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Stromkostenvergleich – Jetzt bis zu 500€ beim Wechsel sparen

Mindestens während der letzten 20 Jahre sind die Stromkosten kontinuierlich angestiegen und sind daher heute ein gewichtiger Kostenfaktor für die meisten Verbraucher geworden. Obwohl die Menschen auch der Umwelt zuliebe immer bewusster auf ihren Stromverbrauch achten, sind die Stromkosten in ihrer stetigen Bewegung nach oben einfach nicht aufzuhalten.

Die deutschen Verbraucher bezahlen in Europa gleich nach Dänemark die zweithöchsten Strompreise. Im Jahre 2014 hat das Preisniveau bei über 29 Cent pro Kilowattstunde hierzulande ein Maximum erreicht. Seitdem ist eine leichte Entspannung zu verzeichnen, allerdings ging es in 2017 auch schon wieder bergauf. Inzwischen ist die (magische) Marke von 30 Cent pro Kilowattstunde überschritten worden.

Die antreibenden Faktoren bei den Stromkosten

Stromkosten berechnen und sparenIn der Zeit von 1998 bis 2014 sind die durchschnittlichen Stromkosten der privaten Haushalte von 17,11 auf 29,13 Cent pro Kilowattstunde gestiegen. Diese Steigerung von circa 70 Prozent entspricht einer „Strom-Inflationsrate“ von 3,4 Prozent. Was sich dahinter verbirgt, wird vielleicht klarer, wenn wir uns einmal vergegenwärtigen, dass sich der Strompreis im Wesentlichen aus drei Komponenten zusammensetzt.

  1. Steuern und Abgaben – 54 Prozent
  2. Regulierte Netzentgelte – 25 Prozent
  3. Einkauf und Vertrieb – 21 Prozent

Die politisch verordnete Energiewende, die ohne einen massiven Netzausbau nicht funktionieren kann, hat definitiv einen großen Anteil am rasanten Anstieg der Stromkosten. Die EEG-Umlage, die extra zur Förderung der erneuerbaren Energien eingeführt worden ist, macht mit den Netzentgelten knapp die Hälfte des Strompreises aus. Gerade diese beiden Posten waren es, die in den letzten Jahren ununterbrochen angewachsen sind. Befragt man Experten dazu, bekommt man unisono die Antwort, dass dieser Trend ganz bestimmt bis in die 2020er Jahre anhalten wird. Schauen wir uns dazu die Einführungen der staatlich festgesetzten Umlagen und Abgaben in ihrer chronologischen Folge an:

  • Bei der Konzessionsabgabe handelt es sich um ein Entgelt für die Einräumung kommunaler Wegerechte. Eingeführt wurden diese Regelungen schon 1935 im Rahmen des Energiewirtschaftsgesetzes, das inzwischen mehrfach novelliert worden ist. In der Tat sind diese Einnahmen nach wie vor eine wichtige Einnahmequelle für die Kommunen.
  • Im Jahre 2000 wurde im Zuge des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) die EEG-Umlage eingeführt. Ihr Sinn besteht darin, den Unterschied der Strompreise aus erneuerbaren und konventionellen Energiequellen auszugleichen. Dies ist keine Konstante, da sich die Technik rasend schnell verändert. Insofern muss die Höhe der EEG-Umlage alle Jahre wieder neu bestimmt werden.
  • Das Kraft-Wärme-Kopplungsgesetz (KWKG) wurde im Jahre 2002 verabschiedet und mit ihm kam die KWK-Umlage. Dieses Gesetz soll die Stromerzeugung durch Kraft-Wärme-Kopplung befördern.
  • § 19 Abs. 2 StromNEV (Stromnetzentgeltverordnung) und die damit verbundene Umlage folgten im Jahre 2012, um die stromintensiven Unternehmen von ihrem Netzentgelt zu befreien, was viele als eine verkappte Subvention einer bestimmten Industriesparte werten.
  • Ein Jahr später (2013) waren die zuständigen Politiker der Meinung, dass es unbedingt eine Offshore-Haftungsumlage gemäß § 17f EnWG (Energiewirtschaftsgesetz) geben müsse, denn irgendjemand müsse wohl die zu erwartenden Schadensersatzforderungen wegen des verspäteten Anschlusses der Offshore-Windparks an das Übertragungsnetz bezahlen.
  • Wieder ein Jahr danach (2014) poppte noch so eine tolle Idee auf, die Umlage für abschaltbare Lasten gemäß § 18 AbLaV („Verordnung über Vereinbarungen zu abschaltbaren Lasten“). Die sogenannte „abLa-Umlage“ dient der Kostendeckung für abschaltbare Lasten. Übersetzt heißt das, dass die Netz- und Systemsicherheit (eines unterdimensionierten Netzes) bei zu starkem Wind nicht mehr gewährleistet ist und deshalb müssen beispielsweise die starken Offshore-Anlagen abgestellt werden, deren Betreiber aber über ihren Verdienstausfall nicht amüsiert sind.
  • Die Strom- beziehungsweise Ökosteuer wird angeblich dringend zur Förderung der klimapolitischen Ziele und zur Absenkung/Stabilisierung des Rentenbeitragssatzes benötigt.

Trotz der Liberalisierung des Strommarktes steigen die Stromkosten weiter

Steigende Kosten seit der LiberalisierungEs geschah im Jahre 1998, als der deutsche Strommarkt liberalisiert wurde. Die zunächst noch fehlende Regulierung nutzten die Netzbetreiber selbstverständlich zu ihren Gunsten aus, sodass die Verbraucher von der aufkommenden Konkurrenz zwischen den Unternehmen in den ersten Jahren nicht viel hatten. Doch dann endlich machte sich der wachsende Wettbewerb für immer mehr Kunden positiv bemerkbar. Heute müssen über 1.000 Stromanbieter in Deutschland um die Gunst der Verbraucher werben. Wer etwas von Wirtschaft versteht, würde seine Hand dafür ins Feuer legen, dass in dieser Situation die Strompreise sinken müssen. Aber weit gefehlt, der arme Mensch verbrennt sich schmerzhaft, denn zu beobachten ist das genaue Gegenteil.

Wenn die Großhandelspreise für Strom sinken, geben dies die Energieversorger kaum an die Endverbraucher weiter. Wenn die Stromkosten für die privaten Haushalte gestiegen sind, lag dies so gut wie nie an einem Anstieg der Erzeugerpreise. Letztere sind übrigens ungefähr seit 2010 erstaunlich konstant und zuweilen sogar eher fallend. In dieser Hinsicht ist es sehr interessant, sich die Börsennotierungen der Strompreise anzusehen. Wegen des immer weiter steigenden Stromangebots aus erneuerbaren Energien sind die Stromkurse an einigen Tagen sogar drastisch eingebrochen.

Weitere Einflussgrößen auf die Stromkosten

Selbstverständlich spielen die (schwankenden) Kosten für die Verstromung beispielsweise von Gas oder Kohle bei den Kursfestsetzungen an der Strombörse eine Rolle. Mit dem wachsenden Gewicht der Windenergietechnik hat auch das Wetter einen immer größeren Einfluss auf den aktuellen Strompreis. Sonne und Wind sorgen unmittelbar für ein Überangebot an Strom. Dennoch, und darauf wurde oben bereits hingewiesen, ist unser Strompreis zu fast 80 Prozent von Umlagen, Abgaben, Steuern und Netzentgelte getrieben. Alle diese Komponenten unterliegen ebenfalls Schwankungen, man spricht in diesem Zusammenhang gern von der Notwendigkeit der „Anpassung“ und meint mit diesem abgemilderten Wort meistens eine Verteuerung.

Demgegenüber verzeichnen wir bei den Stromproduzenten, aber auch bei den Netzentgelten, zumindest auf lokaler Ebene durchaus rückläufige Preisentwicklungen, während vor allem in jenen Regionen und Bundesländern, wo ein intensiver Netzausbau stattfindet, die dafür erforderlichen Investitionen auf die ansässigen Verbraucher umgelegt werden.

Schon die Stromrechnung gibt Anlass zum Stromkostenvergleich

Immer höhere StromrechnungUm einen Stromkostenvergleich durchzuführen zu können, sollte man ein Verständnis für die Zusammensetzung der Stromkosten entwickeln.

Die Stromkosten des privaten Verbrauchers setzen sich aus der Grundgebühr und dem Arbeitspreis zusammen. Beginnen wir also mit der Grundgebühr, die manchmal auch als Zählergebühr bezeichnet und unabhängig vom Stromverbrauch erhoben wird. Damit werden die peripheren Leistungen des Stromanbieters wie die Kundenverwaltung und die Rechnungsstellung, die Leistungsbereitstellung und alle anderen Aufwendungen außer der elektrischen Energie abgegolten. Jeder Stromanbieter stellt verschiedene Tarifmodelle mit durchaus recht unterschiedlichen Grundgebühren bereit. Wer zum Beispiel einen Doppeltarifzähler wegen seines Nachtstroms oder wegen des Wärmepumpenstroms benötigt, wird diesen zusätzlichen Service des Stromanbieters in seiner etwas erhöhten Zählergebühr wiederfinden.

Gerade auch mit Blick auf die Grundgebühr könnte es sich für Sie lohnen, den Stromanbieter zu wechseln, nachdem Sie mithilfe unseres Tarifrechners einen Stromkostenvergleich durchgeführt haben. Was es dabei zu berücksichtigen gilt, haben wir von Stern in unserem Stromvergleich ausführlich erklärt.

Kommen wir nun zum Arbeitspreis für jede Kilowattstunde, also zu Ihrem eigentlichen Stromverbrauch, mit dem Sie durch Ihr Verhalten Ihre Stromkosten konkret beeinflussen. Im Arbeitspreis sind die Mehrwertsteuer, die EEG-Umlage, der Transport (Durchleitung), die Konzessionsabgabe und die Kosten zur Netznutzung enthalten. Im Falle von Nachtstrom wird auf der Stromrechnung zwischen der Haupt- und der Nebenzeit beziehungsweise zwischen dem „Hoch- und Niedertarif“ unterschieden, sodass dann zwei Tarife angegeben sind.

Eine größere Familie mit relativ hohem Stromverbrauch (größer 4.000 kWh/Jahr) ist gut beraten, eine etwas höhere Grundgebühr zu akzeptieren, wenn dafür der Arbeitspreis besonders günstig ist. Derartige Überlegungen sind bereits in unserem Stromrechner implementiert.

Was Ihre Stromkosten beeinflusst

Jeder Haushalt ist individuell und damit anders aufgestellt. So hängt der Stromverbrauch ab von der:

  • Wohnfläche
  • thermischen Isolierung des Hauses oder der Wohnung
  • Tatsache, ob es sich um ein einzeln stehendes Einfamilienhaus (EFH), eine Doppelhaushälfte oder eine Wohnung im Mehrfamilienhaus (MFH) handelt. Im Durchschnitt liegt der Stromverbrauch im MFH um gut ein Drittel niedriger als im EFH, wo zum Beispiel Außenbeleuchtungen in Garage, Werkstatt und Garten noch hinzukommen.
  • Anzahl der Familienmitglieder
  • Anzahl und Leistungsaufnahme elektrischer Geräte
  • Art und Weise des Nutzungsverhaltens (Sparsamkeit)
  • Art der verwendeten Leuchtmittel (Sparlampen)

Ein besonders wichtiges Merkmal ist die Verwendung eines (oder mehrerer) Durchlauferhitzer zur Warmwasserbereitung. Zwar haben sich die modernen Geräte weiterentwickelt, aber ihr Wirkungsgrad (Kosten-Nutzen-Faktor) ist im Vergleich zu den meisten anderen Methoden der Wassererhitzung relativ schlecht. Bei elektrischer Wassererwärmung erhöht sich der Pro-Kopf-Stromverbrauch um knapp 27 Prozent, das macht in etwa 385 kWh oder 110 Euro im Jahr aus. Unsere Stromverbrauchstabelle gibt Ihnen einen groben Überblick darüber, wie viel Strom bestimmte technische Geräte in etwa verbrauchen. Bei den sogenannten „Stromfressern“ wie älteren Backöfen kann sich unter Umständen eine Neuanschaffung schnell amortisieren.

Zwar steigt der Stromverbrauch mit der Anzahl der Familienmitglieder, aber die Kurve ist nicht linear, soll heißen, eine sechsköpfige Familie verbraucht deutlich weniger als doppelt so viel Strom wie ein Dreipersonenhaushalt. Dies liegt natürlich daran, dass der Kühlschrank, der Fernseher, die Waschmaschine und die Heizung nicht wesentlich länger laufen, wenn eine weitere Person hinzukommt.

Unser Fazit

Es ist sehr zu empfehlen, jedes Jahr einen Stromkostenvergleich durchführen, um das Einsparpotenzial, das der ständigen Volatilität der Strompreise innewohnt, für sich zu nutzen. Dies ist zugleich der Königsweg, wie Sie Stromkosten dauerhaft in Schach halten können.