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Die besten 10 Seniorenhandys im Vergleich – die perfekten Begleiter für Oma & Opa – 2018 Test und Ratgeber

Große Tasten, selbsterklärende Menüs, einfache Bedienung, robuste Bauweise sowie clevere Zusatzfunktionen, beispielsweise eine Notruftaste oder Hörgerätetauglichkeit – Seniorenhandys punkten in vielen Bereichen, die mit steigendem Alter immer wichtiger werden können. Die Anzahl der Seniorinnen und Senioren, die ihr persönliches Handy täglich flexibel nutzen wollen, um auch mobil mit der Familie oder den Freunden in Kontakt zu bleiben, nimmt stetig zu. In einem Notfall kann mit einem Seniorenhandy einfach und schnell durch Drücken einer besonderen Notruftaste selbstständig und schnell Hilfe angefordert werden.

Fest steht, die Kommunikation per Handy kann der älteren Generation ein Plus an Lebensqualität bieten. Jedoch sind einfache Standard-Handys oder Smartphones meistens weniger gut geeignet, denn bei fast allen heutigen Standardgeräten können entweder die Tasten viel zu klein sein oder die intuitive Bedienung wird durch ein kompliziert zu bedienendes Touchdisplay offenkundlich erschwert. Doch worauf muss beim Kauf eines Seniorenhandys wirklich geachtet werden? Wir haben auf STERN.de die zehn besten Handys auf dem Markt einmal genauer unter die Lupe genommen.

Die 4 besten Seniorenhandys im großen Vergleich auf STERN.de

swisstone BBM 320c
Besonderheit
Taschenlampe, Alarmfunktion, FM-Radio, Freisprechfunktion
Größe
5,1 x 1,2 x 11,2 cm
Bluetooth
Lieferumfang
Großtastenhandy mit großem beleuchtetem Farbdisplay inklusive Tischladestation
Kamera
Notruftaste
Speicherkartensteckplatz
Zum Angebot
Preisvergleich ca.
31€
ca.
20€
Emporia Euphoria V50
Besonderheit
Extragroße, beleuchtete Tasten, 3 Direkt-Funktionstasten, SMS und MMS, Hörgerätetauglich, Taschenlampe, Wecker, Kalender, Taschenrechner, FM Radio
Größe
12 x 5,9 x 1,2 cm
Bluetooth
Lieferumfang
Großtastenhandy mit breitem Farbdisplay inkl. Ladestation
Kamera
Notruftaste
Speicherkartensteckplatz
Zum Angebot
Preisvergleich ca.
54€
ca.
45€
Doro PhoneEasy 613
Besonderheit
Beleuchtetes Farbdisplaym, extra große beleuchtete Tasten, 3 Direktwahltasten,lauter und klarer Klang, hörgerätekompatibel
Größe
10,2 x 5,2 x 2,1 cm
Bluetooth
Lieferumfang
Handy; Ladeschale; Headset; USB-Kabel; Bedienungsanleitung
Kamera
Notruftaste
Speicherkartensteckplatz
Zum Angebot
Preisvergleich ca.
77€
ca.
50€
Primo 413 by Doro Großtastenhandy
Besonderheit
Drei Direktwahltasten, 2 Megapixel Kamera, FM Radio
Größe
10,2 x 5 x 2 cm
Bluetooth
Lieferumfang
Tischladestation, Netzteil, Headset, USB-Kabel, Bedienungsanleitung
Kamera
Notruftaste
Speicherkartensteckplatz
Zum Angebot
Preisvergleich ca.
69€
ca.
63€
Abbildung
Modell swisstone BBM 320c Emporia Euphoria V50 Doro PhoneEasy 613 Primo 413 by Doro Großtastenhandy
Besonderheit
Taschenlampe, Alarmfunktion, FM-Radio, Freisprechfunktion Extragroße, beleuchtete Tasten, 3 Direkt-Funktionstasten, SMS und MMS, Hörgerätetauglich, Taschenlampe, Wecker, Kalender, Taschenrechner, FM Radio Beleuchtetes Farbdisplaym, extra große beleuchtete Tasten, 3 Direktwahltasten,lauter und klarer Klang, hörgerätekompatibel Drei Direktwahltasten, 2 Megapixel Kamera, FM Radio
Größe
5,1 x 1,2 x 11,2 cm 12 x 5,9 x 1,2 cm 10,2 x 5,2 x 2,1 cm 10,2 x 5 x 2 cm
Bluetooth
Lieferumfang
Großtastenhandy mit großem beleuchtetem Farbdisplay inklusive Tischladestation Großtastenhandy mit breitem Farbdisplay inkl. Ladestation Handy; Ladeschale; Headset; USB-Kabel; Bedienungsanleitung Tischladestation, Netzteil, Headset, USB-Kabel, Bedienungsanleitung
Kamera
Notruftaste
Speicherkartensteckplatz
Preisvergleich Zum Angebot Zum Angebot Zum Angebot Zum Angebot
ca.
31€
ca.
20€
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54€
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77€
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50€
ca.
69€
ca.
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1. Swisstone BBM 320c

Das handliche Swisstone BBM 320c ist ein auf den ersten Blick schlicht wirkendes, schwarzes GSM-Mobiltelefon mit normal großem, gut beleuchtetem Farbdisplay. Die Beleuchtung des Hintergrunds sowie die Beleuchtung der Tastatur kann bei diesem Handy natürlich auch abgeschaltet werden, beispielsweise um bei schwachem Akkustand etwas Energie zu sparen. Bei diesem praktischen Seniorenhandy handelt es sich um ein Modell, das absolut einfach zu bedienen ist und dessen Display klar und deutlich abgelesen werden kann – Vorteile, die möglicherweise nicht nur für Seniorinnen und Senioren eine Rolle spielen könnten. Denn die wirklich einfache Anordnung aller Tasten und das beleuchtete Farbdisplay machen die Bedienung dieses Mobiltelefons für Groß und Klein kinderleicht.

Dieses Handy verfügt auch über die praktische Kurzwahlfunktion. Es können gleich mehrere Tasten mit verschiedenen Nummern belegt werden. Ein Notruf kann bei diesem Handy während des Ruhezustandes besonders einfach durch das Drücken (und drei Sekunden lange) Halten der roten Notruftaste auf der Rückseite des Gerätes ausgelöst werden. Das Handy sendet dann umgehend und selbstständig eine Notruf-SMS an alle einprogrammierten Notrufnummern des Handys. Bis zu fünf Notrufnummern können für diese besondere Zusatzfunktion einprogrammiert werden. Direkt nach dem Auslösen bis zum Beginn des ersten automatischen Anrufs ertönt zusätzlich ein sehr lautes Signal, ähnlich einem Martinshorn. Insgesamt macht das Gerät einen sehr robusten Eindruck. Im Lieferumfang enthalten ist auch eine praktische Tischladestation.

Ein kleiner Wermutstropfen könnte die eventuell die fehlende Kamerafunktion sein. Praktisch wäre es sicherlich auch, wenn dieses Gerät zusätzlich noch Hörgerätekompatibel wäre, denn das ist es leider nicht. Dafür zählt dieses Handy aber auch zu den wirklich günstigen Modellen und ist im Bereich Preis/Leistung auch ohne Kamera und Hörgerätetauglichkeit wahrscheinlich unschlagbar.

Die wichtigsten Ausstattungsmerkmale in der Übersicht:

  • Freisprechfunktion
  • Notruftaste
  • Alarmfunktion
  • Kindersicherung (Schieber an der Seite)
  • Weckfunktion
  • Taschenlampe
  • FM-Radio
  • Bluetooth 3.0
  • Dual Band (900/1800 MHz)
  • Telefonbuch für bis zu 300 Einträge
  • Li-Ion Akku (600 mAh)
  • Stand-by: bis zu 8,3 Tage
  • Sprechzeit: bis zu 4 Std.
  • Micro-USB Anschluss
  • SAR-Wert: 0,582 W/kg

2. Emporia Euphoria V50

Das schlicht wirkende Emporia Euphoria V50 ist ein Großtastenhandy in modernem und hochwertigem Design. Das Euphoria liegt durch seine flache Bauweise besonders angenehm in der Hand und verfügt über eine griffige Rückseite. Es verfügt zudem über ein breites Display und damit über besonders viel Übersichtlichkeit sowie über eine gute Standardausstattung für Senioren, beispielsweise große, beleuchtete Tasten. Gut zu wissen: Nutzer sind bei diesem Handy nicht an einen speziellen Netzbetreiber gebunden. Angenehm fallen auch die zusätzlichen Sonderfunktionen wie die Notruffunktion, eine 2 Megapixel Kamera, eine Taschenlampe, das Radio und der Wecker auf – wenngleich dies heutzutage doch schon die Grundausstattung eines Handys darstellt. Aber durch die extragroßen, beleuchteten Tasten gelingt die Bedienung aller Funktionen besonders einfach. Über seitliche Extratasten wird die Taschenlampe und die Tastensperre ein- bzw. ausgeschaltet. So werden beispielsweise ungewollte Hosentaschenanrufe ausgeschlossen. Dieses Handy lässt sich sehr leicht in Betrieb nehmen. Es muss nur die eigene SIM-Karte (hier passt die normale Mini-SIM hinein) eingelegt werden. Dann wird die Erstkonfiguration einfach gestartet und bestätigt – fertig ist die Ersteinrichtung, ganz ohne Handbuch.

Bei diesem Handy können ausgewählte Nummern auch auf drei Direkt-Funktionstasten einprogrammiert werden. Das breite Farbdisplay sorgt für eine perfekte Übersicht und tolle Bilderlebnisse. Im Lieferumfang enthalten ist eine praktische Ladeschale, die das tägliche Aufladen einfacher macht. Der eigens von emporia entwickelte Ladestecker mit einer Griffplatte und einer Führungsschiene erleichtert das Aufladen und verhindert zugleich das Einstecken des Kabels in falscher Richtung in das Gerät. Die erwiesene Hörgerätetauglichkeit und die nützliche Notruffunktion machen dieses Handy schließlich zu einem wertvollen Begleiter für Seniorinnen und Senioren im Alltag. Genau das Richtige für alle, die noch gerne einfach telefonieren und dabei die volle Übersicht behalten wollen. Mit der 2 Megapixel Kamera sind Schnappschüsse besonders schnell gemacht und auch gleich an die Liebsten versendet oder auch auf den PC übertragen. Der Speicherplatz für Bilder lässt sich bei Bedarf durch eine SD Karte bis zu 8 GB erweitern.

Die Bluetooth-Funktion ermöglicht darüber hinaus eine kabellose Verbindung, z. B. zu einer Freisprecheinrichtung im Auto. Für wen es schließlich kein Problem darstellt, dass sich Telefonnummern nur mit maximal 20 Ziffern speichern lassen, der kann bei diesem bewusst einfach gehaltenen Mobiltelefon ruhig zugreifen.

Die wichtigsten Ausstattungsmerkmale in der Übersicht:

  • Hörgerätetauglich (HAC M4/T3)
  • Notruf-Funktion
  • Dualband
  • Kindersicherung (Schieber an der Seite)
  • Stand-by Zeit: 300 Std.
  • bis zu 3.3 Std. Sprechzeit
  • Steckplatz für externe Speicherkarten
  • bis zu 300 Telefonbucheinträge möglich
  • Farbdisplay
  • Wecker
  • Taschenlampe
  • 2 Megapixel Kamera
  • Mico-USB-Anschluss
  • SAR-Wert: 1,2 W/kg

3. Doro PhoneEasy 613

Das elegante Doro PhoneEasy 613 ist ein besonders einfach zu bedienendes Klapp-Handy für Senioren, welches sich fast so einfach wie ein normales Telefon bedienen lässt. Eingehende Anrufe werden durch einfaches Auf- und Zuklappen des Handys besonders leicht angenommen oder beendet. Die Kamera lässt sich auch sehr einfach bedienen. Mit diesem Handy gelingen tolle Schnappschüsse per Tastendruck. Zum Bedienkomfort tragen besondere Designmerkmale wie erhöhte Kanten, eine weiche Oberfläche und weit auseinanderliegende, konkav angeordnete Tasten bei. Dieses Handy verfügt darüber hinaus über praktische Direktwahltasten, eine SMS-Taste, eine Bluetooth-Verbindung für Headsets oder Hörgeräte, eine SMS-Alarmmitteilungsfunktion sowie eine Notruftaste, welche auf der Rückseite des Gerätes angebracht ist. Besonders praktisch ist die Ladeschale, in der das Handy bei Nichtbenutzung abgestellt und automatisch aufgeladen werden kann, ohne dass gleich ein Kabel mit dem Handy verbunden werden muss. Insgesamt zeichnet sich dieses Handy durch einen extra lauten und klaren Klang, große beleuchtete Tasten und ein beleuchtetes Display, die Notruftaste und eine gute Hörgeräte-Kompatibilität aus.

Dieses Handy ist deshalb besonders empfehlenswert, wenn das Annehmen eines Anrufs durch ein einfaches Aufklappen des Handys erfolgen soll, die Bedienung generell einfach gestaltet sein soll und es wichtig ist, dass das Handy und die Ladestation robust gestaltet sind.

Die wichtigsten Ausstattungsmerkmale in der Übersicht:

  • 2 Megapixel Kamera
  • Bluetooth
  • Speicherkartensteckplatz (MicroSD)
  • Freisprechfunktion
  • bis zu 300 Telefonbucheinträgen möglich
  • einstellbare Schriftgröße
  • Notruf- und Direktwahltaste
  • Standby-Zeit: bis zu 370 Std.
  • Gesprächszeit: bis zu 9 Std.
  • SAR-Wert: 0,54 W/kg

4. Primo 413 by Doro

Bei dem Primo 413 aus dem Hause Doro handelt es sich ebenfalls um ein schickes Klapphandy mit großen Tasten und einer separaten Tischladestation. In diese Station kann das Gerät bei Nichtbenutzung einfach hineingestellt und somit natürlich auch gleich wieder aufgeladen werden. Somit steht es immer griffbereit am gewohnten Platz. Gut zu wissen: Der Klappmechanismus lässt sich beispielsweise auf eine reine Gesprächsannahme einstellen. Die extragroßen und separat liegenden Tasten sind kontrastreich bedruckt (weiß auf schwarz) – eine zusätzliche Hilfe für die noch bessere Lesbarkeit der Tasten. Alle Tasten können leicht heruntergedrückt werden. Dies erleichtert die Bedienung des Mobiltelefons ganz erheblich. Dieses Seniorenhandy verfügt auch über eine spezielle Notruftaste – mit einer Zusatzfunktion. Diese Notruftaste ist auf der äußeren, vorderen Gehäuseseite dezent über dem äußeren Display angebracht. Der Clou: Über ebendiese Taste kann nun auch zusätzlich während eines Gesprächs bequem auf Freisprechen gewechselt werden. Die Notruftaste außen und die drei gut abgesetzten Direktwahltasten direkt unter dem Display (bei einer Sehschwäche gut zu ertasten) sorgen schließlich dafür, dass sich das Primo 413 by Doro selbst in schwierigen Situationen immer noch verhältnismäßig einfach bedienen lässt. Es besitzt auch eine 2 Megapixel Kamera sowie eine Bluetooth-Verbindung.

Im Lieferumfang enthalten ist weiteres Zubehör wie die bereits erwähnte Tischladestation inklusive Netzteil, ein passendes Headset sowie ein nützliches USB-Kabel. Mit diesem Handy richtet sich der Hersteller wieder ganz klar an alle, die in der heutigen Zeit kein Smartphone suchen. Das Gerät ist bewusst einfach in der Bedienung gehalten wie alle Doro Produkte – trotzdem wurde es aber auch mit den wichtigsten zusätzlichen Features ausgestattet. Mithilfe der Kamera Direkt-Taste kommt der Benutzer beispielsweise mit nur einem Tastendruck ins Kamera-Menü und kann somit besonders schnell Bilder aufnehmen. Erstellte Bilder können dann anschließend via MMS, Datenkabel oder auch Bluetooth an andere Geräte übertragen werden. Außerdem können Bilder als Displayhintergrund verwendet werden.

Wird eine Micro-SD Karte im dafür vorgesehen Steckplatz verwendet (nicht im Lieferumfang enthalten) können die Fotos auch über diesen Weg gespeichert und auf andere Geräte übertragen werden. Das attraktive Design und die frischen Farben überzeugen den Nutzer bei einer guten Funktionalität und überdurchschnittlicher Qualität. Dieses Seniorenhandy ist ein klarer Favorit bei der Sprachqualität und auch beim Preis, denn hier stimmt das Preis-Leistungs-Verhältnis.

Die wichtigsten Ausstattungsmerkmale in der Übersicht:

  • Tri-Band (GSM 900/1800/1900 MHz)
  • Bluetooth 3.0
  • 2 Megapixel Kamera
  • zusätzliches Außendisplay
  • Alarmfunktion
  • Rechner
  • Kalender
  • Vibrationsalarm
  • Tastensperre
  • Taschenlampe
  • Sprechzeit: 4 Stunden
  • bis zu 300 Telefonbucheinträge möglich
  • Micro-SD Karteneinschub
  • Notruftaste
  • 3 Direktwahltasten
  • 2 Megapixel Kamera
  • FM Radio
  • SAR-Wert: 0,65 W/kg

5. Emporia Telme C151 rot

Das Emporia Telme C151 ist ein einfach zu bedienendes Großtastenhandy mit einem Farbdisplay und Micro-USB-Anschluss. Dieses Seniorenhandy verfügt über extragroße, beleuchtete Tasten, die sich auch gut ertasten lassen können sowie über drei Kurzwahltasten für den schnellen Rufaufbau zu häufig benötigten Kontaktpersonen. Die Notruf-Funktion ist wie bei fast allen Seniorenhandys in mehreren Stufen aufgebaut. Für schnelle Hilfe im Notfall müssen zuerst bis zu fünf Notrufkontakte eingespeichert werden. Mit einem einzigen, haltenden Tastendruck auf den entsprechenden Kopf auf der Gehäuserückseite werden diese Notrufkontakte automatisch in der abgespeicherten Reihenfolge angerufen. Es ertönt dann kontinuierlich ein lauter Voralarm-Ton für die Dauer von fünf Sekunden. Somit wird auch die Umgebung zusätzlich auf eine mögliche Notsituation aufmerksam gemacht. Parallel dazu werden Notruf-SMS nacheinander an die eingetragenen Notrufkontakte geschickt. Die einfache Bedienbarkeit dieses Mobiltelefons beschränkt sich hinsichtlich seiner Funktionen auf das Wesentliche – nämlich auf das Telefonieren sowie auf das Versenden oder Empfangen von SMS. Dabei wurde laut Hersteller aber nicht an Qualität oder Farbe gespart. Der Nutzer hat bei diesem Seniorenhandy die Auswahl zwischen einem attraktiven Grauton und einem schicken Rotton. Zusätzlich mit an Bord sind die folgenden Features: Notruf-Funktion, Bluetooth, Taschenlampe, Wecker, Kalender, FM-Radio und Tischladestation. Unser Fazit lautet: Hier gibt es noch Qualität zum günstigen Preis. Die schönen metallischen Farben finden durchaus Gefallen. Wen es also nicht weiter stört, dass dieses Handy in seiner Funktionalität einfach gehalten ist und über keine Kamera verfügt, der kann hier getrost zugreifen.

Für Personen mit eingeschränktem Sehvermögen könnte jedoch das farbige Display höchstwahrscheinlich etwas zu klein sein.

Die wichtigsten Ausstattungsmerkmale in der Übersicht:

  • FM Radio mit interner Antenne
  • Wecker
  • Taschenlampe
  • Bluetooth 3.0 HSP
  • Kalender
  • Gesprächszeit: über 4 Std.
  • drei Kurzwahltasten
  • große Schriftzeichen einstellbar
  • Notruffunktion
  • Tischladestation
  • SAR-Wert: keine Angaben

6. VOTTAU E09

Das VOTTAU E09 ist ein vom Hersteller bewusst schlicht gestaltetes, übersichtliches Großtastenhandy. Die Funktionsweise ist einfach und leicht verständlich. Die Menüführung beispielsweise ist unkompliziert aufgebaut und daher besonders für Seniorinnen und Senioren gut geeignet. Über das einfache und logische Menü lassen sich alle Funktionen selbst ohne Anleitung leicht einstellen. Durch die extragroßen Tasten, das große Farbdisplay und das gut in der Hand liegende Touch-Softcover lässt sich dieses Mobiltelefon in der Regel auch von älteren Menschen gut bedienen. Für ein Höchstmaß an Komfort und Sicherheit sorgen die Notruffunktion mit der integrierten SOS-Notruftaste sowie drei Kurzwahltasten und die lange Akku-Laufzeit. Über das praktische Tischladegerät lässt sich auch dieses Handy immer am selben Platz unkompliziert aufladen. Zur Grundausstattung gehören ebenfalls eine Taschenlampe, ein UKW-Radio, ein Wecker, ein Kalender sowie eine Bluetooth-Verbindungsmöglichkeit.

Wer also in der heutigen Zeit ein einfaches und gut zu bedienendes Handy sucht und dabei wenig Wert auf Schnickschnack legt sowie auch darauf achtet, dass die Bedienung allein über die Tastatur erfolgt (und nicht über ein Touch-Display), der liegt mit diesem Handy genau richtig.

Die wichtigsten Ausstattungsmerkmale in der Übersicht:

  • Quad-Band GSM (850/900/1800/1900 MHz)
  • durchschnittliche Gesprächszeit: 200 Std.
  • Taschenlampe
  • Tischladegerät
  • UKW-Radio
  • Wecker
  • Kalender
  • Bluetooth
  • Notruftaste
  • SAR-Wert: 0,94 W/kg

7. MB 100 bordeaux rot

Bei dem MB 100 aus dem Hause Simply Smart handelt es sich um ein ansprechendes Klapphandy. Das Gehäuse ist innen in einem dezenten Silbergrauton gehalten. Außen hat der Hersteller einen frischen und modernen Farbakzent gesetzt – das Handy hat hier eine moderne, leicht metallisch wirkende bordeauxrote Farbe. Dieses ansprechende Mobiltelefon für Senioren verfügt neben dem Hauptdisplay ebenfalls über ein äußeres zweites Display, auf dem beispielsweise Nachrichten oder verpasste Anrufe angezeigt werden, wenn das Handy zugeklappt ist. Die Oberfläche fühlt sich durch eine besondere Rubber-Schicht angenehm und sehr griffig an. Das Mobiltelefon liegt einfach gut in der Hand. Praktisch: Bei einem eingehenden Anruf kann ein (vorher zugewiesenes) Kontaktbild im Display angezeigt werden. Somit sieht der Handynutzer direkt, wer ihn gerade anruft. Durch die Sprachausgabe der Tasten könnte dieses Mobiltelefon auch als „sprechendes Handy“ für Menschen mit einer Sehbehinderung interessant sein. Im Lieferumfang enthalten sind Kopfhörer, das Netzteil, ein USB-Kabel sowie die praktische Ladeschale für den Tisch.

Das Preis-Leistungs-Verhältnis dieses ausgesprochen stilvollen Handys wird von zahlreichen Nutzern im Internet als gut bewertet. Jedoch könnte die Freisprecheinrichtung für Hörgeschädigte den Meinungen zufolge schon etwas lauter sein.

Die wichtigsten Ausstattungsmerkmale in der Übersicht:

  • GSM Dualband (900/1800 MHz)
  • 2 Megapixel Kamera
  • Freisprechfunktion
  • LED-Taschenlampe
  • Notruftaste
  • Simlock-frei
  • Freisprechfunktion
  • Sprachausgabe der Tasten (auch abstellbar)
  • Telefonbuch für bis zu 300 Einträge
  • UKW Radio
  • 2 Direktwahltasten
  • Standbyzeit: bis zu 264 Std.
  • Gesprächszeit: bis zu 6 Std.
  • 3,5 mm Kopfhörerbuchse
  • SAR-Wert: keine Angabe

8. GSM artfone mit DUAL-SIM

Das GSM Dual-Sim Seniorenhandy stammt aus dem Hause artfone. Auch dieser Hersteller verzichtet bewusst auf unnötige oder komplizierte Funktionen und Features. Denn die wichtigste Funktion dieses Mobiltelefons bestehen wie bei anderen einfacheren Modellen darin, hauptsächlich Anrufe zu tätigen oder SMS zu versenden und zu empfangen. Funktionen, die eine Bedienung unnötig kompliziert machen würden, sind bewusst nicht vorhanden. Damit wird das Telefonieren oder Nachrichten schreiben eben zu einer besonders leichten Aufgabe – nicht nur für Senioren oder Kinder. Auch andere „Handy-Anfänger“, die bislang noch kein Mobiltelefon benutzt haben, liegen mit diesem Handy für den Einstieg in die mobile Telefonwelt ebenfalls richtig. Die integrierte Notruftaste auf der Rückseite kann dazu verwendet werden, bis zu fünf eingespeicherte Familienangehörige oder Freunde umgehend um Hilfe zu bitten, sofern ein Notfall eingetreten sein sollte. Das Telefon sendet dann während des Notfallanrufes auch parallel eine Textnachricht, wobei festgelegt werden kann, dass grundsätzlich keine Textnachrichten gesendet werden soll. Dabei liegt dieses Handy gut in der Hand, denn es hat an den Kanten eine geriffelte Oberfläche, die dafür sorgt, dass es nicht so leicht aus den Händen rutschen kann. Die großen Tasten, die gut aus dem Gehäuse hervortreten, lassen sich auch gut ertasten. Eine entsprechend große Beschriftung der Zahlen und Buchstaben erleichtert die Bedienung des Handys auch für Menschen mit einer Einschränkung in der Sehstärke.

Auch interessant: Der Hersteller bietet dieses Handy inklusive einer 60-Tage Service-Garantie an.

Die wichtigsten Ausstattungsmerkmale in der Übersicht:

  • durchschnittliche Gesprächsdauer: 5 Std.
  • DUAL-SIM-Handy
  • Notruffunktion
  • Taschenlampe
  • Micro-SD-Kartenslot mit Speicherkartenfunktion
  • bis zu 100 Telefonbucheinträge möglich
  • Tastensperre durch Schiebregler
  • Lautstärkeregelungstaste
  • Halterung für Trageschlaufe
  • Freisprechfunktion
  • 2 Schnellwahltasten
  • Kamera
  • Taschenrechner
  • FM Radio
  • SAR-Wert: keine Angabe

9. Emporia TellMe X200

Bei dem Emporia TellMe X200 handelt es sich um ein Großtasten-Klapphandy, wahlweise in dezentem Spacegrau oder einem auffälligen Rotton. Dieses Mobiltelefon verfügt über ein großes Farbdisplay sowie über ein zusätzliches Außen-Display. Hierauf findet der Nutzer eine übersichtliche Anzeige des aktuellen Datums, des aktuellen Wochentages, der aktuellen Uhrzeit und aller verpassten Anrufe. Interessantes Sonderfeature: Anrufe können auch über die außen liegende Hörertaste angenommen werden, ohne dass die Klappe des Handys dafür geöffnet werden muss. Die unauffällige, graue SOS-Taste befindet sich auf der Rückseite des Gerätes und lässt sich einfach bedienen. Parallel zu jedem SOS-Anruf wird eine Notruf-SMS vom Handy selbstständig versandt. Es verfügt über extragroße, beleuchtete Tasten sowie über drei übersichtlich angebrachte Kurzwahltasten und ist im Wesentlichen sehr einfach zu bedienen. Telefonieren, SMS und MMS versenden und empfangen wird damit (fast) zu einem Kinderspiel. Die Einfachheit und Übersichtlichkeit könnte dieses Mobiltelefon für Menschen mit eingeschränkter Sehfähigkeit interessant machen. Wem der eingebaute Speicher beispielsweise für Fotos nicht ausreicht, der kann die Speicherkapazität des Telefons durch eine SD Karte leicht selbst erweitern. Praktisch: Auf der Sterntaste können Lieblingsfunktion hinterlegt werden. Diese werden dann mit einem einzigen Tastendruck gestartet, beispielsweise die Funktion „SMS schreiben“. Laut Hersteller bekommt der Nutzer mit diesem Handy viel Ausstattung zum kleinen Preis. Die Bewertungen im Internet sind bezogen auf das Preis-Leistungs-Verhältnis häufig besonders positiv.

Das Plastikgehäuse empfinden manche Nutzer jedoch als etwas zu rutschig und den Lautsprecher bei eingeschalteter Freisprechfunktion als etwas zu leise für Menschen, die nicht mehr so gut hören.

Die wichtigsten Ausstattungsmerkmale in der Übersicht:

  • Bluetooth
  • Micro-USB
  • FM Radio
  • Notruffunktion
  • 3 Kurzwahltasten
  • Kamera (VGA)
  • Tischladestation
  • Bluetooth
  • Freisprechen
  • FM Radio
  • SAR-Wert: keine Angabe

10. Doro 8031 4G Smartphone

Mit dem 8031 stellt Doro ein Smartphone für Senioren vor, dass laut Hersteller aber kein herkömmliches Smartphone ist. Komplizierte Menüs sucht der Nutzer hier vergebens – es gibt nur eine „Ich möchte“-Schaltfläche, über welche mit anderen Handynutzern kommuniziert werden kann oder Dinge geteilt werden können. Es geht schließlich darum, mit diesem Handy auch etwas Spaß zu haben. Die Ersteinrichtung gelingt sehr schnell über einen Fragebogen, der aber kaum technisch daherkommt. Vielmehr wird das Telefon damit direkt nach den persönlichen Anforderungen eingerichtet. Wem das nicht reicht, der kann bei dem integrierten Coach bei Bedarf zusätzliche Unterstützung in Textform erhalten. Dienste wie„My Doro Manager” (Remote-Unterstützung) und „Doro Connect and Care”, die in Verbindung mit der integrierten Notruffunktion noch mehr Sicherheit bieten als jedes andere Smartphone, runden das Gesamtpaket ab. Ebenfalls interessant für technikaffine Menschen ist die eingebaute 5 Megapixel-Kamera mit Autofokus. Sie macht Fotos und Videos von sehr guter Qualität. Die erstellten Bilder können schließlich via MMS, E-Mail, Datenkabel oder per Bluetooth auf andere Geräte übertragen werden. Jedes Bild lässt sich außerdem als Displayhintergrund verwenden und über soziale Netzwerke mit Freunden oder Bekannten teilen. Die Schriftgröße und die Größe der Symbole lassen sich frei anpassen.

Im Lieferumfang enthalten sind das Smartphone, der Li-Ion Akku, das Headset, eine Ladestation, das USB-Kabel sowie die Bedienungsanleitung. Nutzer heben in ihren Bewertungen im Internet oft den lauten und klaren Klang hervor, da dieses Smartphone auch Hörgerätekompatibel ist.

Die wichtigsten Ausstattungsmerkmale in der Übersicht:

  • Smartphone (Betriebssystem: Android 5.1, Quad-Core)
  • SwiftKey-Funktion zur Texteingabe
  • 4,5 Zoll Touch-Display (Multi-Touch)
  • Standby-Zeit: 600 Std.
  • Gesprächszeit (3G): 15 Std.
  • Tischladestation
  • Tasten für kürzlich verwendete Apps, Startansicht und Zurück
  • Videoaufzeichnung: mp4 (720p, 480p, MMS (176×144)
  • Radioempfang
  • Bluetooth 4.0
  • 5 Megapixel Kamera
  • GPS
  • Hörgerätekompatibel
  • lauter und klarer Klang (HD Voice)
  • Notruftaste
  • LTE (4G)
  • WiFi
  • MicroSD-Kartenslot (bis max. 32 GB)
  • Micro-USB 2.0
  • SAR-Wert: 0,74 W/kg

Weniger ist mehr: Ein Ratgeber zu Seniorenhandys

bestes SeniorenhandyFest steht, für die ältere Generation ist die Bedienung umständlicher Menüs oder glatter Touch-Oberflächen der neuesten Smartphones eine wahre Zumutung. Laut einem aktuellen Test der Stiftung Warentest haben vor allem Handymodelle mit großen Tasten und einer einfachen Bedienung die Nase vorn. Viele ältere Handynutzer entscheiden sich bewusst für ein spezielles sogenanntes Seniorenhandy. Diese Handys sind in der Regel besonders einfach zu bedienen. Darüber hinaus bieten sie auf die Zielgruppe zugeschnittene Sonderfunktionen, die mit steigendem Alter immer wichtiger werden können, beispielsweise eine Notruffunktion oder die Ortungsmöglichkeit per GPS. Wenn Senioren ein Handy benötigen, um mit der Familie oder mit den Freunden in Kontakt zu bleiben, sollten jedoch einige Punkte beachtet werden. Gewiss mag es auch Seniorinnen und Senioren geben, die sich von technischen Spielereien nicht abschrecken lassen. Jedoch muss jeder andere technisch nicht so technikaffine längst nicht auf ein Handy verzichten, denn mittlerweile gibt es zahlreiche einfachere Modelle auf dem Markt, die wir in unserer Übersicht umfassend vorgestellt haben. Die meisten folgen demselben Motto: Weniger ist mehr! Im Folgenden sind noch einmal die wichtigsten Features zusammengefasst, die beim Kauf eines Seniorenhandys wirklich eine Rolle spielen sollten.

Die generellen Vorteile eines Seniorenhandys gegenüber eines herkömmlichen Smartphones liegen klar auf der Hand. Dennoch hat ein Smartphone das, was ein Seniorenhandy nicht hat. Die Vor- und Nachteile auf einen Blick:

  • Vereinfachte Bedienung durch größere, beleuchtete Tasten
  • Bessere Greifbarkeit durch größere Abmessung und verbesserte Haptik
  • Die meist größere Schrift lässt sich leichter lesen.
  • Ein kontrastreiches, großes Display hilft Menschen mit Einschränkungen beim Sehvermögen
  • Simple Menüs ermöglichen eine intuitive Bedienung durch den Handynutzer.
  • Laute und einfache Klingeltöne sind besser hörbar, auch mit Hörgerät.
  • Der eingebaute Lautsprecher sorgt für eine insgesamt höhere Lautstärke.
  • Verlängerte Akkulaufzeiten sorgen für eine längere Erreichbarkeit.
  • Erhöhte Sicherheit kann durch eine Notruffunktion und Ortung per GPS erreicht werden.
  • In den Augen von Senioren sind Smartphones aufgrund der Größe unpraktisch. Vor dem Hintergrund der nachlassenden motorischen Fähigkeiten, können die Seniorinnen und Senioren es oft nicht mehr richtig greifen
  • Der Nachteil von Seniorenhandys gegenüber Smartphones ist jedoch, die Kamerafunktion. Die meisten Smartphones sind mit hochwertigen Kameras ausgestattet. Dies erlaubt den Senioren und Seniorinnen auf Reisen rasch Bilder zu schießen und sie dann im Anschluss an Ihre Lieben zu Hause zu schicken.
  • Seniorenhandys erfüllen zwar ihren Zweck. Dennoch ist die Internetfähigkeit nicht bei allen Modellen gegeben. Allerdings führt ein Smartphone, mit dem sie schnell ins Internet gehen können nicht selten zu Überforderung.
  • Ein Seniorenhandy ist im Vergleich zu einem Smartphone relativ. Dafür kann ein Smartphone allerdings schnell zu Überforderung führen.
  • Ein Seniorenhandy verzichtet in der Regel auf technische Spielereien wie Apps und andere Anwendungen. In dieser Hinsicht hat das Smartphone die Nase vorn.

Große Tasten und gute Griffigkeit

Seniorenhandy VergleichEin Seniorenhandy sollte in besonderem Maße auf die Bedürfnisse älterer Menschen angepasst sein. Bei der Gestaltung und Entwicklung gehen die Hersteller verständlicherweise davon aus, dass Seniorinnen und Senioren zunehmend Schwierigkeiten mit dem Hören und Sehen haben werden sowie mit den motorischen Fähigkeiten. Handys für diese große Zielgruppe besitzen daher immer größere Tasten, ein großes Display mit einer guten Beleuchtung sowie eine gummierte Oberfläche oder entsprechenden Grip, damit eine leichte Bedienung und eine gute Griffigkeit stets gewährleistet sind.

Kompatibilität mit Hörgeräten und direkte Kopplung über Bluetooth

Ein wichtiger Unterschied zu gewöhnlichen Handys und Smartphones besteht darin, dass Seniorenhandys normalerweise hörgerätekompatibel sein sollten. Zur Angabe dieser Eigenschaft werden oftmals die Klassifizierungen wie M1 oder M3 genutzt. So kann der Nutzer zwischen den jeweiligen Seniorenhandys besser vergleichen. Kommunikationsgeräte mit der M3 oder M4-Klassifizierung entsprechen allen Anforderungen der US-Kommission. M4 steht hierbei jedoch für bessere Werte und damit auch für eine bessere Leistung. Oftmals ist eine direkte Kopplung mit einem Hörgerät möglich. Via Induktionsspule ist das Hörgerät bei einer Kopplung mit dem Mobiltelefon verbunden und der Handynutzer kann somit das Gespräch in der gewohnten Lautstärke klar und deutlich hören.

Praktisch: Seniorenhandys mit Bluetooth lassen sich nicht nur mit einer Freisprechanlage eines Autos verbinden. Sie können auch per Bluetooth mit Hörgeräten verbunden werden, die ebenfalls Bluetooth fähig sind. Darüber hinaus haben Seniorenhandys oft besonders laute und einfache Ruftöne sowie generell eine verbesserte Lautsprecher-Funktion, wodurch wiederum für eine insgesamt höhere Lautstärke gesorgt wird.

Sprachausgabe

Einige Handys für Seniorinnen und Senioren besitzen als besondere Funktion die sogenannte Sprachausgabe oder Sprachsteuerung. Das bedeutet, es können dann Funktionen vorgelesen und per Sprache bestätigt werden oder es kann das Handy direkt per Sprache gesteuert werden (zum Beispiel, um jemanden anzurufen). Dies kann für Menschen mit einer Sehschwäche besonders hilfreich sein. Falls dieser Punkt wichtig für die Kaufentscheidung ist, sollte auf entsprechende Hinweise (Sprachausgabe, Sprachsteuerung „sprechende Tasten“ o.ä.) des Herstellers geachtet werden. Diese Funktion lässt sich auch abschalten, wenn sie nicht benötigt wird.

Integrierte Notruf-Funktion

VorteileMithilfe der integrierten Notruf-Funktion kann in einem möglichen Notfall vom Handynutzer schnell und unkompliziert Hilfe gerufen werden. Wer sich beispielsweise in einer akuten Notsituation befindet, beispielsweise bei einem Sturz während eines Spaziergangs oder im Haushalt, der kann über diesen einen gut erreichbaren Knopf direkt Hilfe anfordern, ohne erst einmal durch ein umständliches Handymenü navigieren zu müssen. Das funktioniert in den meisten Fällen durch das Drücken und Halten (meist 3 bis 5 Sekunden lang oder doppeltes Drücken innerhalb einer Sekunde) der Notruftaste, die sich auf der Rückseite des Gerätes befindet, und während des Ruhezustandes wird der Notruf ausgelöst. Das Handy sendet dann umgehend und selbstständig eine Notruf-SMS an alle einprogrammierten Notrufnummern des Handys. Bis zu fünf Notrufnummern können für diese besondere Zusatzfunktion einprogrammiert werden. Das kann jemand aus der Familie, Freunde oder eine Hilfsorganisation sein. Zusätzlich ertönt direkt nach dem Auslösen des Notrufs bis zum Beginn des ersten automatischen Anrufs ein sehr lautes Signal, ähnlich einem Martinshorn. Dies zeigt auch der unmittelbaren Umgebung an, dass Hilfe benötigt wird. Das Mobiltelefon währenddessen dann die erste einprogrammierte Notrufnummer an. Wenn die erste Notrufnummer besetzt oder nicht erreichbar ist oder nicht innerhalb einer Minute antwortet, wird ein Versuch mit den weiteren Nummern unternommen. Hebt keiner der Angerufenen ab, werden diese Anrufschritte bis zu dreimal wiederholt. Dadurch wird sichergestellt, dass kein Anrufbeantworter den Hilferuf entgegennehmen kann. Die gesamte Notrufliste wird meistens wiederholt bis der Anruf angenommen oder bis Auflegen gedrückt wird. Nachdem der Anruf angenommen worden ist, schaltet das Mobiltelefon in den Freisprechmodus. Man sollte dabei jedoch stets beachten, dass ein Handy für Senioren keinen Rundum-Service eines mobilen Pflegenotrufs ersetzen kann. Ambulante Pflegedienste und karitative Einrichtungen bieten meist kostenfrei eine Beratung zum Thema Hausnotruf an.

Weitere wichtige Eigenschaften

    Achtung: Das sollten Sie wissen!

  • Externe Ladeschale oder Tischladestation
    Seniorenhandys verfügen meistens über eine externe Ladeschale oder über eine Tischladestation, welche im Lieferumfang enthalten ist. Das Handy kann damit ganz bequem und einfach aufgeladen werden. Die Ladestation wird dazu einfach mit dem Ladekabel verbunden und verbleibt an einem Ort. Sobald das Handy in die Station eingesetzt wird, kann es über die Kontakte in der Ladeschale automatisch aufgeladen werden. Auf diese Weise entfällt das umständliche Anstecken eines zumeist kleinen Kabels an das Handy. Außerdem steht das Mobiltelefon so immer griffbereit an einem gewohnten Platz, beispielsweise direkt neben dem Festnetztelefon.
  • Klappe zu und gut – Klapphandys
    Klapphandys sind bei Seniorinnen und Senioren in besonderem Maße beliebt. Sie bringen vor allem den großen Vorteil mit sich, dass durch den Klapp-Mechanismus bei zugeklapptem Mobiltelefon die Tasten geschützt sind, sodass ein versehentliches Bedienen (beispielsweise in der Hosentasche) eigentlich nicht vorkommen kann. Außerdem können Gespräche durch ein einfaches Auf- oder Zuklappen intuitiv angenommen oder beendet werden. Die Klapphandys bieten zudem durch ihre Bauweise im Taschenformat größere Tasten als das sonst übliche Barrenformat.
  • Ortung per GPS
    GPS wird bei herkömmlichen Handys fast ausschließlich zur Navigation eingesetzt. Ein Seniorenhandy kann diesen Dienst oft auch zur Ortung nutzen. Dies kann zu zusätzlicher Sicherheit bei älteren Menschen führen, sofern sie verwirrt oder desorientiert sind. Über die Koordination des Standorts lässt sich der Aufenthaltsort der betroffenen Person schnell ermitteln.
  • Kalender mit Erinnerungsfunktion
    Falls die Programmierung von Terminen nicht zu kompliziert gestaltet ist, kann der Handynutzer durch diese Funktion an wichtige Termine wie Geburtstage oder aber auch an Arzttermine erinnert werden.
  • Die Dual-SIM-Option
    Ein Dual-SIM-Handy ist ein Mobiltelefon, in das zwei SIM-Karten eingelegt werden können. Diese können abwechselnd oder sogar teilweise gleichzeitig genutzt werden. Diese Option kann beispielsweise sinnvoll sein, wenn zwei verschiedene Verträge bestehen und somit auch zwei Telefonnummern und Sim-Karten in einem Handy zum Einsatz kommen sollen.
  • Standby-Zeiten und Akkuleistung
    Mobiltelefone für Senioren haben oft eine längere Akkulaufzeit als moderne Smartphones. Dies hat den Vorteil, dass der Akku oft nur einmal pro Woche geladen werden muss. Somit sind Nutzer eines Seniorenhandys unter Umständen immer noch erreichbar, selbst wenn das Handy über einen längeren Zeitraum einmal nicht mehr aufgeladen wurde.
  • Spezielle Funktionen wie Kamera, Radio oder mp3-Player
    Wer sich mehr Funktionen wünscht, die über das Telefonieren und SMS verschicken hinausgehen, der kann ein Gerät mit Kamera, Radio oder mp3-Player auf dem Markt bekommen. Auch gibt es bereits spezielle Senioren-Smartphones, die auch entsprechende Apps in einer vereinfachteren Menüführung anbieten.

Was sagt der SAR-Wert über ein Seniorenhandy aus?

Darauf sollten Sie achtenSAR bezeichnet als Abkürzung die sogenannte „spezifische Absorptionsrate“. Damit ist die eigentliche Handystrahlung gemeint. Durch eine Zahl, den sogenannten SAR-Wert, welcher in der Einheit W/kg gemessen wird, wird die Absorption von elektromagnetischen Feldern in einem Material beschrieben, welches dadurch immer auch erwärmt wird. Fakt ist, selbst neue und leistungsstarke Technik, wie sie heute in den modernen Handys verbaut wird, erzielt meist gute bis sehr gute SAR-Werte. Unsicher ist derzeit aber immer noch, inwieweit die Handystrahlung langfristig zu Gesundheitsschäden führen kann. Diese unsichtbare Strahlung steht bisweilen im Verdacht, beispielsweise das Körpergewebe zu erhitzen und dadurch auch zu schädigen. Zweifelsfrei bewiesen wurde dies jedoch noch nicht. Dennoch lohnt ein Blick auf den vom Hersteller angegebenen SAR-Wert. Es kann derzeit nur als empfehlenswert gelten, die maximal zulässigen Werte nicht zu überschreiten. Gut zu wissen: Alle angegebenen Werte der Handyhersteller sind stets Maximalwerte. Es ist also davon auszugehen, dass die tatsächlichen Betriebswerte sogar noch deutlich darunter liegen.

Laut den Empfehlungen des Bundesamtes für Strahlenschutz soll die spezifische Absorptionsrate eines Handys nicht mehr als 2 Watt pro Kilogramm betragen, um gesundheitliche Schäden dieser hochfrequenten Felder auszuschließen. Wer auf Nummer sicher gehen will, sollte lauf das Umweltzeichen „Blauer Engel“ achten. Mit diesem Label werden Handys gekennzeichnet, die besonders strahlungsarm sind. Ihr maximaler SAR-Wert am Kopf darf maximal 0,6 Watt pro Kilogramm betragen.

5 hilfreiche Tipps für den richtigen Umgang mit einem Seniorenhandy

Die Bedienung ist zwar meist kinderleicht, trotzdem sollte gerade beim Umgang mit einem Seniorenhandy einiges beachtet werden. Lesen Sie unsere 5 Tipps für den richtigen Umgang mit einem Seniorenhandy.

  1. Seniorenhandy TestEinfach einschalten und lostelefonieren, das funktioniert in den meisten Fällen nicht gleich auf Anhieb. Bereits das Einlegen einer Micro-SIM-Karte kann sich schwierig gestalten, je nachdem, wo sich der Slot für die SIM-Karte im Handy genau befindet und welche SIM-Kartengröße eingelegt werden muss. Ein Blick in das Handbuch lohnt daher auch schon vor einem Kauf. Meist kann man die sogenannten Manuals im Internet als PDF finden (per Google nach dem Modellnamen und dem Stichwort „Manual“ suchen) und sich an dieser Stelle schon etwas genauer über das gewünschte Modell informieren. Achtung: Ein kompliziert aufgebautes Handbuch kann bereits auf eine komplizierte Handhabung des Handys hindeuten.
  2. Es kann sich durchaus lohnen, einmal über eine Flatrate nachzudenken, damit eventuell versehentlich getätigte Anrufe nicht gleich zu Buche schlagen. Je nachdem, welche Anrufe häufig getätigt werden, ist hier entweder eine Flatrate ins Festnetz oder in das deutsche bzw. ausländische Mobilfunknetz oder aber auch beides empfehlenswert.
  3. Wer hauptsächlich nur erreichbar sein möchte, der kann getrost auch zu einer günstigen Prepaid-Karte greifen, die in zahlreichen Supermärkten und Handygeschäften für kleines Geld im Angebot sind. Getätigte Anrufe werden dann, je nach Guthaben, monatsweise abgerechnet. Erfolgen gar keine eigenen Anrufe, ist jedoch stets zu beachten, dass in regelmäßigen Abständen ein zumeist kleiner Geldbetrag aufgeladen werden muss, da ansonsten die Telefonnummer gegebenenfalls wegen „Nichtbenutzung“ vom Anbieter abgeschaltet werden kann.
  4. Falls das Seniorenhandy dauerhaft in einer Ladeschale bzw. Tischladestation verweilt, ist zu klären, ob dies eventuell zu Fragen führen kann, die den Akku oder die allgemeine Handhabung des Handys betreffen. Es gibt beispielsweise Modelle, bei denen eine Anzeigelampe dauerhaft blinkt oder aufleuchtet, wenn der Akku vollständig geladen ist. Da dies nicht abzuschalten ist, kann diese Einstellung zu Verunsicherungen beim Handybenutzer führen, da unklar ist, was bei einer dauerhaft blinkenden Lampe am Handy eigentlich zu tun ist.
  5. Viele Anbieter wie die VHS oder die Verbraucherzentralen geben Nachhilfe bei Handyfragen. Lohnenswert kann durchaus auch ein sogenannter „Handyführerschein für Senioren“ sein. In diesen zweistündigen Kursangeboten werden alle wichtigen Grundlagen der Mobiltelefonie nachvollziehbar und verständlich von Experten erklärt. Wer sich also mit dem Thema Mobiltelefonie grundsätzlich beschäftigen möchte, aber noch nicht so ganz genau weiß, ob ein Mobiltelefon wirklich das richtige ist, findet in diesen Kursen Gleichgesinnte und kann alle relevanten Fragen in dieser Runde stellen.

Seniorenhandys im Test bei der Stiftung Warentest?

FragezeichenZu fast jedem alltäglichen Gebrauchsgegenstand gibt es online mittlerweile unzählige Vergleiche und Blog- sowie Foreneinträge. So auch zu Seniorenhandys, deren Zielgruppe einerseits immer mehr in der Zahl wächst, andererseits ist die Kaufkraft von Senioren und Seniorinnen sehr stark und der Markt für die Hersteller also durchaus vorhanden. Auch die Stiftung Warentest hat sich dem Thema Seniorenhandys angenommen und auf ihrer Webseite unterschiedliche Modelle getestet und beschrieben. In ihrem Vergleich hat die Stiftung verschiedene Modelle auf Herz und Nieren geprüft und sie ganz genau analysiert. Folgende Kriterien waren dabei für die Stiftung Warentest entscheidend:

  • Funktion des Notrufs: Die Stiftung Warentest hat herausgefunden, dass bei manchen Seniorenhandys der Notruf ins Leere laufen kann, da eine ganze Liste von Notrufnummern mit der Notruftaste abgearbeitet werden.
  • Launcher-Apps haben in den Tests nicht überzeugt. Diese ersetzen die vorinstallierte Nutzeroberfläche durch eine andere. So sollen beispielsweise handelsübliche Smartphones für ältere Nutzer leichter zugänglich gemacht werden. In den Tests haben diese laut Stiftung Warentest jedoch nicht überzeugt.
  • Bei manchen Seniorenhandys wird ein Eingabestift mitgeliefert. Manche Tests haben jedoch bewiesen, dass der Stift nicht immer richtig funktioniert.

Auf der genannten Webseite der Stiftung Warentest können Sie sich die einzelnen Testergebnisse kostenfrei anschauen.

Seniorenhandy Test bei Ökotest

Auch auf der Webseite von Ökotest gibt es einen Seniorenhandy Test, über den Sie sich über Senioren- und Einfachhandys informieren können. Ökotest stellt online die einzelnen Testergebnisse als PDF-Dokument zur Verfügung. Dieses können Sie sich zu Hause in Ruhe runterladen und durchlesen. Eines vorweg: Bei Ökotest haben die Seniorenhandys besser abgeschnitten als die Einfachhandys. Diese haben deutlich schlechtere Ergebnisse..

Vergleichssieger auf STERN.de:

Vergleichssieger auf STERN.de:

  • swisstone BBM 320c