stern-Nachrichten

Die besten 10 Induktionskochfelder im Vergleich – für schnell zubereitete Speisen – 2018 Test und Ratgeber

Schnelles, komfortables und energieeffizientes Kochen, das verspricht ein Induktionskochfeld. Die innovativen Kochfelder sind äußerlich kaum von einem herkömmlichen Cerankochfeld zu unterscheiden, doch unter der Glaskeramikplatte kommt eine ganz andere Technik zur Anwendung. Kochen mit Induktion bedeutet reaktionsschnelles Kochen wie mit einem Gasherd und nicht umsonst wird heute in der Gastronomie vielfach mit Induktion gekocht. Auch in den Kochstudios der zahlreichen Fernsehköche kommen die praktischen Induktionskochfelder zum Einsatz.

Wer sich für das Kochen interessiert, kommt heute also nicht mehr an einem Induktionskochfeld vorbei. Doch was macht das Kochen mit Induktion so besonders, wie funktioniert Induktion und was unterscheidet ein Induktionskochfeld von einem herkömmlichen Cerankochfeld? Diese und viele weitere Fragen beantworten wir Ihnen in unserem umfangreichen Ratgeber auf STERN.de und außerdem stellen wir Ihnen die Testsieger aus dem Induktionskochfeld Test der Stiftung Warentest vor.

Die 4 besten Induktionskochfelder im großen Vergleich auf STERN.de

AEG HK634250XB Induktionskochfeld
Hersteller
AEG
Maße
57,6 x 51,6 x 5,5 cm
Gewicht
12,16 kg
Spannung
220-240 Volt
Anschlusswert
7400 Watt
Autarkes Kochfeld
Anzahl Heizelemente
4
Automatische Topferkennung
Restwärmeanzeige
Kindersicherung
Farbe
schwarz mit Edelstahlrahmen
Zum Angebot
Preisvergleich ca.
289€
ca.
346€
Neff TBT1676N
Hersteller
Neff
Maße
51,3 x 58,3 x 4,8 cm
Gewicht
k. A.
Spannung
220-240 Volt
Anschlusswert
7500 Watt
Autarkes Kochfeld
Anzahl Heizelemente
4
Automatische Topferkennung
Restwärmeanzeige
Kindersicherung
Farbe
schwarz
Zum Angebot
Preisvergleich ca.
299€
ca.
261€
K&H Domino Induktionskochfeld
Hersteller
K&H
Maße
51 x 29,5 x 5,7 cm
Gewicht
5 kg
Spannung
220 Volt
Anschlusswert
3400 Watt
Autarkes Kochfeld
Anzahl Heizelemente
2
Automatische Topferkennung
Restwärmeanzeige
Kindersicherung
Farbe
schwarz
Zum Angebot
Preisvergleich ca.
120€
ca.
117€
Bosch Serie 6 PIE631FB1E Einbau-Induktionskochfeld
Hersteller
Bosch
Maße
59,2 x 52,2 x 5,1 cm
Gewicht
12 kg
Spannung
220 Volt
Anschlusswert
7400 Watt
Autarkes Kochfeld
Anzahl Heizelemente
4
Automatische Topferkennung
Restwärmeanzeige
Kindersicherung
Farbe
schwarz
Zum Angebot
Preisvergleich ca.
361€
ca.
352€
Abbildung
Modell AEG HK634250XB Induktionskochfeld Neff TBT1676N K&H Domino Induktionskochfeld Bosch Serie 6 PIE631FB1E Einbau-Induktionskochfeld
Hersteller
AEG Neff K&H Bosch
Maße
57,6 x 51,6 x 5,5 cm 51,3 x 58,3 x 4,8 cm 51 x 29,5 x 5,7 cm 59,2 x 52,2 x 5,1 cm
Gewicht
12,16 kg k. A. 5 kg 12 kg
Spannung
220-240 Volt 220-240 Volt 220 Volt 220 Volt
Anschlusswert
7400 Watt 7500 Watt 3400 Watt 7400 Watt
Autarkes Kochfeld
Anzahl Heizelemente
4 4 2 4
Automatische Topferkennung
Restwärmeanzeige
Kindersicherung
Farbe
schwarz mit Edelstahlrahmen schwarz schwarz schwarz
Preisvergleich Zum Angebot Zum Angebot Zum Angebot Zum Angebot
ca.
289€
ca.
346€
ca.
299€
ca.
261€
ca.
120€
ca.
117€
ca.
361€
ca.
352€

Weitere praktische Produkte für die Küche im großen Vergleich auf STERN.de

DunstabzugshaubeBackofenDampfgarerGeschirrspülerTopfsetPfannen

1. AEG HK634250XB Induktionskochfeld

Das AEG HK634250XB Induktionskochfeld ist ein reaktionsschnelles Kochfeld, dass die Hitze direkt im Topfboden erzeugt. Das Induktionskochfeld verfügt über 4 Kochfelder und eine Mehrzweck-Kochzone, auf der Sie auch Bräter und andere Spezialtöpfe verwenden können.

Mithilfe der praktischen Stop-and-Go Funktion können Sie den Garvorgang jederzeit unterbrechen. Wird die Funktion aktiviert, schaltet die Kochzone in den Modus Warmhalten, bis Sie sie wieder deaktivieren.
Das AEG HK634250XB Induktionskochfeld verfügt über eine Kindersicherung, eine Verriegelungsfunktion, eine Abschaltautomatik, einen Kurzzeitwecker und eine Restwärmeanzeige. Die Ansteuerung erfolgt über touchControl Berührungssensoren und zur Eingabebestätigung ertönt ein Signalton. Bei dem Kochfeld handelt es sich um ein autarkes Kochfeld mit obenliegenden Bedienelementen.

2. Neff TBT1676N

Das Neff TBT1676N Induktionskochfeld ist mit 4 Kochzonen ausgestattet und auf der Zweikreis-Kochzone finden auch große Töpfe wie Bräter Platz. Das Kochfeld ist autark und bietet insgesamt 17 Leistungsstufen. Jede Kochzone ist mit einer zweistufigen Restwärmeanzeige und einer Warmhaltefunktion ausgestattet.

Um ein versehentliches Verstellen der Einstellungen zu verhindern, können die Funktionen des Kochfelds durch einen Tastendruck für 20 Sekunden gesperrt werden. Diese Wischschutzfunktion ermöglicht es, das Kochfeld während des Kochens schnell abzuwischen, ohne dass etwas verstellt wird.
Das Neff TBT1676N Induktionskochfeld ist ausgestattet mit einer Stoppuhr und einem Timer und die Ein-Knopf-Bedienung macht es besonders leicht, die gewünschten Einstellungen vorzunehmen. Alle Kochstufen werden digital angezeigt und das Induktionskochfeld verfügt über eine Sicherheitsabschaltung und eine Kindersicherung.

3. K&H Domino Induktionskochfeld

Das K&H Domino Induktionskochfeld ist ein autarkes Kochfeld mit zwei Heizelementen. Das Kochfeld bietet insgesamt 17 Leistungsstufen und es ist geeignet für Töpfe mit einem Durchmesser von 12 bis 26 cm.

Das K&H Domino Induktionskochfeld ist sowohl einbaufähig als auch frei stellbar. Für einen sicheren Stand verfügt es über Gummifüße, die bei einem Einbau abgenommen werden können.
Jede Kochzone des K&H Domino Induktionskochfelds ist mit einer Digitalanzeige und einer Timerfunktion von 0 bis 99 Minuten ausgestattet. Das Kochfeld verfügt außerdem über eine Kindersicherung, eine Restwärmeanzeige und einen Sicherheitsschalter zum Schutz vor Überhitzung.

4. Bosch Serie 6 PIE631FB1E Einbau-Induktionskochfeld

Das Bosch Serie 6 PIE631FB1E Einbau-Induktionskochfeld verfügt über 4 Highspeed Glaskeramik Kochzonen. Das autarke Kochfeld hat 17 verschiedene Leistungsstufen, die über die DirectSelect Bedienung schnell und bequem für jede einzelne Kochzone angewählt werden können.

Jede der vier Kochzonen verfügt über eine PowerBoost-Funktion, die für eine kürzere Ankochzeit mit 50 % mehr Leistung sorgt.
Das Bosch Serie 6 PIE631FB1E Einbau-Induktionskochfeld ist ausgestattet mit einer Digitalanzeige, reStart, Quickstart, je einem Timer mit Abschalt-Funktion pro Kochzone und einem Kurzzeitwecker.

5. AEG HKA8540IND Einbaukochfeld

Das AEG HKA8540IND Einbaukochfeld ist ein autarkes Induktionskochfeld und es verfügt über 4 Kochzonen, die durch die innovative MaxiSense Technologie optimal an die Größe und Form der verwendeten Pfannen und Töpfe angepasst werden. So können auch große Bräter problemlos genutzt werden.

Das Induktionskochfeld kann über die Hob²Hood-Funktion mit einer entsprechend ausgestatteten Dunstabzugshaube verbunden werden und das Gebläse beziehungsweise die Beleuchtung werden je nach Kochvorgang automatisch eingeschaltet.
Das AEG HKA8540IND Einbaukochfeld ist mit einem Öko-Timer, einem CountUp-Timer und einem Kurzzeitwecker ausgestattet. Es hat eine Stop-and-Go Funktion, eine 3-stufige Restwärmeanzeige, eine leistungsabhängige Abschaltautomatik, eine Verriegelungsfunktion und eine Kindersicherung.

6. Bauknecht CTAI 9640 IN Induktions Kochfeld

Das Bauknecht CTAI 9640 IN Induktions Kochfeld hat 4 Kochzonen auf einer einfach zu reinigenden Glaskeramikfläche. Für jede Kochzone kann die gewünschte Kochzeit einzeln eingestellt werden und nach Ablauf der voreingestellten Zeit schaltet sich die Kochzone automatisch ab.

Alle 4 Kochzonen sind mit einer Booster Funktion gestattet, durch die sie in Sekundenschnelle auf die benötigte Temperatur gebracht werden.
Für jede Kochzone ist eine Digitalanzeige verfügbar und die Bedienung erfolgt ganz einfach durch die Direct-Touch-Control-Steuerung. Die Bedienelemente sind gut erreichbar vorn angeordnet und die Kochfläche verfügt über eine Kindersicherung.

7. AEG HKA6325IND Einbaukochfeld

Das AEG HKA6325IND Einbaukochfeld verfügt über 4 Induktionskochzonen, von denen eine als Mehrzweck-Kochstelle konzipiert ist, die auch Platz für Bräter oder andere große Kochtöpfe bietet. Das Induktionskochfeld hat eine automatische Topferkennung und stellt sich dadurch optimal auf das Kochgeschirr ein.

Wird die Power Funktion aktiviert, erhalten die Induktionskochzonen sehr viel Energie und ein Liter kaltes Wasser kann innerhalb von zwei Minuten zum Kochen gebracht werden.
Das AEG HKA6325IND Einbaukochfeld ist sehr reaktionsschnell und es ist mit einer elektronischen Anzeige für jede einzelne Kochzone ausgestattet. Über die praktische Stop-and-Go Funktion kann es jederzeit aus- und wieder eingeschaltet werden und ein Kurzzeitwecker und eine Restwärmeanzeige sorgen für weiteren Komfort beim Kochen. Das autarke Induktionskochfeld ist außerdem mit einer Verriegelungsfunktion, einer leistungsabhängigen Abschaltautomatik und einer Kindersicherung ausgestattet.

8. Siemens EX645FXC1E iQ700 Kochfeld

Das autarke Siemens EX645FXC1E iQ700 Kochfeld bietet vier Induktions-Kochzonen, die jeweils mit einer PowerBoost-Funktion ausgestattet sind. Für viel Komfort beim Kochen sorgen 17 Leistungsstufen sowie eine quickStart- und eine reStart-Funktion.

Die Temperatur wird mithilfe der touchSlider-Bedienung durch Antippen oder Entlangstreichen eingestellt. Dadurch können Sie das Kochfeld mit nur einem Finger steuern.
Die varioInduktion der Kochfelder sorgt dafür, dass Sie die unterschiedlichsten Töpfe und Pfannen auf dem Siemens EX645FXC1E iQ700 Kochfeld nutzen können. Das Kochgeschirr kann im gesamten Bereich der Kochzonen beliebig platziert werden. Das Induktionskochfeld verfügt außerdem über eine Energieverbrauchsanzeige, eine 2-stufige Restwärmeanzeige für jede Kochzone, eine Kindersicherung und eine Abschaltautomatik.

9. Neff TBT5820N Autarkes Kochfeld

Das Neff TBT5820N Kochfeld ist ein autarkes Induktionskochfeld, das über drei Kochzonen und eine Flexzone verfügt. Dank der Topferkennung bietet es so den optimalen Platz für jede Art von Kochgeschirr. 17 Leistungsstufen und eine digitale Anzeige der Kochstufen machen das Kochen besonders komfortabel und einfach.

Das Induktionskochfeld verfügt über zwei spezielle Powerstufen, einmal für Töpfe und einmal für Pfannen. Die Powermove Funktion ermöglicht es außerdem, die Flexzone automatisch in drei Heizzonen aufzuteilen. So können Sie das Kochgeschirr einfach von vorne nach hinten schieben, um zu kochen, zu köcheln oder warm zu halten.

Das Neff TBT5820N Kochfeld ist ausgestattet mit einer Kindersicherung und einer automatischen Sicherheitsabschaltung und es verfügt über eine 2-stufige Restwärmeanzeige, einen CountUp Timer, einen Kurzzeitwecker und eine Laufzeitanzeige.

10. Sharp KH-6I19FT00-EU Induktionskochfeld

Das Sharp KH-6I19FT00-EU Induktionskochfeld hat vier Kochzonen, die jeweils mit einem InductionBoost ausgestattet sind, der für maximale Leistung innerhalb von wenigen Sekunden sorgt. Dadurch werden ein schnelles Erhitzen und eine kürzere Kochzeit gewährleistet.

Eine AutoHeatSteuerung sorgt dafür, dass die optimale Temperatur für die gängigsten Kochvorgänge wie Kochen, Braten oder Warmhalten mit nur einem Knopfdruck eingestellt werden kann.

Das Sharp KH-6I19FT00-EU Induktionskochfeld verfügt über eine Stop-and-Go Funktion und bedienungsfreundliche Sensortasten. Es ist mit einer Tastensperre, einem Überhitzungsschutz, einer automatischen Abschaltung und einer Kindersicherung sowie einer Restwärmeanzeige ausgestattet.

Was ist ein Induktionskochfeld?

AEG InduktionskochfeldEin Induktionskochfeld ist ein Kochfeld, das entweder freistehend oder als Einbau in einem Herd verwendet werden kann. Auf den ersten Blick unterscheidet sich ein Induktionskochfeld kaum von einem modernen Glaskeramikkochfeld und optisch lassen sich ein herkömmliches Cerankochfeld und ein Induktionskochfeld leicht verwechseln. Grund dafür ist, dass beide Kochfelder mit einer Oberfläche aus Glaskeramik ausgestattet sind. Im ausgeschalteten Zustand lässt sich daher oft kein Unterschied feststellen. Die Technik, die bei einem Induktionskochfeld unter der Glaskeramikoberfläche steckt, unterscheidet sich jedoch grundlegend von der Technik, die bei einem herkömmlichen Glaskeramikkochfeld zur Anwendung kommt. In unserem Ratgeber auf STERN.de werfen wir daher zunächst einen Blick auf die Funktionsweise des Induktionskochfelds.

So funktioniert das Kochen mit Induktion

Wie auch ein herkömmlicher Elektroherd oder ein Glaskeramikkochfeld wird ein Induktionskochfeld mit Strom betrieben. Doch damit enden die Gemeinsamkeiten, denn die Art und Weise wie die Speisen erhitzt werden, unterscheidet sich grundlegend. Ob altmodischer Elektroherd oder Glaskeramikkochfeld, bei beiden kommen Heizspiralen oder Infrarot Heizelemente zum Einsatz, die die Kochzone oder die Kochplatte aufheizen. Stellen Sie nun einen Topf oder eine Pfanne auf die heiße Kochplatte, wird die Hitze an das Kochgeschirr weitergegeben und die Speisen im Topf werden erhitzt.

Ganz anders arbeitet das Induktionskochfeld. Bei der Induktion wird nicht mit Heizelementen gearbeitet und das Kochgeschirr wird nicht über eine heiße Kochplatte erhitzt, sondern unter den einzelnen Kochzonen befinden sich sogenannte Induktionsspulen. Sie erhitzen nicht das Kochfeld, sondern nur das Kochgeschirr, das auf das Kochfeld gestellt wird, sodass die Glaskeramikplatte selbst, abgesehen von der Strahlungswärme des erhitzten Kochgeschirrs, kalt bleibt. Anders als bei den herkömmlichen Elektrokochfeldern wird beim Induktionskochfeld also nicht der Umweg über eine heiße Kochplatte genommen, um Topf und Speisen zu erhitzen, sondern die Wärme geht direkt von der Induktionsspule in den Topfboden und die Glaskeramikfläche dient in erster Linie als Stellfläche für das Kochgeschirr.

Dadurch, dass bei einem Induktionskochfeld nicht erst eine Kochplatte oder ein Kochfeld erhitzt werden müssen, sondern die Hitze direkt ohne Umwege an das Kochgeschirr weitergegeben wird, arbeitet das Induktionskochfeld zum einen deutlich energieeffizienter und zum anderen auch wesentlich schneller als ein konventionelles Kochfeld.

autarkes KochfeldDoch wie funktioniert das Induktionskochfeld nun genau? Dahinter steckt natürlich das physikalische Prinzip der Induktion und wir erklären auch für Physikmuffel verständlich, wie das Induktionskochfeld genau funktioniert.

Wie bereits erwähnt befindet sich unter der Glaskeramikfläche eine Spule. Wird der Strom eingeschaltet, entsteht dort ein Magnetfeld. Dieses Magnetfeld für sich allein hat keine Temperatur und es ist unsichtbar. Es reagiert jedoch mit bestimmten Stoffen wie beispielsweise einigen Metallen. Das Magnetfeld, das unter der Glaskeramikplatte durch die Spule erzeugt wird, breitet sich durch die Platte hindurch aus. Auf die Glaskeramikplatte selbst hat es keinerlei Auswirkung und daher bleibt die Platte kalt. Stellen Sie jedoch einen Topf oder eine Pfanne über der Spule auf die Glaskeramikplatte, reagiert der Topfboden mit dem Magnetfeld. Die freien Elektronen im Topfboden werden durch das Magnetfeld in Bewegung versetzt. Genauer gesagt beginnen die einzelnen Elektronen, sich durch das Magnetfeld in einer kreisförmigen Rotation zu bewegen und diese Bewegung wird in der Physik als Wirbelstrom bezeichnet. Durch die Wirbelströme entsteht Wärme und diese Wärme erhitzt den Topf, wodurch wiederum die Speisen erhitzt werden. Damit dieses Prinzip bei einem Induktionskochfeld zuverlässig wirkt, muss spezielles Kochgeschirr verwendet werden, dessen Material mit dem Magnetfeld der Spule reagiert.

Für ein Induktionskochfeld geeignete Töpfe und Pfannen reagieren nicht nur mit dem Magnetfeld, sie ziehen das Magnetfeld aktiv an und sorgen so dafür, dass die Magnetstrahlen im Topfboden ankommen und nicht an den Seiten vorbeistreichen.

Die Geschichte des Induktionskochfeldes

Die Funktion des Induktionskochfeldes beruht also auf einem physikalischen Prinzip. Entdeckt wurde das Prinzip der Induktion bereits im Jahr 1831 durch den englischen Physiker Michael Faraday. Er fand heraus, dass Magnetfelder in der Lage sind, in gewissen Metallen Wirbelströme zu erzeugen und dass dadurch Energie in Form von Wärme entsteht. Bei den Metallen, bei denen diese Wirbelströme durch Magnetfelder erzeugt werden können, handelt es sich um sogenannte ferromagnetische Metalle. Dazu gehören beispielsweise Nickel, Kobalt oder Eisen. Michael Faradays Entdeckung der elektromagnetischen Induktion hatte jedoch nichts mit dem Kochen zu tun, sondern der Naturforscher Faraday, der im Jahr 1833 zum Fuller-Professor für Chemie ernannt wurde, war einer der wichtigsten Experimentalphysiker und er führte viele Untersuchungen und Experimente rund um die Elektrizität und den Magnetismus durch.
Findige Tüftler begannen jedoch schnell damit, Geräte zu entwerfen, die die Induktion zum Kochen verwenden. So sind bereits vom Anfang des 20. Jahrhunderts aus England erste Patente für Kochherde bekannt, die nach dem Induktionsprinzip arbeiteten. Auf dem World's Fair in Chicago im Jahr 1933 wurde ein Induktionsherd vorgestellt und Mitte der 1950er Jahre verblüffte die amerikanische Firma Frigidaire auf einer Tour durch die Vereinigten Staaten ihr Publikum damit, dass eine bei einem Induktionsherd zwischen Kochplatte und Topf platzierte Zeitung kein Feuer fing, obwohl das Wasser im Topf zum Kochen gebracht wurde. Keines der Geräte brachte es jedoch zu einer Serienreife.

Zu Beginn der 1970er Jahre stellte der amerikanische Westinghouse Konzern Induktionsherde her, doch aufgrund des sehr hohen Anschaffungspreises von Herd und passendem Kochgeschirr, der umgerechnet auf heutige Maßstäbe bei mehr als 8.000 US Dollar lag, verkauften sich die Geräte kaum. Etwa ab Ende der 1970er Jahre begannen Induktionsherde dann vor allem in Frankreich die Großküchen zu erobern und auch heute noch wird in der professionellen Gastronomie viel mit Induktion gekocht. Lange Zeit blieb der Induktionsherd jedoch ein teurer Ausnahme-Herd für Kochprofis, doch langsam aber sicher halten die Induktionskochfelder auch in die Küchen der Privathaushalte mehr und mehr Einzug. Vor allem der hohe Preis war es, der Verbraucher abschreckte, zu einem Induktionskochfeld zu wechseln und durch den Kauf von passenden Kochgeschirr entstehen bei der Umstellung auf Induktion weitere Kosten.

Viele Faktoren wie beispielsweise die Globalisierung, der technische Fortschritt und verbesserte Herstellungsprozesse haben die Preise für Induktionskochfelder inzwischen jedoch deutlich sinken lassen, auch wenn sie noch immer über den Preisen für herkömmliche Kochfelder liegen. Den höheren Anschaffungskosten steht jedoch sowohl eine Zeitersparnis als auch eine wesentlich bessere Energieeffizienz gegenüber und auch das Kochen wird durch Induktion erleichtert, da die Temperatur wesentlich besser reguliert werden kann..

Die Franzosen sind auch heute noch Spitzenreiter, was den Verkauf von Induktionskochflächen angeht. Der Marktanteil von Induktionskochfeldern betrug im Jahr 2017 bei allen neu angeschafften Kochfeldern in Frankreich mehr als 55 %.

Fragen und Antworten rund um das Induktionskochfeld

Trotz der optischen Ähnlichkeit zu einem herkömmlichen Glaskeramikkochfeld unterscheidet sich ein Induktionskochfeld also sehr stark von einem herkömmlichen Elektroherd mit Heizelementen. Durch die innovative Technik bringt das Induktionskochfeld dabei sehr viele Vorteile mit sich.

  • Induktionskochfelder sind sehr energieeffizient und sparen Stromkosten ein
  • Ein Induktionskochfeld ist deutlich reaktionsschneller als ein herkömmliches Kochfeld
  • Mit einem Induktionskochfeld können Sie die Temperatur beim Kochen sehr genau regeln
  • Das Induktionskochfeld ist sehr sicher, da es nicht heiß wird
  • Induktionskochfelder lassen sich leicht reinigen und es brennt nichts ein
  • Für ein Induktionskochfeld fallen hohe Anschaffungskosten an
  • Das Kochgeschirr muss in den meisten Fällen ausgetauscht werden
  • Der Induktionsherd befindet sich bei Nichtgebrauch im Standby-Modus und verbraucht eine geringe Menge Strom

Domino InduktionskochfeldTrotz der unbestrittenen Vorteile hat es das Induktionskochfeld jedoch nicht leicht, sich in deutschen Küchen zu etablieren und es gibt immer noch eine Menge Fragen rund um das Induktionskochfeld. Die wichtigsten davon wollen wir für Sie hier auf STERN.de beantworten.

  • Was ist ein autarkes Kochfeld?
    Wenn Sie ein Induktionskochfeld kaufen möchten, werden Sie schnell über den Begriff autarkes Kochfeld stolpern. Es handelt sich dabei um ein Kochfeld, das nicht von einem darunter eingebauten Herd gesteuert wird. Während die meisten herkömmlichen Cerankochfelder direkt mit dem Backofen verbunden sind, ist dies bei einem autarken Kochfeld nicht der Fall. Es kann darunter ein Backofen eingebaut werden, das autarke Kochfeld kann aber auch völlig unabhängig von einem Ofen installiert werden.
  • Kann ich ein Induktionskochfeld bei einem Einbauherd nachrüsten?
    Haben Sie Ihren Küchenherd bisher mit einem herkömmlichen Glaskeramikfeld genutzt, können Sie in den meisten Fällen ein Induktionskochfeld nachrüsten. Insbesondere bei autarken Kochfeldern ist das kein Problem, doch Sie müssen sicherstellen, dass Sie den Backofen ebenfalls autark, also unabhängig vom Kochfeld, nutzen können. Ist das nicht der Fall, können Sie für einige moderne Backofenmodelle auch ein kompatibles, nicht autarkes Induktionskochfeld kaufen.
Beabsichtigen Sie, sowohl ein neues Kochfeld als auch einen neuen Backofen zu kaufen, sollten Sie beim Kauf darauf achten, dass beide Geräte autark betrieben werden können. Geht eine der beiden Komponenten kaputt, können Sie einfach ein neues Gerät Ihrer Wahl nachkaufen.
  • Welches Kochgeschirr brauche ich für ein Induktionskochfeld?
    Nicht jeder Topf oder jede Pfanne ist für die Nutzung mit einem Induktionskochfeld geeignet. Prinzipiell lassen sich eine Vielzahl von Metalltöpfen oder Töpfen, die eine elektrische Leitfähigkeit haben, mit einem Induktionskochfeld verwenden. Die besten Ergebnisse erzielen Sie jedoch mit Kochgeschirr mit einem ferromagnetischen Boden, der das Magnetfeld anzieht. Nicht geeignet für die Benutzung mit einem Induktionskochfeld sind Töpfe und Pfannen aus
  • Aluguss
  • Aluminium
  • Edelstahl
  • Kupfer

Gut geeignet sind hingegen Töpfe und Pfannen aus

  • Stahlemaille
  • Eisen
  • Gusseisen

Induktionstaugliches Kochgeschirr ist in der Regel am Boden mit einem Symbol gekennzeichnet. Dieses Symbol zeigt ein Quadrat, in dessen Inneren drei Drahtwendel einer Spule zu sehen sind.

Ob Ihr altes Kochgeschirr für die Nutzung mit einem Induktionskochfeld geeignet ist, können Sie ganz einfach selbst herausfinden. Nehmen Sie einen Magneten und testen Sie, ob er an dem Boden von Pfannen und Töpfen haften bleibt. Ist das der Fall, können Sie Ihr altes Kochgeschirr auf jeden Fall mit einem Induktionskochfeld nutzen.
  • Was ist der Unterschied zwischen einem Glaskeramik-Kochfeld und einem Cerankochfeld?
    Die Oberfläche eines Induktionskochfelds ist oft eine Glaskeramik- oder Ceranoberfläche. Es handelt sich bei beiden um das gleiche Material, ein Glas, das durch einen speziellen Herstellungsprozess einen besonderen kristallinen Zustand erhält. Ceran ist also kein anderes Material als Glaskeramik, sondern vielmehr der Markenname eines Herstellers von Glaskeramikfeldern, der sich ähnlich wie Tempo für verschiedene Papiertaschentücher als allgemeine Bezeichnung für den Werkstoff Glaskeramik durchgesetzt hat.
  • Besteht die Oberfläche eines Induktionskochfelds immer aus Glaskeramik?
    Die Oberfläche eines Induktionskochfeldes muss aus einem Material bestehen, auf das das Magnetfeld der Induktionsspule keine Auswirkungen hat, damit es nicht heiß wird. Zugleich muss das Magnetfeld das Material durchdringen können, um mit dem Topfboden reagieren zu können. Glaskeramik eignet sich sehr gut als Oberfläche für ein Induktionskochfeld, da es beide Anforderungen erfüllt. Induktionskochfelder sind daher in aller Regel mit einer Oberfläche aus Glaskeramik ausgestattet. Theoretisch ist es jedoch auch möglich, beispielsweise Naturstein oder andere Materialien zu verwenden.
  • Wie viel Watt sollte das Induktionskochfeld haben?
    Die meisten Induktionskochfelder haben eine Leistung zwischen 2 und 4 kW. Wird die Boosterfunktion genutzt, kann kurzzeitig auch eine Leistungsspitze von bis zu 7,5 kW erreicht werden. Wie viel Watt Ihr Induktionskochfeld haben sollte, hängt maßgeblich von der Nutzung ab. Für einen privaten Hobbykoch sind in aller Regel 2 bis 2,5 kW ausreichend, während in der professionellen Gastronomie oftmals Induktionskochfelder mit einer Leistung von bis zu 4 kW zum Einsatz kommen.
  • Was für ein Stromanschluss brauche ich für ein Induktionskochfeld?
    Ob Starkstrom erforderlich ist oder ob das autarke Induktionskochfeld an eine herkömmliche Steckdose angeschlossen werden kann, ist von Gerät zu Gerät unterschiedlich. Beachten Sie hier bitte die Angaben in der Bedienungsanweisung. Viele moderne Induktionskochfelder lassen sich einfach an eine herkömmliche Steckdose anschließen. Sie verfügen über einen ganz normalen Schuko-Stecker und müssen nur in die Steckdose eingesteckt werden. Sollte ein Starkstromanschluss erforderlich sein, sollten Sie die Arbeiten auf jeden Fall einem Profi überlassen, da ein Stromschlag tödliche Folgen haben kann. Ein nicht autarkes Induktionskochfeld muss direkt an einen kompatiblen Herd angeschlossen werden. Auch diese Arbeiten sollten Sie einem Fachmann überlassen.
  • Was ist eine automatische Topferkennung?
    Viele moderne Induktionskochfelder verfügen über eine sogenannte Topferkennung. Dabei wird das Kochfeld erst dann aktiviert, wenn Sie einen induktionsfähigen Kochtopf darauf stellen. Nehmen Sie den Topf von dem Kochfeld herunter, schaltet sich das Kochfeld wieder aus.
  • Was ist ein Powerboost?
    Ein Powerboost oder eine Boost Funktion lässt sich bei vielen modernen Induktionskochfeldern einschalten, wenn das Erhitzen besonders schnell gehen soll. Diese Funktion eignet sich beispielsweise zum scharfen Anbraten und schaltet sich meist nach einer gewissen Zeit selbst wieder aus.
  • Gehen von einem Induktionskochfeld gesundheitliche Gefahren aus?
    Generell ist ein Induktionskochfeld sehr sicher, da es beispielsweise eine wesentlich geringere Gefahr mit sich bringt, sich an der heißen Herdplatte zu verbrennen. Es gibt jedoch zwei Personengruppen, die bei der Nutzung eines Induktionskochfeldes besondere Vorsicht walten lassen sollten:
  1. Patienten mit einem Herzschrittmacher
  2. Schwangere

Die Magnetstrahlen, die nicht vom Topf aufgenommen werden, sind durchaus in der Lage, den Körper zu durchdringen und sie können die Zellen negativ beeinflussen. Moderne Induktionskochfelder sind daher so ausgestattet, dass eine möglichst geringe Abstrahlung stattfindet und die europäischen Grenzwerte eingehalten werden. Personen, die einen Herzschrittmacher oder ein anderes elektronisches Implantat haben, sollten jedoch vorsichtshalber mit Ihrem Arzt Rücksprache halten, da ein störempfindliches Implantat durchaus durch elektromagnetische Strahlung beeinflusst werden kann. Schwangere sollten bei der Nutzung eines Induktionskochfeldes einen Abstand von etwa 15 cm zum Kochfeld halten.

Schwangere Frauen, die berufsbedingt viel Kontakt mit einem Induktionskochfeld haben wie beispielsweise Köchinnen, sollten Rücksprache mit Ihrem Arzt halten und sich gegebenenfalls während der Schwangerschaft von den Geräten fernhalten. Eine Schädigung des ungeborenen Kindes oder der werdenden Mutter ist wissenschaftlich nicht nachgewiesen, lässt sich jedoch nach dem bisherigen Wissensstand auch nicht ausschließen.

Ausstattung eines modernen Induktionskochfeldes

Induktionskochfeld VergleichEin modernes Induktionskochfeld ist mit vielen Ausstattungsmerkmalen versehen, die auch für Hobbyköche das Kochen noch einfacher und komfortabler machen. Die wichtigsten Ausstattungsmerkmale stellen wir Ihnen hier auf STERN.de vor.

Bedienelemente
Die Bedienung ist bei vielen Induktionskochfeldern über eine Touch Elektronik möglich. Die Bedienelemente sind dabei direkt auf dem Glaskeramikfeld angebracht. Oft lassen sich alle notwendigen Einstellungen mit nur einem Finger vornehmen und besonders praktisch und beliebt ist die Slider-Bedienung, bei der Sie mit dem Finger nur über ein Feld fahren müssen, um die gewünschte Temperatur einzustellen. Bei besonders hochwertigen Induktionskochfeldern finden Sie sogar ein vollwertiges Touch-Display, auf dem Sie alle Einstellungen vornehmen können. Andere Induktionskochfelder haben Bedienknöpfe, die sich aus Sicherheitsgründen oder für eine leichte Reinigung abnehmen erlassen.

Timer
Timer Funktionen gehören zur Grundausstattung jedes Induktionskochfeldes. Bei vielen Modellen werden verschiedene Timer wie beispielsweise eine Stoppuhr, eine Countdown Funktion, eine CountUp Funktion oder ein Kurzzeitwecker angeboten. Viele Timer verfügen außerdem über eine Ausschaltfunktion und schalten die Induktionskochplatte nach Ablauf der eingestellten Zeit automatisch aus.

Automatik Kochzonen
Automatik Kochzonen sind oft mit einer Ankochfunktion ausgestattet. Nachdem Ankochen oder Anbraten auf hoher Stufe wird die Temperatur automatisch wieder heruntergeregelt. Ähnlich arbeiten Bratsensoren und Kochsensoren, die bei entsprechender Einstellung die Temperatur an den Koch- oder Bratvorgang anpassen.

Warmhaltefunktion
Müssen die Speisen nach der Zubereitung noch eine Weile warm gehalten werden, steht dafür bei vielen Induktionskochfeldern eine Warmhaltefunktion zur Verfügung. Bei niedriger Temperatur kann der Topf einfach auf einer Kochzone geparkt werden und das Essen bleibt warm, ohne zu zerkochen. Die niedrigen Temperaturen der Warmhaltefunktion eignen sich auch gut für das Schmelzen von Schokolade oder das Zerlassen von Butter oder andere Kochvorgänge, bei denen eine niedrige Temperatur benötigt wird.

Booster Funktion
Booster Funktionen sorgen dafür, dass das Induktionskochfeld temporär mit mehr Power und Leistung arbeitet. Dadurch wird beispielsweise das Ankochen oder Anbraten erleichtert und Sie können viel Zeit einsparen, denn auch größere Mengen Flüssigkeit können durch die Booster Funktion schneller erhitzt und zum Kochen gebracht werden.

Move Funktion
Dank der praktischen Move Funktion können Sie eine Flächeninduktionskochzone in drei Temperaturbereiche aufteilen. Nach dem scharfen Anbraten oder Ankochen mit hoher Temperatur in der vorderen Zone können Sie den Topf in die Mitte schieben, wo die Speisen bei mittlerer Temperatur gegart werden und schließlich ganz nach hinten schieben, wo sie bei niedriger Temperatur warm gehalten werden. Dank der automatischen Topferkennung arbeitet bei der Move Funktion immer nur der Bereich, auf dem sich der Topf befindet.

Restwärmeanzeige
Auch wenn das Glaskeramikfeld durch die Induktion selbst nicht erwärmt wird, erhitzt es sich durch den darauf stehenden heißen Topf. Die Restwärmeanzeige zeigt Ihnen an, ob die Fläche noch heiß ist und ob ein Verbrennungsrisiko besteht.

reStart oder Stop & Go
Das Telefon klingelt, die Kinder rufen oder es ist jemand an der Tür und Sie möchten den Kochvorgang kurz unterbrechen? Mit einer reStart oder Stop & Go Funktion ist das kein Problem, denn Sie können jede einzelne Kochzone mit einem Fingerdruck in Standby versetzen. Mit einem weiteren Fingerdruck wird der Kochvorgang mit den vorherigen Einstellungen fortgesetzt. Diese Funktion ist auch zur schnellen Reinigung zwischendurch gut geeignet, um das Induktionskochfeld kurz auszuschalten, wenn beispielsweise etwas übergekocht ist und Sie schnell über das Kochfeld wischen möchten.

Kindersicherung
Eine Kindersicherung verhindert, dass neugierige Kinderhände das Induktionskochfeld einschalten oder die vorgenommenen Einstellungen verändern. Bei modernen Induktionskochfeldern ist es meist ausreichend, einen Sensor einmal zu drücken, um die Kindersicherung ein- und auszuschalten.

Topferkennung
Die Topferkennung erkennt, wenn ein Topf auf die Kochzone gestellt wird und schaltet sich bei entsprechender Voreinstellung nach Bedarf an oder aus. Mit diesem Prinzip arbeitet beispielsweise die Move Funktion, bei der Sie den Topf auf einer Flächeninduktionskochzone in verschiedenen Temperaturbereichen platzieren können. Die Topferkennung führt bei einigen Modellen auch dazu, dass Sie die Kochzonen nicht mehr manuell aktivieren müssen.

Topfgrößenerkennung
Mithilfe der Topfgrößenerkennung wird die Größe des Kochgeschirrs erkannt und das Magnetfeld wird innerhalb der auf dem Cerankochfeld markierten Kochzone nur dort aktiviert, wo das Kochgeschirr steht. Oft sind die Kochzonen auf dem Ceranfeld zu diesem Zweck mit einem Kreuz versehen, auf dem das Kochgeschirr mittig platziert werden sollte. Durch die Anpassung der Kochzone an die Topfgröße wird die Energie sehr effizient genutzt.

Alternativen zum Induktionskochfeld

Ein Induktionskochfeld ist ohne Frage modern, innovativ und mit vielen Vorteilen ausgestattet. Ein herkömmliches Glaskeramikkochfeld mit Infrarot Heizelementen oder gar ein altmodischer Plattenherd mit Heizspiralen können dem Induktionskochfeld weder hinsichtlich der Energieeffizienz noch der Reaktionsschnelligkeit das Wasser reichen. Da bei den herkömmlichen Kochfeldern immer erst eine Kochzone erwärmt werden muss, dauert es entsprechend länger, bis das Kochgeschirr und damit die Speisen erwärmt werden und auch beim Ausschalten oder Herunterregeln sind die Reaktionszeiten wesentlich länger. So ist ein modernes Glaskeramik-Kochfeld natürlich problemlos zum Kochen geeignet, doch mit dem Induktionskochfeld und den vielen Vorteilen, die es mit sich bringt, kann es nicht mithalten.

Doch es gibt eine Alternative zum Induktionskochfeld und diese Alternative war vor allen Dingen bei Profiköchen und in der Gastronomie lange das Mittel der Wahl. Es handelt sich dabei um das Gaskochfeld. Ähnlich wie beim Induktionskochfeld gibt es beim Gaskochfeld keine zwischengeschaltete Kochplatte, die erst erwärmt werden muss. Die Hitze der Gasflamme ist beim Einschalten sofort da und auch beim Ausschalten und beim Herauf- und Herunterregulieren hat das Gaskochfeld sehr kurze Reaktionszeiten. Was das Kochen angeht, ist ein Gaskochfeld also eine gute Alternative zu einem Induktionskochfeld, doch in der Praxis bringt es auch einige große Nachteile mit sich. So muss zum einen ein Gasanschluss vorhanden sein, um das Gaskochfeld zu betreiben. Ist es nicht möglich, an die kommunale Gasversorgung angeschlossen zu werden, kann das Gaskochfeld auch mit einer Gasflasche betrieben werden, die jedoch regelmäßig gewechselt werden muss und Platz in der Küche finden muss. Ein weiterer großer Nachteil ist, dass das Gaskochfeld wesentlich schlechter zu reinigen ist als ein Induktionskochfeld. Durch die offene Flamme besteht außerdem eine deutlich größere Gefahr, sich beim Kochen zu verbrennen.

Wenn Sie sich nicht zwischen einem Gaskochfeld und einem Induktionskochfeld entscheiden können oder wollen, bieten einige Hersteller Kombinationen aus Gas und Induktion an.

So pflegen Sie das Induktionskochfeld

Induktions Kochfeld TestIn Sachen Pflege und Reinigung kann das Induktionskochfeld wirklich punkten, denn die Arbeiten gehen in der Regel sehr schnell von der Hand. Doch wie sollten Sie das Induktionskochfeld reinigen? Wir erklären es Ihnen auf STERN.de.

  • Ist nichts übergekocht, ist es in der Regel ausreichend, die Oberfläche des Induktionskochfelds nach der Benutzung mit einem weichen, feuchten Tuch abzuwischen. Gut eignen sich dazu Mikrofasertücher.
  • Kocht Ihnen etwas über, bieten viele Induktionskochfelder eine Stop & Go Funktion, mit der Sie die Kochzone kurz ausschalten können. Wischen Sie die übergekochten Speisen mit einem feuchten Lappen gründlich ab und setzen Sie den Kochvorgang danach mithilfe der Stop & Go Funktion fort.
  • Befinden sich nach dem Kochen leichte Verschmutzungen auf dem Induktionskochfeld, könnten Sie diese mit einem feuchten Lappen oder einem weichen, nicht scheuernden Schwamm und etwas Spülmittel wegwischen.
  • Hartnäckigere Verschmutzungen können Sie vorsichtig mit einem Ceranfeldschaber entfernen.
  • Glänzend sauber wird das Glaskeramikfeld, wenn Sie einen Glasreiniger zum Putzen verwenden.
Sie können auch ein paar Spritzer Essig oder Zitronensaft in warmes Wasser geben und das Induktionskochfeld damit reinigen. Damit bekommen Sie eine matte Oberfläche ganz einfach wieder zum Glänzen. Alternativ werden im Handel auch spezielle Ceranfeldreiniger angeboten.

Zubehör für das Induktionskochfeld

VorteileDer Handel bietet einiges an Zubehör speziell für Induktionskochfelder an. An oberster Stelle steht dabei natürlich induktionsfähiges Kochgeschirr. Sie können zahlreiche Töpfe, Pfannen, Bräter und anderes Kochgeschirr in verschiedenen Größen kaufen, das für die Nutzung mit einem Induktionskochfeld geeignet ist. Ob Sie Ihre alten Töpfe und Pfannen weiter verwenden können, können Sie ganz einfach mit dem Magnettrick prüfen. Haftet der Magnet am Topfboden, sind Topf oder Pfanne induktionsfähig. Bedenken Sie jedoch, dass Sie die besten Ergebnisse erzielen, wenn Sie speziell für die Induktion vorgesehenes Kochgeschirr verwenden. Sie erkennen es an dem quadratischen Symbol mit den drei Drahtwendeln.

Abgesehen vom passenden Kochgeschirr gibt es ein großes Angebot an Zubehör, mit dem das Kochen noch mehr Spaß macht, noch sicherer und noch einfacher wird. Wir stellen Ihnen eine Auswahl vor.

Adapterplatten
Mithilfe einer Adapterplatte können Sie alle Töpfe und Pfannen induktionsfähig machen. Haben Sie einen nicht induktionsfähigen Lieblingstopf oder eine spezielle Pfanne, auf die Sie auch nach der Umstellung auf Induktion nicht verzichten wollen? Die Adapterplatte ist wenige Millimeter dick und hat einen praktischen Griff. Sie ist induktionsfähig und wird zwischen Topf und Induktionskochzone platziert. Sie erwärmt sich durch die Induktion und leitet die Hitze an das nicht induktionsfähige Kochgeschirr weiter.

Herdabdeckplatten
Herdabdeckplatten schützen das Induktionskochfeld bei Nichtgebrauch vor Kratzern und Verschmutzungen und Sie können es bedenkenlos als zusätzliche Arbeitsfläche nutzen. Die Abdeckplatten bestehen meist aus Glas und es gibt sie in vielen unterschiedlichen Designs.

Herdschutzgitter
Moderne Induktionskochfelder sind in der Regel mit einer Kindersicherung ausgestattet. Da die Platte an sich nicht heiß wird, ist das Verbrennungsrisiko im Vergleich zu herkömmlichen Herdplatten deutlich gemindert. Dennoch besteht bei kleinen Kindern immer die Gefahr, dass sie sich an einem Topf oder einer Pfanne verbrennen oder gar einen Topf mit heißem Inhalt vom Herd reißen. Ein Herdschutzgitter, das in vielen Formen und Größen im Handel erhältlich ist, verhindert, dass Kinder überhaupt an die Töpfe oder Pfannen gelangen.

Spritzschutz
Steaks und andere Speisen müssen scharf angebraten werden. Dabei darf kein Deckel auf die Pfanne gesetzt werden und so kommt es oft zu unschönen Fettspritzern auf dem Glaskeramikfeld. Eine Möglichkeit dies zu vermeiden, ist eine Blende, die um die Pfanne herum aufgestellt werden kann. Sie schützt das Induktionskochfeld und den Fliesenspiegel sowie alle anderen umliegenden Flächen vor Fettspritzern. Eine weitere Möglichkeit ist ein Spritzschutz in Form eines dampfdurchlässigen, flachen Deckels aus Metall oder Silikon, der auf Topf oder Pfanne gelegt wird.

Glasschaber
Ein Glasschaber, wie man ihn auch vom herkömmlichen Glaskeramik-Kochfeld kennt, leistet auch bei der Reinigung und Pflege eines Induktionskochfeldes gute Dienste. Achten Sie bei der Benutzung immer darauf, dass die Klingen scharf sind.

Wasserkessel
Wenn Sie auch bei einem modernen Induktionskochfeld nicht auf das altmodische Pfeifen eines Wasserkessels verzichten möchten, können Sie einen induktionsfähigen Wasserkessel kaufen. Dank der energieeffizienten Induktionstechnik kocht das Wasser in dem Kessel meist schneller als im Wasserkocher.

Grillplatten
Grillen auf dem Induktionskochfeld? Kein Problem mit einer Grillplatte. Das Zubereiten von Speisen auf dem praktischen Flächengrill stammt aus Japan und nennt sich Teppan Yaki. Für die Nutzung einer Grillplatte auf dem Induktionskochfeld benötigen Sie am besten eine Flächeninduktionskochzone oder Sie nutzen zwei hintereinander liegende Kochfelder. Dabei haben Sie den Vorteil, dass Sie die Grillplatte auf unterschiedliche Temperaturen erwärmen können.

Darauf müssen Sie beim Kauf eines Induktionskochfeldes achten

Achtung: Das sollten Sie wissen!Möchten Sie ein Induktionskochfeld kaufen, gibt es einige Faktoren, die Sie beachten müssen. Die wichtigsten haben wir für Sie aufgelistet.

Autark oder nicht?
Die wichtigste Entscheidung, die Sie vor dem Kauf eines Induktionskochfelds treffen müssen, ist die Entscheidung für oder gegen ein autarkes Kochfeld. Möchten Sie das Kochfeld nicht mit einem bereits vorhandenen Backofen betreiben, ist ein autarkes Kochfeld das passende. Möchten Sie hingegen ein herkömmliches Glaskeramik-Kochfeld durch ein Induktionskochfeld ersetzen und den vorhandenen Backofen weiterhin nutzen, müssen Sie zunächst prüfen, ob das bisherige Kochfeld autark arbeitet und ob Sie den Backofen nach dem Einbau eines autarken Induktionskochfeld weiter nutzen können. Diese Informationen können Sie der Bedienungsanleitung Ihres alten Herdes entnehmen. Sind Backofen und Kochfeld nicht autark, können Sie sich beim Hersteller des Herdes informieren, ob dieser ein nicht autarkes, kompatibles Induktionskochfeld für Ihren Herd anbietet.

Möchten Sie sowohl Backofen als auch Kochfeld neu kaufen, sollten Sie sich für zwei autarke Komponenten entscheiden. Auf diese Weise lässt es sich jeweils ein Gerät leicht austauschen, wenn defekt ist oder Sie auf ein moderneres Modell umsteigen möchten.

Wie viel Watt braucht Ihr Induktionskochfeld?
Wenn Sie nicht professionell und beruflich kochen, ist auch für passionierte Hobbyköche eine Leistung von 2 bis 2,5 kW in aller Regel ausreichend.

Der passende Stromanschluss
Herkömmlicher Schuko-Stecker oder Starkstromanschluss, mit diesen beiden Varianten kann ein Induktionskochfeld mit Strom versorgt werden. Autarke Induktionskochfelder mit Schuko-Stecker können Sie ganz einfach selbst anschließen. Bei einem Induktionskochfeld, das einen Starkstromanschluss benötigt, sollten Sie hingegen einen Fachbetrieb mit dem Anschluss beauftragen.

Einbau oder freistehend?
Induktionskochfeld testViele Induktionskochfelder eignen sich für den Einbau. Sie können entweder ganz klassisch über dem Backofen oder bei autarken Geräten an jeder anderen Stelle in die Arbeitsplatte eingebaut werden. Möchten Sie kein Einbaugerät, sind Induktionskochfelder auch freistehend erhältlich. Ein freistehendes Induktionskochfeld eignet sich beispielsweise besonders gut, wenn Sie auch im Urlaub im Wohnmobil nicht auf das Kochen mit Induktion verzichten möchten oder wenn keine Einbauküche vorhanden ist und Sie nur eine transportable Kochplatte aufstellen möchten.

Wie viele Kochzonen benötigen Sie?
Ein Induktionskochfeld zum Einbauen verfügt in der Regel über 4 Kochzonen. Bei vielen Modellen ist eine dieser Kochzonen als Mehrzweckkochzone gestaltet, auf der Sie auch Bräter und andere Spezialtöpfe nutzen können. Freistehende Induktionskochfelder hingegen bestehen oft nur aus einer oder zwei Kochzonen. Wie viele Kochzonen Sie benötigen, ist davon abhängig, wie Sie das Kochfeld nutzen und für wie viele Personen Sie kochen.

Die Ausstattung
Die Ansprüche an die Ausstattung des Induktionskochfeldes sind sehr individuell. Ein ambitionierter Hobbykoch wird sich hier mitunter mehr Funktionen zu wünschen, als jemand, der eher sporadisch einfache Gerichte zubereitet. Auch Ausstattungsmerkmale wie beispielsweise eine Kindersicherung oder Verriegelungsfunktionen werden nicht von jedem Nutzer gebraucht. In unserem Ratgeber können Sie sich informieren, welche Ausstattungsmerkmale es bei Induktionskochfeldern gibt. So können Sie individuell entscheiden, welche Merkmale für Sie wichtig sind.

Die Sicherheit
Auch die Sicherheit darf beim Kauf eines Induktionskochfeldes nicht zu kurz kommen. Achten Sie immer darauf, ein TÜV geprüftes Gerät zu kaufen, das mit einem Überhitzungsschutz und einer Abschaltautomatik ausgestattet ist.

Induktionskochfelder Test und Testsieger der Stiftung Warentest – wer sind die Sieger?

FragezeichenDie Stiftung Warentest hat im Jahr 2015 einen Induktionskochfelder Test durchgeführt. Insgesamt wurden 19 Kochfelder getestet, davon handelte es sich bei 10 Kochfeldern um Induktionskochfelder. Getestet wurde auf die Kriterien Kochen, Stromverbrauch, Handhabung, Sicherheit und das Geräusch beim Ankochen. Vollständig überzeugen konnte beim Induktionskochfelder Test der Stiftung Warentest jedoch keines der getesteten Geräte, denn die beiden Testsieger im Induktionskochfelder Test schnitten nur mit dem Qualitätsurteil GUT und der Wertnote 1,8 ab.

Testsieger wurden zwei Induktionskochfelder von Bosch und Siemens, das Bosch PIB645B17E und das Siemens EH645BB17. Auf Platz drei im Induktionskochfeld Test der Stiftung Warentest liegt ebenfalls ein Gerät von Siemens, das Siemens EH675FN27E, das wie die beiden Testsieger mit dem Qualitätsurteil GUT abgeschnitten hat. Die Wertnote für dieses Gerät beträgt 1,9. Auf dem vierten Platz befindet sich das Neff T54T86N2, das es mit der Wertnote 2,1 ebenfalls zum Qualitätsurteil GUT gebracht hat. Mit BEFRIEDIGEND bewertet wurden Induktionskochfelder von Miele, Gaggenau, AEG und Ikea.

Alle Einzelheiten zum Induktionskochfelder Test der Stiftung Warentest können Sie hier nachlesen.

Induktionskochfelder im Test bei ÖKO-Test

Induktionskochfelder sind modern, effizient und energiesparend und daher hätten wir Ihnen gern die Ergebnisse und Testsieger eines Induktionskochfeld Tests von ÖKO-Test vorgestellt. Leider haben die Öko-Tester jedoch noch keinen Induktionskochfelder Test durchgeführt. Sollte ein solcher Test in der Zukunft im Magazin ÖKO-Test erscheinen, werden wir Sie hier auf STERN.de informieren und Ihnen die Testsieger und alle Testergebnisse detailliert vorstellen.

STERN.de Ergebnis: Induktionskochfelder Bestenliste 2018

PlatzierungProduktDatumPreisShopping
1. AEG HK634250XB Induktionskochfeld 09/2018 ca.
289€
Zum Angebot
2. Neff TBT1676N 09/2018 ca.
299€
Zum Angebot
3. K&H Domino Induktionskochfeld 09/2018 ca.
120€
Zum Angebot
4. Bosch Serie 6 PIE631FB1E Einbau-Induktionskochfeld 09/2018 ca.
361€
Zum Angebot
5. AEG HKA8540IND Einbaukochfeld 09/2018 ca.
459€
Zum Angebot
6. Bauknecht CTAI 9640 IN Induktions Kochfeld 09/2018 ca.
299€
Zum Angebot
Vergleichssieger auf STERN.de:

Vergleichssieger auf STERN.de:

  • AEG HK634250XB Induktionskochfeld