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7 verschiedene VPN-Anbieter im Vergleich – finden Sie Ihre beste VPN-Software mit der Sie sicher und anonym surfen – unser Test bzw. Ratgeber 2022


Nicole Hery-Moßmann
In bislang 48 Vergleichen konnte ich mein Fachwissen einbringen.

Wer sicher im Web unterwegs sein will, setzt längst nicht nur auf einen Virenscanner. Virtuelle Netzwerke, sogenannte VPNs, verschlüsseln den Datenverkehr und schützen ihn so vor Hackern und Überwachung. Darüber hinaus verbergen sie die IP-Adresse, die eindeutige Kennung jedes Internetanschlusses. Dadurch kann sich der Anwender anonym im Netz bewegen und hinterlässt keine Hinweise auf seinen Standort.

VPNs haben noch einen weiteren Vorteil: Weil sie Websites vormachen, dass sich der Anwender in einem ganz anderen Land befindet, eignen sie sich perfekt zum Umgehen von Geoblocking. Damit sind die ärgerlichen Sperren gemeint, die Streamingdienste wie Netflix verwenden, um den Nutzerkreis auf bestimmte Länder einzugrenzen.

Wer sich dafür entschieden hat, dass ein VPN eine sinnvolle Investition für seine Online-Sicherheit ist, hat die Qual der Wahl. Hunderte Anbieter werben um die Kunst des Kunden. Welche sich lohnen und welche nicht, ist für Endanwender kaum erkennbar. Ein höherer Preis bedeutet bei VPNs nicht immer eine bessere Leistung: Einige der besten Anbieter überzeugen auch durch günstige Sparangebote. Im folgenden Vergleich folgt der Blick auf 7 beliebte VPN-Anbieter.

7 beliebte VPN-Anbieter im großen Vergleich

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Modell
Vergleichsergebnis
Kundenbewertung
Unternehmenssitz
Anzahl der Länder
Server
Besonderheiten
Leistungen
Downloadrate
Uploadrate
Gleichzeitig nutzbare Geräte
Verschlüsselung
Unterstützte Protokolle
Kompatibilität
Zusätzliche Funktionen
Passwort-Manager
Clouddienst (Datenspeicher)
Anzeigenblocker
Kill Switch (Blockierung des Internets bei Ausfall des Programms)
Kundenfreundlichkeit
Software auf Deutsch
Support-Chat
Support per E-Mail
Geld-zurück-Garantie (Gültigkeitszeitraum)
Ausführliche Informationen
Häufige Fragen
Erhältlich bei*
Icon Bestseller
Streams möglich NordVPN
NordVPN
Unsere Bewertung
Sehr gut
1,1903/2022
(6 Bewertungen)
1 Panama
60 Länder
Über 5.400
Optional mit Cloud-Speicher erhältlich (Daten im Internet speichern)
91,6 Megabit pro Sekunde
66,3 Megabit pro Sekunde
Sechs
AES-256-Bit
IKEv2/IPSec, L2TP/IPSec, Open VPN und PTTP
Windows, Mac, Linux, Android, iOS, Android TV und mehr
30 Tage
Zum Angebot
3,49€
Icon Top-Preis
Viele Server CyberGhost
CyberGhost
Unsere Bewertung
Sehr gut
1,3503/2022
(9 Bewertungen)
2 Rumänien
91 Länder
Über 7.200
Hohe Anzahl an Servern (gute Ausfallsicherheit)
69,9 Megabit pro Sekunde
71,2 Megabit pro Sekunde
Sieben
AES-256-Bit
WireGuard, IPsec, IKEv2 und OPenVPN
Windows, Mac, Linux, Android, iOS, Android TV und mehr
45 Tage
Zum Angebot
1,99€
Icon Autorentipp
Flexible IP ExpressVPN
ExpressVPN
Unsere Bewertung
Gut
1,5003/2022
(6 Bewertungen)
3 Britische Jungferninseln
94 Länder
Über 3.000
TrustedServer-Technik (hohe Sicherheit, Daten werden nur kurzfristig im Arbeitsspeicher gespeichert)
67,5 Megabit pro Sekunde
72,4 Megabit pro Sekunde
Fünf
AES-256-Bit
L2TP/IPSec, OpenVPN und PPTP
Windows, Mac, Linux, Android, iOS, Android TV und mehr
30 Tage
Zum Angebot
7,59€
Icon Top-Bewertet
290 Länder HideMyAss
HideMyAss
Unsere Bewertung
Gut
1,6903/2022
(4 Bewertungen)
4 England und Wales
290 Länder
Über 1.070
Größtes VPN-Netzwerk der Welt (Standorte in 290 Ländern)
88,9 Megabit pro Sekunde
92,8 Megabit pro Sekunde
Fünf
AES-256-Bit
L2TP/IPSec, OpenVPN und PPTP
Windows, Mac, Linux, Android, iOS, Android TV und mehr
30 Tage
Zum Angebot
3,99€
Studentenrabatt Surfshark
Surfshark
Unsere Bewertung
Gut
1,8203/2022
(11 Bewertungen)
5 Britische Jungferninseln
65 Länder
Über 3.200
Studentenrabatte für Abos
Keine Angaben
Keine Angaben
Unbegrenzt
AES-256-Bit
IKEv2, OpenVPN, WireGuard und Shadowrocks
Windows, Mac, Linux, Android, iOS, Android TV und mehr
30 Tage
Zum Angebot
Preis prüfen
Ohne Protokolle ZenMate
ZenMate
Unsere Bewertung
Gut
2,0103/2022
(4 Bewertungen)
6 Deutschland
80 Länder
Über 4.000
Keine Besonderheit
Keine Angaben
Keine Angaben
Unbegrenzt
AES-256-Bit
IKEv2, OpenVPN und L2TP/IPSec
Windows, Mac, Linux, Android, iOS, Android TV und mehr
30 Tage
Zum Angebot
222,00€
Guter Ruf Mozilla VPN
Mozilla VPN
Unsere Bewertung
Gut
2,2003/2022
(9 Bewertungen)
7 USA
40 Länder
Über 400
Umfangreiche Produktfamilie (Internet-Browser, Überwachungssoftware, Werbeblocker, E-Mail-Programm)
64 Megabit pro Sekunde
63 Megabit pro Sekunde
Fünf
AES-256-Bit
Wireguard
Windows, Mac, Linux, Android, iOS und mehr
30 Tage
Zum Angebot
4,99€
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1. NordVPN: Der Streaming- und Alleskönner

Streams möglich
NordVPN
Kundenbewertung
(6 Bewertungen)
NordVPN
3,49€ Jetzt zu NordVPN

NordVPN verfügt über ein riesiges Netzwerk mit mehr als 5.400 Servern in rund 60 verschiedenen Staaten und setzt standardmäßig auf sichere Technologien wie die besonders schnelle Protokoll-Eigenentwicklung NordLynx oder OpenVPN und eine 256-Bit-AES-Verschlüsselung. NordVPN ist schnell, im Test kam es zu keinerlei DNS-Leaks.

NordVPN hat seine Software mit umfassenden Zusatzfunktionen ausgestattet. Die bemerkenswerteste davon ist eine, die unscheinbar im Hintergrund arbeitet: NordVPN verwendet eine spezielle Technik, um Streamingdienste wie Netflix und Spotify verfügbar zu machen. Probleme mit Servern, die von Streaminganbietern geblockt werden, haben Anwender mit NordVPN nicht. Ein weiteres Highlight: NordVPN unterstützt für eine maximale Sicherheit und Anonymität Onion-Over-VPN. Diese Technologie kombiniert das VPN mit dem Anonymisierungsnetzwerk Tor (The Onion Router).

success

Sie sollten NordVPN verwenden, wenn …
… Sie gern Videos und Serien streamen. Das funktioniert mit NordVPN besser als mit jedem anderen VPN. Es funktioniert auch besser als ohne, schließlich können Sie mit NordVPN problemlos auf geogeblockte Inhalte aus anderen Ländern zugreifen. Auch abgesehen davon ist NordVPN eine ausgezeichnete Wahl. Verbesserungswürdig ist höchstens, dass das VPN nur auf maximal sechs Geräten genutzt werden kann. Hier bieten andere Betreiber mehr.

Wer sich selbst von NordVPN überzeugen möchte, kann das risikofrei tun, denn der Anbieter hat eine 30-tägige Geld-zurück-Garantie. Wer will, kann völlig anonym bleiben, da die Bezahlung mit Kryptowährungen wie Bitcoin möglich ist. Trotz der beeindruckenden Leistung, die NordVPN bietet, handelt es sich um einen der günstigsten Anbieter. Besonders das 2-Jahres-Angebot lohnt sich.

  • Hohe Downloadgeschwindigkeit (91,6 Megabit pro Sekunde)
  • Bis zu sechs Geräte gleichzeitig nutzbar
  • Über 5.400 Server (stabilere Übertragung)
  • Hohe Kompatibilität (Windows, Mac, Linux, Android, iOS, Android TV und mehr)
  • Support-Chat
  • Server nur in 60 Ländern verfügbar (geringere Auswahl an IP-Adressen)
  • Geringe Uploadgeschwindigkeit (66,3 Megabit pro Sekunde)

FAQ

Lässt sich das VPN-Progamm von NordVPN im Ausland nutzen?
Ja, laut Entwickler lässt sich NordVPN im Ausland nutzen.
Welche Zahlungsmethoden akzeptiert NordVPN?
Als Zahlungsmethoden akzeptiert NordVPN Mastercard, Visa, American Express, Maestro, Discover, Paypal, Klarna, Google Pay, Amazon Pay und Kryptowährungen.
Lässt sich NordVPN auf der Nintendo Switch nutzen?
Ja, laut Entwickler ist NordVPN mit der Nintendo Switch kompatibel.
Mit welcher Windows-Version ist NordVPN kompatibel?
Den Entwicklern zufolge ist das VPN-Programm mit Windows 7 oder neueren Versionen des Windows-Betriebssystems kompatibel.
Ist NordVPN nur im Abo erhältlich?
Ja, das VPN-Programm ist nur als Abonnement erhältlich.

2. CyberGhost: Support rund um die Uhr auf Deutsch

Viele Server
CyberGhost
Kundenbewertung
(9 Bewertungen)
CyberGhost
1,99€ Jetzt zu CyberGhost

Was für ein passender Name! Schließlich bewegt sich der Anwender mit einem VPN tatsächlich wie ein unsichtbarer Geist durch den Cyberspace. CyberGhost hat aber viel mehr zu bieten als einen klangvollen Namen und ein niedliches Logo.

Beim Firmensitz geht CyberGhost einen interessanten Mittelweg. Dieser befindet sich in Rumänien, also innerhalb der EU. Der Sitz ist somit nicht an einer Offshore-Location (etwa Panama oder den Britischen Jungferninseln) wie bei anderen Anbietern, aber auch nicht in einem der 14-Eyes-Staaten (etwa Deutschland, den USA und Großbritannien), die ihre Bürger gegenseitig ausspionieren.

Mit einer schnellen und sicheren Verbindung ohne DNS-Leaks, einem gut ausgebauten Server-Netzwerk, unlimitiertem Datenvolumen und einer anonymen Anmeldung hackt CyberGhost alle Pflichtkriterien ab, die ein VPN erfüllen sollte. Für die Kür sorgen etliche Zusatzfunktonen. Nennenswert ist beispielsweise, dass CyberGhost auf Wunsch Werbung, Tracker, Malware und Phishing-Websites blockiert.

success

Sie sollten CyberGhost verwenden, wenn …
… Ihnen guter Support auf Deutsch wichtig ist. Anders als viele Mitbewerber hat CyberGhost nämlich auch deutschsprachige Support-Mitarbeiter. Eine weitere Besonderheit ist, dass Kunden bei Supportanfragen nicht an Öffnungszeiten gebunden sind, da der Kundenservice rund um die Uhr verfügbar ist. Am Wochenende gibt es Support allerdings nur auf Englisch, das deutsche Team macht Pause.

CyberGhost unterstützt eine breite Anzahl unterschiedlicher Plattformen. Apps gibt es nicht nur für macOS, Windows, iOS und Android, sondern auch für Linux. Selbst auf Smart-TVs und Routern kann das VPN genutzt werden. Bemerkenswert ist, dass CyberGhost eine besonders großzügige Geld-zurück-Garantie anbietet. Wenn sich ein Anwender zum Erwerb eines Abonnements entschließt, kann er innerhalb der ersten 45 Tage (üblich sind 30 Tage) unkompliziert vom Kauf zurücktreten.

  • Bis zu sieben Geräte gleichzeitig nutzbar
  • Server in 91 Ländern (große Auswahl an IP-Adressen)
  • Über 7.200 Server (stabilere Übertragung)
  • Hohe Kompatibilität (Windows, Mac, Linux, Android, iOS, Android TV und mehr)
  • Support-Chat
  • Geringe Downloadgeschwindigkeit (69,9 Megabit pro Sekunde)

FAQ

Lässt sich das VPN-Programm von CyberGhost auf einer Xbox Series X nutzen?
Ja, laut Entwickler ist das VPN-Programm mit der Xbox Series X kompatibel.
Kann das VPN-Programm beim Streaming Verzögerungen verursachen?
Nein, laut Entwickler verursacht CyberGhost-VPN beim Streaming keine verzögerte Wiedergabe, solange die Internetverbindung stabil ist.
Ist der Kundenservice rund um die Uhr erreichbar?
Ja, dem Entwickler zufolge ist der Kundenservice 24 Stunden an sieben Tagen in der Woche erreichbar.
Verlängert sich das Abonnement des VPN-Programms automatisch?
Ja, dem Entwickler zufolge verlängert sich das Abonnement automatisch. Diese Funktion lässt sich jedoch ausschalten.
Unterstützt das VPN-Programm Mozilla Firefox?
Ja, laut Entwickler unterstützt das VPN-Programm den Internet-Browser Mozilla Firefox.

3. ExpressVPN: VPN auf allen Geräten

Flexible IP
ExpressVPN
Kundenbewertung
(6 Bewertungen)
ExpressVPN
7,59€ Jetzt zu ExpressVPN

ExpressVPN hat seinen Firmensitz auf den Britischen Jungferninseln, laut Website einer „tropischen Oase ohne Gesetze zur Datenspeicherung“. Der Anbieter betreibt Server an 160 Standorten, Angaben zur Anzahl der Server macht er allerdings nicht. ExpressVPN bietet eine ungewöhnlich große globale Abdeckung. Das Servernetz umfasst 94 Länder in Europa, Nord- und Südamerika, Asien, der Pazifikregion sowie in Nordafrika und im Mittleren Osten. Relativ schlecht versorgt ist das flächen- und einwohnermäßig große Gebiet des subsaharischen Afrika; nur in Kenia und in Südafrika stehen ExpressVPN-Server.

Technisch ist das VPN mit AES-256-Verschlüsselung und vier unterstützten Protokollen (der Eigenentwicklung Lightway, OpenVPN, SSTP und L2TP/IPsec) gut und zeitgemäß ausgestattet. Da bei diesem Anbieter jeder Server auch als DNS-Server agiert, sollen DNS-Leaks wirkungsvoll verhindert werden.

Eine Besonderheit von ExpressVPN ist das sogenannte Split-Tunneling: Der Nutzer kann wählen, welche Anwendungen Netzwerkzugang über das VPN haben sollen und welche nicht. Das ist beispielsweise nützlich, wenn jemand das VPN zwecks Umgehung von Geoblocking für das Streaming eines Films nutzt, aber nebenher mit seiner lokalen IP-Adresse im Web surfen will.

Zusatzfunktionen wie einen Werbeblocker, Multihop, Tor-over-VPN oder Shadowsocks bietet ExpressVPN nicht. Die Stärken des Anbieters liegen bei der Plattformunterstützung. Egal, welches internetfähige Gerät der Anwender zu Hause hat: Die Chancen sind groß, dass er es mit ExpressVPN nutzen kann.

Für viele Betriebssysteme hat ExpressVPN sogar eine eigene Clientsoftware entwickelt, viele weitere können über die geräteeigenen Netzwerkeinstellungen mit dem virtuellen Netzwerk verbunden werden. Zu den unterstützten Plattformen gehören die gängigen Desktop- und Mobil-Betriebssysteme wie Windows, macOS, Linux, Android und iOS, aber auch Spielkonsolen wie die PlayStation und die Xbox, Streaming-Media-Adapter wie Chromecast und diverse Router. Darüber hinaus sind Browser-Erweiterungen für Firefox und Chrome verfügbar.

success

Sie sollten ExpressVPN verwenden, wenn …
… Sie Wert auf eine breite Unterstützung von Endgeräten und Betriebssystemen legen. ExpressVPN stellt beeindruckend viele Client-Anwendungen und Anleitungen für diverse Plattform zur Verfügung. Es dürfte schwierig sein, ein internetfähiges Gerät zu finden, mit dem die Verwendung dieses virtuellen Netzwerks nicht möglich ist.

Preislich liegt ExpressVPN im oberen Mittelfeld. Stark preisreduzierte Angebote mit einer langen Bindungsfrist von bis zu 3 Jahren gibt es bei diesem VPN-Betreiber nicht. Das Abonnement mit dem besten Preis-Leistungs-Verhältnis ist das Jahresabo, das mit rund 8 Euro pro Monat zu Buche schlägt. Eine Möglichkeit zum kostenlosen Testen vor dem Kauf existiert nicht, ExpressVPN hat allerdings die branchenübliche 30-tägige Geld-zurück-Garantie.

  • Server in 94 Ländern (hohe Auswahl an IP-Adressen)
  • Hohe Kompatibilität (Windows, Mac, Linux, Android, iOS, Android TV und mehr)
  • Support-Chat
  • Nur fünf Geräte gleichzeitig nutzbar
  • Geringe Downloadgeschwindigkeit (67,5 Megabit pro Sekunde)

FAQ

Wie viele Serverstandorte hat ExpressVPN?
Dem Entwickler zufolge hat das ExpressVPN-Programm Zugriff auf 160 Serverstandorte.
In welchen Sprachen lässt sich das VPN-Programm von ExpressVPN nutzen?
Das Programm unterstützt Deutsch, Englisch, Dänisch, Spanisch, Französisch, Italienisch, Niederländisch, Norwegisch, Polnisch, Portugiesisch, Schwedisch, Türkisch, Russisch, Chinesisch, Koreanisch und Japanisch.
Ist die Bandbreite von ExpressVPN begrenzt?
Nein, laut Entwickler ist die Bandbreite des ExpressVPN-Programms unbegrenzt.
Gibt es Anleitungen zur Installation des Programms?
Ja, auf der Website des Entwicklers gibt es eine Installationsanleitung.

4. HMA: Besser bekannt als Hide My Ass!

290 Länder
HideMyAss
Kundenbewertung
(4 Bewertungen)
HideMyAss
3,99€ Jetzt zu HideMyAss

Der VPN-Anbieter HMA fällt durch sein Marketing auf. Firmenmaskottchen ist der Esel Jack, der Hut und Sonnenbrille trägt. Er ist eine Mischung aus lässigem Dude und cooler Sau, er klärt Besucher der Anbieter-Website in schnoddrigem Ton über die Vorteile von HMA (kurz für Hide My Ass!) auf. Sympathisch? Lästig? Geschmackssache! Klar ist: HMA hebt sich damit von der Masse der VPNs ab, deren Online-Auftritte sich oft zum Verwechseln ähnlich sind.

Support ist eine definitive Stärke von HMA. Die Kundendienst-Mitarbeiter sind rund um die Uhr im Chat erreichbar und kommunizieren in deutscher Sprache. Ein weiterer Pluspunkt ist das gut ausgebaute Servernetz. In beinahe jedem Land der Welt steht ein VPN-Server von HMA. Sie wollen prüfen, ob Ihr Flug nach Aserbaidschan günstiger ist, wenn sie ihn von dort aus buchen? Nur zu, HMA macht es möglich! Und welche Filme können eigentlich Netflix-User in Gabun sehen? Das können Sie einfach herausfinden, wenn Sie Jack, den Esel, an Ihrer Seite haben.

Technisch orientiert sich HMA mit einer 256 Bit starken Verschlüsselung und dem VPN-Protokoll OpenVPN an dem, was aktuell als sinnvoll für sichere, stabile und schnelle VPN-Verbindungen gilt. DNS-Leaks traten im Test nicht auf.

success

Sie sollten Hide My Ass! verwenden, wenn …
… Sie nicht viel Geld ausgeben wollen, Esel mögen, ständig erreichbare Support-Mitarbeiter zu schätzen wissen und VPN-Server in so gut wie jedem Land der Erde nutzen möchten.

Preislich liegt HMA im Mittelfeld. Ein Abo für 2 Jahre kostet insgesamt 95,76 Euro, das sind rund 3,99 Euro pro Monat. Für diesen Preis kann der Anwender die App auf beliebig vielen Geräten installieren und auf bis zu fünf davon gleichzeitig nutzen. Für die gleichzeitige Nutzung auf bis zu zehn Geräten ist ein etwas höherer Preis fällig, das Abonnement kostet dann 143,76 Euro für 2 Jahre und somit 5,99 Euro pro Monat.

  • Hohe Downloadgeschwindigkeit (88,9 Megabit pro Sekunde)
  • Hohe Uploadgeschwindigkeit (92,8 Megabit pro Sekunde)
  • Server in 290 Ländern (hohe Auswahl an IP-Adressen)
  • Hohe Kompatibilität (Windows, Mac, Linux, Android, iOS, Android TV und mehr)
  • Support-Chat
  • Nur fünf Geräte gleichzeitig nutzbar

FAQ

Wann ist der Kundenservice des VPN-Programms von HideMyAss erreichbar?
Laut Entwickler ist der Kundenservice an 24 Stunden pro Tag und 7 Tagen pro Woche erreichbar.
Gibt es eine Anleitung für die VPN-Konfiguration?
Ja, dem Entwickler zufolge ist eine Anleitung zur VPN-Konfiguration auf der HideMyAss-Website zu finden.
Lässt sich das Abonnement vom HideMyASS-VPN-Progamm jederzeit kündigen?
Ja, laut Entwickler lässt sich das VPN-Programm jederzeit kündigen.
Welche Zahlungsmethoden akzeptiert HideMyAss?
Zu den akzeptierten Zahlungsmöglichkeiten zählen Kreditkarten (VISA, American Express und Maestro), PayPal, Google Pay, Apple Pay, Discover, Sofortüberweisung, Alipay, Giropay, Elo, Polo, Nordea, Konbini und Klarna bezahlen.
Lässt sich das VPN-Programm auf einer PlayStation 5 nutzen?
Ja, laut Entwickler ist das VPN-Programm mit der PlayStation 5 kompatibel.

5. Surfshark: So günstig und doch so gut

Studentenrabatt
Surfshark
Kundenbewertung
(11 Bewertungen)
Surfshark
Preis prüfen Jetzt zu Surfshark

Im Gegensatz zu CyberGhost und NordVPN hat Surfshark kein Gerätelimit. Da es darüber hinaus keine Beschränkung beim Datenvolumen gibt, können Anwender das VPN ohne Abstriche ganz nach Lust und Laune nutzen.

Bei der Sicherheit lässt sich Surfshark so schnell nichts vormachen. Das VPN verwendet modernste Protokolle und Verschlüsselungsalgorithmen. DNS-Leaks verhindert es zuverlässig, wie wir im Test feststellen konnten. Surfshark geht sogar noch einen Schritt weiter als die meisten anderen VPNs und bietet Multihop-Verbindungen an: Der Datenstrom wird nicht durch einen, sondern durch zwei VPN-Server gleitet. Diese befinden sich in zwei unterschiedlichen Ländern. Das macht es Angreifern noch schwerer, den wahren Aufenthaltsort des Anwenders herauszufinden oder seine Kommunikation abzufangen.

success

Sie sollten Surfshark verwenden, wenn …
… Sie ein VPN ohne Gerätelimit mit einem kaum zu übertreffenden Preis-Leistungs-Verhältnis haben möchten. Surfshark steht den beiden Top-Produkten in beinahe nichts nach, begrenzt aber im Gegensatz zu diesen die Geräteanzahl nicht und ist darüber hinaus sogar günstiger.

Wie bei VPNs üblich, bietet Surfshark keinen Gratistest an. Interessierte können den Dienst trotzdem risikofrei testen, da sie – wie ebenfalls üblich in dieser Branche – bei Nichtgefallen von der 30-tägigen Geld-zurück-Garantie Gebrauch machen können.

Surfshark bietet erfreulich viele Zahlungsmöglichkeiten an. Neben den Online-Shopping-Klassikern Kreditkarte, PayPal und Sofortüberweisung zählen dazu auch Amazon Pay und dessen chinesisches Pendant Alipay sowie die Kryptowährungen Bitcoin und Ethereum.

  • Studentenrabatte für Abonnements
  • Für eine unbegrenzte Anzahl an Geräten gleichzeitig nutzbar
  • Hohe Kompatibilität (Windows, Mac, Linux, Android, iOS, Android TV und mehr)
  • Support-Chat
  • Keine Angaben zur Download- und Uploadgeschwindigkeit
  • Server nur in 65 Ländern verfügbar (geringere Auswahl an IP-Adressen)

FAQ

Lässt sich Netflix über das VPN-Programm von Surfshark nutzen?
Ja, dem Entwickler zufolge lässt sich Netflix über das VPN-Programm nutzen.
Wie lang ist die Laufzeit?
Das Surfshark-VPN-Programm lässt sich in drei Abonnement-Plänen buchen (1 Monat, zwölf Monate und 24 Monate).
Lässt sich das VPN-Programm mit Kryptowährungen bezahlen?
Ja, laut Entwickler lässt sich das Programm per Bitcoin, Ethereum und Ripple bezahlen.
Hat das VPN-Programm ein Freunde-Werben-Programm?
Ja, der Entwickler bietet eine Werbeprogramm an. Die Laufzeit des Abonnements lässt sich durch das Anwerben von Freunden kostenlos verlängern.
Welche Faktoren können die Geschwindigkeit des VPN-Programms beeinflussen?
Die Geschwindigkeit wird von der eigenen Internetverbindung, dem Router, der Antivirus-Software und weiteren Faktoren beeinflusst.

6. ZenMate: Schutz für eine unbegrenzte Anzahl von Geräten

Ohne Protokolle
ZenMate
Kundenbewertung
(4 Bewertungen)
ZenMate
2,22€ Jetzt zu ZenMate

Zen-Buddhismus steht für Gelassenheit und inneren Frieden. Mit Sicherheit, Privatsphäre und innerem Frieden wirbt auch der VPN-Anbieter ZenMate. Der Firmensitz von ZenMate befindet sich in Berlin und die Technologie wurde in Deutschland entwickelt. Der Anbieter gehört jedoch seit 2018 zu dem israelisch-britischen Unternehmen Kape Technologies – unter anderem auch Mutterkonzern von ExpressVPN oder CyberGhost. Insgesamt stehen Ihnen 3.800 Server in 74 verschiedenen Ländern zur Verfügung.

success

Sie sollten ZenMate verwenden, wenn…
… Sie auf vielen Geräten anonym surfen möchten. Der VPN ZenMate bietet Ihnen Schutz für eine unbegrenzte Anzahl an Geräten. Anders als die meisten anderen Anbieter limitiert ZenMate die Gerätezahl nicht, sodass Sie mit einem Account all Ihre Geräte schützen können.

ZenMate ist verfügbar für Windows, iOS, Android und Linux. Als Browser-Erweiterung nutzen Sie das VPN für Chrome, Firefox oder Opera. Die Software ist mit OpenVPN und Amazons Fire TV kompatibel. Der Hersteller verfolgt nach eigenen Angaben eine strikte No-Logs-Richtlinie und legt keine Protokolle an. Eine 256-Bit-AES-Verschlüsselung schützt Ihre Daten vor unberechtigtem Zugriff.

Der Hersteller wirbt mit einer unkomplizierten Ein-Klick-Verbindung und gibt Ihnen die Möglichkeit, Ihre bevorzugten Server per Lesezeichen zu speichern. ZenMate bietet Ihnen eine 30-Tage-Geld-zurück-Garantie, wenn Sie nicht zufrieden sind. Die Zahlung erfolgt per PayPal oder Kreditkarte.

  • Für eine unbegrenzte Anzahl an Geräten gleichzeitig nutzbar
  • Über 4.000 Server (stabilere Übertragung)
  • Hohe Kompatibilität (Windows, Mac, Linux, Android, iOS, Android TV und mehr)
  • Keine Angaben zur Download- und Uploadgeschwindigkeit
  • Kein Support-Chat

FAQ

Mit welchen Kreditkarten lässt sich das VPN-Programm von ZenMate bezahlen?
Das Programm lässt sich über Visa, Mastercard und American Express bezahlen.
Unterstützt das VPN-Programm Opera?
Ja, laut Entwickler unterstützt das VPN-Programm den Internet-Browser Opera.
Gibt es Studentenrabatte für das VPN-Programm?
Nein, es gibt kein Studentenrabatt für das VPN-Programm von ZenMate.
Gibt es eine Installationsanleitung für das VPN-Programm?
Ja, auf der Website des Entwicklers gibt es eine Installationsanleitung.

7. Mozilla VPN: Sicher surfen und die Mozilla Foundation unterstützen

Guter Ruf
Mozilla VPN
Kundenbewertung
(9 Bewertungen)
Mozilla VPN
4,99€ Zum Angebot

Seit Frühjahr 2021 ist Mozilla VPN, das VPN der Mozilla Foundation, auch in Deutschland erhältlich. Die Non-Profit-Organisation ist für die Entwicklung des Browsers Firefox bekannt. Anders als andere Anbieter verfolgt Mozilla nicht hauptsächlich kommerzielle Interessen, sondern setzt sich vor allem für ein freies, sicheres Internet ein. So lässt sich Mozilla als höchst vertrauenswürdiger VPN-Anbieter einstufen.

Mozilla VPN setzt auf das schnelle, offene Protokoll WireGuard. Wie auch Firefox ist der VPN-Client Open Source. Desktop-Clients gibt es für Windows, Linux sowie macOS und auch Mobilgeräte mit Android und iOS werden unterstützt. Der Client ist äußerst einfach und benutzerfreundlich gestaltet – Poweruser vermissen eventuell erweiterte Einstellmöglichkeiten. Er beherrscht allerdings Split-Tunneling. Es lässt sich also für jedes Programm einzeln festlegen, ob sein Netzwerkverkehr durch das VPN geleitet werden soll oder nicht.

success

Sie sollten Mozilla VPN verwenden, wenn…
… Sie der Mozilla Foundation vertrauen und ihre Arbeit unterstützen wollen. Das VPN kostet zwar etwas mehr als Produkte der Konkurrenz, allerdings haben seine Macher auch einen äußerst guten Ruf, was den Schutz der Privatsphäre im Internet angeht. Zudem finanzieren Kunden mit ihren VPN-Abos auch die Arbeit an kostenlosen Projekten wie dem Browser Firefox.

Aktuell verfügt das Netzwerk von Mozilla VPN über mehr als 400 Server in 30 Ländern. Verglichen mit anderen Anbietern erscheint das wenig. Allerdings ist der VPN-Dienst von Mozilla neu. Es ist davon auszugehen, dass in Zukunft weitere Standorte hinzukommen. Mit einem Abo kann Mozilla VPN auf bis zu fünf Geräten gleichzeitig genutzt werden. Wie üblich bei VPNs können Kunden, die bis zu 30 Tage nach Abschluss eines Abos kündigen, ihr Geld zurückverlangen. Ein risikofreies Ausprobieren des Angebots ist somit möglich.

  • Hohe Kompatibilität (Windows, Mac, Linux, Android, iOS und mehr)
  • Support-Chat
  • Erweiterte Produktfamilie für flexiblere Internetnutzung (Pocket, Firefox Relay und mehr)
  • Geringe Downloadgeschwindigkeit (64 Megabit pro Sekunde)
  • Server nur in 40 Ländern verfügbar (geringere Auswahl an IP-Adressen)
  • Nur fünf Geräte gleichzeitig nutzbar

FAQ

In welchen Ländern ist das VPN-Programm von Mozilla als Abonnement erhältlich?
Das Programm ist in Deutschland, Belgien, Finnland, Frankreich, Großbritannien, Irland, Italien, Kanada, Malaysia, Neuseeland, Österreich, Schweden, Singapur, Spanien, Holland, der Schweiz und den USA erhältlich.
Ist das VPN-Programm jederzeit kündbar?
Ja, laut Entwickler lässt sich das Mozilla-VPN-Porgramm jederzeit kündigen.
Welche Abo-Modelle gibt es für das VPN-Programm?
Das VPN-Programm ist in drei Abonnement-Modellen erhältlich (ein Monat, zwei Monate und zwölf Monate).
Hat das VPN-Programm einen Passwort-Manager?
Nein, das Programm hat keinen Passwort-Manager.
Protokolliert das VPN-Programm Netzwerkaktivitäten?
Nein, das Programm protokolliert keine Netzwerkaktivitäten.

Was bringt mir ein VPN?

Die Abkürzung VPN steht für Virtual Private Network. Es handelt sich somit um ein virtuelles, also durch Software erzeugtes Netzwerk innerhalb des Internets, das vor unbefugten Dritten geschützt ist. Es verhindert, dass Websites Anfragen bis zum Nutzer selbst zurückverfolgen können. Der Server sieht nur, aus welchem VPN die Anfrage kommt. Da das virtuelle Netzwerk den Datenverkehr zwischen dem Rechner des Anwenders und dem VPN-Server verschlüsselt, verringert es die Gefahr, ausgespäht zu werden.

Ein VPN zu verwenden ist prinzipiell für jeden empfehlenswert, dem seine digitale Privatsphäre wichtig ist. Auch die digitale Bürgerrechtsorganisation Electronic Frontiers Foundation (EFF) rät zur Nutzung eines Virtual Private Network.

Sicherheit

Da die Verbindung zwischen dem Rechner des Anwenders und dem VPN-Server verschlüsselt ist, werden Abhörversuche erschwert. Das ist besonders dann wichtig, wenn der Anwender über ein unverschlüsseltes WLAN (Funknetzwerk) online geht, beispielsweise in einem Café, am Flughafen oder in einer Bibliothek. In solchen Netzwerken ist es für jeden mit den richtigen Software-Werkzeugen sehr einfach, den Datenverkehr der anderen Netzwerkteilnehmer mitzulesen. Durch die Verschlüsselung schützt ein VPN davor.

Datenschutz

Zu Opfern von Hackern werden zum Glück nur die wenigsten Internetnutzer, auch ins Visier von Geheimdiensten kommen unbescholtene Bürger selten. Eine weniger dramatische, aber sehr viel alltäglichere Gefahr geht von Webseiten aus, die zu Werbezwecken umfassende Benutzerprofile anlegen. Dieses Problem betrifft jeden, der im Web surft. Da ein VPN den Aufenthaltsort seiner Nutzer verschleiert und sie sozusagen hinter dem VPN-Server versteckt, ist es für datenhungrige Webseiten deutlich schwieriger, Netzwerkanfragen einzelnen Benutzer zuzuordnen.

Ganz verhindern lässt sich diese Art von Übergriffen auf die Privatsphäre allein durch ein VPN jedoch nicht, da mit Cookies, Trackern und digitalen Fingerabrücken Methoden existieren, mit denen die Anwender trotzdem identifiziert werden können. Nutzer sollten daher regelmäßig ihre Cookies löschen und Anti-Tracking-Erweiterungen wie uBlock Origin und Privacy Badger in ihrem Browser installieren. Auch gegen digitale Fingerabdrücke sind diverse Browser-Erweiterungen verfügbar. Den eigenen digitalen Fingerabdruck können Anwender auf der Webseite https://amiunique.org sehen.

Geoblocking umgehen

Für viele VPN-Nutzer spielen die Themen Sicherheit und Datenschutz nur eine untergeordnete Rolle. Ihnen geht es vor allem darum, Geoblocking zu umgehen. Video- und Musik-Streaming-Dienste beschränken ihr Angebot nämlich auf bestimmte Länder. Das müssen sie, da die Rechteinhaber die Verwertungsrechte an den Inhalten in der Regel nicht global vergeben.

VPN Software Test

Kein iPlayer außerhalb des Vereinigten Königreichs. „Sorry, it’s due to right issues”, meldet die Website der BBC auf britisch-höfliche Art.

Im Ausland lassen sich beispielsweise viele Inhalte der deutschen öffentlich-rechtlichen Fernsehsender nicht streamen. Umgekehrt haben Freunde von britischen Serien kein Glück, wenn sie das große kostenlose Streaming-Angebot der BBC in Deutschland nutzen möchten. Bei Netflix stehen Kunden in den USA andere Filme und Serien zur Verfügung als hierzulande. Da sie den Aufenthaltsort des Anwenders unkenntlich machen, schaffen VPNs Abhilfe. Wer beispielsweise im Netzwerk seines VPN-Dienstes einen amerikanischen Server wählt, kann auf die amerikanische Netflix-Mediathek zugreifen.

Restriktive Netzwerke aushebeln

VPNs eignen sich auch dazu, Sperren im eigenen Netzwerk auszuhebeln. Falls etwa in einem öffentlichen Netzwerk bestimmte Webseiten nicht erreichbar sind, weil sie von der Firewall blockiert werden, kann das VPN helfen, trotzdem auf diese Seiten zuzugreifen. Genauso nützlich ist ein VPN, wenn es darum geht, Einschränkungen des Internetproviders wie Seitensperren oder Geschwindigkeitseinschränkungen für bestimmte Dienste (etwa Streaming oder Peer-to-Peer-Filesharing) zu umgehen.

Ein VPN eignet sich sogar als Mittel gegen staatliche Zensur und Überwachung. Dabei sollten Anwender jedoch besondere Vorsicht walten lassen, da Staaten mit restriktiven Regimes mitunter auch die Umgehung der Zensurmaßnahmen ahnden. Wer vorhat, ein im Ausland ein VPN für den Zugang auf gesperrte Websites zu verwenden, sollte sich noch vor Reiseantritt unbedingt eingehend mit dem Thema auseinandersetzen.

info

Sind VPNs in Deutschland verboten?
Entgegen anderslautender Gerüchte ist die Verwendung eines VPN hierzulande völlig legal. Zu einem Land wie Deutschland, das so großen Wert auf Datenschutz und Meinungsfreiheit legt, würde ein Verbot überhaupt nicht passen. Auch bei der Verwendung eines VPNs zur Umgehung von Geoblocking müssen Anwender nicht mit rechtlichen Folgen rechnen. Selbstverständlich ist es jedoch verboten, aus der Deckung eine VPN heraus illegalen Aktivitäten wie Computerbetrug, Hacking oder der Verbreitung von urheberrechtlich geschütztem Material nachzugehen.

Wie funktioniert ein VPN?

Wie genau ein VPN funktioniert und wo die Grenzen seiner Wirksamkeit liegen, wird klar, wenn man versteht, dass jedes Gerät im Internet – ob Laptop, Router, Smartphone oder per App gesteuerte LED-Lampe –  eine weltweit einmalige IP-Adresse besitzt. Diese eindeutige Kennung ist sozusagen die Adressierung der Datenpakete im Internet. Sie ist nötig, damit Internetgeräte miteinander kommunizieren können.

Da IP-Adressen regional vergeben werden, ist es für Website-Betreiber sehr einfach, herauszufinden, aus welchen Ländern, aus welchen Orten und bei größeren Städten sogar aus welchen Stadtteilen ihre Besucher kommen. Ein VPN-Server funktioniert dabei ein wenig wie ein Postfach: Er nimmt die Daten anstelle des Website-Besuchers entgegen und leitet sie an ihn weiter. Der Website-Betreiber erfährt also nur die IP-Adresse des VPN-Servers, nicht jedoch des eigentlichen Besuchers.

Ein VPN funktioniert wie ein virtuelles Netzwerkkabel. Ein Computer, der mit einem anderen per VPN verbunden ist, kann mit ihm genauso Daten austauschen, als befänden sich beide im selben lokalen Netzwerk. Deswegen sind VPNs auch bei Firmen beliebt, die damit ihren Mitarbeitern im Home-Office den Zugriff auf das Firmennetzwerk ermöglichen, ganz so, als säßen sie im Büro. Der Unterschied zu einem physischen Netzwerk ist allerdings, dass die Verbindung nicht per Funk oder über ein Netzwerkkabel hergestellt wird, sondern über das Internet. Im Datenstrom des Internets entsteht ein virtueller Tunnel, durch den sich die per VPN verbundenen Rechner Daten zusenden, daher spricht man auch von einem VPN-Tunnel.

Für die Sicherung des VPN-Tunnels sorgt Verschlüsselung. Ohne sie könnten alle Netzwerknoten, die die Daten unterwegs passieren, einfach mitlesen. Wichtig zu wissen ist, dass der Datenverkehr nur innerhalb des VPNs verschlüsselt wird, also nur zwischen dem Rechner des Anwenders und dem VPN-Server.

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Ist trotz E2EE ein VPN nötig?

Für E2EE wird im Internet normalerweise TLS/SSL eingesetzt. Dieses Verschlüsselungstechnik funktioniert aber nur, wenn sie auch der Webserver unterstützt. SSL ermöglicht eine sichere Datenübertragung, verbirgt den Standort des Nutzers jedoch nicht. Zudem ist trotz SSL eine Metadatenspeicherung durch den Provider möglich, da nur der Inhalt der Datenpakete verschlüsselt wird, aber nicht ihr Ziel.

Sobald eine Webseite aufgerufen wird, wandern die Daten auch mit VPN auf der Strecke zwischen VPN-Server und dem Webserver der angefragten Seite über das offene Internet. Daher ersetzt ein VPN keine Verschlüsselung für die ganze Übertragungsstrecke (E2EE, End-to-End Encryption). Das E2EE in Form von TLS/SSL aktiv ist, erkennt der Internet-User daran, dass die URL mit „https://“ beginnt beziehungsweise am geschlossenen, grünen Vorhängeschluss in der Adresszeile des Browsers. Im Gegensatz zu E2EE verhindert ein VPN, dass der Internet-Provider das Onlineverhalten seiner Kunden beobachten, aufzeichnen und weitergeben kann. Da es die IP-Adresse des Nutzers verschleiert, macht es Websites schwer, Zugriffe einem bestimmten Herkunftsort oder gar einem einzelnen User zuzuordnen. Dieser Vorteil verschwindet allerdings, wenn der User sich sozusagen selbst verrät und beispielsweise auf einer Seite mit seinem persönlichen Account einloggt. Auch gegen andere Methoden der Nutzer-Identifizierung wie Tracking-Cookies oder digitale Fingerabdrücke sind VPNs wirkungslos.

Welches VPN soll ich wählen?

Der Markt der kommerziellen Betreiber von VPNs ist relativ unübersichtlich. Hunderte Anbieter werben um die Gunst der Kunden. Das liegt auch daran, dass es mit ein wenig technischem Wissen auf dem Gebiet der Netzwerkadministration recht einfach ist, zum VPN-Anbieter zu werden. Im Grunde genügt es, ein paar günstige virtuelle Server zu mieten und sie als VPN-Server zu konfigurieren. Der Einstieg in dieses Geschäft ist zwar einfach, allerdings ist die Einrichtung eines VPNs herausfordernd, wenn es dauerhaft sicher und stabil sein soll. Kunden müssen einen Anbieter finden, dem sie auch zutrauen, ein Netzwerk vernünftig zu betreiben.

Gefragt ist ein Überzeugungstäter

Es ist wichtig, einen Anbieter zu wählen, der vertrauenswürdig ist und im besten Interesse seiner Kunden handelt. Da bei der gesamte Datenverkehr über das VPN läuft, hat jeder VPN-Dienst ähnlich wie ein Internetprovider die Möglichkeit, seine Kunden weitreichend auszuspionieren. VPN-Anbieter können die gewonnenen Daten ohne Wissen der Kunden weitergeben, zum Beispiel an Unternehmen, die sie für gezielte Werbung verwenden. Der ideale VPN-Betreiber ist nicht nur ein Unternehmen mit Gewinnabsicht, sondern tritt auch aus Überzeugung für Datenschutz, für ein freies Internet und gegen Zensur ein.

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Der Anbieter NordVPN greift in seinem Blog Datenschutz-Themen auf, um seine Glaubwürdigkeit zu steigern.

Durch die Beurteilung des Gesamtauftritts eines Anbieters können Kunden einschätzen, wie er zu diesen Themen steht und so zumindest offensichtlich suspekte Anbieter ausschließen. Einige geben beispielsweise in ihrer Datenschutzerklärung freimütig zu, dass sie das Userverhalte protokollieren, um personalisierte Werbung schalten zu können. Auch übermäßiges Tracking auf der Homepage ist ein Negativmerkmal und durch die Nutzung von Anti-Tracking-Browsererweiterungen sehr einfach feststellbar.

Besonders ungünstig ist es, wenn aus Medienberichten hervorgeht, dass der Anbieter in der Vergangenheit die Interessen seiner Nutzer verletzt hat. Die folgenden Kriterien helfen bei der Auswahl eines guten und vertrauenswürdigen VPN:

Anonyme Nutzung

Übliche Zahlungswege wie die Banküberweisung oder Kreditkarten legen die Identität eines Nutzers offen. Für größtmögliche Sicherheit ist es daher ratsam, einen alternativen Zahlungsweg zu verwenden, der die Anonymität des Kunden gewährleistet. Kryptowährungen wie Bitcoin eignen sich dafür optimal. Eine weitere Möglichkeit sind Prepaid-Kreditkarten, von denen aber nur wenige gänzlich anonym nutzbar sind. Auch Gutscheinkarten kommen in Frage. Theoretisch wäre es sogar möglich, Bargeld und einen Registrierungscode per Post an den Betreiber zu senden; in der Praxis haben wir jedoch bislang kein VPN gefunden, das diese Art der Bezahlung unterstützt.

Firmensitz des Anbieters

VPNs werben gerne mit einem Offshore-Firmensitz in Kleinstaaten wie den Britischen Jungferninseln. In solchen Ländern, die auch als Standorte von Briefkastenfirmen beliebt sind, scheinen sie und somit ihre Kunden weitgehend sicher vor dem Zugriff der europäischen oder US-amerikanischen Justiz, argumentieren sie. Niemand kann sie zwingen, Kundendaten herauszugeben.

Ob das sinnvoll ist, wird kontrovers diskutiert. Zu bedenken ist jedenfalls, dass diese Offshore-Standorte auch deutlich lockerere Konsumenten- und Datenschutzstandards haben als EU-Staaten. Mit dieser Argumentation begründen wieder andere Anbieter, warum sie ihren Firmensitz in Ländern wie der Schweiz oder Deutschland haben. Prinzipiell dürfte es allerdings von Vorteil sein, wenn der Firmensitz in keinem der Fourteen-Eyes-Länder liegt.

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Was sind die Fourteen-Eyes-Länder?
Demokratische Staaten lassen die Überwachung ihrer eigenen Bürger nur unter strengen Auflagen zu. Üblicherweise ist dafür zumindest der begründete Verdacht einer schweren Straftat und ein richterlicher Beschluss erforderlich. Mit Auslandsspionage hingegen verletzt ein Geheimdienst in der Regel nicht die Gesetze seines eigenen Landes. Das machen sich die Fourteen-Eyes-Staaten zunutze. Sie haben ein Abkommen (SIGINT Seniors Europe, SSEUR) geschlossen, die gegenseitige Überwachung ihrer Bürger zu tolerieren und die so gewonnenen Daten untereinander auszutauschen. So kommen geheimdienstliche Organisationen mit Hilfe der Geheimdienste anderer Länder zu Überwachungsdaten der Bürger ihres eigenen Landes.

Folgende Staaten sind teil des Abkommens: USA, UK, Kanada, Neuseeland, Australien, Frankreich Dänemark, Niederlande, Norwegen, Deutschland, Belgien, Spanien, Italien, Schweden

Keine Logs

So gut wie jeder VPN-Anbieter wirbt damit, dass er keine Logs anlegt. Eine Keine-Logs-Richtlinie (meistens auf Englisch als No-Logs-Policy bezeichnet) ist sinnvoll, denn wenn ein Anbieter das Nutzerverhalten nicht protokolliert, kann er auch keine Daten darüber preisgeben, weder absichtlich noch durch Hacks oder Datenlecks. Ob das VPN wirklich keine Logs anlegt, können Außenstehende leider nicht überprüfen.

Einige Anbieter widersprechen sich jedoch schon in ihren Datenschutzerklärungen selbst. Oft ist diesen zu entnehmen, dass sie trotz der Werbeversprechen bestimmte Verbindungsdaten speichern, etwa die übertragene Datenmenge eines Nutzers oder seine Login-Zeiten. Das mag in gewissen Fällen zulässig sein, etwa um gegen übermäßige Nutzung oder andere Formen von Missbrauch vorzugehen. Allerdings schwächt es die Vertrauenswürdigkeit eines Anbieters, wenn seine Werbung nicht mit den Vertragsdetails übereinstimmt.

Verschlüsselungsstärke und VPN-Protokoll

Maßgebliche Faktoren für die Sicherheit und Geschwindigkeit eines VPNs sind die benutzbaren Protokolle und die Verschlüsselungsstärke. Der Anbieter sollte OpenVPN mit UDP und TCP unterstützen, und die Verschlüsselungsstärke sollte 256 Bit betragen. Andere Übertragungsprotokolle sind vergleichsweise unwichtig und für spezielle Anwendungsfälle interessant. Eine niedrigere Verschlüsselungsstärke als 256 Bit (128 Bit) ist nicht sicher genug. Eine höhere würde die Verbindung stärker ausbremsen, aber die Sicherheit nicht maßgeblich verbessern.

Gerätelimits

Haushalte besitzen heute üblicherweise mehrere Geräte mit Internetverbindung. Üblich sind zumindest ein Laptop und ein Smartphone pro Haushaltsmitglied. Oft kommen weitere hinzu, etwa Tablets und Smart TVs. Kunden möchten natürlich alle diese Geräte mit dem VPN verwenden, aber viele Anbieter lassen das nicht zu. Bei einigen muss jedes Device im Kundenbereich ihrer Website angemeldet werden, und sie haben strenge Limits für die Geräteanzahl. Eine Begrenzung auf drei Geräte beispielsweise ist meistens nur für einen einzelnen Nutzer ausreichend, und auch bei fünf wird es für Familien knapp.

Flexibler sind Limits für die Anzahl der gleichzeitig verbundenen Geräte. Bei diesem Verfahren ist keine Registrierung der Geräte notwendig, und es können unbegrenzt viele für die Verwendung des VPN konfiguriert werden. Wenn allerdings die maximale Anzahl von gleichzeitig verbundenen Geräten eines Accounts erreicht ist, können sich keine weiteren mehr anmelden. So ist es auch für eine größere Familie möglich, das VPN auf allen ihren Geräten zu nutzen, aber nicht auf allen gleichzeitig.

VPN-Software Test und VergleichAm Bei Surfshark gibt es keine Limits für die Anzahl der Geräte oder gleichzeitigen Verbindungen.

m einfachsten ist es für Kunden, wenn der Anbieter überhaupt keine Gerätelimits hat. So eine Regelung verführt allerdings zu missbräuchlicher Verwendung. So könnte zum Beispiel eine ganze Firma mit hunderten von Mitarbeitern sich einen einzigen VPN-Account teilen oder jemand die Zugangsdaten in einem Forum veröffentlichen. Das wäre für die Anbieter geschäftsschädigend, daher ist davon auszugehen, dass sie hinter den Kulissen Mechanismen verwenden, die ihnen helfen, solche Fälle zu erkennen und dagegen vorzugehen.

Unlimitierter Datenverkehr

Das Traffic-Volumen ist bei VPNs kein Thema, denn bei kostenpflichtigen VPNs ist es Standard, keine Down- beziehungsweise Upload-Limits zu setzen. Tägliche, wöchentliche oder monatliche Traffic-Limits sind nur bei kostenlosen VPNs üblich, aber selbst dort sind sie nicht immer vorhanden. Das Gratis-VPN, das in den Browser Opera eingebaut ist, hat beispielsweise ein unlimitiertes Datenvolumen, ist dafür aber funktional relativ eingeschränkt.

Verbindungsgeschwindigkeit

Bei der Nutzung eines VPNs müssen die Daten einen längeren Weg zurücklegen. Zudem bremst der Verschlüsselungsvorgang die Übertragung. Das führt immer dazu, dass die Verbindungsgeschwindigkeit mit VPN langsamer ist als ohne. Im Test zeigte sich allerdings, dass sich mit den meisten VPN-Anbietern sehr gute Geschwindigkeiten erzielen lassen, mit denen das Surfen im Web und selbst Videotelefonie und das Streamen von Filmen in hoher Auflösung problemlos möglich sind. Die Geschwindigkeiten lagen sowohl im Up- als auch im Download meistens bei um die 40 Megabit pro Sekunde. Das ist schneller als bei üblichen DSL- und Kabelanschlüssen. Selbst wer mit 50 Megabit pro Sekunde an das Internet angeschlossen ist, muss nur geringe Geschwindigkeitseinbußen in Kauf nehmen. Bei sehr leistungsfähigen Internetanschlüssen mit einer Geschwindigkeit von 100 Megabit pro Sekunde und mehr sind die meisten VPNs ein Flaschenhals, der die Datenübertragung deutlich verlangsamt.

Beste VPN-Software

Die meisten VPNs in unserem Test bieten eine gute Verbindungsgeschwindigkeit. Die eigene Geschwindigkeit mit und ohne VPN kann jeder User mit den Online-Tools von speedtest.net testen.

Der Nutzer kann die Verbindungsgeschwindigkeit durch die Wahl des Servers und des Netzwerkprotokolls beeinflussen. Gute Anbieter zeigen an, wie stark die einzelnen Server ausgelastet sind, damit der Anwender einen wählen kann, der noch genug freie Kapazitäten hat. Im Allgemeinen ermöglichen Server in größerer geographischer Nähe auch eine schnellere Verbindung. Beim Netzwerkprotokoll gilt, dass OpenVPN mit UDP die beste Kombination aus Sicherheit und Geschwindigkeit darstellt und daher immer die erste Wahl sein sollte. Nur wenn sich damit keine stabile Verbindung herstellen lässt, sollte der Anwender auf OpenVPN mit TCP wechseln.

Länder der Serverstandorte

Die VPN-Betreiber werben gern mit der Anzahl der Ländern, in denen ihre Server stehen., in denen ihre Server stehen. Diese Zahlen können sich sehen lassen: 62 Länder sind es bei NordVPN, ExpressVPN gibt an, Serverstandorte in 94 Ländern zu haben und Hide my Ass! ist laut Eigenangaben in mehr als 190 Staaten mit einem Server vertreten. Bei 194 insgesamt existierenden Staaten gibt es also in beinahe jedem Staat der Erde einen Server des letztgenannten Anbieters.

In der Praxis sind die vielen verschiedenen Serverstandorte aber für die meisten Nutzer uninteressant, weil sie sowieso nur die VPN-Server in einer Handvoll von Ländern nutzen. Bei der Entscheidung für einen Dienstleister ist daher die Gesamtzahl der Länder weniger wichtig als eine ausreichende Ausstattung mit leistungsfähigen Servern in den Nutzungsländern.

Serveranzahl

Auch mit ihren Serverzahlen machen die Anbieter Werbung für sich. Meistens geht sie in die Hunderte –NordVPN betreibt sogar mehr als 5.000 Server. Wirklich aussagekräftig ist diese Zahl jedoch nicht, denn sie sagt nichts über die Leistungsfähigkeit und Auslastung der Server aus. Es ist durchaus denkbar, dass Anbieter die Zahl aus Marketinggründen künstlich in die Höhe treiben, indem sie viele günstige virtuelle Server verwenden statt wenige teure, aber leistungsfähige Maschinen mit dezidierter Hardware. Bei der Suche nach einem geeigneten Anbieter sollten Kunden der Serveranzahl daher wenig Beachtung schenken und stattdessen testen, ob an den gewählten Standorten eine stabile und schnelle VPN-Verbindung zustande kommt. Ein wichtiges Kriterium ist auch, dass die Server des Anbieters nicht von Video-Streaming-Diensten wie Netflix blockiert werden.

DNS-Leaks

Sogenannte DNS-Leaks können dazu führen, dass trotz sicherer Verschlüsselung mit einem VPN Dritte Zugang zum Datenverkehr des Anwenders bekommen. Sie sind ein relativ häufiges Problem, da viele VPN-Betreiber keine ausreichenden Maßnahmen treffen, um sie zu verhindern.

VPN-Software

Auf dnsleaktest.com können interessierte User testen, zu welchen DNS-Servern ihr Rechner Verbindung aufnimmt.

Zu DNS-Leaks kommt es, weil der Browser bei jedem Webseitenaufruf eine Anfrage an einen DNS-Server schickt, um zu erfahren, welche IP-Adresse sich hinter dem Domainnamen des Servers verbirgt. Mit 172.217.18.100 beispielsweise kommt der User zur Suchmaschine Google. Die IP-Adresse benötigt der Browser, um mit dem Server zu kommunizieren. An der DNS-Abfrage führt also kein Weg vorbei; der Haken ist aber, dass der DNS-Server dadurch erfährt, welche Websites ein User aufruft. Immerhin bekommt er dadurch keine detaillierte Chronik der besuchten Unterseiten.

DNS-Server werden meistens von Internetprovidern oder Konzernen wie Google betrieben, die so erfahren, wie häufig welche Domains besucht werden. Gute VPN-Anbieter gestalten ihre Clients so, dass sie DNS-Leaks unterbinden und der Computer nur mit anbietereigenen DNS-Servern kommunizieren kann.

Streaming-Dienste

Leider wissen es auch die Streamingdienste und sonstigen Anbieter, deren Inhalte durch Geoblocking geschützt sind, und blockieren VPN-Server in zunehmendem Maße. Oft bleibt dem Nutzer nichts anderes übrig, als der Reihe nach alle Server im jeweiligen Land durchzuprobieren und zu hoffen, dass einer davon noch nicht auf der schwarzen Liste entsprechenden Streaming-Dienstes steht.

Wie gut sich das VPN für das Video- und Audio-Streaming eignet, unterscheidet sich von Anbieter zu Anbieter. Während es bei einigen ein Glücksspiel ist, einen Server zu finden, der nicht blockiert wird, greifen andere zu aktiven Gegenmaßnahmen, um ihren Kunden unkompliziertes Streaming zu bieten. Besonders gut gelingt das NordVPN. Dieser Anbieter leitet Zugriffe auf bekannte Streaming-Seiten wie Netflix oder Spotify automatisch und ohne dass der Anwender davon etwas bemerkt, über einen zweiten, noch nicht gesperrten Server.

Restriktiven Internetzugang umgehen

Bei besonders konsequent umgesetzten Website-Sperren reicht ein VPN eventuell nicht aus. Raffinierte Firewalls, wie sie beispielsweise die chinesische Regierung einsetzt, erkennen und blockieren die VPN-Verbindung. In solchen Fällen hilft es, wenn der VPN-Client einen Stealth-Modus unterstützt. Dieser tarnt den Internetverkehr als gewöhnliche verschlüsselte TLS-Verbindung, wie sie mittlerweile von den meisten Webseiten eingesetzt wird. In vielen Fällen gelingt es dadurch, an den staatlichen Zensurtechnologien vorbeizukommen und ungehindert im Internet zu surfen.

Unerwünschte Inhalte filtern

VPN-Softwares

CyberGhost blockiert auf Wunsch schädliche Inhalte.

Eine sinnvolle Zusatzfunktion, die bei manchen VPNs verfügbar ist, ist das Blockieren von schädlichen und unerwünschten Inhalten. Das ist eine Funktion, die moderne Browser wie Firefox oder Opera ohnehin selbst mitbringen. Bei anderen Browsern lässt sie sich mit kostenlosen Erweiterungen nachrüsten. Die Inhaltsfilterung ist daher kein ausschlaggebendes Kriterium für einen VPN-Anbieter, aber erspart dem Anwender die Installation mancher Browser-Plug-ins. Konkret werden folgende Inhalte blockiert:

  • Werbe-Banner
  • Phishing-Websites
  • Tracker
  • Malware

Verbreitete VPN-Protokolle

Die Sicherheit eines VPNs hängt maßgeblich vom verwendeten VPN-Protokoll ab. Ein Netzwerkprotokoll ist ein Standard für Datenübertragung, also sozusagen die Sprache, in der Netzwerkgeräte kommunizieren. Jedes VPN-Protokoll wird von diversen Prozessen und Programmen gebildet, die den Aufbau des VPN-Tunnels bestimmen.

Kommerzielle VPN-Anbieter unterstützen eine Reihe verschiedener Protokolle. Bei den meisten können Kunden zwischen mehreren wählen. Manche davon sind öffentlich dokumentiert oder sogar Open Source und gelten als sehr sicher. Bei anderen hingegen wurden in der Vergangenheit Sicherheitslücken nachgewiesen. Anwender sollten immer OpenVPN verwenden und die meisten anderen Protokolle vermeiden. Speziell PPTP gilt aus heutiger Sicht als bedenklich. Neben der Sicherheit unterschieden sich die Protokolle auch bei der Geschwindigkeit und darin, wie gut sie sich zur Umgehung von Netzwerksperren eignen.

OpenVPN/TCP und OpenVPN/UDP

OpenVPN ist das derzeit beliebteste VPN-Protokoll. Es gilt als sicher, schnell und zuverlässig, daher wird es von vielen VPN-Anbietern unterstützt. Ein Vorteil von OpenVPN ist, dass der Quellcode frei zugänglich ist. Versteckte Hintertüren sind damit so gut wie ausgeschlossen.

Als Transport-Layer benutzt OpenVPN entweder TCP (Transmission Control Protocol) oder UDP (User Datagram Protocol). In vielen Clients von kommerziellen VPN-Anbietern kann der User selbst einstellen, welches der beiden Transportprotokolle verwendet werden sollte. Generell ist TCP weniger fehleranfällig, UDP ist dafür deutlich schneller. Daher ist es ratsam, OpenVPN mit UDP zu verwenden und nur bei Verbindungsproblemen auf TCP zu wechseln. Auch zum Überwinden von Netzwerksperren ist OpenVPN/TCP sinnvoll. Dann sollte das VPN so konfiguriert werden, dass es Daten auf dem Netzwerkport 443 überträgt, dem Standardport von TSL/SSL-Verbindungen.

  • Ausgesprochen sicher
  • Gut geeignet zur Umgehung von Firewalls
  • Transparent dank quelloffenem Code
  • Vielfältige Konfigurationsmöglichkeiten
  • Mit UDP sehr schnell
  • Komplexe Einrichtung

WireGuard

Der Neuling WireGuard ist drauf und dran, OpenVPN seinen Rang als beliebtestes VPN-Protokoll abzulaufen. Ein großer Vorteil von WireGuard ist, dass es sehr einfach gestaltet ist. Die Software besteht aus deutlich weniger Codezeilen als beispielsweise OpenVPN. Das macht die Überprüfung und Wartung des Codes vergleichsweise einfach. Zudem ist WireGuard sehr schnell und ressourcenschonend. Auch die Belastung der Server ist gering, was das Protokoll für VPN-Anbieter interessant macht.

Nachteile hat WireGuard nur wenige. Der nennenswerte ist, dass es IP-Adressen nicht dynamisch verwaltet und daher keine vollständige Anonymität garantieren kann. Wenn es darum geht, der Überwachung durch repressive Regimes zu entgehen, ist WireGuard somit nicht empfehlenswert. Um Geoblocking zu umgehen und auch im Urlaub beispielsweise Inhalte der Mediatheken von ARD und ZDF zu streamen, reicht es aber allemal. Ein weiterer Nachteil ist, dass WireGuard mit der Standardkonfiguration vieler Router nicht kompatibel ist. Das betrifft vor allem Kabel-Router. Die Router-Konfiguration kann aber meist vom Internet-Provider geändert werden. Und schließlich setzt kein VPN allein auf WireGuard, bei Problemen kann immer ein anderes Protokoll gewählt werden.

  • Ressourcenschonend und schnell
  • Eleganter Code
  • Integration in den Linux-Kernel
  • Vollständige Anonymisierung nicht garantiert
  • Probleme mit manchen Routern

IKEv2

Microsoft und der Netzwerkspezialist Cisco entwickelten gemeinsam das relativ neue VPN-Protokoll IKEv2 (Internet Key Exchange Protocol Version zwei). Es handelt sich um eine Verbesserung des Vorgängers IKE, mit der die Entwickler einigen von dessen Schwachstellen beseitigt haben, unter anderem die äußerst schwierige Konfiguration.

Da IKEv2 genauso wie OpenVPN als relativ schnell und sicher gilt, wird es von einigen VPN-Anbietern als Standardprotokoll verwendet. Im Zuge der von Edward Snowden veröffentlichten Dokumente kam ans Licht, dass die NSA möglicherweise einen Weg gefunden hat, IKEv2 zu kompromittieren. Mittlerweile gibt es aber Möglichkeiten, das damals aufgedeckte Problem zu beheben – sofern der VPN-Anbieter es auf sichere Weise implementiert hat, spricht also nichts gegen IKEv2.

  • Bei korrekter Implementierung ausgesprochen sicher
  • Sehr zuverlässig und stabil
  • Sehr schnell
  • Mit einigen Betriebssystemen nicht kompatibel
  • Eventuell durch die NSA kompromittiert

L2TP/IPsec

Das Protokoll L2TP/IPsec besteht aus zwei Komponenten: L2TP stellt die Verbindung her, IPsec sorgt für die Verschlüsselung. Da das Protokoll in fast jedes moderne Betriebssystem implementiert wurde, unterstützten es viele VPN-Anbieter. Allerdings ist L2TP/IPsec relativ langsam, und die NSA hat das Protokoll mit hoher Wahrscheinlichkeit geknackt. Es ist auch schlecht für die Umgehung von Firewalls gerüstet. Aktuell ist der Einsatz dieses VPN-Protokolls nicht mehr empfehlenswert. Es eignet sich höchstens als Ausweichlösung, falls mit sichereren Protokollen keine stabile Verbindung hergestellt werden kann.

  • Für fast jedes der verbreiteten Betriebssysteme verfügbar
  • Wahrscheinlich durch die NSA kompromittiert
  • Relativ langsam
  • Schlecht zur Umgehung von Firewalls geeignet

PPTP

Eher als historisch einzuordnen ist PPTP. Um die Jahrtausendwende war es das erste weitverbreitete VPN-Protokoll. Heute gilt es aufgrund seiner schwachen Verschlüsselung und seiner vielen Sicherheitslücken als überholt. Es ist allerdings höchst kompatibel und dank der niedrigen Sicherheitsstandards sehr schnell. Das macht es für Anwender attraktiv, die ein VPN vor allem zur Umgehung von Geoblocking bei Video- und Audios-Streaming-Diensten benutzen.

  • Ausgesprochen schnelle Verbindungen
  • Wird von so gut wie jedem modernen, netzwerkfähige Gerät unterstützt
  • Sehr leicht zu knacken und somit unsicher
  • Kann von Firewalls problemlos blockiert werden

Gibt es einen VPN-Anbieter-Test der Stiftung Warentest?

Ja, die Stiftung Warentest hat sich im Juni 2021 mit den VPN-Anbieter auseinandergesetzt. Im Test wurden 14 Anbieter unter die Lupe genommen. Dabei ging es aber um längst mehr als um eine sichere WLAN-Nutzung. Die Experten der Stiftung Warentest prüften ebenso, wie gut die 14 VPN-Programme im Test die Privatsphäre des Nutzers schützen. Darüber hinaus ging es darum, ob die VPN-Programme helfen, Geoblocking zu umgehen. Dies ist wichtig für Surfer, die auf Video­streaming-Portale aus dem Ausland zugreifen wollen. Zu den getesteten VPN-Anbietern gehörten unter anderem ExpressVPN, NordVPN oder Surf­shark VPN. Die Preisspanne der Anbieter betrug zwischen 2 und 12 Euro im Monat. Zahlreiche Dienste im Test arbeiteten schnell und zuver­lässig. Da aber kein Anbieter ohne Mängel im Klein­gedruckten daherkam, gab es keine bessere Note als Befriedigend. Welcher Anbieter zudem mit einem Mangelhaft durchfiel, lässt sich auf dieser Seite der Stiftung Warentest im Detail nachlesen.

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