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Die besten 10 Kaminöfen im Vergleich – für eine wohlige Wärme zu Hause – 2019 Test und Ratgeber

Draußen ist es kalt, nass und ungemütlich und drinnen prasselt ein behagliches Kaminfeuer. Bei dieser Vorstellung fühlt man sich wohl und denkt an Wärme und Gemütlichkeit und immer mehr Menschen setzen sie direkt in die Tat um, indem sie sich einen Kaminofen ins Wohnzimmer stellen. Die sogenannten Schwedenöfen lassen sich leicht einbauen und können auch in Mietwohnungen installiert werden, wenn ein Anschluss an den Schornstein gegeben ist.

Doch welchen Kaminofen soll man kaufen, worauf muss man achten und wie groß soll die Heizleistung sein? Welche Sicherheitsbestimmungen müssen eingehalten werden und wie wird der Kaminofen gepflegt und gewartet? Die Antwort auf diese und viele weitere Fragen finden Sie in unserem Ratgeber auf STERN.de. Zusätzlich stellen wir Ihnen auch die Testsieger des Kaminofen Tests der Stiftung Warentest vor.

Die 4 besten Kaminöfen im großen Vergleich auf STERN.de

Justus Kaminofen Faro Plus
Marke
Justus
Maße
150 x 52 cm
Maße Feuerraum
48 x 35 x 30 cm
Gewicht
300 kg
Material
Speckstein
zugelassene Brennstoffe
Scheitholz, Braunkohlebriketts
Heizleistung
7 kW
Raumheizvermögen
144 m³
Backfach
Holzfach
Aschekasten
Farbe
grau
Zum Angebot
Erhältlich bei
1979,00€ 2279,00€
Thermia Kaminofen Olympus E
Marke
Thermia
Maße
105,7 x 57,3 x 46,9 cm
Maße Feuerraum
41,0 x 27,5 x 28,5cm
Gewicht
112 kg
Material
Stahl
zugelassene Brennstoffe
Scheitholz
Heizleistung
7 kW
Raumheizvermögen
148 m³
Backfach
Holzfach
Aschekasten
Farbe
grau
Zum Angebot
Erhältlich bei
549,00€ Preis prüfen
Justus Kaminofen Texas
Marke
Justus
Maße
101 x 51,8 x 41,1 cm
Maße Feuerraum
26,5 x 32 x 27,9 cm
Gewicht
105 kg
Material
Specksteinkeramik
zugelassene Brennstoffe
Scheitholz, Braunkohlebriketts
Heizleistung
6 kW
Raumheizvermögen
124 m³
Backfach
Holzfach
Aschekasten
Farbe
schwarz
Zum Angebot
Erhältlich bei
489,00€ 493,90€
Hark Kaminofen Opera-B
Marke
Hark
Maße
47 x 53 x 113 cm
Maße Feuerraum
34 x 50 x 30 cm
Gewicht
213 kg
Material
Speckstein
zugelassene Brennstoffe
Scheitholz, Braunkohle und AnthrazitNuss
Heizleistung
7 kW
Raumheizvermögen
143 m³
Backfach
Holzfach
Aschekasten
Farbe
grau
Zum Angebot
Erhältlich bei
1395,00€ 1249,00€
Abbildung
Modell Justus Kaminofen Faro Plus Thermia Kaminofen Olympus E Justus Kaminofen Texas Hark Kaminofen Opera-B
Marke
Justus Thermia Justus Hark
Maße
150 x 52 cm 105,7 x 57,3 x 46,9 cm 101 x 51,8 x 41,1 cm 47 x 53 x 113 cm
Maße Feuerraum
48 x 35 x 30 cm 41,0 x 27,5 x 28,5cm 26,5 x 32 x 27,9 cm 34 x 50 x 30 cm
Gewicht
300 kg 112 kg 105 kg 213 kg
Material
Speckstein Stahl Specksteinkeramik Speckstein
zugelassene Brennstoffe
Scheitholz, Braunkohlebriketts Scheitholz Scheitholz, Braunkohlebriketts Scheitholz, Braunkohle und AnthrazitNuss
Heizleistung
7 kW 7 kW 6 kW 7 kW
Raumheizvermögen
144 m³ 148 m³ 124 m³ 143 m³
Backfach
Holzfach
Aschekasten
Farbe
grau grau schwarz grau
Erhältlich bei
Zum Angebot Zum Angebot Zum Angebot Zum Angebot
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1. Justus Kaminofen Faro Plus

Der Justus Kaminofen Faro Plus ist ein Kaminofen aus Speckstein. Er ist zugelassen für die Brennstoffe Scheitholz und Braunkohlebriketts und ist zum Dauerbetrieb geeignet. Der Kaminofen hat eine Nennwärmeleistung von 7 kW und ein Raumheizvermögen von 144 m³. Damit ist der Ofen eine gute Ergänzung zur Zentralheizung und er sorgt an kalten Wintertagen für wohlige Wärme.

Der Justus Kaminofen Faro Plus ist mit einer Speichermasse ausgestattet, die die Wärme des Feuers speichert und bis zu 13 Stunden Restwärme abgibt. So werden die Räume auch über Nacht warmgehalten.
Der Kaminofen verfügt über einen Aschekasten zur bequemen Reinigung und ein Holzfach, in dem Holzscheite zum Nachlegen aufbewahrt werden können. Darüber hinaus ist der Ofen mit dem Justus Safe-Verschlußsystem ausgestattet, das die Tür durch ein hydraulisches System dicht verschließt. Durch sein rundes Design ist der Ofen sehr platzsparend und mit seiner modernen Optik fügt er sich gut in jeden Raum ein.

2. THERMIA Kaminofen Olympus E

Der Thermia Kaminofen Olympus E ist ein Ofen mit einem leichten Stahlkorpus, der schnell seine Betriebstemperatur erreicht. Er hat eine Heizleistung von 7 kW und ein Raumheizvermögen von 148 m³ und ist zugelassen für das Verbrennen von Scheitholz.

Der Thermia Kaminofen Olympus E ist ausgestattet mit einer abgerundeten Sichtscheibe aus TÜV-zertifizierter Glaskeramik. Sie bietet einen Blick auf die Flammen, der für ein behagliches Ambiente sorgt.
Das große Sichtfenster wird durch die Sekundärluft weitgehend rußfrei gehalten und der Ofen verfügt über eine selbstschließende Tür mit einer einfachen Türverriegelung. Er hat eine ovale, platzsparende Form und ist sowohl mit einem praktischen Aschekasten als auch mit einem offenen Holzfach ausgestattet, in dem Scheitholz gelagert werden kann.

3. Justus Kaminofen Texas

Der Justus Kaminofen Texas besteht aus schwarzer Specksteinkeramik und bietet mit seiner großen Sichtscheibe einen schönen Blick auf das prasselnde Feuer. Er hat eine Heizleistung von 6 kW und erreicht damit ein Raumheizvermögen von 124 m³. Der Kaminofen ist geeignet für das Verbrennen von Scheitholz und Braunkohlebriketts und er ist für den Dauerbetrieb geeignet.

Ein Luftstrom im Inneren des Kaminofens verhindert, dass sich Rauchgase und andere Verschmutzungen an der Innenseite der Sichtscheibe ablagern. Durch diese Scheibenspülung bleibt die Scheibeninnenseite von alleine sauber und sie muss nicht gereinigt werden.
Der Justus Kaminofen Texas hat eine rechteckige Form und er verfügt über ein Holzfach zur Lagerung von Holzscheiten und ein praktisches Warmhaltefach sowie einen Aschekasten zur einfachen Reinigung. Die Brennraumtür ist mit einer einfachen Verriegelung ausgestattet.

4. HARK Kaminofen Opera-B

Der Hark Kaminofen Opera-B ist mit grauem Naturstein verkleidet und hat eine große Frontscheibe, die einen direkten Blick auf das Feuer erlaubt. Der Ofen hat eine Heizleistung von 7 kW und ein Raumheizvermögen von 143 m³. Er ist für das Verbrennen von Holzscheiten, Braunkohle und Steinkohle geeignet und hat eine Dauerbrandfunktion und eine Leistungsautomatik.

Der Ofen verfügt über ein praktisches Warmhaltefach mit Glasscheibe. Dort können Sie im Winter beispielsweise eine Kanne Tee warmhalten.
Im Lieferumfang des Hark Kaminofen Opera-B ist neben der Verkleidung aus Naturstein auch Zubehör wie ein Kaminhandschuh und eine sogenannte Kalte Hand enthalten. Damit können Sie den Kaminofen auch im laufenden Betrieb bedienen, ohne Gefahr zu laufen, sich zu verbrennen. Zur einfachen Reinigung verfügt der Ofen über einen praktischen Aschekasten.

5. Kaminofen La Nordica Gemma Forno

Der Kaminofen Gemma F von La Nordica fällt auf durch seinen gusseisernen Korpus, der mit Naturstein verkleidet ist. Er hat eine Heizleistung von 7 kW und ein Raumheizvermögen 200 m³ und ist zugelassen für das Verbrennen von Scheitholz und Holzbriketts. Das große Sichtfenster des Feuerraums bietet einen schönen Blick auf das Feuer und der Ofen ist mit einer Scheibenspülung ausgestattet, sodass es von innen nicht gereinigt werden muss.

Der Kaminofen Gemma F von La Nordica verfügt über ein zusätzliches Backfach, das mit einem Thermometer ausgestattet ist. Dieses Backfach können Sie wie einen Backofen nutzen und dort Speisen zubereiten. Auf der Top-Platte befindet sich außerdem ein Kochfeld, auf dem Speisen gekocht werden können.
Der Kaminofen verfügt über einen Aschekasten und einen Rüttelrost und er ist mit einer selbstschließenden Tür ausgestattet.

6. Oranier Rota Tre Kaminofen

Der Oranier Rota Tre Kaminofen ist ein runder Kaminofen mit einem Korpus aus schwarzem Stahl. Er hat eine Heizleistung von 5 kW und ein Raumheizvermögen von 88 m³ und ist daher gut als platzsparende Lösung für kleinere Räume geeignet. Der Kaminofen ist geeignet für die Verbrennung von Scheitholz.

Der Oranier Rota Tre Kaminofen verfügt neben der großen Panoramaglasscheibe in der Tür noch über zwei seitliche Sichtfenster. So haben Sie fast einen Rundumblick auf das gemütlich prasselnde Feuer.
Der Ofen hat einen praktischen Aschekasten und ein Holzfach, in dem Scheitholz gelagert werden kann. Er ist für den Dauerbetrieb geeignet und ist daher eine gute Ergänzung zur Zentralheizung.

7. Justus Usedom Kaminofen

Behagliche Wärme verbreitet der Justus Usedom Kaminofen. Der Ofen besteht aus einem Korpus aus schwarzem Stahl und ist mit hellem Sandstein verkleidet. Durch seine runde Form ist er sehr platzsparend und mit einer Heizleistung von 5 kW und einem Raumheizvermögen von 88 m³ ist er vor allem für kleine und mittelgroße Räume geeignet. Der Kamin ist zugelassen für das Verbrennen von Scheitholz und Braunkohlebriketts und kann im Dauerbetrieb genutzt werden.

Der Justus Usedom Kaminofen fällt vor allem durch seine gusseiserne Tür mit Prismaglas auf. Die große Scheibe ist mit einer Scheibenspülung ausgestattet, die die Scheibe von innen immer sauber hält.
Der Justus Usedom Kaminofen hat einen Aschekasten und ein praktisches Holzfach zur Lagerung von Brennholz. Er verfügt außerdem über einen temperierten Türgriff, sodass Sie auch während des Betriebs die Tür jederzeit öffnen können, um beispielsweise Holz nachzulegen.

8. Justus Sylt Kaminofen

Der Justus Sylt Kaminofen hat eine Heizleistung von 6 kW und ein Raumheizvermögen von 124 m³. Damit heizt er auch größere Räume zuverlässig. Der eckige Kamin besteht aus einem Korpus aus schwarzem Stahl und er ist mit grauem Speckstein verkleidet. Er ist geeignet für das Verbrennen von Holzscheiten und Braunkohlebriketts. Der Ofen verfügt über eine große Panoramascheibe, einen Aschekasten und ein praktisches Holzfach zur Lagerung von Holzscheiten.

9. La Nordica Kaminofen Dorella L8 x

Sehr auffällig kommt der Kaminofen Dorella L8 x von La Nordica daher. Der Ofen besteht aus einem Korpus aus schwarzem Stahl und ist mit großen, bordeauxroten Kacheln verkleidet. Dadurch erinnert er an einen Kachelofen aus vergangenen Zeiten und bringt ein gemütliches Retroflair mit sich. Im Inneren verbirgt sich jedoch moderne Technik und der Ofen hat eine Heizleistung von 6,8 kW und ein Raumheizvermögen von 195 m³.

Der Kaminofen Dorella L8 x von La Nordica erfüllt nicht die Anforderungen der Bundesimmissionsschutzverordnung. Er ist daher nur für den Export bestimmt und darf in Deutschland nicht betrieben werden.
Der Kaminofen Dorella L8 x verfügt über einen praktischen Aschekasten und er ist mit einer gusseisernen Tür ausgestattet.

10. Justus Kaminofen Reno

Der Justus Kaminofen Reno hat eine Heizleistung von 6 kW und ein Raumheizvermögen von 124 m³. Damit ist der Kaminofen, der mit grauem Speckstein verkleidet ist, gut für das Heizen größerer Räume geeignet. Er ist für den Dauerbetrieb geeignet und kann Scheitholz und Braunkohlebriketts verbrennen.

Der Justus Kaminofen Reno verfügt über eine Automatikregelung, durch die dem Ofen immer die optimale Dosis an Verbrennungsluft zugeführt wird.
Der Kaminofen verfügt über eine Brennraumtür mit zweifacher Verriegelung und einem hydraulischen System, das die Tür nachhaltig dicht hält. Die große Glasscheibe ist mit einer Scheibenspülung ausgestattet und der Ofen verfügt sowohl über einen Aschekasten als auch ein praktisches Holzfach zur Lagerung von Brennholz.

Behagliche Wärme durch einen Kaminofen

Justus KaminofenKaminöfen erfreuen sich in Deutschland großer Beliebtheit, denn sie sorgen für behagliche Wärme und eine gemütliche Atmosphäre. Durch ein großes Sichtfenster im Kaminofen können Sie die Flammen beobachten und sich bei der angenehmen Wärme des Feuers in den eigenen vier Wänden entspannen. Doch offenes Feuer im Wohnraum stand nicht immer für Luxus und Entspannung. Vielmehr zeugte es um die Mitte des 19. Jahrhunderts herum von Fortschritt und Wohlstand, auf Kamine und Öfen zum Heizen zu verzichten und stattdessen eine Warmwasserheizung installieren zu lassen. Dieses Privileg war zunächst nur Adeligen und Wohlhabenden vorbehalten und erst ab Anfang des 20. Jahrhunderts etablierte sich die Warmwasserheizung auch in den Privatwohnungen der allgemeinen Bevölkerung. Heute gehört eine Zentralheizung zum ganz normalen Lebensstandard und um es schön warm zu haben, bedarf es nicht mehr, als ein Thermostat aufzudrehen. Und in dieser Zeit kehrt der Kamin zurück und bringt das offene Feuer mit seiner behaglichen Wärme und seiner besonderen Atmosphäre wieder in die Wohnräume. Viele Menschen entscheiden sich dabei für einen Kaminofen, der oft auch als Schwedenofen bezeichnet wird, da die ersten dieser Öfen aus dem skandinavischen Raum stammten. Der Kaminofen unterscheidet sich von einem offenen Kamin vor allem dadurch, dass er eine geschlossene Brennkammer hat und nicht fest eingebaut ist. Er wird vor oder neben dem Schornstein installiert und ist für das Eigenheim ebenso geeignet wie für die Mietwohnung, denn bei einem Umzug lässt er sich einfach mitnehmen.

Der Kaminofen wird heute meist als Ergänzung zur Zentralheizung genutzt, um beispielsweise an kalten Winterabenden seine wohlige Wärme zu verbreiten. Doch in Zeiten immer weiter ansteigender Energiekosten wird der Kaminofen auch durchaus eingesetzt, um Heizkosten einzusparen und er ist mehr als nur ein Accessoire für zusätzliche Gemütlichkeit. Doch was kann der Kaminofen in Sachen Heizung wirklich leisten? Dazu werfen wir zunächst einen Blick auf die Arbeitsweise des Ofens.

Wie arbeitet ein Kaminofen?

Damit ein Kaminofen arbeiten kann, bedarf es eines sogenannten Kamineffekts. Als Kamineffekt wird in der Physik eine Luftbewegung bezeichnet, die zu einem vertikalen Luftstrom führt. Durch diesen Kamineffekt werden die Abgase aus dem Kaminofen durch den Schornstein nach draußen transportiert und gleichzeitig entsteht dadurch ein Unterdruck im Kamin, durch den neue Luft angesaugt wird, um den Verbrennungsprozess aufrechtzuerhalten.

Dem Kaminofen wird dazu auf drei verschiedene Arten Luft zugeführt:

  1. Primäre Luftzufuhr
  2. Sekundäre Luftzufuhr
  3. Tertiäre Luftzufuhr

Die Primärluft wird dem Feuerraum von unten über den Feuerrost zugeführt. Sie ist zuständig für die Verbrennung der Brennstoffe. Die Sekundärluft wird dem Brennraum von oben zugeführt. Sie dient dazu, die Nachverbrennung der Heizgase sicherzustellen und ist außerdem ein wichtiger Bestandteil der Scheibenspülung. Die Tertiärluft wird dem Brennraum von hinten zugeführt. Ihre Aufgabe ist es, die Verbrennung noch weiter zu optimieren und für die effektive Nachverbrennung verbliebener Abgase zu sorgen.

Durch den Kamineffekt, der in erster Linie dadurch zustande kommt, dass warme Luft durch ihre geringere Dichte leichter ist als kalte Luft und daher nach oben steigt, wird das System von Luftabzug durch den Schornstein und Ansaugen frischer Luft während des Betriebs des Kaminofens aufrechterhalten. Dieses Prinzip wird auch als Zug des Kamins bezeichnet.

Beim Betrieb des Kamins entstehen giftige Gase wie beispielsweise Kohlenmonoxid. Der Kamineffekt sorgt dafür, dass diese Gase über den Schornstein nach draußen abgeführt werden. Es ist daher sehr wichtig, dass ein freier Abzug durch den Schornstein gewährleistet ist, damit keine giftigen Gase aus dem Kamin in den Wohnraum entweichen können. Ein funktionierender Zug ist darüber hinaus auch wichtig für die Effizienz des Kaminofens.

Die Heizleistung eines Kaminofens wird durch zwei verschiedene Effekte hervorgerufen. Durch den Verbrennungsprozess erhitzt sich der Korpus des Kaminofens und er gibt Strahlungswärme an den Raum ab. Der zweite Effekt, der zu einer Erwärmung der Umgebung führt, ist die Konvektionswärme. Dabei strömt Raumluft durch ein Kammersystem zwischen dem Korpus und der Verkleidung des Kaminofens. Die Luft wird erwärmt und wieder an den Raum abgegeben und neue kühlere Luft strömt nach. Die Verkleidung des Kaminofens kann dabei beispielsweise aus Speckstein, aus Stahl oder Gusseisen, aus Granit oder aus Keramik bestehen.

Die Heizleistung des Kaminofens ist unter anderem auch abhängig von dem verwendeten Material. Manche Verkleidungsmaterialien speichern die Warme besonders gut und geben so auch nach dem Ausbrennen des Feuers noch Wärme ab.

Verschiedene Arten von Kaminöfen

Kamine und Kaminöfen gibt es in vielen unterschiedlichen Ausführungen. In diesem Ratgeber auf STERN.de beschäftigen wir uns mit dem Kaminofen mit Sichtscheibe, der auch als Schwedenofen bekannt ist und vorwiegend mit Holz, mitunter aber auch mit Kohle befeuert wird. Der Vollständigkeit halber wollen wir jedoch einen Blick auf die vielen anderen Variationen von Kaminen und Kaminöfen werfen, um Ihnen einen umfassenden Überblick zu bieten.

  1. Offener Kamin
    Der klassische Kamin ist sicher der offene Kamin. Er unterscheidet sich vom Kaminofen insbesondere dadurch, dass er fest in den Raum eingebaut ist. Ein offener Kamin wird in aller Regel direkt vor Ort in den Raum gebaut und er hat in den meisten Fällen keine Glasscheibe, die den Feuerraum abtrennt. Als Brennstoff für den offenen Kamin werden in aller Regel Holzscheite verwendet.
  2. Gaskamin
    Ein Gaskamin ist ein heizender Kamin, der an einen Gasanschluss angeschlossen ist oder über Propangas aus Gasflaschen betrieben wird. Gaskamine haben eine gute Heizleistung und sie gelten als umweltfreundlich.
  3. Elektrokamin
    Der Elektrokamin ist kein Kamin im klassischen Sinn. Er wird mit Strom betrieben und es wird lediglich optisch die Illusion eines offenen Feuers erzeugt.
  4. Bioethanol-Kamin
    Bioethanol-Kamine benötigen keinen Anschluss und keinen Schornstein. Bioethanol verbrennt ohne Rauch, Giftstoffe oder Abgase, sodass die Kamine, die in vielen unterschiedlichen Designs erhältlich sind, frei im Raum aufgestellt werden können. Bioethanol-Kamine können einen Raum sehr schnell aufheizen, die Heizleistung ist jedoch nur sehr kurzfristig.

Während sich diese Kaminarten vor allem durch ihren Brennstoff unterscheiden, muss zusätzlich noch zwischen den folgenden Varianten differenziert werden:

  • Heizkamin
  • Wasserführender Kamin
  • Speicherkamin

Als Heizkamine werden alle Kaminsysteme bezeichnet, die geeignet sind, um Räume zu heizen.

Speicherkamine verfügen zusätzlich über Speicherflächen, beispielsweise aus Keramik, in denen die Wärme des Kamins nachhaltig gespeichert wird. So gibt der Kamin auch dann noch Wärme ab, wenn kein Brennvorgang mehr stattfindet.

Wasserführende Kamine lassen sich mit einem Rohrsystem an den Kreislauf der Zentralheizung anschließen und können so über ihre unmittelbare Heizleistung hinaus die gesamte Zentralheizung und Warmwasserbereitung unterstützen.

  • Kaminofen
    Der Kaminofen zeichnet sich dadurch aus, dass er anders als der offene Kamin eine geschlossene Brennkammer hat. Ein großes Sichtfenster in der Tür erlaubt bei den meisten Kaminöfen jedoch einen Blick in den Brennraum, sodass Sie den Anblick des prasselnden Feuers wie bei einem offenen Kamin genießen können. Durch die geschlossene Brennkammer hat der Kaminofen jedoch eine höhere Effizienz im Vergleich mit dem offenen Kamin. Als Brennstoffe kommen Holzscheite und Braunkohlebriketts infrage, wobei einige Kaminöfen auch für die Verbrennung von Steinkohle geeignet sind. Der Kaminofen wird in aller Regel nicht fest verbaut und lässt sich, sofern ein geeigneter Schornstein vorhanden ist, leicht nachträglich einbauen.
Die Sichtfenster in den Türen moderner Kaminöfen bestehen in der Regel aus transparenter Glaskeramik. Das Material wurde in den 1970er Jahren entwickelt und es ist hitzeresistent bis zu etwa 700° C.

Wichtig zu unterscheiden ist bei Kaminöfen außerdem zwischen Dauerbetrieb und Dauerbrand. Diese Begriffe sorgen oft für Verwirrung und daher möchten wir Sie hier auf STERN.de genau erklären.

Der Begriff Dauerbrand oder Dauerbrandofen hat nichts damit zu tun, ob ein Kaminofen andauernd brennen muss oder kann. Im Zusammenhang mit der Brenndauer ist vielmehr der Begriff Dauerbetrieb maßgeblich, denn er bezeichnet einen möglichen Betrieb des Kaminofens 24 Stunden rund um die Uhr. Der Begriff Dauerbrand hingegen steht im Gegensatz zum Zeitbrand und stammt aus den Prüfungsvorgaben, die für Kohleöfen relevant sind. Bei einem Dauerbrandofen handelt es sich also um einen Kaminofen, der über eine sogenannte Kohlezulassung verfügt und der vorrangig für die Verbrennung von Kohle und weniger für die Verbrennung von Holz geeignet ist. Der Dauerbrandofen muss für einen Zeitraum von mindestens vier Stunden die Glut bei einer vorgegebenen Nennwärmeleistung halten können. Dieser Zeitraum, in dem die Kohlenglut gehalten wird, wird als Dauerbrand bezeichnet. Im Gegensatz dazu steht der Zeitbrandofen, der vorrangig für das Verbrennen von Holz geeignet ist und nicht über eine Kohlezulassung verfügt. Der Zeitraum, über den er die Glut bei einer vorgegebenen Nennwärme halten muss, beträgt nur 45 Minuten.

Zeitbrandöfen, die für das Abbrennen von Holz optimiert sind und keine Kohlezulassung haben, können oftmals zusätzlich mit Braunkohlebriketts betrieben werden.

Die Begriffe Dauerbrand und Zeitbrand haben also keinerlei Auswirkungen darauf, wie lange das Feuer im Kaminofen am Stück brennen kann oder muss. Für einen Dauerbetrieb, der es erlaubt, den Kamin 24 Stunden am Stück brennen zu lassen, sollte vielmehr jeder moderne und hochwertige Kaminofen ausgelegt sein. Sollten herstellerseits Beschränkungen über die Betriebsdauer des Kaminofens gelten, sollten Sie diesen Kaminofen besser nicht kaufen.

Einen Dauerbrandofen mit Kohlezulassung erkennen Sie in der Regel daran, dass im Boden der Brennkammer eine trichterförmige Vertiefung eingelassen ist. In dieser sogenannten Gussmulde wird die Kohle optimal abgebrannt und bei Bedarf rutscht neue Kohle nach.

Brennstoffe für den Kaminofen

Die Brennstoffe für einen Kamin können sehr unterschiedlich sein und je nach Art des Kamins kommen beispielsweise auch Gas oder Bioethanol infrage. Bei einem Kaminofen werden jedoch ausschließlich Holz oder Kohlen verbrannt und viele Kaminöfen sind nur für das Verbrennen von Holz zugelassen. Bei dem zu verbrennenden Holz handelt es sich in aller Regel um Scheitholz. Als Scheitholz werden Stammholzabschnitte bezeichnet, die mit einer Axt oder einem Spalter in Längsrichtung gespalten wurden. Ein Holzscheit hat in der Regel eine Länge von 33 cm und die meisten Kaminöfen sind hinsichtlich der Größe ihrer Feuerkammer auf dieses Maß ausgerichtet. Einige der sogenannten Zeitbrandöfen, die für das Verbrennen von Scheitholz ausgerichtet sind, können zusätzlich mit Braunkohlebriketts befeuert werden, um die Glut besser zu halten. Das überwiegende Verbrennen von Kohle erfordert hingegen einen speziell darauf ausgerichteten Dauerbrandofen, der über eine entsprechende Kohlezulassung verfügt. Er ist mit einer anderen Brennkammer ausgestattet, in der sich eine Kuhle für die brennende Kohle befindet. Dieses sogenannte Nest gewährleistet, dass die Kohle optimal abbrennen kann und die Glut entsprechend den Vorgaben eines Dauerbrandofens gehalten werden kann. Ist die Kohle im Nest ausgebrannt, rutscht von oben neue Kohle nach und so befindet sich am Boden der Kuhle immer ein Glutnest.

Ein Dauerbrandofen, der für das Verbrennen von Kohle zugelassen ist, kann in der Regel auch mit Holz betrieben werden. Allerdings erreicht er dann keine optimalen Verbrennungswerte. Ein Zeitbrandofen hingegen, der für das Verbrennen von Holz ausgerichtet ist, darf nicht mit Kohle betrieben werden.

Die meisten Nutzer eines Kaminofens, der im Wohnzimmer für behagliche Wärme und eine gemütliche Atmosphäre sorgen soll, betreiben den Ofen mit Scheitholz. Ein Kaminofen mit Kohlezulassung hingegen ist unter anderem sinnvoll, wenn es sich um einen wasserführenden Kamin handelt, der aktiv das Zentralheizungssystem unterstützen soll.

Heizleistung und Raumheizvermögen

Heizleistung vom KaminofenDie Heizleistung und das Raumheizvermögen eines Kaminofens spielen eine große, wenn nicht gar die wichtigste Rolle bei der Auswahl des passenden Ofens. So sollen die Räume durch den Kaminofen angenehm erwärmt werden, jedoch sollen sie auch nicht überheizt werden. Vor der Anschaffung eines Kaminofens ist es daher wichtig, zunächst einmal den zukünftigen Zweck des Kaminofens zu definieren. Soll der Kaminofen in erster Linie dafür genutzt werden, um eine gemütliche Atmosphäre an kalten Winterabenden zu erzeugen und soll er dementsprechend nur hin und wieder genutzt werden, muss eine andere Heizleistung gewählt werden, als wenn der Kaminofen genutzt werden soll, um die Zentralheizung zu unterstützen oder gar zu ersetzen. In letzterem Fall sollten Sie den Kauf eines wasserführenden Kamins in Betracht ziehen.

Da der Kaminofen im Wohnzimmer in vielen Fällen jedoch eher dazu genutzt wird, die Heizung zu unterstützen und an kalten Tagen für eine gemütliche Atmosphäre und eine behagliche Wärme zu sorgen, zeigen wir Ihnen hier auf STERN.de, wie Sie für diesen Zweck die richtige Heizleistung ermitteln.

Maßgeblich für die Ermittlung der Heizleistung sind dabei die Quadratmeterzahl des zu heizenden Raums und die Dämmung der Immobilie. Die Dämmung des Gebäudes kann jedoch individuell sehr unterschiedlich sein und in der Regel wird daher mit dem Alter des Gebäudes gerechnet. Bei sanierten und renovierten Gebäuden gilt jeweils der Zeitpunkt der Sanierungsmaßnahme. Die benötigte Heizleistung in Kilowatt lässt sich mit diesen beiden Faktoren grob nach der folgenden Formel berechnen:

  • Für Gebäude, die vor 1978 gebaut wurden, werden etwa 120 bis 180 W/m² zugrunde gelegt
  • Für Gebäude, die nach 1978 gebaut wurden, werden etwa 80 W/m² zugrunde gelegt
  • Für Gebäude, die nach 1995 gebaut wurden, werden etwa 60 W/m² zugrunde gelegt
  • Für Neubauten, die weniger als zehn Jahre alt sind, werden etwa 45 W/m² zugrunde gelegt

Nach Ermittlung des Baujahres der Immobilie multiplizieren Sie den entsprechenden Wert mit der Größe des Raums in Quadratmetern. Das anschließende Ergebnis wird nun noch einmal mit dem Faktor 1,5 multipliziert um Wärmeverluste auszugleichen.

Beispielrechnung für einen 35 m² großen Raum in einem Neubau von 2012:

35 (m²) x 45 (W/m²) = 1575 W = 1,5 kW

1,5 kW x 1,5 = 2,25 kW

bester KaminofenFür einen gleichgroßen Raum in einem unsanierten Gebäude mit Baujahr 1982 ergibt sich nach dieser Faustformel eine benötigte Heizleistung von 4,2 kW. Anhand dieser Formel haben Sie nun einen groben Richtwert errechnet, an dem Sie sich beim Kauf eines Kaminofens orientieren können. In der Praxis müssen jedoch noch weitere Aspekte wie beispielsweise die Bauweise und das lokale Klima berücksichtigt werden, doch der Wert dient Ihnen als Orientierung und hilft Ihnen vor allen Dingen, eine Überhitzung der Räume durch einen Kaminofen mit einer zu großen Heizleistung zu verhindern.

Je kleiner der Raum ist, der durch den Kaminofen beheizt werden soll, desto schwieriger ist es nämlich mitunter auch, den passenden Kaminofen zu finden. Die meisten Kaminöfen haben eine Heizleistung von 5 bis 7 kW und sind damit für viele kleine Räume schon überdimensioniert. Sie können den Kaminofen jedoch unter anderem durch die maßvolle Zuführung von Brennholz mit einer niedrigeren Heizleistung betreiben, um nicht in einer vollständig überhitzten Wohnung zu sitzen.

Ein weiterer wichtiger Wert hinsichtlich der Heizleistung ist der Wirkungsgrad. Er wird in Prozent angegeben und bezeichnet das Verhältnis zwischen der eingesetzten Energie und der Nutzenergie. Es wird also beziffert, wie viel Prozent der eingesetzten Energie tatsächlich als Wärme zur Verfügung steht. Legt man einen Wert von 100 % zugrunde, würde dies bedeuten, dass die gesamte Energie, die dem Kaminofen in Form von Holz oder Kohle zugeführt wird, in Wärme umgewandelt wird. Ein solcher Wert ist jedoch niemals zu erreichen, denn es gibt immer Verluste durch Abgase.

Eine Ausnahme bietet hier der Bioethanol-Kamin, der es tatsächlich auf einen Wirkungsgrad von 100 % bringen kann, da er abgasfrei verbrennt und keine Wärme durch den Schornstein verloren geht.

Bei einem Kaminofen, der mit Holz befeuert wird, liegt der Wirkungsgrad in der Regel bei etwa 80 %. Das bedeutet, 80 % der eingesetzten Energie stehen als Wärme zur Verfügung, während 20 % über den Schornstein verloren gehen.

In diesem Zusammenhang spielt nun die Holzauflagemenge eine wichtige Rolle. Sie sollte immer der maximalen Heizleistung des Kaminofens und der gewünschten Heizleistung entsprechen. Um die richtige Menge zu bestimmen, ist es zunächst wichtig, zu wissen, wie groß die maximale Heizleistung des Kaminofens in Kilowatt ist. Diese Information können Sie dem Typenschild oder der Bedienungsanleitung des Kaminofens entnehmen. Der zweite wichtige Faktor ist der Heizwert des Brennmaterials. Getrocknetes Holz mit einer Restfeuchte von 15 % hat einen durchschnittlichen Heizwert von 4 kWh/kg. Ein Kaminofen mit einer Heizleistung von 4 kW sollte daher mit nicht mehr als einem Kilo Holz befüllt werden, während Sie einen Kaminofen mit einer Heizleistung von 8 kW mit maximal 2 Kilo Holz bestücken können. Auch diese Werte sind jedoch nur Schätzwerte, denn es kommt immer auf die Art und die Restfeuchte des Holzes an.

Sie sollten den Kaminofen niemals überladen. Die Öfen verwandeln sich durch zu viel Holz in wahre Abgasschleudern und darüber hinaus besteht die große Gefahr, die Räume stark zu überhitzen, wenn zu viel Holz aufgelegt wird.

Gesetzliche Bestimmungen rund um den Kaminofen

VorteileUmweltschutz spielt bei der Zulassung von Kaminöfen eine große Rolle. Maßgeblich sind dabei vor allem die Abgase und die Mengen an Feinstaub und Kohlenmonoxid, die mit den Abgasen ausgestoßen werden. Geregelt wird dieser Ausstoß in der Bundesimmissionsschutzverordnung BImSchV. Die Verordnung legt die Grenzwerte für Kohlenmonoxidemissionen und Feinstaubemissionen fest und alle neu errichteten Kamine und Kaminöfen müssen die vorgeschriebenen Grenzwerte einhalten.

Die Bundesimmissionsschutzverordnung trat im März 2010 mit der ersten Stufe in Kraft und seit diesem Zeitpunkt müssen Kamine und Kaminöfen eine Herstellerbescheinigung nachweisen, die die Einhaltung der Grenzwerte bestätigt. Mit dem 1. Januar 2015 trat die zweite Stufe der BImSchV in Kraft. Kaminöfen, die bereits die Vorgaben der ersten Stufe erfüllen, sind von der zweiten Stufe jedoch nicht betroffen und dürfen auch weiterhin unbefristet betrieben werden. Für ältere Kaminöfen gilt hingegen seit 2010 ein Stufenplan, nach dem die Öfen abhängig von ihrem Alter bis zu einem bestimmten Stichtag nachgerüstet oder außer Betrieb genommen werden müssen.

Beim Kauf eines Kaminofens müssen Sie unbedingt darauf achten, dass der Ofen den Bestimmungen der BimSchV Stufe 2 entspricht.

Kaminofen Test & VergleichKaminöfen müssen außerdem vor der ersten Inbetriebnahme von einem Schornsteinfeger abgenommen werden. Dies gilt für alle neu installierten Feuerstellen ebenso wie für Feuerstellen, an denen gravierende Änderungen vorgenommen wurden. Wenn Sie einen neuen Kaminofen einbauen oder den alten austauschen lassen, ist also immer eine Abnahme durch den Schornsteinfeger notwendig. Wird der Kaminofen nicht abgenommen, kann dieses Versäumnis schwerwiegende Konsequenzen haben, denn im Zweifelsfall kommt beispielsweise die Versicherung nicht für Schäden auf.

Bei der Abnahme durch den Schornsteinfeger wird unter anderem der Standort des Kaminofens geprüft sowie natürlich auch der Schornstein und der ordnungsgemäße Anschluss. Außerdem werden der Wärmeverlust und die Rußmenge gemessen und der Schornsteinfeger prüft, ob die Vorgaben der BimSchV eingehalten werden.

Nach erfolgter Abnahme erhalten Sie einen Feuerstättenbescheid vom Schornsteinfeger. Dieses Dokument sollten Sie sorgfältig aufbewahren. Wurden bei der Abnahme Probleme oder Mängel festgestellt, müssen diese innerhalb einer festgesetzten Frist behoben werden. Geschieht dies nicht, kann eine Geldbuße in Höhe von mehreren 1000 € auf Sie zukommen.

Nach der ersten Abnahme wird der Kaminofen regelmäßig vom Schornsteinfeger geprüft. Dabei werden nicht nur das Rauchrohr und der Schornstein gesäubert, sondern es wird auch eine Abgasmessung durchgeführt. Je nach Alter des Kaminofens findet die Prüfung alle 2 oder 3 Jahre statt.

Darauf müssen Sie beim Betrieb eines Kamins achten

Darauf sollten Sie achtenEin Kaminofen arbeitet mit offenem Feuer und er kann im Betrieb sehr heiß werden. Im Brennraum können in der Glut Temperaturen von 1.000° C und mehr erreicht werden und auch brennende Holzscheite bringen es auf Temperaturen von 500° bis 750° C. Für die Sicherheit ist es daher sehr wichtig, dass entsprechende Abstände zum Kamin eingehalten werden, sodass nichts Feuer fangen kann. Die Mindestabstände, die nach vorn, zu den Seiten und zur Rückwand eingehalten werden müssen, liegen meist bei 80 cm im Strahlungsbereich vorn und 20 bis 25 cm zu Seitenwänden und Rückwand. Die genauen Zahlen für Ihren Kaminofen können Sie der Bedienungsanleitung entnehmen. Innerhalb dieses Radius dürfen sich keinerlei brennbare oder hitzeempfindliche Materialien wie Möbelstücke oder Vorhänge befinden.

Des Weiteren gibt der Kaminofen Wärme nach unten ab. Ist der Fußboden mit einem brennbaren Belag wie Holz, Teppichboden oder Laminat ausgestattet, muss der Kaminofen daher auf einer speziellen Bodenplatte aus einem nicht-brennbaren Material stehen. Diese Bodenplatte kann beispielsweise aus Stahlblech, Sicherheitsglas oder Fliesen bestehen und sie muss an den Seiten im mindestens 30 cm größer sein als die Grundfläche des Kaminofens und vorn mindestens 50 cm über die Stellfläche hinausgehen. So wird der Boden auch vor Asche und Funkenflug geschützt.

Unterschreitet die gemessene Bodentemperatur unterhalb des Kamins einen bestimmten Wert, können statt einer großen Bodenplatte auch kleinere Vorlegeplatten verwendet werden. Ihr Schornsteinfeger kann die Werte messen und Sie entsprechend beraten.

Kaminofen VergleichDa der Korpus des Kaminofens sehr heiß werden kann, sollten auch kleine Kinder und Haustiere davor geschützt werden, zu nah an den Ofen zu gelangen. Zu diesem Zweck gibt es Schutzgitter, die vor dem Kaminofen ausgestellt werden können.

Eine weitere Gefahr droht beim Betrieb eines Kaminofens durch eine Kohlenmonoxidvergiftung. Im Normalfall ziehen die Abgase, darunter auch das tödlich giftige und geruchlose Kohlenmonoxid, durch den Schornstein ab. Dieser Abzug kann jedoch gestört werden, wenn der Schornstein verstopft ist. Dazu kann es beispielsweise kommen, wenn Dohlen ein Nest im Schornstein bauen und diesen so blockieren. Die Abgase können nicht mehr durch den Schornstein abziehen und können durch kleine Ritzen und Spalten im Ofen in die Raumluft gelangen. Der Schornstein sollte daher immer mit einem Dohlengitter versehen sein. Doch auch eine unsachgemäße Nutzung des Kaminofens kann zu einer erhöhten Konzentration von Kohlenmonoxid führen. Im Abzugsrohr vieler Kaminöfen befindet sich eine Drosselklappe, die den Kaminzug reguliert. Wird diese Drosselklappe nicht oder nicht weit genug geöffnet, kommt es dazu, dass die Abgase nicht mehr über den Schornstein abziehen können.

Die Gefahr einer Kohlenmonoxidvergiftung ist bei einem ordnungsgemäß installierten und sachgerecht betriebenen Kaminofen äußerst gering. Da das Gas tödliche Folgen haben kann und geruchlos ist, ist es jedoch ratsam, in jedem Raum, in dem ein Kaminofen oder eine andere offene Feuerstätte betrieben wird, einen speziellen CO-Melder zu installieren.

Ausstattung des Kaminofens

Ausstattung vom KaminofenModerne Kaminöfen verfügen über eine Reihe von Ausstattungsmerkmalen, die den Betrieb des Ofens einfacher machen oder ergänzen. Die wichtigsten wollen wir Ihnen hier auf STERN.de vorstellen.

  • Scheibenspülung
    Die meisten modernen Kaminöfen haben eine Scheibenspülung. Durch speziell geleitete Luftströme wird dabei verhindert, dass sich Ruß und andere Ablagerungen innen an der Sichtscheibe absetzen. So haben Sie immer einen schönen Blick auf die Flammen und die Scheibe muss von innen nicht gereinigt werden.
  • Temperierter Türgriff
    Ein temperierter Türgriff gehört ebenfalls zur Ausstattung vieler Kaminöfen. Er ermöglicht es, die Tür des Kaminofens während des Betriebs auch ohne einen Kaminhandschuh zu öffnen, um beispielsweise Holz nachzulegen.
  • Holzfach
    Viele Kaminöfen sind unten mit einem praktischen Holzfach ausgestattet. Dort können Holzscheite sauber und praktisch gestapelt werden und es liegt immer Holz zum Nachlegen bereit. Ein Holzfach spart im Vergleich mit einem Holzkorb in kleinen Räumen auch Platz.
  • Wärmefach
    Über der Brennkammer haben einige Kaminöfen ein Wärmefach. Es kann offen oder mit einer Glastür versehen sein und eignet sich, um beispielsweise Tee warm zu halten
  • Backfach
    Andere Kaminöfen verfügen über ein Backfach. Dieses Fach kann wie ein Backofen genutzt werden und es können Speisen darin zubereitet werden. So wird die Wärme des Kaminofens auch zum Kochen genutzt.

Zubehör für den Kaminofen

Im Handel gibt es außerdem einiges an Zubehör für Kaminöfen zu kaufen. Dazu gehören zum einen unverzichtbare Teile wie Rauchrohre oder Stutzen, die zur Installation des Kaminofens notwendig sind. Des Weiteren sind im Handel verschiedene Hitzeschutzplatten oder Funkenschutzgitter erhältlich. Darüber hinaus gibt es viele Accessoires rund um den Kaminofen wie Kaminholzkörbe, Kaminbestecke, Blasebalge und mehr.

Wartung und Pflege

Kaminofen TestEin Kaminofen braucht Wartung und Pflege, damit er gut funktioniert und eine lange Lebensdauer hat. Ein besonderes Augenmerk gilt dabei vor allem dem Rauchabzug. Der Schornstein sollte daher einmal im Jahr vom Schornsteinfeger geprüft und gereinigt werden. Soll der Kaminofen nach der Sommerpause wieder in Betrieb genommen werden, sollten Sie kontrollieren, ob alle Abzüge frei sind, und sicherstellen, dass der Schornstein nicht beispielsweise durch ein Vogelnest oder ähnliches verstopft ist. Ein entsprechendes Schutzgitter leistet hier gute Dienste. Bewegliche Teile und Scharniere sollten gegebenenfalls geölt werden und lockere Schrauben nachgezogen werden. Werfen Sie außerdem einen Blick in den Feuerraum und stellen Sie sicher, dass dort alle Steine intakt sind.

Auch während der Heizperiode benötigt der Kaminofen ein wenig Aufmerksamkeit. Je nach Häufigkeit der Nutzung muss der Aschekasten regelmäßig geleert werden. Dabei müssen Sie unbedingt darauf achten, dass die Asche gut erkaltet ist. Der Feuerraum sollte bei der Gelegenheit ausgefegt werden und der Rost von Asche befreit werden. Etwa einmal im Monat sollten Sie das Rauchrohr und die Heizgasumlenkung überprüfen und bei Bedarf reinigen. Diese Arbeiten können Sie leicht selbst vornehmen, indem Sie die Abdeckung im Rauchrohr öffnen und angesammelten Ruß mit einer Bürste in Richtung Schornstein oder Brennkammer abbürsten.

Von außen können Sie den Korpus des Kaminofens mit einem weichen Lappen und gegebenenfalls etwas Seifenwasser reinigen.

Nach der Heizperiode sollte der Kaminofen gründlich gereinigt werden, bevor er in die Sommerpause geht.

Trotz Scheibenspülung kann es hin und wieder vorkommen, dass sich Verschmutzungen an der Innenseite der Scheibe festsetzen. Diese Verschmutzungen sollten umgehend entfernt worden, damit sie sich nicht einbrennen. In der Regel ist zur Reinigung ein feuchter Lappen ausreichend. Stärkere Verschmutzungen können mit einem speziellen Scheibenreiniger für Kaminöfen entfernt werden.

Darauf müssen Sie beim Kauf eines Kaminofens achten

Kaminöfen werden immer beliebter und das nicht ohne Grund, denn sie haben viele Vorteile.

  • Der Kaminofen verbreitet wohlige Wärme und eine gemütliche Atmosphäre
  • Der Ofen eignet sich zum Heizen und spart dadurch einiges an Heizkosten
  • Ein Kaminofen kann leicht nachträglich eingebaut werden
  • Der Kaminofen eignet sich auch für Mietwohnungen und er kann beim Umzug abgebaut und mitgenommen werden
  • Moderne Kaminöfen sind sehr energieeffizient
  • Es muss regelmäßig Holz nachgelegt werden
  • Die Räume kühlen schnell aus, wenn der Kamin nicht brennt
  • Der Kamin muss gepflegt und gewartet werden

Damit Sie die Abende an Ihrem Kaminofen wirklich genießen können, sollten Sie darauf achten, den passenden Kaminofen zu kaufen.

Dabei müssen Sie vor allem darauf achten, dass die Heizleistung des Kaminofens und die Größe der zu heizenden Räume gut zueinander passen. Eine Anleitung, wie Sie die passende Wattzahl errechnen, finden Sie in diesem Ratgeber. Soll der Kaminofen nur gelegentlich benutzt werden, um abends für eine gemütliche Stimmung zu sorgen, ist auch die Hälfte der errechneten Wattzahl meist ausreichend.

Neben der passenden Größe des Kamins sollten Sie beim Kauf folgende Kriterien beachten:
Achtung: Das sollten Sie wissen!

  • Der Verriegelungsmechanismus der Ofentür
    Die Ofentür sollte immer besonders gut schließen. So wird eine ungewünschte Luftzufuhr verhindert und auch Rauch oder Abgase können nicht durch Ritzen in der Tür in den Wohnraum gelangen. Eine Mehrfachverriegelung verhindert, dass die Tür durch hohe Temperaturen verzogen wird und sorgt für eine besonders hohe Dichtigkeit. Einige Hersteller bieten auch spezielle hydraulische Verschlusssysteme sowie selbstverriegelnde Verschlussmechaniken an.
  • Die Zulassung gemäß der Bundesimmissionsschutzverordnung
    Damit ein Kaminofen in Deutschland betrieben werden kann, muss er den Vorgaben der Bundesimmissionsschutzverordnung entsprechen. Beim Kauf müssen Sie daher immer darauf achten, das eine entsprechende Zulassung gemäß BimSchV Stufe 2 vorliegt.
  • Die Luftzufuhr
    Insbesondere wenn der Kaminofen in einem modernen, sehr gut gedämmten Gebäude betrieben werden soll, sollten Sie sich für einen raumluftunabhängigen Ofen entscheiden. Diese Kaminöfen saugen die benötigte Frischluft von außen an und verhindern damit, dass es zu einem Sauerstoffmangel und zu einer Überbelastung mit giftigem Kohlenmonoxid kommt.
    Die Installation eines raumluftunabhängigen Kaminofens ist etwas aufwendiger, da zusätzlich zum Kaminanschluss ein Anschluss für den Frischluftstutzen geschaffen werden muss. Dazu ist in der Regel ein Wanddurchbruch nach draußen notwendig.
  • Die Ausstattung
    Für welche Ausstattung Sie sich entscheiden, ist weitgehend Geschmackssache. Das betrifft sowohl die Verkleidung und die Form des Kaminofens als auch Ausstattungsmerkmale wie ein Holzfach, ein Wärmefach oder ein Backfach. In kleineren Räumen sind runde Kaminöfen aufgrund der platzsparenden Stellfläche oft die bessere Wahl. Möchten Sie ein Auskühlen der Räume über Nacht verhindern, sollten Sie sich für einen Kaminofen mit einer wärmespeichernden Verkleidung entscheiden, der auch nach dem Ausbrennen des Feuers weiterhin Wärme abgibt.

Kaminofen Test der Stiftung Warentest – das sind die Testsieger

VorteileDie Stiftung Warentest hat im Oktober 2011 einen Kaminofen Test durchgeführt. Dabei wurden 14 Kaminöfen getestet, bei denen es sich um Zeitbrandöfen ohne eine Kohlezulassung handelte. Doch längst nicht alle Öfen im Test konnten die Warentester überzeugen, denn nur zwei der getesteten Öfen schnitten mit dem Qualitätsurteil GUT ab. Beide Testsieger des Kaminofen Tests der Stiftung Warentest lagen dabei mit der Wertnote 2,3 gleichauf. Es handelt sich um den 44 GT ECOplus1 von Hark und den Kaminofen Jena von Hase. Trotz der insgesamt gleichen Wertnote schneidet der Jena von Hase dabei in Sachen Energieeffizienz und Sicherheit besser ab als der Kaminofen von Hark. Mit dem Qualitätsurteil BEFRIEDIGEND wurden 6 Kaminöfen von Leda, Haas & Sohn, Wamsler, Nibe und Oranier bewertet. Zwei Kaminöfen von Thermia und Justus erreichten nur das Qualitätsurteil MANGELHAFT. Alle Einzelheiten rund um den Kaminofen Test der Stiftung Warentest lesen Sie hier.

Da der Kaminofen Test der Stiftung Warentest bereits einige Jahre alt ist und sich nicht zuletzt aufgrund der Bundesimmissionsschutzverordnung Stufe 2, die am 1.1.2015 in Kraft trat, bei modernen Kaminöfen einiges geändert hat, haben viele Hersteller inzwischen neue Modelle auf den Markt gebracht. Sobald ein neuer Kaminofen Test der Stiftung Warentest erscheint, werden wir Sie daher selbstverständlich hier auf STERN.de darüber informieren und Ihnen die Testsieger und alle weiteren Testergebnisse ausführlich vorstellen.

Kaminofen Test von ÖKO-Test

Einen Kaminofen Test haben wir bei ÖKÖ-Test leider vergeblich gesucht. Sollte das Magazin in der Zukunft einen Kaminofen Test durchführen, werden wir Sie über die Ergebnisse hier auf STERN.de informieren und Ihnen die Testsieger des Kaminofen Tests vorstellen.

Kaminofen-Liste 2019: Finden Sie Ihren besten Kaminofen

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1. Justus Kaminofen Faro Plus 09/2018 1979,00€ Zum Angebot
2. Thermia Kaminofen Olympus E 09/2018 549,00€ Zum Angebot
3. Justus Kaminofen Texas 09/2018 489,00€ Zum Angebot
4. Hark Kaminofen Opera-B 09/2018 1395,00€ Zum Angebot
5. Kaminofen La Nordica Gemma Forno 09/2018 1231,34€ Zum Angebot
6. Oranier Rota Tre Kaminofen 09/2018 1948,95€ Zum Angebot
Unser Tipp:

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