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Rechtsschutzversicherung Vergleich – Jetzt den perfekten Rechtsschutz online finden und beantragen

Vermeintlich Recht zu haben, heißt noch lange nicht, auch wirklich Recht zu bekommen – oft genug ist die Unterstützung eines Anwalts notwendig, um die eigenen Interessen vor einem Gericht durchzusetzen oder sich gegen Vorwürfe zu wehren. Ein solcher Rechtsstreit kann schnell zur Kostenfalle werden. Um sich alle Chancen zu wahren, können Sie eine Rechtsschutzversicherung abschließen, die für die anfallenden Kosten aufkommt – aber eben nur für bestimmte Rechtsgebiete und in klar definierten Grenzen. Was Sie von einer Rechtsschutzversicherung erwarten sollten und wie Sie bei der Auswahl eines geeigneten Anbieters vorgehen, dazu finden Sie im Folgenden die relevanten Fakten.

Rechtsschutzversicherung: Eine Frage der Sicherheit bei Rechtsstreitigkeiten

Die Wahrscheinlichkeit, dass Sie sich mit einem Rechtsstreit konfrontiert sehen, ist hoch: Ob mit dem Vermieter oder Mieter, dem Arbeitgeber oder wegen eines Kaufvertrages, der auf falschen Zusagen beruht – die Gründe für eine Auseinandersetzung können ausgesprochen vielfältig sein. Die meisten Deutschen sind dann auf die Kompetenzen eines Rechtsanwalts angewiesen, der sich auf das jeweilige Rechtsgebiet spezialisiert hat. Stehen jedoch die finanziellen Möglichkeiten für dessen Bezahlung nicht zur Verfügung, schmälern Sie von vornherein Ihre Erfolgschancen. Nicht umsonst bewegt sich der Bestand an Rechtsschutzversicherung seit Jahren auf einem stabilen Niveau:

Quelle: Statista

Rechtsschutzversicherung Vergleich: Jetzt den besten Rechtsschutz findenOb und in welchem Umfang ein Rechtsschutz für Sie sinnvoll ist, hängt natürlich von den konkreten Voraussetzungen ab. Der Rechtsschutz ist modulartig aufgebaut, die einzelnen Bausteine befassen sich mit bestimmten Rechtsgebieten, lassen sich aber nicht unbedingt nach Belieben abschließen. Für eine tragfähige Entscheidung sollten Sie zunächst die Leistungen, aber vor allem die Grenzen dieser Absicherung kennenlernen und diese der Wahrscheinlichkeit und den potenziellen Kosten eines Rechtsstreits gegenüber stellen. Angesichts der teilweise sehr unterschiedlichen Leistungspakete der zahlreichen Tarife empfiehlt sich in jedem Fall ein detaillierter Rechtsschutzversicherung Vergleich: Nur so können Sie die komplexen Versicherungsbedingungen Punkt für Punkt analysieren, denn oft genug verstecken sich im Kleingedruckten die Regelungen, die über eine Leistung im Schadenfall entscheiden.

Darüber hinaus gilt es, eine klare Risikoeinschätzung anzustellen: Fahren Sie beispielsweise als abhängig Beschäftigter täglich mehrere Kilometer zu Ihrem Arbeitsplatz, an dem Sie eventuell in absehbarer Zeit Ärger bekommen können, würden sich die Bausteine Verkehrs- und Berufs- bzw. Arbeitsrechtsschutz empfehlen. Wohnen Sie in einer Mietwohnung oder vermieten Sie selbst, dann könnte der Wohn- oder Vermieterrechtsschutz für Sie interessant sein, um die üblichen Streitigkeiten zur Nebenkostenabrechnung, Mietanpassungen oder Kündigungen vom Anwalt erledigen zu lassen.

Befinden Sie sich bereits im Ruhestand, ist der Arbeitsrechtsschutz hingegen überflüssig. Auch bei Beamten und Mitarbeitern des öffentlichen Dienstes stellt sich das Risiko einer arbeitsrechtlichen Auseinandersetzung anders dar, als dies beispielsweise bei Selbständigen der Fall ist. Familien wiederum können sich gemeinschaftlich inklusive der noch zu Hause lebenden und noch nicht wirtschaftlich selbständigen Kinder in einer Police absichern, Singles erhalten dafür Rabatte. Zunächst sind also die risikorelevanten Fakten zu umreißen, um den sinnvollen Versicherungsumfang zu ermitteln.

Bedenken Sie bitte, dass es bei dieser Abwägung nicht nur um Ihre Neigung zur Auseinandersetzung geht: Eine Rechtsschutzversicherung leistet auch für die Fälle, in denen Sie verklagt werden.

Die Bausteine – private Rechtsschutzversicherung nach Bedarf kombinieren

Grundsätzlich lassen sich die Bausteine einer privaten Rechtsschutzversicherung wie folgt unterscheiden:

Diese Bausteine können nicht immer einzeln, aber auch nicht beliebig kombiniert werden. So lassen sich beispielsweise der Berufsrechtsschutz und der Mietrechtsschutz nur gemeinsam mit dem Privatrechtsschutz vereinbaren.

Wägen Sie also in Ruhe ab, ob und welche Bausteine Sie benötigen. Auf Nummer sicher gehen Sie mit den Paketlösungen, die naturgemäß den größten Versicherungsumfang bieten. Zu den Leistungsschwerpunkten zählen beispielsweise:

  • Berufsrechtsschutz
    Verweigert oder kürzt Ihr Arbeitgeber Lohnzahlungen, können Sie Ihren Urlaub nicht in Anspruch nehmen oder sehen Sie Ihr Arbeitszeugnis als nicht gerechtfertigt an, gehen Sie ebenso mit einem Fachanwalt dagegen vor wie bei einer Abmahnung oder Kündigung sowie zur Durchsetzung einer Abfindung.
  • Erbschafts- und Familienrechtsschutz
    In diesen Bereichen übernimmt Ihre Rechtsschutzversicherung im Vergleich zu den anderen Bausteinen lediglich Beratungsleistungen, wie beispielsweise zu Unterhaltsfragen, zum Sorgerecht oder zur Adoption, aber auch zu Erbschaftsfragen.
    Es gibt Ausnahmen am Markt, so lassen sich Scheidungskosten zumindest bis zu einer gewissen Höhe absichern.
  • Miete und Vermietung
    Um sich als Mieter gegen übermäßige Mieterhöhungen, falsche Nebenkostenabrechnungen oder eine unrechtmäßige Kündigung zu wehren, wählen Sie den Mietrechtsschutz. Auf der anderen Seite können auch Vermieter einen speziellen Rechtsschutz vereinbaren, der für die Streitigkeiten mit Mietern sowie rund um die Immobilie eintritt.
  • Schadenersatzrechtsschutz
    Wahren Sie Ihre Rechte und setzen Sie Ihre berechtigten Schadenersatzansprüche durch, wie zum Beispiel erlittener Schäden bei einem Unfall mit dem Rad, mit dem Auto oder als Fußgänger.
  • Sozialgerichtsrechtsschutz
    Wird Ihre Erwerbsminderung oder eine Berufskrankheit nicht anerkannt oder will die Krankenkasse nicht für bestimmte Behandlungen aufkommen, können Sie Ihr Recht mit Hilfe eines Rechtsanwalts erstreiten.
  • Steuerrechtsschutz
    Erkennt Ihr Finanzamt Sonderausgaben, außergewöhnliche Belastungen oder Werbungskosten nicht an, wehren Sie sich mit kompetenter Unterstützung.
  • Strafrechtsschutz
    Müssen Sie sich für ein Verkehrsdelikt, ein fahrlässig begangenes Vergehen oder eine Ordnungswidrigkeit verantworten, unterstützt Sie Ihr Rechtsschutz – so lange Ihnen kein Vorsatz nachgewiesen wird.
  • Vertragsrechtsschutz
    Werden private Verträge, wie beispielsweise Reisebuchungen, Dienstleistungs-, Versicherungs- oder Kaufverträge, nicht erfüllt, können Sie einen Anwalt einschalten und bei Bedarf vor Gericht gehen.
  • Verwaltungsrechtsschutz
    Wurde Ihnen der Führerschein entzogen und die Rückgabe verweigert, schalten Sie einen Anwalt ein, der Ihre Interessen bei Bedarf auch vor Gericht vertritt.

Die Leistungsgrenzen beachten – vom Rechtsschutz ausgenommen

Auch die Rechtsschutzversicherer müssen kalkulieren, wollen Gewinne machen und akzeptieren deswegen nicht jeden Rechtsstreit als Leistungsfall. Umso wichtiger ist es, dass Sie sich von vornherein über die Grenzen des Versicherungsschutzes im Klaren sind:

  • Versicherungsbeginn und Wartezeiten
    Grundsätzlich sind alle Streitigkeiten, deren Ursachen bereits vor dem Versicherungsbeginn oder während einer vereinbarten Wartezeit begründet wurden, nicht versichert. Der Grund ist klar: Die Versicherungen schützen sich auf diese Weise davor, dass Sie eine Rechtsschutzversicherung erst dann abschließen, wenn bereits ein Leistungsfall ansteht.
    Es gibt auch einige Ausnahmen, wie beispielsweise Verkehrsunfälle, die mit Vertragsbeginn abgesichert sind.
  • Abgrenzung zur Haftpflicht
    Sehen Sie sich mit Schadenersatzforderungen konfrontiert, die nicht mit einer Vertragsverletzung begründet werden, steht dafür Ihre Haftpflichtversicherung ein.
  • Bauen, Finanzieren und Immobilieneigentum
    Vom Versicherungsschutz ausgeschlossen sind Streitigkeiten rund um den Bau und die Finanzierung von Immobilien sowie das Eigentum an Häusern, Wohnungen und Grundstücken.
  • Vorsatz
    Sie können nicht auf Ihre Rechtsschutzversicherung bauen, sollten Sie vorsätzlich Straftaten begehen und sich deswegen verantworten müssen.
  • Spekulationen, Wetten und Glücksspiele
    Spekulieren Sie an den Kapitalmärkten oder schließen Sie Wett- und Spielverträge ab, wird die Rechtsschutzversicherung ebenfalls die Leistung bei daraus folgenden rechtlichen Auseinandersetzungen verweigern.
  • Marken-, Urheber- und Patentrecht
    Auch diesen Bereich umfasst selbst die beste Rechtsschutzversicherung nicht.
  • Familienstreitigkeiten
    In einem Vertrag versicherte Angehörige Ihrer Familie können ihre Streitigkeiten nicht auf Kosten der privaten Rechtsschutzversicherung austragen.
  • Selbständige Tätigkeiten
    Sind Sie selbständig tätig, benötigen Sie spezielle Tarife der Rechtsschutzversicherung, um überhaupt Versicherungsschutz zu erhalten.

Die konkreten Versicherungsumfänge variieren jedoch von Anbieter zu Anbieter, nur ein Blick auf die Versicherungsbedingungen gibt Ihnen im Detail Aufschluss. Sie können einen fundierten Rechtsschutzversicherung Test konsultieren, aber auch einen Vergleich zur Rechtsschutzversicherung nutzen, um sich einen guten Überblick zu verschaffen.

Die vielfältigen Leistungen der Rechtsschutzversicherung

Im Rahmen eines Rechtsstreits, der vor Gericht ausgetragen wird, fallen unterschiedliche Kosten an. Ihre Privatrechtsschutzversicherung tritt für folgende Aufwendungen ein:

  • Honorare Ihres Rechtsanwaltes gemäß Rechtsanwaltsvergütungsgesetz (RVG)
  • Kosten des jeweiligen Gerichtes
  • Zeugengelder sowie Gebühren für Gutachter und Sachverständige
  • bei Bedarf zinsloser Kredit für Strafkaution
  • eventuell notwendige Kosten für Übersetzungen und Fahrten
  • sämtliche Kosten Ihres Gegners, sollte dieser gewinnen
Nicht zu unterschätzen kommen die Kosten, die bei einer außergerichtlichen Einigung und für die Hilfe eines Mediators anfallen – nicht alle Versicherer stehen dafür ein.

Die Höhe der anfallenden Honorare, Gebühren und Kosten bemisst sich am Streitwert: Je höher dieser festgesetzt wird, desto teurer wird der gesamte Rechtsstreit. Müssen Sie mehrere Instanzen durchlaufen, steigt Ihr Kostenrisiko nochmals erheblich.

Vergleich Rechtsschutz: Darauf sollten Sie in jedem Fall achten

Nutzen Sie den Vergleich der Rechtsschutzversicherung, werden Sie auf eine enorme Vielfalt an Tarifen stoßen: Alle unterscheiden sich in Details, bieten unterschiedliche Vor- und Nachteile – und vor allem variieren in den Rechtsschutz Kosten. Um sich zuverlässig zu orientieren, sollten Sie folgende Kriterien beachten:

Versicherungssummen

Diese Deckungssummen zeigen die Grenze auf, bis zu der die Rechtsschutzversicherung Kosten übernimmt. Die Angebote variieren zwischen 100.000 Euro jährlich und unbegrenzten Versicherungssummen – ein guter Kompromiss liegt in der Mitte.

Selbstbeteiligung je Schadenfall

Sie können die Rechtsschutzversicherung Kosten drastisch reduzieren, wenn Sie je Leistungsfall einen gewissen Anteil selbst tragen. Wägen Sie die Möglichkeiten gut ab und wählen Sie einen Tarif, der beispielsweise eine kostenlose telefonische Rechtsberatung anbietet und in alltäglichen Belangen oder bei einer erfolgreichen Mediation auf die Selbstbeteiligung verzichtet.

Bonus für Schadenfreiheit

Beachten Sie bitte, dass diese Tarife zwar eine sinkende Selbstbeteiligung nach schadenfreien Jahren vorsehen, aber eben oft auch das Gegenteil: Nehmen Sie nämlich Leistungen Ihrer Rechtsschutzversicherung in Anspruch, steigt die Selbstbeteiligung wieder – und das zum Teil auch über den ursprünglich vereinbarten Betrag hinaus.

Wartezeiten

Viele Tarife der privaten Rechtsschutzversicherung sehen bei Neuabschluss eine Wartezeit vor, die quasi als Karenzzeit fungiert: Während dieser Zeit begründete Streitfälle sind nämlich nicht versichert, was den Versicherungen eine gewisse Kalkulationssicherheit bringt. In der Regel beträgt die Wartezeit drei Monate, es kann aber durchaus abweichende Regelungen für die verschiedenen Bestandteile Ihrer Rechtsschutzversicherung geben. Nutzen Sie daher dringend den Rechtsschutz Vergleich, um sich im Detail zu informieren.

Eine Rechtsschutzversicherung ohne Wartezeiten für alle Bereiche werden Sie nicht finden. Es gibt nur eine Ausnahme: Haben Sie bereits einen Vorvertrag und schließt sich der Neuvertrag lückenlos an, kann der neue Versicherer auf Wartezeiten verzichten.

Einrede der Vorvertraglichkeit

Läuft ein Rechtsschutz bereits seit wenigstens fünf Jahren und umfasst die benötigten Bereiche, können Versicherer auch vor dem Vertragsbeginn begründete Streitigkeiten als Leistungsfälle anerkennen: Sie verzichten auf die Einrede wegen Vorvertraglichkeit. Das kann beispielsweise ausgesprochen wichtig werden, begründet eine BU– oder EU-Versicherung ihre Leistungsverweigerung mit der falschen Beantwortung von Gesundheitsfragen im ursprünglichen Antrag, der bereits viele Jahre zurückliegt. Diese Klausel kann sich unter dem Strich also effektiv bezahlt machen.

Akzeptanz von Ein- und Widerspruchsverfahren

Insbesondere im Steuer-, Sozial- und Verwaltungsrecht erkennen viele Versicherungsgesellschaften einen Leistungsfall erst an, wenn ein Gerichtsverfahren angestrengt wird. Auf der anderen Seite können Sie bereits mit einem fundierten Widerspruch gegen Steuer- und Arbeitslosengeldbescheide für Klärung sorgen. Wählen Sie daher einen Tarif, der Sie schon bei diesem Schritt unterstützt und die Kosten übernimmt.

Definition Strafrechtsschutz

Auch hier lohnt sich ein Blick in die Details: Eine ganze Reihe der Rechtsschutzversicherungen tritt nur für Vergehen, wie beispielsweise Steuerhinterziehung, unterlassene Hilfeleistungen, Diebstahl oder auch bei unerlaubtem Entfernen von einem Unfallort, ein. Andere schränken den Versicherungsschutz sogar auf fahrlässiges Handeln ein, ohne dabei auf Schuld oder Unschuld abzustellen. Es geht also in erster Linie um den von der Staatsanwaltschaft formulierten Vorwurf und nicht um den bewiesenen Schuldumfang. Dabei verschwimmen die Grenzen zwischen Vergehen und Verbrechen einerseits und andererseits zwischen Fahrlässigkeit, grober Fahrlässigkeit und Vorsatz. Sinnvoll sind deswegen die Tarife, die Ihnen zunächst Versicherungsschutz für alle Vorwürfe gewähren – auch wenn Sie bei Verurteilung wegen Vorsatz die Leistungen zurückerstatten müssen.

Streitpunkt Aufhebungsvertrag

Die anwaltliche Beratung zum Aufhebungsvertrag wurde bis vor BGH-Rechtsprechung oft genug abgelehnt. Sollte der Arbeitgeber Sie jedoch vor die Wahl zwischen Aufhebungsvertrag und Kündigung stellen, genießen Sie gemäß BGH Rechtsschutz. Anders stellt sich die Situation jedoch dar, sollte keine Kündigung angedroht werden. Achten Sie darauf, dass Ihr Tarif zur Rechtsschutzversicherung auch dann die Beratungskosten übernimmt.

Erbrecht und Familienangelegenheiten

In der Regel werden bei Fragen zur Partnerschaft, Familie oder zum Thema Erbe nur die Kosten für eine Erstberatung durch einen Rechtsanwalt von der Rechtsschutzversicherung übernommen. Allerdings variieren hier die Tarife erheblich, so lassen sich beispielsweise auch die Kosten für eine Scheidung absichern – allerdings nur bei aktuell einem Versicherer. Achten Sie deswegen auf die genauen Regelungen, die Sie im Rechtsschutzversicherung Vergleich explizit aufgelistet finden.

Kosten für Mediationsverfahren

Die außergerichtliche Lösung von Konflikten unter Regie eines neutralen Vermittlers wird zunehmend genutzt, um Verfahren abzukürzen und Kosten einzusparen. Jedoch akzeptieren nicht alle Rechtsschutzversicherungen diese Verfahren als Leistungsfall. Andere wiederum leisten – und das auch in Fällen, die sonst nicht versichert wären, wie beispielsweise bei Scheidung oder Trennung.

Streitigkeiten um Geldanlagen

Nicht ohne Grund sehen neue Tarife zum Rechtsschutz keinen Versicherungsschutz mehr für Rechtsstreitigkeiten zu Kapitalanlagen vor: Das Thema Falschberatung war in den letzten Jahren ganz einfach zu präsent – und zu kostenträchtig. Ähnlich stellt sich die Situation für die Auseinandersetzung mit Versicherung zum Thema Widerspruchsbelehrung dar, wohingegen die Probleme wegen staatlich geförderter Produkte oftmals eingeschlossen sind. Wertpapiere werden wiederum anders behandelt, sodass Sie auch zu diesem Punkt die Bedingungen genau analysieren sollten, wenn Sie auf dem Kapitalmarkt investiert sind.

Vorsorgedokumente

Immer wichtiger werden vorausschauend und kompetent aufgesetzte Vorsorgevollmachten sowie Patienten-, Betreuungs- und Sorgerechtsverfügungen. Einige Rechtsschutzversicherungen übernehmen die Kosten für einen Rechtsanwalt, der diese Vorsorgedokumente speziell für Ihren Bedarf formuliert.

Rechtsberatung am Telefon

Oft genug lassen sich rechtliche Probleme bereits mit einer Beratung erledigen – jedoch übernehmen die Rechtsschutzversicherungen nur selten die Kosten. Eine Alternative ist die Gewährleistung einer telefonischen und kostenlosen Rechtsberatung, die auch über die versicherten Rechtsbereiche hinausgehen sollte.

Leistungsverweigerung in der Rechtsschutzversicherung

Wartezeit beim RechtsschutzSollten die Erfolgschancen für einen Streitfall ausgesprochen gering sein, kann selbst die beste Rechtsschutzversicherung die Leistung verweigern – auch wenn grundsätzlich Versicherungsschutz besteht. Sollte die Deckungszusage also nicht erteilt werden, steht Ihnen der Weg zum Ombudsmann offen. Diese Schlichtungsstelle wägt die Argumente ab und bemüht sich um eine Schlichtung der Auseinandersetzung.

Auch für den Fall, dass Ihnen der Rechtsschutz wegen vermuteter Mutwilligkeit nicht gewährleistet wird, sollten Sie diese Ablehnung anfechten. Lassen Sie einen Stichentscheid herbeiführen oder ein Schiedsgutachten erstellen: Während Ihr Anwalt die Aussichten auf Erfolg für einen Stichentscheid darlegen muss, übernimmt ein Gutachter des Versicherers das Schiedsgutachten. In beiden Fällen muss sich die Rechtsschutzversicherung an das Ergebnis halten. Naturgemäß dürfte der Stichentscheid für Sie günstiger sein, zumal die Versicherung auch für die Kosten eintreten muss. Abweichend davon werden die Schiedsgutachten von der Partei bezahlt, die in diesem Fall unterliegt.

Der Versicherer kann Ihre private Rechtsschutzversicherung kündigen, sollten Sie innerhalb eines Jahres mehrere Leistungsfälle in Anspruch genommen haben. Das ist umso schwerwiegender, als dass Sie dann nur schwer einen adäquaten Versicherungsschutz bei einer anderen Gesellschaft erhalten. Treten Sie in einem solchen Fall mit Ihrem aktuellen Versicherer in Kontakt und bitten Sie ihn um Kündigungsrücknahme, damit Sie Ihrerseits ordentlich kündigen können.

Unser Fazit: Rechtsschutzversicherung – finanzielle Sicherheit für Rechtsstreitigkeiten

Eine private Rechtsschutzversicherung ist in Modulen aufgebaut und lässt sich innerhalb bestimmter Grenzen nach Bedarf zusammenstellen. So umfasst der Rechtsschutz nicht nur die Kosten für den eigenen Anwalt, sondern auch für Gerichte, Zeugen, Sachverständige und Gutachten. Selbst die Aufwendungen der gegnerischen Seite werden übernommen, sollten Sie den Prozess verlieren. Die Leistungen variieren jedoch von Tarif zu Tarif, sodass Sie unbedingt einen Vergleich Rechtsschutz in Anspruch nehmen sollten. Eine günstige Rechtsschutzversicherung weist ein optimales Preis-Leistungsverhältnis auf, was sich einerseits an der Höhe der Versicherungssummen, andererseits an vielen Detailfragen festmachen lässt.

Ob eine Rechtsschutzversicherung ohne Selbstbeteiligung die optimale Wahl ist, hängt von Ihren konkreten persönlichen Voraussetzungen und Ansprüchen ab. Eines sollten Sie jedoch von vornherein einplanen: Eine generelle Rechtsschutzversicherung ohne Wartezeiten gibt es nicht, außer Sie wechseln nahtlos von einem Vertrag in den nächsten. Prüfen Sie daher sorgfältig die Details und nutzen Sie bei Bedarf einen Test der Rechtsschutzversicherung – dann haben Sie im Ernstfall einen zuverlässigen Partner an Ihrer Seite.