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Geburtstag Bob Marley wäre heute 75 Jahre alt geworden: Das Leben der Reggae-Legende





Die Musik war für Marley Sprachrohr und Waffe zugleich, doch Anführer einer Bewegung wollte der König des Reggae nie sein. Bob Marley wird am 6. Februar 1945 als Robert Nesta Marley in Nine Miles auf Jamaika geboren. Seine Mutter Cedella ist bei der Geburt gerade 18 Jahre alt. Die Sängerin zieht ihren Sohn alleine groß. Über seinen Vater, einen britischen Marineoffizier, sprach Marley selten. Bob Marley wächst in den Slums von Kingston auf. Mit 16 bricht er die Schule ab und arbeitet in einer Fahrradwerkstatt. Die Nächte verbringt der Außenseiter mit seinen Freunden Bunny Livingstone und Peter Tosh vor dem Radio - denn Platten waren zu teuer. Aus der Not machen die Jugendlichen eine Tugend. Sie gründen die Band The Teenagers und singen sich das soziale Elend von der Seele. Anfang der 60er Jahre benannte sich das Trio in „The Wailers“ um. 1966 heiratet Bob Marley seine Frau Rita, zieht jedoch kurz danach zu seiner Mutter in die USA. Ein Jahr später konvertiert er vom Christentum zur Religion der Rastafari. Mit dem Rasta-Glauben kommt auch die Verehrung des heiligen Krauts Ganja. Durch den Konsum von Marihuana verändert sich auch der der Musikstil der Wailers. Die hüpfenden Ska-Rhythmen weichen dem langsamen Offbeat des Reggae. Bei den Aufnahmen zum Album Natty Dread kommt es zu Unstimmigkeiten zwischen den Musikern. Marley nennt die Band in "Bob Marley and the Wailers" um. "No Woman no cry“ wird 1975 zum Welt-Hit. Rita Marley steuerte den Backgroundgesang bei. Ab Mitte der 70er Jahre füllt Marley die Stadien. Zugleich versucht auf, auf die sozialen Misstände in seiner Heimat Jamaika aufmerksam zu machen. Marleys gesellschaftliche Engagement wird ihm 1976 beinah zum Verhängnis. Kurz nach einem Friedenskonzert auf Jamaika werden Marley und Ehefrau Rita in ihrem Haus von bewaffneten Eindringlingen durch Schüsse verletzt. Der versuchte Mordanschlag wurde nie vollständig geklärt. 1977 zieht Marley nach London. Dort nimmt der bekennende Fussballnarr das autobiographische Album „Exodus“ auf. Sein fünftes Studioalbum gilt als eines der wichtigsten Tonträger des Reggae. Auf dem Höhepunkt seiner Karriere bekommt der Musiker eine folgeschwere Diagnose. 1980 wird bei Marley schwarzer Hautkrebs am Fuss festgestellt. Der Musiker wehrt sich gegen eine Amputation, dies widerspreche sich mit seinem Rasta-Glauben. Alternative Behandlungsmethoden scheitern; Tumore in Leber, Lunge und Gehirn breiten sich aus. Der Musiker wird zunehmend schwächer, mit großer Anstrengung tritt Marley im September in Pittsburgh auf - es ist sein letztes Konzert. Bob Marley starb am 11. Mai 1981 mit 36 Jahren in Miami. Die Bestattung fand auf Jamaika statt. Bob Marleys Botschaften über Nächstenliebe und Gerechtigkeit sind zeitlos. Nicht ohne Grund wurde Marleys Song "Get up, stand up" zur inoffiziellen Hymne von Amnesty International. Mit über 75 Millionen verkauften Tonträgern gehört Marley zu den wichtigsten Vertretern den Reggae - und ist für viele Künstler bis heute musikalisches Vorbild.
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Er wollte nie der Anführer einer Bewegung werden und gilt heute doch als König des Reggae. Als 30-Jähriger füllte er Stadien und starb viel zu jung. An seinem Geburtstag zeigen wir einen Rückblick auf sein Leben.

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