stern-Nachrichten

Die besten 10 Fassadenfarben zum einfachen & deckenden Streichen Ihrer Fassaden im Vergleich – 2019 Test und Ratgeber

Schön aussehen soll sie, und gleichzeitig die Außenwände vor Wind und Wetter schützen: Die Fassadenfarbe gehört zu den Werkstoffen, die richtig viel aushalten müssen! Hitze, Frost und Dauerregen sollten förmlich an der Beschichtung abprallen und am schönsten wäre es, wenn auch der Schmutz gar nicht erst auf der Oberfläche haften bliebe. Die vielen verschiedenen Materialien, die zur Farbherstellung dienen, haben es entsprechend in sich! Hochwertiges Acryl, wasserabweisendes Silikonharz und UV-beständige Pigmente stehen beispielsweise zur Wahl, wenn es um die „Zutaten“ für eine Fassadenfarbe geht.

Planen auch Sie in nächster Zeit, Ihre Hausfassade neu zu streichen? Dann haben wir eine Empfehlung für Sie: Setzen Sie sich sehr genau mit den Eigenschaften der verschiedenen Fassadenfarben auseinander, denn es gibt viele Unterschiede zwischen den einzelnen Produkten. In unserem Ratgeber stellen wir Ihnen 10 Anstrichmittel für den Außenbereich im Detail vor und lassen 4 Produkte im Direktvergleich gegeneinander antreten. Mit dabei sind bedeutende Hersteller wie Caparol, RyFo, Wilckens und Alpina. So erhalten Sie eine solide Basis für Ihre Kaufentscheidung.

Die 4 besten Fassadenfarben im großen Vergleich auf STERN.de

WO-WE Nano Fassadenfarbe
Inhalt
1, 5, 10 oder 20 Liter
Atmungsaktiv
Ergiebigkeit
5 bis 6 Quadratmeter je Liter
Anwendung
Mit Pinsel, Rolle oder Spritzpistole
Bindemittel
Silikonharz
Farbton
RAL 9010 Ähnl. Reinweiss und viele andere RAL-Töne
wasserabweisend
Geeignete Untergründe
Mauerwerk, Beton und matte Dispersionsbeschichtungen
Gegen Schimmel
Zum Angebot
Erhältlich bei
74,90€ Preis prüfen
Caparol ThermoSan Fassadenfarbe
Inhalt
12,5 Liter
Atmungsaktiv
Ergiebigkeit
5 bis 6,6 Quadratmeter je Liter auf glatten Flächen
Anwendung
Mit Pinsel, Rolle oder Spritzpistole
Bindemittel
Silikonharz
Farbton
Weiß
wasserabweisend
Geeignete Untergründe
Alle Mineral- und Kunstharzputze, beschich­tet oder unbeschichtet
Gegen Schimmel
Zum Angebot
Erhältlich bei
149,84€ 115,95€
Pufas Siliconharzfassadenfarbe
Inhalt
10 Liter
Atmungsaktiv
Ergiebigkeit
6,5 Quadratmeter je Lieter
Anwendung
Mit Rolle, Pinsel oder geeignetem Spritzgerät
Bindemittel
Silikonharz
Farbton
Hoher Weißgrad
wasserabweisend
Geeignete Untergründe
Auf Altanstrichen sowie auf Putzen oder Spachteluntergründen
Gegen Schimmel
Zum Angebot
Erhältlich bei
64,00€ 47,99€
Wilckens Fassadenfarbe
Inhalt
10 Liter
Atmungsaktiv
Ergiebigkeit
6 Quadratmeter je Liter
Anwendung
Mit Rolle, Pinsel oder geeigneter Spritzpistole
Bindemittel
Kunststoffdispersion
Farbton
Weiß
wasserabweisend
Geeignete Untergründe
Putz, Beton, Mauerwerk, Faserzement, Innenanstriche
Gegen Schimmel
Zum Angebot
Erhältlich bei
27,79€ 19,99€
Abbildung
Modell WO-WE Nano Fassadenfarbe Caparol ThermoSan Fassadenfarbe Pufas Siliconharzfassadenfarbe Wilckens Fassadenfarbe
Inhalt
1, 5, 10 oder 20 Liter 12,5 Liter 10 Liter 10 Liter
Atmungsaktiv
Ergiebigkeit
5 bis 6 Quadratmeter je Liter 5 bis 6,6 Quadratmeter je Liter auf glatten Flächen 6,5 Quadratmeter je Lieter 6 Quadratmeter je Liter
Anwendung
Mit Pinsel, Rolle oder Spritzpistole Mit Pinsel, Rolle oder Spritzpistole Mit Rolle, Pinsel oder geeignetem Spritzgerät Mit Rolle, Pinsel oder geeigneter Spritzpistole
Bindemittel
Silikonharz Silikonharz Silikonharz Kunststoffdispersion
Farbton
RAL 9010 Ähnl. Reinweiss und viele andere RAL-Töne Weiß Hoher Weißgrad Weiß
wasserabweisend
Geeignete Untergründe
Mauerwerk, Beton und matte Dispersionsbeschichtungen Alle Mineral- und Kunstharzputze, beschich­tet oder unbeschichtet Auf Altanstrichen sowie auf Putzen oder Spachteluntergründen Putz, Beton, Mauerwerk, Faserzement, Innenanstriche
Gegen Schimmel
Erhältlich bei
Zum Angebot Zum Angebot Zum Angebot Zum Angebot
74,90€ Preis prüfen 149,84€ 115,95€ 64,00€ 47,99€ 27,79€ 19,99€

Weitere praktische Produkte rund ums Haus im großen Vergleich auf STERN.de

Wandfarbe

1. WO-WE Nano Fassadenfarbe – mit Lotuseffekt

Sie wünschen sich eine Fassadenfarbe mit Abperleffekt, resistent gegen Schmutz und Feuchtigkeit? Die Firma WO-WE (Wolfgruben Werke) hat sich genau über diesen Aspekt Gedanken gemacht und ein Produkt auf den Markt gebracht, das Ihnen vielleicht weiterhilft. Es handelt sich um eine sogenannte Nano-Beschichtung, auch Fassadenfarbe mit Lotuseffekt genannt.

Der Einsatz einer Nano-Fassadenfarbe garantiert Ihnen natürlich nicht, dass nie wieder Schmutz auf den Außenwänden Ihres Hauses haften bleibt. Doch spülen die Regentropfen den meisten Dreck wieder fort und die Oberfläche bleibt deshalb auf Dauer länger sauber. Zudem soll diese WO-WE Fassadenfarbe sehr wetterbeständig sein sowie Algen und Pilze fernhalten.

Eines ist an dieser Stelle wichtig zu erwähnen: Trotz des Abperleffektes besitzt diese Silikonharzfarbe eine hohe Wasserdampfdurchlässigkeit. So können die Wände weiter atmen, Feuchtigkeit gelangt aus dem Inneren nach außen und die Schimmelgefahr wird deutlich reduziert.

Das Anstrichmittel hält sowohl auf Putz als auch auf Mauerwerk, Beton und matten Dispersionsbeschichtungen. Es lässt sich mit dem Pinsel, der Rolle und der Airless Spritzpistole auftragen. Die Verarbeitung ist laut Herstellerangeben sehr leicht. Lästige Gerüche oder giftige Dämpfe entstehen nicht.

Auch die Deckkraft lässt laut Produktbeschreibung nicht zu wünschen übrig. Mit einem 10-Liter-Eimer sollten Sie deshalb eine ordentliche Fläche schaffen! Allerdings können Sie auch zu einem 20-Liter-Gefäß greifen oder, für kleinere Ausbesserungen, nur 1 oder 5 Liter einkaufen. Zudem haben Sie die Auswahl zwischen vielen verschiedenen RAL-Farbtönen.

2. Caparol ThermoSan Fassadenfarbe – schließt feine Risse

Der farbenfrohe Caparol-Elefant sticht sofort ins Auge, diese Traditionsmarke ist allseits bekannt. Nicht nur Laien, sondern auch Profis nutzen das breite Produktspektrum von Caparol, darum hat diese Fassadenfarbe besondere Beachtung verdient. Tatsächlich vereint sie viele Vorzüge miteinander und trägt so zur dauerhaften Zufriedenheit vieler Hausbesitzer bei.

Das Geheimnis dieser weißen Fassadenfarbe liegt in ihrer organisch vernetzen Nanostruktur. Nach dem Streichen entsteht ein für das Auge unsichtbares plastisches Netz auf Ihrer Fassade, das wie ein Bollwerk gegen Schmutz wirkt. Außerdem beinhaltet dieses Anstrichmittel regenabweisendes Silikonharz, das für eine schnelle Trocknung nach Regenfällen und Taufeuchte sorgt. Hässliche Algen- oder Pilzbildung an der Oberfläche wird damit sehr unwahrscheinlich.

Trotz allen Schutzes gegen Feuchtigkeit bleiben die Wände mit dieser Fassadenfarbe von Caparol angenehm atmungsaktiv. Um Ihr Raumklima müssen Sie sich also in dieser Hinsicht keine Sorgen machen!

Sie können diese Farbe auf allen mineralischen Putzen streichen, aber auch dispersionsgebundene Untergründe stellen kein Problem dar. Ist bereits ein alter, aber tragfähiger Anstrich vorhanden, legen Sie die neue Beschichtung einfach darüber. Auch die typischen WDVS-Oberflächen wie Silikonharz, Kunstharz, Kalk- und Kalkzementputze eignen sich als Untergrund.

Im Gefäß befinden sich 12,4 Liter Farbe, die nicht filmbildend wirkt. Feine Risse im Putz werden beim Anstrich automatisch verschlämmt und fallen anschließend weder optisch noch bauphysikalisch ins Gewicht. So schlagen Sie gleich mehrere Fliegen mit einer Klappe! Einziges Manko dürfte der Preis sein, der natürlich bei derart hoher Qualität nicht gerade billig zu nennen ist.

3. Pufas Siliconharzfassadenfarbe – auch für den Denkmalschutz

Noch einmal haben wir hier eine Silikonharzfarbe für die Fassade vor uns, diesmal von der Firma Pufas. Die Beschichtung ist hoch wasserabweisend und extra-weiß, siedelt sich also sowohl optisch als auch physikalisch auf einem hohen Level an. Sie eignet sich sowohl für den Erstanstrich als auch für Renovierungsarbeiten an der Fassade.

Sie können die Pulas Fassadenfarbe gern auf einem älteren Silikonharzanstrich aufbringen, aber auch ein mit Dispersions-, Kunstharz-, Mineral- oder Silikatfarbe bedeckter Untergrund ist ausdrücklich geeignet. Spachtelungen sind kein Problem. Sauber, eben und tragfähig sollte die Oberfläche auf jeden Fall sein, dann darf es losgehen!

Die Pulas Fassadenfarbe wird besonders für denkmalgeschützte Immobilien empfohlen. Sie gehört zu den teureren Produkten ihrer Sparte, gewährleistet dafür aber einen hohen Schutz der Außenwände vor Witterungseinflüssen und bewahrt trotzdem die Atmungsaktivität.

Die Nassabriebbeständigkeit der getrockneten Beschichtung liegt bei 2, also an zweitoberster Stelle. Die Deckkraft soll enorm sein, ebenso wie der Weißgrad dieser Farbe. Die Verschmutzungsneigung hingegen ist gering, weil sich auf der Oberfläche ein Filmschutz gegen Dreck, Algen und Pilze bildet. Trotzdem bleibt die Untergrundstruktur Ihrer Fassade sichtbar.

Das lösemittelfreie Anstrichmittel ist im 10-Liter-Eimer erhältlich, die Ergiebigkeit liegt bei 1 Liter pro 6,5 Quadratmeter. Im besten Fall können Sie mit dem Inhalt dieses Gefäßes also 65 Quadratmeter Fläche bedecken. Diese Ergiebigkeit kann sich durchaus sehen lassen, sie korrespondiert mit dem nicht gerade niedrigen Preis.

4. Wilckens Fassadenfarbe – hohe Qualität zum kleinen Preis

Selbstverständlich hat auch die Firma Wilckens ein Wörtchen mitzureden, wenn es um das Thema Farbe geht. Das von uns präsentierte Produkt verfügt über einen weniger hohen Preis als die bisher vorgestellten Fassadenfarben. Als Bindemittel dient statt Silikonharz eine Kunststoff-Dispersion. Mit einem Lotuseffekt ist also in diesem Fall nicht zu rechnen, doch erweisen sich hochwertige Dispersionsfarben im Alltag als äußerst robust.

Diese Farbe können Sie sowohl im Innen- als auch im Außenbereich streichen – ganz wie Sie wünschen. Sie ist wetterbeständig nach VOB Teil C, DIN 18 363. Regen, Hitze und Frost sollten der fertigen Beschichtung also rein gar nichts ausmachen. Die Nassabriebklasse liegt bei 2, das heißt, dass sie beinahe die Top-Position einnimmt. Diese Wilckens Fassadenfarbe werden Sie also nicht so schnell wieder los!

Lösemittel haben in diesem Produkt nichts zu suchen, so bleibt die Atemluft frei von schädlichen Stoffen. Außerdem können Sie Ihre Pinsel und Rollen nach erledigter Arbeit ganz entspannt unter fließendem Wasser auswaschen und müssen sich nicht mit übel riechenden Chemikalien herumärgern. Sobald die Farbe getrocknet ist, zeigt sich ihre herausragende Deckkraft, die hoffentlich einen zweiten Anstrich unnötig macht.

Weniger teuer bedeutet noch lange nicht billig: Diese Wilckens Fassadenfarbe besitzt alle wichtigen Eigenschaften, die ein Anstrichmittel dieser Art haben sollte. Auf einen Abperleffekt müssen Sie zwar verzichten, doch das braucht schließlich nicht jeder.

5. RyFo Colors Silikonharz Fassadenfarbe – Abperleffekt gegen Schmutz und Algen

Der Farbenhersteller RyFo hat ebenfalls ein interessantes Produkt auf den Markt gebracht, das wir uns mit Ihnen gemeinsam genauer ansehen möchten. Sie erhalten bei Bestellung eine strapazierfähige Silikonharz-Außendispersion, die ganzjährig sämtlichen Wetterkapriolen standhält. Die weiße Farbe ist natürlich abtönbar und somit in sämtlichen Wunschfarbtönen einzufärben. Außerdem enthält sie keine Lösemittel und verströmt bei der Verarbeitung einen sehr zurückhaltenden Duft.

Sie können die RyFo Fassadenfarbe ganz traditionell mit Farbe und Rolle auftragen. Wenn es auf großen Flächen schneller gehen soll, empfehlen wir die Spritzpistole. Ein Liter Material reicht etwa für 6,5 Quadratmeter Fläche, mit dem angebotenen 12,5-Liter-Eimer schaffen Sie also mit etwas Glück über 80 Quadratmeter.

Wer mag, kauft sich ein kleineres Gebinde mit 1, 3, 6 oder 10 Litern Inhalt. Auf der Fassade entfaltet die getrocknete Beschichtung eine hohe Deckkraft, sodass Sie wahrscheinlich kein zweites Mal zum Streichwerkzeug greifen müssen. Außerdem profitiert Ihr Haus von einem praktischen Abperleffekt, der es Schmutz, Algen und Schimmel äußerst schwermacht, auf der Fassade haften zu bleiben.

Die Firma RyFo empfiehlt ihr Produkt ausdrücklich für stark beanspruchte Wände und auch für schwierige Untergründe. Wir haben also einen Problemlöser vor uns, der auch dann funktioniert, wenn die Bedingungen nicht ganz optimal ausfallen. Trotzdem weisen wir Sie darauf hin, dass auch mit dieser Farbe bei ungewöhnlichen Bedingungen etwas schiefgehen kann: Im Zweifelsfall hilft der Fachmann weiter.

6. Caparol Muresko SilaCryl – hoher Schutz gegen Vergrünung

Sie haben etwas dagegen, dass Algen und Pilze Ihre Fassade besiedeln? Mit dieser Fassadenfarbe von Caparol bieten Sie den lästigen Pflanzen keine Grundlage mehr, sich anzusiedeln! Die Silikonharz-Reinacrylatdispersion bildet einen verkapselten Filmschutz und wird so zum Bollwerk gegen das Vergrünen. Außerdem entfaltet die fertige Beschichtung einen hohen Feuchteschutz, sodass Regen- und Tauwasser gar nicht erst eindringen können und schnell wieder trocknen.

Trotzdem bleibt der Anstrich dauerhaft atmungsaktiv und lässt sowohl Wasserdampf als auch CO2 problemlos passieren. Sie dürfen in Ihren Innenräumen also beruhigt aufatmen, wenn diese hochwertige Außenfarbe Ihre Fassade bedeckt. Gleichzeitig erweist sich die Beschichtung als kreidungsstabil, sehr haftfähig und wetterbeständig. Es ist also damit zu rechnen, dass dieser Neuanstrich viele Jahr lang hält.

Sie haben die Wahl: Möchten Sie Ihre Putzstruktur unter der Beschichtung maximal sichtbar lassen oder sie lieber ein wenig verschleiern? Je nach Verdünnung können Sie mit dieser Fassadenfarbe von Caparol den einen oder anderen Effekt erzielen.

Diese Farbe eignet sich speziell für die Beschichtung von tragfähigen Altanstrichen auf Porenbeton. Sie ist übrigens wasserverdünnbar und geruchsarm, außerdem lässt sie sich durch alkalische Einflüsse nicht verseifen. Nutzen Sie das Anstrichmittel für die Abdeckung von Kuppen und Kanten Ihres Mauerwerks. An diesen sensiblen Stellen hält nicht jede Farbe dauerhaft stand.

Sie erhalten Ihre weiße Muresko Fassadenfarbe im 12,5-Liter-Gebinde. Wenn Sie möchten, können Sie diese noch mit den passenden CaparolColor oder AmphiColor Vollton- und Abtönfarben einfärben und so Ihre Wunschfarbe erzeugen. Seien Sie vorsichtig bei der Verarbeitung, es sind Biozide enthalten!

7. RyFo Colors Acryl Fassadenfarbe – höchste Nassabriebklasse

Wenden wir uns nun noch einmal der Firma RyFo zu, die neben ihrer Silikonharzfarbe auch eine reine Acrylfarbe ins Rennen schickt. Es handelt sich um eine Hausfassaden Farbe in weißer Färbung, die ohne Lösemittel auskommt. Die Malerwerkzeuge lassen sich nach der Arbeit also ganz bequem mit Wasser auswaschen und auch die Schadstoffbelastung hält sich in engen Grenzen.

Diese RyFo Fassadenfarbe bietet ebenso wie ihre Anverwandten mit Silikonharz einen hohen Wetterschutz. Nach dem Trocknen weist sie das Regen- und Tauwasser einfach an der Oberfläche ab, besitzt aber nicht denselben Lotuseffekt wie die schon erwähnte Silikonharzfarbe. Trotzdem eignet sie sich ausdrücklich für den Gebrauch an stark beanspruchten Außenwänden und auf komplizierten Untergründen.

Die Deckkraftklasse dieser Farbe liegt immerhin bei 2, die Nassabriebklasse erreicht den Spitzenplatz 1. Der Verbrauch liegt bei etwa 5 bis 6 Litern pro Quadratmeter, das heißt, dass ein 12,5-Liter-Eimer ungefähr für 60 bis 75 Quadratmeter Fläche reicht. Benötigen Sie nicht so viel Farbe, können Sie natürlich auch auf ein kleineres Gebinde zurückgreifen. Zur Auswahl stehen 1, 3, 6 und 10 Liter.

Tragen Sie diese Fassaden Farbe mit dem Pinsel, der Malerrolle oder mithilfe der Airless-Pistole auf. Sie werden schnell bemerken, dass das Material kaum spritzt und deshalb ziemlich leicht zu verarbeiten ist. Normalerweise genügt ein einziger Anstrich für ein zufriedenstellendes Ergebnis.

Die RyFo Außenfarbe eignet sich für sämtliche regulären Fassadenoberflächen, besonders aber für Beton und Putze aller Art. Sorgen Sie für einen sauberen, trockenen und tragfähigen Untergrund, bevor Sie das Anstrichmittel aufbringen. Die Wahrscheinlichkeit, dass Sie lange Jahre mit Ihrer Beschichtung zufrieden sein werden, ist relativ hoch.

8. ProfiTec P407 Acylosan Silikonharz-Reinacrylat-Fassadenfarbe – farbtonbeständig

Hier haben wir eine Silkonharz-Reinacrylat-Fassadenfarbe vor uns, die von den Vorzügen der beiden genannten Bindemittel profitiert. Sie entfaltet eine intensive Schutzwirkung auf der Oberfläche, wirkt hoch wasserabweisend und besitzt eine sehr gute Farbtonstabilität.

Gerade im Außenbereich neigen Farben dazu, sich im Laufe der Zeit zu verändern. Weiße Töne vergrauen oder vergilben, bunte Töne verblassen oder verfärben sich. Das liegt hauptsächlich an der Einwirkung des aggressiven UV-Lichts, aber auch teilweise an anderen Wettereinflüssen sowie einer niedrigen pH-Beständigkeit der Pigmente. Diese ProfiTec Fassadenfarbe ist gegen all das geschützt und wird deshalb mit großer Wahrscheinlichkeit ihrer Optik stets treu bleiben.

Die Farbtonbeständigkeit liegt dementsprechend nach BFS-Merkblatt 26 in der höchsten Klasse A. Allerdings enthält das Produkt 40 Gramm flüchtige organische Verbindungen (VOC) je Liter und kann somit nicht als ganz schadstofffrei gelten.

Sie erhalten diese Außenfarbe im 12,5-Liter-Gebinde, das sicher genügend Material bereithält für ein paar Dutzend Quadratmeter Fläche. Die fertige Beschichtung betont den Oberflächencharakter Ihrer mineralischen Fassade, wirkt also nicht verschlämmend. Freuen Sie sich auf lebendige plastische Strukturen mit einer angenehm matten Farbe, die nicht vergilbt!

9. Alpina matte Fassadenfarbe mit Fülleffekt – resistent gegen Luftschadstoffe

Was wäre die Welt der Farben ohne Alpina? Die Produkte dieser Marke haben sich im mittleren Preisbereich angesiedelt, sodass sie für fast jeden Hausbesitzer erschwinglich sind. Noch dazu gelten die Anstrichmittel von Alpina als relativ hochwertig und haben sich deshalb bereits seit Jahrzehnten fest auf dem Markt etabliert. Deshalb kommen wir kaum drum herum, in unserem Ratgeber eine Fassadenfarbe dieses bekannten Herstellers unter die Lupe zu nehmen.

Hierbei handelt es sich um eine matte, weiße Farbe mit leichtem Fülleffekt, die plastische Putzunebenheiten visuell ausgleicht. Die getrocknete Beschichtung ist wetterbeständig und wasserabweisend, bleibt aber diffusionsfähig und erhält so die Atmungsaktivität Ihrer Außenwände. Sie profitieren also von einem praktischen 3-in-1-Effekt!

Diese Alpina Fassadenfarbe besitzt eine hohe Resistenz gegen Luftschadstoffe, sogar die aggressiveren Stoffe weist sie souverän zurück. Aus diesem Grund eignet sich das Produkt zum Einsatz an Hauptverkehrsstraßen und in Industriegebieten mit „schlechter Luft.“

Die Deckkraft liegt im hohen Bereich, die Farbe trocknet matt auf. Sorgen Sie für einen sauberen, trockenen und tragfähigen Untergrund, bevor Sie zu Malerrolle und Pinsel greifen. Blätternde Altanstriche müssen vor der Neubeschichtung entfernt werden, Löcher sollten Sie mit einem Fassadenspachtel schließen. Sandende oder zu stark saugende Putze sollten Sie besser mit Alpina Fassadengrund egalisieren, dasselbe gilt für grob poröse Untergründe.

Zur Beschichtung größerer Flächen ist auch der Einsatz einer Spritzpistole möglich, so gelangen Sie schneller ans Ziel. Die hier erhältlichen 10 Liter Alpina Fassadenfarbe reichen laut Herstellerangaben für etwa 60 Quadratmeter. Denken Sie daran, dass raue Untergründe immer mehr Materialeinsatz fordern als glatte Oberflächen!

10. Preismaxx Silikonharz Fassadenfarbe – ganz leicht abtönbar

Auch Preismaxx hat eine Silikonharz-Fassadenfarbe zu bieten, die eines genaueren Blickes wert ist. Wir wissen bereits, dass Silikonharzfarben wasserabweisend und zugleich atmungsaktiv sind, sodass ein sehr guter Schutz gegen Regennässe entsteht. Gleichzeitig kann der Wasserdampf von innen nach außen diffundieren, damit die Bausubstanz trocken bleibt.

Diese Preismaxx Fassadenfarbe, die es im 10-Liter-Gebinde zu kaufen gibt, trocknet matt auf. Sie verfügt über ein hohes Deckvermögen und lässt sich leicht verarbeiten. Tragen Sie die Farbe mit Rolle und Pinsel auf oder nutzen Sie ein Airlessgerät, ganz nach Belieben. Die im Eimer enthaltene Menge reicht für eine Fläche von 50 bis 60 Quadratmetern, die Ergiebigkeit liegt also bei etwa 5 bis 6 Liter je Quadratmeter.

Sandenden Putzen und Altanstrichen tut zunächst eine Grundierung gut, das verbessert die Haftfähigkeit. Ansonsten können Sie diese Farbe auf allen tragfähigen Fassadenfarben, Mineralputzen, Mauerwerken und Kunstharz-Strukturputzen nutzen. Damit sind sämtliche reguläre Fassadenoberflächen abgedeckt.

Sie möchten Ihre Außenwände lieber nicht reinweiß, sondern farbig streichen? Kein Problem! Das wasserverdünnbare Anstrichmittel ist ganz leicht mit den handelsüblichen Voll- und Abtönfarben einzufärben, sodass Sie sich Ihren Wunschton nach Herzenslust mischen können.

Diese Fassadenfarbe ist vergleichsweise günstig und besitzt doch alle Eigenschaften, die das Malerherz höher schlagen lassen. Sie schützt die Fassade vor Witterungseinflüssen und sorgt dafür, dass die Wände diffusionsfähig bleiben. Außerdem lässt sie sich auch von Laien bequem verarbeiten. Der berühmte Lotuseffekt ist leider nicht im Preis enthalten, dafür müssen Sie schon ein wenig mehr investieren.

Was ist eine Fassadenfarbe – welche Eigenschaften zeichnen sie aus?

Fassadenfarbe TestEines vorweg: Zum Streichen Ihrer Außenwände sollten Sie niemals einen Innenfarbe verwenden. Greifen Sie ausschließlich zu Produkten, die sich expliziert für die Außenanwendung eignen, denn Fassadenfarben müssen viel mehr aushalten als Anstrichmittel für Innenräume. Während drinnen ein gleichmäßig moderates Klima herrscht, toben draußen Wind und Wetter. In der Nähe von Industriegebieten und Hauptverkehrsstraßen kommt noch der Schmutz aus der Luft hinzu, der teilweise richtig aggressiv sein kann. Innenraumfarben sind damit schnell überfordert, sie blättern ab und vergilben.

Eine Fassadenfarbe ist also eine Spezialfarbe, die nicht nur sich selbst vor widrigem Wetter und Luftschadstoffen schützt, sondern auch die darunterliegende Wand. Denn die Bausubstanz mag gewiss kein eindringendes Tau- oder Regenwasser, das jede noch so kleine Lücke zu nutzen weiß!

Obwohl eine hochwertige Beschichtung die Feuchtigkeit von außen fernhält, lässt sie doch den Wasserdampf aus dem Inneren heraus. Nur so bleiben die Wände in ihrem Kern auch wirklich trocken. Ohne die nötige Diffusion würde sich relativ schnell Schimmel bilden.

Achten Sie deshalb sehr genau darauf, eine atmungsaktive Farbe zu kaufen, die Ihr gesundes Raumklima erhält und die Wände vor Kondensationsfeuchtigkeit schützt! Regelmäßiges Lüften sollte trotzdem selbstverständlich sein.

Das sollten Sie sich merken!Fassadenfarben, die ihren Job richtig gut machen, wirken aktiv gegen die Bildung von Pilzen und Algen. Das funktioniert beispielsweise, indem sie aufgrund ihrer Oberflächenstruktur Regen- und Tauwasser schnell abfließen und trocknen lassen. So erhalten die lästigen Pflanzen erst gar keine Lebensgrundlage auf der Fassade. Manchmal enthält diese Farbsorte auch Biozide, dann sollten Sie bei der Verarbeitung Vorsicht walten lassen.

Das unterscheidet eine gute Fassadenfarbe von einer Innenraumfarbe

  • Die Fassadenfarbe ist wetterbeständig
  • Sie verfügt über eine verbesserte UV-Stabilität
  • Sie ist resistent gegen Luftschadstoffe
  • Sie wirkt isolierend und lässt weder Tau noch Regen hindurch
  • Zugleich hält die Fassadenfarbe die Wände atmungsaktiv
  • Im besten Fall wirkt sie aktiv gegen Algen und Pilze

Orientierungshilfe: Diese Arten von Fassadenfarben gibt es

Fassadenfarbe VergleichSchauen wir uns doch einmal die einzelnen Arten von Fassadenfarben genauer an, damit Sie besser entscheiden können, zu welchem Produkt Sie greifen. Der Hauptunterschied besteht zwischen organischen und mineralischen Farben, die sich wiederum in einzelne Sorte untergliedern.

Mineralfarben

Mineralfarben verfügen, wie der Name bereits sagt, über mineralische Inhaltsstoffe. Diese entstammen direkt der Natur. Als Bindemittel dienen hauptsächlich Kalk oder Kaliwasserglas, manchmal auch Zement. Der meist genutzte Füllstoff ist der Quarzsand, hinzu kommen alkalibeständige Pigmente zur Färbung. Diese Sorten befinden sich im Umlauf:

  • Silikatfarben: Mit Wasserglas gebunden, nur für mineralische Untergründe
  • Dispersionssilikatfarben: Mit Wasserglas und einem geringen Anteil von Kunstharz
  • Kalkfarben: Mit Kalk gebunden, ältestes Anstrichmittel überhaupt
  • Zementfarben: Mit Weißzement und Kalk gebunden, speziell für feuchte Oberflächen

Beim privaten Gebrauch haben sich vor allem die Dispersionssilikatfarben bewährt. Sie dürfen nur bis höchstens 5 Prozent organische Anteile enthalten, wenn sie weiterhin als Mineralfarben gelten möchten. Derart ausgerüstet bieten sie mit ihrem hohen pH-Wert einen hervorragenden Schutz gegen Schimmel, sind sehr wasserdampfdurchlässig, aber gleichzeitig extrem wasserbeständig. Allerdings ist diese Farbsorte ebenso wie die Silikatfarbe ausschließlich für mineralische Untergründe geschaffen! Das enthaltene Kaliwasserglas muss nämlich mit der Oberfläche verkieseln können, um wirklich fest zu haften. Danach aber bekommt man die Dispersionssilikatfarbe kaum wieder runter, so fest ist sie mit der Wand verbunden.

Achtung beim Streichen von Silikat- und Dispersionssilikatfarben! Kaliwasserglas ist hoch alkalisch und damit im nassen Zustand ätzend. Schützen Sie entsprechend Haut und Augen vor Farbspritzern und decken Sie empfindliche angrenzende Oberflächen mit Folie ab. Gefährdet sind vor allem Fliesen und Glas.

Organische Farben

Beste FassadenfarbeIm Außenbereich gelangen in der Regel zwei Arten von organischen Farben zur Anwendung. Beide enthalten Kunstharz beziehungsweise Acryl als Bindemittel. Sie sind darauf ausgelegt, die Fassade bestmöglich zu schützen, während sie zugleich diffusionsfähig bleiben. Wie immer gilt: Je hochwertiger die Zusammensetzung, desto besser erfüllen die Wandfarben ihren Auftrag.

  • Dispersionsfarben: Enthalten feinst verteilte Inhaltsstoffe und Wasser als Lösemittel
  • Silikonharzfarben: Enthalten Silikonharz aus Quarzsand und sind deshalb „mineralähnlich“

Hier lohnt es sich, einen genauen Blick auf beide Arten von Fassadenfarben zu werfen, weil jede von ihnen sehr häufig benutzt wird. Die Dispersionsfarbe ist am weitesten verbreitet, die entsprechenden Produkte sind in der Regel zu einem moderaten Preis erhältlich. Einige lassen sich sogar als regelrecht „billig“ bezeichnen, doch lohnt es sich mehr, zu Qualitätsfarben aus dem mittleren und hohen Preissegment zu greifen. Vor allem an der von Hitze, Frost und Regen betroffenen Fassade sind nämlich eine hohe Strapazierfähigkeit und jahrelange Haltbarkeit gefragt.

Dispersionsfarben sind leicht zu verarbeiten, mit Wasser verdünnbar und nach der Trocknung sehr robust. Ihre Diffusionsfähigkeit liegt unterhalb der Mineralfarben, sollte aber für den Normalbedarf genügen. Gegen Schimmel wirken sie nur mit bioziden Zusätzen, ansonsten sind sie für Algen und Pilze leider ein relativ attraktives Siedlungsgebiet.

Silikonharzfarben gelten als mineralähnliche Beschichtungen, die allerdings einen hohen Anteil von organischen Inhaltsstoffen aufweisen. Nach der Trocknung besitzt die Beschichtung eine wasserabweisende Wirkung, die teilweise in einen echten Lotuseffekt mündet. Dies hat zur Folge, dass die Oberfläche nie lange nass bleibt und so weder Schimmel noch Algen siedeln können. Schmutzablagerungen werden beim nächsten Regenschauer größtenteils abgewaschen.

Erstaunlicherweise bleibt trotz dieser hervorstechenden Eigenschaft die Atmungsaktivität der Wand erhalten, was tatsächlich von großem Vorteil ist. Denn nur so dürfen Sie sich weiterhin über ein gesundes Raumklima freuen! Und es sammelt sich keine Feuchtigkeit in der Wand, die aus den Hausinneren stammt.

Auf einem Blick: Vor- und Nachteile der Silikonharzfarbe

  • Wasserverdünnbar
  • Von Laien verwendbar
  • Zum Streichen und Spritzen
  • Mit Abtönfarben zu färben
  • Meist gut deckend
  • Mit Abperleffekt
  • Wasserabweisend
  • Schutz vor Algen und Schimmel
  • Schutz vor Keimbildung
  • Atmungsaktiv
  • Höheres Preisniveau
  • Nicht besonders umweltfreundlich
  • Echte Mineralfarben viel biologischer
  • Weniger diffusionsfähig als echte Mineralfarben
  • Echter „Lotuseffekt“ nicht nachahmbar
  • Verschmutzung nur verlangsamt
  • Hitze beeinträchtigt die Funktionalität
Welches Fazit können wir ziehen? Echte Umweltfreunde greifen bevorzugt zu reinen Mineralfarben, hier erhalten sie rundum gesunde Bio-Anstrichmittel. Wer es besonders günstig und trotzdem gut mag, kauft sich eine Dispersionsfarbe. Die ganz schmutzempfindlichen Hausbesitzer investieren in eine etwas teurere Silikonharzfarbe.

Wie viel Fassadenfarbe brauche ich für meinen Anstrich?

Egal für welche Fassadenfarbe Sie sich entscheiden, immer kommen Sie an den Punkt, an dem Sie den Farbverbrauch kalkulieren müssen. Dahinter steht die Frage, wie viele Eimer Farbe Sie benötigen, um die Außenwände komplett damit streichen zu können. Das lässt sich zum Glück relativ leicht herausfinden.

Schauen Sie in der Produktbeschreibung nach, wie viel Liter für einen Quadratmeter reichen. Berechnen Sie außerdem Ihre zu streichende Fassadenfläche. Das kann auch relativ grob geschehen, ohne jedes Fenster abzuziehen und sämtliche Leibungen auszumessen, denn schließlich lässt sich der Verbrauch im Voraus gar nicht so exakt bestimmen.

Auf rauen Untergründen wird eher mehr Farbe benötigt, auf glatten Flächen weniger, weil hier nichts in irgendwelche Lücken und Vertiefungen fließt. Diesen Grundsatz sollten Sie in Ihrer Kalkulation berücksichtigen.

Zum Schluss teilen Sie die errechnete Fassadenfläche durch den prognostizierten Farbverbrauch je Quadratmeter und Sie erhalten die benötigte Literzahl. Schauen Sie nach wie viele Liter in einem Eimer enthalten sind und kaufen Sie so viele Gebinde, dass Ihr Bedarf abgedeckt ist.

An dieser Stelle erhält die Deckkraft der Fassadenfarbe eine ganz entscheidende Bedeutung. Setzen Sie hierbei möglichst auf die Klasse 1, mindestens aber auf 2, um nicht zwei- oder gar dreimal streichen zu müssen. Das verdoppelt und verdreifacht nämlich auch den Farbverbrauch und geht schließlich mehr ins Geld als gedacht.

Die Fassadenfarbe Test und VergleichDeckkraftklassen bei Fassadenfarben

  1. Deckkraftklasse 1: Die Farbe deckt mindestens zu 99,5 Prozent
  2. Deckkraftklasse 2: Die Farbe deckt mindestens zu 98,0 Prozent
  3. Deckkraftklasse 3: Die Farbe deckt mindestens zu 95,0 Prozent
  4. Deckkraftklasse 4: Die Farbe deckt weniger als 95,0 Prozent

Vielleicht denken Sie, dass die paar Prozentpunkte im Bereich von über 90 keinen besonderen Unterschied machen, doch in der Praxis zeigt sich das Gegenteil. So mancher Hausbesitzer hat sich bereits geärgert, zur billigen Fassadenfarbe der Deckkraftklasse 3 oder gar 4 gegriffen und sich damit nichts als Mehrarbeit eingehandelt zu haben. Ganz zu schweigen von der nicht mehr vorhandenen finanziellen Ersparnis.

Eine Beispielrechnung: So ermitteln Sie den Farbverbrauch

Nehmen wir einmal an, die zu streichende Fassade misst insgesamt 120 Quadratmeter. Sie kaufen sich eine Außenfarbe, die laut Gebrauchsanweisung für 6 Quadratmeter je Liter reicht.

120 Quadratmeter : 6 Quadratmeter / Liter = 20 Liter

Wenn Ihre bevorzugte Fassade in 10-Liter-Eimern erhältlich ist, dann können Sie gleich zwei Gefäße davon ordern. Einen zweiten Anstrich haben wir an dieser Stelle nicht mit einkalkuliert. Hoffentlich kommen Sie darum herum – sonst müssen Sie die benötigte Menge verdoppeln.

Zur Sicherheit empfehlen wir, eine weitere, kleinere Farbportion bereitzustellen, um nicht kurz vor Schluss aufhören zu müssen. Schließlich stimmen theoretische Rechenbeispiele selten zu 100 Prozent mit der Realität überein.

Fassadenfarbe abtönen: Das sollten Sie beachten!

Achtung: Das sollten Sie wissen!Fassadenfarben gibt es normalerweise in Weiß zu kaufen. Weiße Farbe bietet die beste Basis, um daraus die gesamte Farbtonpalette zu mischen, ganz nach Geschmack des Hausbesitzers. In seltenen Fällen können Sie schon beim Kauf zwischen verschiedenen Farbtönen wählen, doch dann handelt es sich normalerweise um ein sehr eingeschränktes Spektrum der beliebtesten Farben. Findige Heimwerker mischen sich ihren Farbton selbst an – oder nutzen die Mischmaschine im örtlichen Baumarkt.

Den passenden Farbton selbst anmischen

Sie möchten das Geld für das maschinelle Anmischen sparen und sich selbst ans Werk machen? Kein Problem! Verwenden Sie zu diesem Zweck eine Abtönfarbe, die mit Ihrer Fassadenfarbe kompatibel ist. Bei einer regulären Dispersionsfarbe genügen die überall erhältlichen Voll- und Abtönfarben auf Acrylbasis. Auch die meisten Silikonharzfarben lassen sich mit diesen Farbmitteln ganz einfach vermischen. Beachten Sie die Gebrauchsanweisung!

Vorsicht ist bei Mineralfarben, besonders bei den Silikatfarben, angebracht: Sie tendieren stark in den basischen Bereich, sodass die Pigmente der üblichen Voll- und Abtönfarben schnell geschädigt werden. Außerdem stimmt das Kunstharz-Bindemittel der Abtönfarben nicht mit den mineralischen Abbindern überein. Auch das kann zu Problemen führen. Halten Sie besser nach speziellen Pigmenten für Mineralfarben Ausschau!

Verwenden Sie zum Durchmischen einer größeren Farbmenge einen Rührhaken für die Bohrmaschine. Schließlich muss das Anstrichmittel vollkommen homogen werden und das könnte per Handarbeit sehr anstrengend werden. Geben Sie immer die dunklere Farbe zur helleren, und zwar in möglichst kleinen Portionen. Tasten Sie sich allmählich an Ihren Wunschfarbton heran.

Rühren Sie jedes Mal, wenn neue Abtönfarbe hinzukommt, das gesamte Anstrichmittel komplett durch. Dann streichen Sie eine kleine Probefläche und föhnen diese kurz an, um sie zu trocknen. Haben Sie den richtigen Ton bereits erreicht? Falls nein, dann weitermachen!

Besonders clevere Zeitgenossen stellen sich für den Fall der Fälle etwas weiße Farbe zur Seite. Diese nutzen sie dann, wenn der Mischton versehentlich zu dunkel wird.

Müssen Sie mehr als einen Eimer Farbe anmischen, dann besorgen Sie sich vorzugsweise ein großes Gefäß, in dem Sie das gesamte Anstrichmittel unterbringen können. Nur so gelingt es Ihnen, einen gleichmäßigen Farbton zu erzeugen, der sich nicht von Gefäß zu Gefäß unterscheidet. Hinterher können Sie die Farbe auch wieder auf kleinere Eimer verteilen.

Tipps & HinweiseCheckliste zum Abtönen der Fassadenfarbe:

  1. Das passende Farbmittel finden – siehe Gebrauchsanweisung
  2. Die Bohrmaschine mit einem Quirl bestücken
  3. Mehrere Eimer Farbe in großem Gefäß zusammengießen
  4. Etwas Weiß zur Farbkorrektur zurücklegen
  5. Abtönfarben in kleinen Portionen hinzugeben
  6. Immer wieder komplett durchmischen
  7. Kleine Anstrichproben machen und trocknen lassen
  8. Beim richtigen Farbton aufhören

Welche Fassadenfarbe passt zu welchem Untergrund?

Der Untergrund entscheidet immer dabei mit, welche Fassadenfarbe überhaupt verwendbar ist. Nicht jede Farbe eignet sich für jede Oberfläche, darum lohnt es sich, auch an dieser Stelle genauer hinzusehen. Im Zweifelsfall hilft Ihnen die Gebrauchsanweisung beziehungsweise die Produktbeschreibung Ihres Wunschmaterials weiter. Als erste Orientierungshilfe dient Ihnen die folgende Liste:

  • Silikonharzfarben halten auf Gips, Putz, Beton und Faserzement
  • Dispersionssilikatfarben halten auf Leichtbeton, Kalksandstein, Naturstein und Kalkputz
  • Silikatfarben halten auf Faserzement, Kalkputz, Zementputz, Naturstein und Beton
  • Dispersionsfarben halten auf beinahe allen Untergründen, auch auf Gipskarton und Zementfasern

Welche Fassadenfarbe passt zu meinem Haus?

Wussten Sie folgendes?In diesem Abschnitt soll es nicht mehr um das physische Material gehen, sondern um den Farbton. Schließlich spielt die Optik eine bedeutende Rolle, wenn es darum geht, eine Fassade neu zu gestalten. Die wenigsten Hausbesitzer wünschen sich ihre Außenwände heute noch in schlichtem Weiß ohne weitere Kontraste. Immer mehr gestaltungsfreudige Menschen setzen auf einen oder mehrere Trendfarbtöne, um mit ihrer Fassade „up to date“ zu bleiben. Wir stellen Ihnen die schönsten Nuancen vor.

Grautöne

Grau ist alles andere als langweilig, schließlich besitzt dieser Farbton viele Facetten, die es zu erkunden gilt. Vom Reihergrau über das Steingrau bis hin zum Aschgrau, Schiefergrau und Anthrazit ist es ein weiter und spannender Weg. Wer verschiedene Grautöne miteinander kombiniert, der kann im Grunde kaum etwas falsch machen. Insgesamt wirkt eine geschickt gestaltete graue Fassade schick und aufgeräumt.

Erdtöne

Auch die klassischen Erdfarben haben es in sich! Sie wirken warm und natürlich, zudem gibt es sie, wie die Grautöne, in vielen verschiedenen Nuancen. In Kombination mit Holz und Naturstein kommen sie ganz wunderbar zur Geltung! Denken Sie nur an Sandfarbe, roten Ocker, gelben Ocker, Taupe, Lehmfarbe und den freundlichen Eierschalenton. Manch einer setzt dazu noch frische Akzente, zum Beispiel in Smaragdgrün oder Senfgelb. Erlaub ist, was gefällt!

Blautöne

FassadenfarbeBlau ist der Himmel, aber nicht nur er. Ein dunkles Nachtblau hat ebenso seine Berechtigung wie das zarte Blau des Sommerhimmels und ein zurückhaltendes Blau-Grau. Das sanfte Lilablassblau ist an modernen Fassaden ein gern gesehener Gast und auch das kräftige Cyanblau taucht hin und wieder auf. Es gilt die einfache Regel: Je strahlender die Farbe, desto vorsichtiger sollten Sie mit ihr umgehen. Manchmal genügt die eine oder andere kleine Fläche, um für den passenden Flair zu sorgen.

Rottöne

Im Kontrast zu den Blautönen stehen die Rottöne. Wo Blau ein Gefühl von Kälte vermittelt, fühlt sich Rot warm und behaglich an. Das strahlende Primärrot jedoch erscheint an der Fassade als viel zu aggressiv, greifen Sie lieber zu abgetönten Varianten. Ein zartes Rosé wetteifert hier mit dem sonnigen Orangerot und dem sinnlichen Florentiner Rot. Einige Hausbesitzer bringen auch knalliges Pink zu Einsatz, das verströmt Lebenslust!

Denken Sie daran: Weiß und Creme eignen sich stets dazu, Ihre bunten Farben zu begleiten und sie zugleich ein wenig zu bezähmen. Um die richtige Zusammenstellung zu finden, drucken Sie sich einfach ein helles Schwarz-Weiß-Bild Ihres Hauses aus und malen es in den gewünschten Farben an. So erhalten Sie einen guten Eindruck davon, ob Ihr Konzept funktioniert.

Welche Kosten fallen beim Kauf einer Fassadenfarbe an?

Fassadenfarbe kaufenAm besten lassen sich die Preise der handelsüblichen Fassadenfarben miteinander vergleichen, wenn Sie sie auf die Kosten pro Liter herunterrechnen. Dabei lässt sich erkennen, dass bestimmte Materialien deutlich preisgünstiger sind als andere. Natürlich spielen auch die Marke, die Deckkraft und die Strapazierfähigkeit bei der Preisbildung eine große Rolle. Diese Faktoren haben wir in den Preisspannen der folgenden Übersicht berücksichtigt.

  • Reguläre Dispersionsfarbe kostet etwa 4 bis 18 Euro je Liter
  • Dispersionssilikatfarbe kostet etwa 7 bis 16 Euro je Liter
  • Silikatfarbe kostet etwa 7 bis 16 Euro je Liter
  • Silikonharzfarbe kostet etwa 7 bis 20 Euro je Liter
Sie sehen also: Reguläre Dispersionsfarbe kann besonders billig sein, während hochwertige Silikonharzfarben eher das obere Ende der Preisskala in Anspruch nehmen. Gerade im Bereich der Fassadenfarbe sollten Sie besser mehr investieren als zu wenig, weil es hier doch sehr auf Widerstandsfähigkeit und Beständigkeit ankommt.

Gibt es einen Fassadenfarben-Test der Stiftung Warentest?

FragezeichenWir waren für Sie auf den Seiten der Stiftung Warentest unterwegs und konnten leider keinen speziellen Fassadenfarben-Test finden. Allerdings haben die Experten im Sommer 2017 weiße Wandfarben unter die Lupe genommen. Von den 33 geprüften Farben haben nicht alle einen Spitzenplatz verdient, so viel verrät uns der Autor auf der berühmten Testseite. Außerdem fügt er ein paar handfeste Tipps an, die allen dienlich sind, die sich demnächst eine Wandfarbe kaufen möchten. Wer hier klickt, gelangt zu dem entsprechenden Artikel mit den hinter einer Bezahlschranke verborgenen Testergebnissen.

Was sagt Öko Test zum Thema Fassadenfarben-Test?

Das Thema Fassadenfarben scheint für die Profi-Tester einfach zu speziell zu sein, um es direkt aufzugreifen. Auch Öko Test hat noch keinen Fassadenfarben-Test durchgeführt und verlegte sich lieber darauf, Wandfarben im Allgemeinen zu überprüfen. Hier finden Sie beispielsweise hinter der üblichen Bezahlschranke 21 verschiedene Wandfarben im Test, während die Experten sich hier ausschließlich mit grauen Wandfarben beschäftigen. Vielleicht sind die gegen Gebühr abrufbaren Infos für Sie nützlich. Falls nicht, dann informieren wir Sie gern an dieser Stelle, sobald ein professioneller Fassadenfarben Test durchgeführt wurde.

Fassadenfarben-Liste 2019: Finden Sie Ihre beste Fassadenfarbe

PlatzierungProduktDatumPreisShopping
1. WO-WE Nano Fassadenfarbe 01/2019 74,90€ Zum Angebot
2. Caparol ThermoSan Fassadenfarbe 01/2019 149,84€ Zum Angebot
3. Pufas Siliconharzfassadenfarbe 01/2019 64,00€ Zum Angebot
4. Wilckens Fassadenfarbe 01/2019 27,79€ Zum Angebot
5. RyFo Colors Silikonharz Fassadenfarbe 02/2019 17,95€ Zum Angebot
6. Caparol Muresko SilaCryl 01/2019 107,84€ Zum Angebot
Unser Tipp:

Unser Tipp:

  • WO-WE Nano Fassadenfarbe