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Online Trading: Die besten Strategien für Day- oder Margin-Trader

Unter dem Begriff Trading werden die verschiedenen Möglichkeiten des Online-Börsenhandels zusammengefasst – und die Vielfalt ist enorm. Die Digitalisierung hat es möglich gemacht, dass nun auch Privatpersonen direkten Zugang zu den unterschiedlichen Börsenplätzen erhalten und dort sowohl mit Aktien, Fonds und Rohstoffen als auch mit innovativen Finanzprodukten handeln können. Voraussetzung ist die Anmeldung bei einem Online Broker, deren Anzahl sukzessive steigt.

Umso wichtiger ist eine ausführliche Auseinandersetzung mit Begrifflichkeiten, Funktionalitäten und Strategien, die das enorme Potenzial des Online Tradings ausleuchten. Auf der anderen Seite sollten sich insbesondere Einsteiger zunächst mit der Materie und natürlich den Märkten vertraut machten, um sich sicher auf dem virtuellen Parket bewegen zu können. Im Folgenden erhalten Sie daher nicht nur Antworten auf viele Ausgangsfragen, sondern auch Erläuterungen zu den sinnvollen Trading-Werkzeugen, zu den bewährten Strategien, aber auch zum für Ihre finanzielle Sicherheit wichtigen Thema Risk- und Moneymanagement.

Trading – was ist das eigentlich genau?

Online Trading: Daytrading oder Margin-Traing: Das ist die richtige Strategie für SieZunächst soll die Aufmerksamkeit dem Begriff selbst gelten: Das aus dem Englischen stammende Wort „traden“ lässt sich ganz einfach mit „handeln“ übersetzen. Es geht also um einen Oberbegriff, der für die unterschiedlichsten Transaktionen steht. In engerem Zusammenhang mit der Börse bezeichnet Trading demnach den auf kurze und mittlere Frist sowie Gewinnerzielung ausgelegten Handel von verschiedensten Finanzprodukten, wie beispielsweise Aktien, Rohstoffe, Devise und Derivate sowie Fonds. Ziel ist es, die Kursschwankungen der jeweiligen Basiswerte effektiv auszunutzen, um Profite zu generieren. Abhängig von den persönlichen Präferenzen können dazu auch gehebelte Produkte genutzt werden, die naturgemäß die Chancen, aber auch die Risiken für den Trader selbst erhöhen. Allerdings lassen sich auch konservativere oder absichernde Strategien realisieren – die Bandbreite der Möglichkeiten ist im Online Trading ausgesprochen groß.

Gibt es Unterschiede zwischen Trading und Investieren?

Jetzt investieren und tradenDie sind durchaus vorhanden, allerdings sind die Grenzen fließend: Während Trading auf kurze und mittlere Sicht ausgelegt ist, zielen Investitionen auf das längere Halten von Positionen, wie beispielsweise von Aktien, Rohstoffen oder Fonds, ab. Welche zeitliche Grenze hier zu ziehen ist, liegt immer im Auge des Betrachters. Die Investorenlegende Warren Buffett nennt beispielsweise nur die Positionen ein Investment, die er planmäßig nicht mehr verkaufen will. Er setzt eher auf Dividenden-Aktien, die einen regelmäßigen Zahlungseingang ermöglichen. Natürlich ist auch ein Buffett nicht davor gefeit, dass die tatsächlichen Entwicklungen eine einstige Entscheidung ad absurdum führen und deswegen Korrekturen notwendig werden. Allerdings agiert Buffett generell mit deutlich längeren Zeithorizonten, als dies im Trading der Fall ist.

Hier geht es nämlich um Kursschwankungen, die die Basiswerte permanent durchlaufen und somit regelmäßig Ansatzpunkte für ein aktives Traden eröffnen. Auch in puncto der im Trading frequentierten Zeitfenster variieren die Finanzinstrumente – von weniger als einer Minute bis hin zu mehreren Wochen oder gar Monaten. Ausschlaggebend für die passende Auswahl ist Ihr individueller Tradingstil und die daraus resultierende Strategie. Das Angebot an Trading-Instrumenten umfasst jedenfalls so viele Varianten, sodass die unterschiedlichsten Ansprüche bedient werden können. Nicht zuletzt die gehebelten Produkte erlauben es dabei, auch von kleinsten Kursschwankungen zu profitieren – und das sowohl bei steigenden als auch bei fallenden Kursen.

Hinweis: Bevor Sie sich aktiv mit dem großen Thema Trading befassen, ist es sinnvoll, wenn Sie sich konsequent mit Ihrer Motivation befassen. Einige Fragen helfen dabei:

  • Welche Erwartungen haben Sie an das Trading?
  • Geht es in erster Linie darum, schnell und ohne großen Aufwand Geld zu verdienen? Dann sollten Sie auch über Alternativen nachdenken, wie beispielsweise im Angestelltenverhältnis zu arbeiten – hier können Sie mit einem festen Einkommen kalkulieren und müssen nicht eine Anfangsphase mit wahrscheinlichen finanziellen Verlusten einplanen.
  • Reizt Sie das Thema an sich? Dann können Sie sich Schritt für Schritt und immer nach Lust und Laune in das Thema einarbeiten.
  • Wollen Sie sich mit dem Trading wirtschaftlich unabhängig machen? Dann gilt es, sich intensiv mit der Materie zu befassen, eine Strategie zu erarbeiten und diese – auch über Durstphasen hinweg – konsequent zu verfolgen.

Trading-Basics: Broker und wichtige Werkzeuge

Im ersten Schritt sollen die wichtigsten Tradingwerkzeuge erklärt werden – zumindest oberflächlich, denn ein erfolgreiches Trading setzt voraus, dass Sie sich intensiver mit deren Handhabung auseinandersetzen:

Online Broker

Als Privatperson können Sie nicht direkt an der Börse oder auf den außerbörslichen Handelsplätzen aktiv werden, Sie benötigen einen Mittler. Standen diese einst selbst auf dem Parkett und nahmen die Aufträge ihrer Kunden entgegen, haben sich im Zuge der Digitalisierung Online Broker am Markt etabliert. Diese müssen hohe Voraussetzungen erfüllen, da sie einerseits die zum Trading notwendigen Depotkonten führen und andererseits direkt in Verbindung zu den verschiedenen Trade Markets stehen. Neben den Brokern, die die Banken selbst unterhalten, drängen auch unabhängige und nur aufs Trading spezialisierte Anbieter auf den Markt. Allen ist jedoch gemeinsam, dass sie im Auftrag ihrer Kunden verschiedene Finanzprodukte handeln – sie agieren also auf fremde Rechnung. Dazu richten sie ihr Portfolio auf unterschiedliche Zielgruppen aus, was sich vor allem in den weit auseinandergehenden Konditionen niederschlägt. Sinnvoll ist es deshalb, sich eines Broker Vergleichs zu bedienen und den optimal zum eigenen Anspruch passenden auszuwählen.

Broker Vergleich nutzen: Warum Sie sich zunächst am Markt orientieren sollen und welche Punkte Sie beim Vergleich beachten sollten, erfahren Sie in diesem Beitrag.

Live Charts

Auch wenn die seriösen Online Broker ihr Angebot an Analyse-Tools immer weiter ausbauen, ist eine separate Charting Software oft genug unerlässlich: Die Kursverläufe der in Frage kommenden Basiswerte sollten nicht nur in Real Time, sondern vor allem in den relevanten Zeitintervallen angezeigt werden. Benötigen Sie für den auf mittlere Frist ausgelegten Handel nur ein grobes Zeitraster, ist im Minuten-Handel ein Chart mit einem ebenso kleinen Intervall unerlässlich. Die Charts sollten darüber hinaus verschiedene Darstellungsvarianten, also die klassischen Kurven ebenso wie Kerzen, aber auch statistische Instrumente umfassen. Dazu zählen beispielsweise die Bollinger Bands, die verschiedenen Auswertungen zum gleitenden Durchschnitt oder 200-Tages-Linien und andere Indikatoren und Oszillatoren. Diese werden nämlich zur technischen Analyse benötigt, bei der die Kursverläufe an sich zur Ableitung von Handelssignalen genutzt werden. Die Meinungen gehen hier ebenso weit auseinander wie zum Thema Trading-Stil: Wollen Sie kurzfristig im Scalping Trading agieren, sind diese Möglichkeiten deutlich wichtiger für Sie als im mittelfristigen Trading mit Aktien, Rohstoffen und Fonds.

News aus Wirtschaft und Politik

Wollen Sie sich sicher auf dem virtuellen Parkett bewegen, benötigen Sie Kenntnisse zu den jeweiligen Märkten: Die fundamentale Analyse stellt auf die Basiswerte selbst ab, auf deren Potenzial und aktuelle Bewertung. Befassen Sie sich beispielsweise mit Aktien, sollten Sie die jeweiligen Unternehmen kennen, sie bewerten und vor allem den aktuellen Kurs einschätzen können. Steht dann beispielsweise die Berichtssaison an, in der die aktuellen Geschäftsberichte veröffentlich wird, können Sie mit Ausschlägen in den Kursen rechnen und Ihr Trading darauf abstimmen. Aber auch für den Handel mit Rohstoffen oder Währungen sollten Sie sich mit den laufenden Entwicklungen im wirtschaftlichen und politischen Umfeld befassen: Erhöht die FED beispielsweise die Leitzinsen, wirkt sich das oft genug auf die US-Währung und in der Folge auf die Rohstoffpreise aus. Hier lassen sich wiederum wichtige Handelssignale ableiten und in ein erfolgreiches Trading umsetzen.

Wichtige Vorüberlegungen für ein erfolgreiches Online Trading

Neben den technischen Voraussetzungen und Kompetenzen stehen aber weitere Punkte auf dem Programm, bevor Sie überhaupt das Trading selbst ins Visier nehmen sollten:

Wie viel Kapital ist für ein erfolgreiches Trading notwendig?

Online Broker für erfolgreiches TradingDiese Frage lässt sich nicht pauschal beantworten, auch wenn viel dazu spekuliert und versprochen wird. Grundsätzlich können Sie Ihr Trading auch mit relativ kleinen Beträgen starten, allein die gehebelten Produkte eröffnen trotzdem einen interessanten Spielraum: Sie müssen nur einen Anteil des zu handelnden Betrages tatsächlich aufbringen und bewegen unter dem Strich oft genug das 100-, 200- oder 500-Fache im Trading. Das erhöht die Chancen, aber eben auch die Risiken. Vor allem Einsteiger sollten zunächst vorsichtig agieren und sich ein strenges Risiko- und Moneymanagement verordnen. So sammeln Sie erst einmal Erfahrungen, wozu Sie beispielsweise auch ein kostenloses Demokonto nutzen können, ohne Ihre liquiden Mittel über die Maßen zu strapazieren. Fakt ist jedoch: Wenn Sie mit kleinen Beträgen agieren, können Sie auch nicht den großen Gewinn von heute auf morgen erwarten. Neben Ihren Kompetenzen, die Sie sich Schritt für Schritt aneignen können, spielen also auch Ihre ganz persönlichen Erwartungen an das Trading und natürlich Ihre finanziellen Voraussetzungen wichtige Rollen bei der Bemessung des einzusetzenden Kapitals.

Bedenken Sie bitte, dass Sie im Trading auch verlieren können. Setzen Sie daher nur das Geld ein, auf das Sie im Ernstfall verzichten könnten.

Welche Märkte und Basiswerte stehen Im Online Trading zur Auswahl?

Dem Grunde nach können Sie alle Aktienmärkte frequentieren, die von den unterschiedlichen Börsen bedient werden. Darüber hinaus stehen aber weitere Anlageklassen zur Verfügung, wie beispielsweise Währungen, die im Forex immer als Währungspaare gehandelt werden, aber auch Rohstoffe wie Öl, Gold oder andere Metalle sowie zahlreiche Fonds und natürlich die Derivate. Dabei handelt es sich um Finanzinstrumente, die zwar auf den genannten Basiswerten aufbauen, aber keinen physischen Handel beinhalten. Die Broker spezialisieren sich in der Regel auf einige Marktsegmente und Zielgruppen, sodass Sie schon bei der Auswahl das Portfolio im Blick behalten sollten. Jeder Markt hat seine Eigenheiten und erfordert fundiertes Wissen, weist aber auch spezielle Gebührenstrukturen auf.

So dürfte es naturgemäß schwer fallen, sich zu einem günstigen Preis mit einem relevanten Vorrat an Öl, Gold oder US-Dollar in Euro einzudecken, um diesen dann zu einem höheren Preis veräußern und die Differenz als Gewinn einstreichen zu können. Trotzdem können Sie mit diesen Basiswerten und Währungen handeln – hier kommen die Derivate ins Spiel:

  1. CFD – Contract for Difference
    Diese Differenzkontrakte beziehen sich auf fast alle Basiswerten – also angefangen bei Aktien über die relevanten Indizes bis hin zu Währungen, Rohstoffen oder Anleihen. Das Interessante: Sie können sowohl von steigenden als auch von fallenden Kursen profitieren, denn entscheidend ist die Differenz zwischen Anfangs- und Endkurs. Da diese Finanzprodukte mit Hebeln ausgestattet sind, bewegen Sie mit einem relativ geringen Einsatz auch große Beträge und partizipieren auch von kleinen Kursbewegungen – lesen Sie hier dazu mehr.
  2. Futures
    Diese Finanzprodukte zählen zu den unbedingten Termingeschäften, bei denen sich sowohl der Käufer als auch der Verkäufer dazu verpflichten, den betreffenden Basiswert zu einem fixierten Termin und zu fest vereinbarten Konditionen zu kaufen oder zu verkaufen. Auch Futures fallen in die Kategorie Margin Trading, Sie haben also nur eine anteilige Sicherheitsleistung, die Margin, tatsächlich aufzubringen. Diese Transaktionen lassen sich mit kleineren Handelskonten nicht realisieren, sie sollten fortgeschrittenen und kapitalkräftigen Tradern überlassen bleiben.
  3. Optionen
    Im Gegensatz dazu eröffnen Optionen als bedingte Termingeschäfte das Recht, aber nicht die Pflicht, den jeweiligen Basiswert zu erwerben oder zu veräußern – und das innerhalb der vereinbarten Frist und zu einem vorher fixierten Preis. Sollte die Option nicht ausgeübt werden, wird regelmäßig eine Gebühr fällig, allerdings können Verlustrisiken auf diese Weise effektiv reduziert werden. Schon wegen der komplizierten Preisgestaltung und Abläufe empfehlen sich Optionen weniger für Einsteiger, zunächst sollten Sie sich also mit der Materie intensiv vertraut machen.

Was sind Tradingstrategien und wie unterscheiden sie sich?

Sie werden bei der Recherche eine ganze Reihe von Strategien finden, die im Prinzip die Vorgehensweisen beim Trading zusammenfassen, mit denen unterschiedliche Trader positive Erfahrungen gesammelt haben. Dabei spielen die persönlichen Stärken eine Rolle, die mit dem Trading verbundenen Erwartungen und natürlich das Maß an Risiko, das Sie eingehen wollen. Der Übersicht halber sollen die Strategien nach verschiedenen Kriterien unterteilt werden:

Der Zeithorizont

Eine erste Unterscheidung erfolgt in puncto der Zeitspanne, für die Sie Positionen grundsätzlich halten wollen:

  • Positionstrading
    Diese Strategie setzt auf das Halten von Positionen, wobei die Zeitspannen von einigen Tagen durchaus bis hin einigen Monaten reichen kann. Meist beziehen sich die Medienberichte zum Thema Trading auf diese Form: Sie eröffnen Positionen, indem Sie beispielsweise Aktien erwerben, die Sie dann zu geeigneten Zeitpunkt wieder veräußern, um die Gewinne zu realisieren.
  • Swingtrading
    Schon beim Swingtrading müssen sie intensiver am Ball bleiben, denn hier wird versucht, die nächstfolgende Bewegung eines Basiswertes für das Trading auszunutzen. Damit reduziert sich der Zeithorizont schon auf wenige Tage bis hin zum Schließen der Positionen am selben Tag – also intraday. Handelssignale werden regelmäßig mit Hilfe der fundamentale Analyse generiert, wenn beispielsweise Presskonferenzen der FED oder EZB und daraus folgende Schwankungen der Devisenkurse anstehen.
  • Daytrading
    Wie der Name schon ankündigt, werden hier die Positionen innerhalb eines Handelstages eröffnet und geschlossen. Dieses schnellere Trading erfordert die notwendige Zeit, um die Märkte im relevanten Zeitraum beobachten zu können. Hier lassen sich verschiedene Taktiken und Methoden einsetzen, um beispielsweise einem Trend zu folgen oder gegen ihn zu traden.
  • Scalping
    Beim Scalping, also dem Abziehen der oberen Schicht, geht es um wenige Sekunden bis Minuten, in denen Sie einige Punkte gewinnen können. Voraussetzung sind neben einer ausreichenden Volatilität große Ordervolumen, die in der Regel mit enormen Hebeln erreicht werden. Hier ist höchste Konzentration erforderlich, aber eben auch das Beherrschen von Indikatoren, Oszillatoren und anderer Hilfsmittel der Charttechnik.

Die Methoden und Tradingstile

Die Fülle der Möglichkeiten lässt sich hier nicht darstellen, deswegen soll eine grobe Kategorisierung der unterschiedlichen Tradingstile bei der Orientierung helfen:

  • Trendfolge oder zyklisches Trading
    The trend ist your friend – anhand der verschiedenen Charts können Trends identifiziert werden. Diesen zu folgen, erweist sich regelmäßig als erfolgreiche Methode, wobei naturgemäß immer das Risiko der Trendwende besteht.
  • Trendumkehr oder antizyklisches Trading
    Diese mit großer Wahrscheinlichkeit folgende Trendwende abzupassen, ist Gegenstand dieses Ansatzes: Dazu wird gegen den Trend getradet, um den Zeitpunkt optimal abzupassen.
  • Anlassbezogenes Trading – nicht-direktional oder marktneutral
    Sollten wichtige Pressekonferenzen, Zinsentscheidungen oder Geschäftsberichte anstehen, steigt die Volatilität eines Basiswertes. Diese Tradingmethode zielt nicht auf eine Richtung ab, sondern greift die Bewegungen an sich auf.
  • Fibonacci Trading
    Diese Methode orientiert sich an den Fibonacci Zahlen, auf deren Grundlage eine hochwertiger Charting Software bestimmte Fibonacci-Retracements zu ermitteln und in die Charts einzuzeichnen. Im Zusammenspiel mit Trendlinien können Sie Handelssignale generieren, die den richtigen Einstiegszeitpunkt in einem Aufwärtstrend markieren oder das Setzen von Stopp-Loss-Orders erleichtern.
  • Bollinger Bands
    Die beiden Grenzlinien der Bollinger Bands markieren den Bereich oberhalb und unterhalb des Kurses eines Basiswertes, in dem er sich entsprechend der Normalverteilung höchstwahrscheinlich weiter bewegen wird. Nähert sich nun der Kurs einer der Grenzen, steigt die Wahrscheinlichkeit einer Trendumkehr.
In der Regel werden mehrere Methoden kombiniert, um zuverlässig Handelssignale zu generieren. Welche in Frage kommen, richtet sich nach den Zeithorizonten, über die die Positionen gehalten werden sollen.

Der Zeitaufwand

Schon anhand der unterschiedlichen Strategien und Tradingstile wird klar, dass der damit verbundene Zeitaufwand sich unterschiedlich gestaltet: Während Sie beim Positionstrading in aller Ruhe und neben Ihrem eigentlichen Beruf die Kursentwicklung prüfen und abwarten können, müssen Sie im Daytrading oder Scalping am Ball bleiben und wenigstens zwei bis drei Stunden während der Handelszeiten an der jeweiligen Börse konzentriert aktiv sein. Beim Swingtrading kommt es darauf an, wie intensiv Sie traden wollen, denn auch diese Trading-Variante können Sie nebenberuflich praktizieren.

Warum ist ein Risk- und Moneymanagement im Trading unverzichtbar?

Dieses Thema sollten Sie nicht unterschätzen, auch wenn es hier nur kurz angerissen werden kann. Das Ziel ist klar: der Schutz des eigenen Kapitals. Sich als Trader zu betätigen, heißt natürlich, Geld einzusetzen – und ganz bewusst bestimmte Risiken einzugehen. Dazu ist zunächst zu klären, wie viel Geld Sie generell einsetzen wollen oder können. Daraus leitet sich die optimale Positionsgröße ab. Setzen Sie nämlich zu viel auf eine Karte, erhöhen Sie das Risiko des schnelles Schrumpfens Ihres Guthabens. Investieren Sie zu wenig, bleibt nach Abzug aller Kosten, Gebühren und Steuern nicht viel übrig.

Als Einsteiger können Sie sich an den Erfahrungen anderer Trader orientieren, indem Sie deren Handelsverlauf studieren. Achten Sie dabei darauf, dass die Trader der von Ihnen präferierten Strategie folgen.

Der nächste logische Aspekt ist das Risiko, das Sie im Trading eingehen wollen: Dies spiegelt sich einerseits in Ihrer Tradingstrategie und im Stil wieder, andererseits können verschiedene Ordertypen wähle, aber auch intelligente Instrumente zur Risikominimierung einsetzen. So können Sie Stopp- und Limit-Orders nutzen, aber auch Trailing-Stopp- Orders oder Stopp-Limit-Orders bevorzugen. Sich intensiver mit diesen Möglichkeiten auseinanderzusetzen, lohnt sich in jedem Fall.

Der wichtige Umgang mit Verlusten und Fehlern im Trading

Richtiger Umgang mit Verlusten beim TradingEines sollte Ihnen von vornherein klar sein: Verluste lassen sich im Trading – ganz unabhängig von der Strategie und dem Stil – nicht vermeiden. Schließlicht fußt selbst die beste Strategie auf Wahrscheinlichkeiten: Wird beispielsweise eine Trefferquote von 40 Prozent prognostiziert, heißt das zwangsläufig, dass sechs von zehn Trades daneben gehen – rein statistisch gesehen. Das muss noch keinen Verlust unter dem Strich bedeuten, das hängt von den konkreten Positionen ab. Umso wichtiger ist das Tradingsystem selbst, für dessen Entwicklung Sie sich ausreichend Zeit nehmen sollten. Die Broker bieten in dieser Frage umfangreiche Schulungs- und Informationsangebote, aber eben auch den Einblick in die Handelskonten anderer Trader an. Nutzen Sie dies alles im Zusammenspiel mit einem Demokonto, werden Sie sukzessive den richtigen Weg für Ihr Trading aufstellen können.

In der Praxis kommt es dann darauf an: Wie gehen Sie mit der Situation um, wenn Sie beispielsweise fünf Trades nacheinander mit Verlust schließen müssen? Dass Sie negative Gefühle entwickeln, ist wohl normal – allerdings sollten Sie diese schnell ausblenden: Haben Sie sich an Ihr eigenes Regelwerk gehalten, müssen Sie sich keinen Fehler vorwerfen. Allerdings sollten Sie auch dabei bleiben und nicht mit kleinen Anpassungen Ihre ganze Strategie riskieren. Sie könnten beispielsweise die nächste Positionen früher eröffnen, als es die Signale hergeben – was der Hoffnung geschuldet wäre. Oder Sie schließen eine Position zu früh, weil Sie den Gewinn realisieren wollen. Sie probieren einfach mal etwas anderes aus, weil das bisherige Vorgehen Sie frustriert – das hat nichts mit systematischem Trading zu tun, damit begehen Sie einen der häufigsten Fehler. Verzeichnen Sie dann auch noch Gewinne, fühlen Sie sich in Ihrem Abweichen bestärkt.

Es lässt sich also zusammenfassen:

  • Lernen Sie, mit Verlusten umzugehen, die gehören dazu.
  • Erarbeiten Sie sich eine Strategie – und zwar bis ins Detail.
  • Setzen Sie diese konsequent und diszipliniert um.

Als probates Instrument hat sich das Tradingtagebuch erwiesen: Notieren Sie Ihre Trades in allen Einzelheiten, wie beispielsweise die Art der Position, das Volumen, die genutzten Signale, Einstiegs- und Ausstiegspreise und natürlich den Ausgang und die Emotionen, die Sie dabei verzeichnet haben. So können Sie jederzeit nachvollziehen, wie viele Transaktionen Sie mit welchem Erfolg ausgeführt haben. Es zeichnen sich vielleicht Muster in Bezug auf bestimmte Basiswerte, Zeiten oder Ihre Strategie ab, die Ihnen wichtige Rückschlüsse für Ihr künftiges Vorgehen ermöglichen. So ganz nebenbei können Sie natürlich ermitteln, wie hoch ihre Trades im Durchschnitt waren – sowohl die gewonnenen als auch die verlorenen. Diese Datenbasis hilft Ihnen dabei, sich weiter mit ihrer Ausbildung zu befassen, eventuelle Defizite auszumachen und hier konkret anzusetzen.

Unser Fazit – Trading als komplexe Herausforderung

Schon dieser grobe Überblick demonstriert, dass das Handeln an Börsen und außerbörslichen Handelsplätzen deutlich mehr ist, als einfach mal auf eine Aktie zu setzen. Unabhängig davon, wie intensiv und risikoaffin Sie Ihr Trading betreiben wollen, steht zunächst das intensive Lernen und Trainieren an. Nutzen Sie dazu am besten die Angebote der Broker und testen Sie Ihre Erkenntnisse mit Hilfe der Demokontos. Diese werden mit virtuellem Kapital gefüllt und erlauben in der Regel das Durchspielen der unterschiedlichen Handelsarten. So erkennen Sie schnell, wo Ihre Stärken liegen. Es ist erfahrungsgemäß viel zu aufwendig, eventuelle Schwächen ausgleichen zu wollen: Setzen Sie lieber auf das Trading, das Ihnen liegt – der Markt hält eine große Vielfalt an Möglichkeiten für Sie bereit.