broker verkauft alle Aktien und schüttet die Gelder an die Anleger aus. Im schlimmsten Fall kann ein Teil des investierten Geldes verlorengehen.

Ausführungsrhythmus bei ETF-Sparplänen

Der Ausführungsrhythmus eines ETF gibt an, wie oft Anleger in den Fonds einzahlen. Damit beeinflusst der Rhythmus die Ordergebühren. Eine jährliche Investition von 600 Euro lässt sich monatlich mit 50, vierteljährlich mit 150 Euro, halbjährlich mit 300 Euro oder einmal pro Jahr mit 600 Euro tätigen. Wer langfristig in einen ETF investieren möchte und genügend Kapital hat, kann durch jährliche Ausführungsrhythmen Gebühren sparen. Bei hohen Investitionssummen besteht der Nachteil, dass das Geld fest gebunden ist. Deshalb wird häufig erst ab einer Laufzeit von 15 Jahren zu jährlichen Ausführungsrhythmen geraten.

FAQ – häufig gestellte Fragen zu ETFs

Seit wann gibt es ETFs?

Die ETFs wurden im Jahre 1993 erstmalig in den USA zugelassen. Sie gelten als die erste Möglichkeit, mithilfe eines Index in unterschiedliche Märkte zu investieren, anstatt in einzelne Unternehmen. In Deutschland sind ETFs seit dem 11. April 2000 für Privatanleger zugänglich. Seit der Einführung steigt das Volumen des globalen ETF-Marktes konstant. Zu Beginn des Jahres 2018 überstieg das Investitionsvolumen von ETFs erstmals die 5-Billionen-US-Dollar-Marke. Das belegen die Zahlen des Londoner Analysehauses ETFGI.

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Als Erfinder der ETFs gilt John C. Bogle, der zudem der Gründer von Vanguard ist. Vanguard ist einer der größten US-amerikanischen Finanzdienstleister und gilt neben BlackRock als zweitgrößter Vermögensverwalter der Welt.

Was sind die besten ETFs zum Investieren?

Welches die besten ETFs sind, hängt vom Ziel der Anleger ab. Allgemein kann zwischen langfristiger und kurzfristiger Geldanlage unterschieden werden. Die Experten von Finanztest empfehlen für eine langfristige Investition zum Beispiel den MSCI-World-Index. Durch seine breite Streuung hat er ein geringes Risiko. Für kurzfristige Investitionen sind alle Indizes interessant, bei denen in naher Zukunft eine starke Entwicklung zu erwarten ist.

Wann können ETFs gekauft werden?

An der Frankfurter Börse, die in Deutschland als größter und wichtigster Börsenplatz dient, können ETFs zwischen 8 und 22 Uhr gehandelt werden. Die US-amerikanischen Börsen NYSE und NASDAQ handeln zwischen 9.30 und 16.00 Uhr Ortszeit. Das entspricht von 15.30 bis 22.00 Uhr Deutscher Zeit.

Wie viel Geld sollten in ETFs investiert werden?

Wie viel Geld Anleger in ETFs investieren sollten, lässt sich pauschal nicht sagen. Das hängt neben dem Einkommen und Vermögen auch davon ab, welche anderen Investitionsmöglichkeiten der Anleger bereits nutzt und wie hoch seine monatlichen Fixkosten sind. Auch das Ziel der Geldanlage spielt eine Rolle. Wer sich durch seine Renditen ein Vermögen aufbauen möchte, investiert eventuell alle monatlichen Überschüsse in ETFs – oder teilt sie auf ETFs und eine andere Geldanlage auf. Beim Sparen für die Altersvorsorge kann ein relativ niedriger monatlicher Sparbetrag zum Ziel führen – vorausgesetzt, die Laufzeit des ETF-Sparplans ist lang genug.

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Als Faustregel gilt: Es sollte eine Reserve in Höhe von zwei Nettomonatsgehältern vorhanden sein – zum Beispiel auf einem Tagesgeldkonto mit geringem Zinssatz. Alles, was nach Fixkosten für Wohnen, Mobilität, Versicherung, Ernährung, Kleidung und Freizeit übrigbleibt, ist freies Kapital zum Investieren.

Was ist ein Banksparplan?

Ein Banksparplan ist ein ETF-Sparplan zum Vermögensaufbau. Hierfür legen die Anleger ihr Geld nicht in Wertpapiere an, sondern bringen es auf einem verzinslichen Konto der Bank – einem Tages- oder Festgeldkonto. Die zu erwartenden Renditen sind niedriger als beim ETF-Sparen. Dafür bieten Banksparpläne eine hohe Sicherheit. Im Banksparplan-Vergleich zeigen sich Zinssätze zwischen 0,45 und 1,65 Prozent.

ETFs und Steuern – was gibt es zu beachten?

Seit dem am 01.01.2018 in Kraft getretenen Investmentsteuerreformgesetz werden ETFs jährlich besteuert – anhand einer Pauschale. Das Finanzmagazin Finanztip.de hat zum Thema ETFs und Steuern einen ausführlichen Artikel erstellt, der hier zu finden ist ist.

Gibt es einen ETF-Sparplan-Test der Stiftung Warentest?

FragezeichenDie Stiftung Warentest hat ETFs als Geldanlage getestet und bezeichnet sie als „Königsweg des Fondssparen“. Der Grund: Laut Stiftung Warentest sind sie eine bequeme, sichere und günstige Geldanlagemöglichkeit. Aktiv gemanagte Fonds sind aufwändiger. Darum kosten sie mehr. Die Stiftung Warentest empfiehlt, breit gestreute und weltweit angelegte ETF-Sparpläne. Wer sich nicht sicher ist, welche ETFs am besten sind, kann den Produktfinder der Stiftung Warentest benutzen. Er wird regelmäßig aktualisiert und beinhaltet 20.885 Fonds und ETFs. Die letzte Aktualisierung erfolgte im August 2021. Wer sich für den ETF-Sparplan-Test der Stiftung Warentest interessiert, findet ihn hier.

Zudem hat sich die Stiftung Warentest im April 2021 konkret mit ETF-Sparplänen beschäftigt. Im Vergleich untersuchte die Verbraucherorganisation die Konditionen von 23 Anbietern. Neben dem Vergleich der aktuellen Konditionen sind Experten-Tipps enthalten. Den Informationen der Stiftung Warentest zufolge lässt sich bei den meisten Banken schon mit 10 bis 25 Euro monatlich ETF sparen. Die DWS und ING bieten die ETF-Sparpläne sogar schon ab einem Euro monatlich an. Alle Details zum Test finden sich auf dieser Seite.

Gibt es einen ETF-Sparplan-Test von Öko-Test?

Öko-Test hat sich zuletzt im Jahre 2009 mit Fonds- und ETF-Sparren beschäftigt. Der ETF-Sparplan-Test umfasste 54 ETFs – darunter acht Renten- und Geldmarktfonds sowie große Aktienindizes. Schon zum damaligen Zeitpunkt zeigte sich der Kostenvorteil, den ETFs gegenüber klassischen Aktienfonds bieten. Doch je nach Anlagegruppe gab es Kostenunterschiede, die sich auf die Renditen auswirkten. Am deutlichsten war der Kostenvorteil laut Öko-Test bei den Aktienindizes, wo ETF mitunter nur ein Zehntel von dem kosteten, was zum damaligen Zeitpunkt für klassische Investmentfonds anfiel. Wer sich selbst ein Bild vom ETF-Test von Öko-Test machen möchte, findet den Artikel hier.

Glossar

Ertragsverwendung
Die Ertragsverwendung sagt aus, ob ein ETF thesaurierend oder ausschüttend arbeitet – also Renditen direkt reinvestiert oder ausschüttet. Die Ertragsverwendung bezieht sich also darauf, wie der Ertrag des Fonds verwendet wird.
Fondsvolumen
Das Fondsvolumen ist die Bezeichnung des Gesamtkapitals eines Fonds. Es setzt sich aus dem eingezahlten Kapital aller Anleger zusammen.
Order
Depotauszüge sind eine Aufstellung der Depotbestände – vergleichbar mit einem Kontoauszug. Sie zeigen das Portfolio an ETFs, die Einzahlbeträge und die Renditen. Die meisten ETF-Anbieter stellen einmal pro Jahr einen Depotauszug aus.
Ordervolumen
Das Ordervolumen beschreibt die Höhe des Wertes eines ETF-Kaufs. Je nach Anbieter beträgt das maximale Ordervolumen pro Handel zwischen 10.000 Euro und 100.000 Euro.
Verrechnungskonto
Das Verrechnungskonto ist kein klassisches Bankkonto. Es dient im Aktienhandel als Hilfskonto für die Buchhaltung. Es macht Zahlungsströme besser sichtbar. Zahlungsströme werden gegeneinander aufgestellt beziehungsweise verrechnet – daher die Bezeichnung Verrechnungskonto. Ein Verrechnungskonto ist meistens mit einem real existierenden Bankkonto verbunden. Die Buchungen auf dem Konto werden temporär erfasst und ein negativer Saldo automatisch ausgeglichen.
Volatilität
Die Volatilität gibt die Intensität der Schwankungen eines Wertpapierpreises oder eines Indizes um seinen eigenen Mittelwert an. Je höher die Volatilität, umso größer sind die Abweichungen des Kurses von seinem Mittelwert.

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