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Expertengruppe bei der UN-Klimakonferenz Durch den Klimawandel leiden vor allem Kinder

Der Klimawandel schädigt bereits heute die Gesundheit vieler Menschen, insbesondere die von Kindern. Zu diesem Ergebnis kommt ein Bericht der 100-köpfigen Expertengruppe «The Lancet Countdown». Wenige Wochen vor der UN-Klimakonferenz in Madrid bilanzieren Forscher aus 35 Institutionen die aktuellen und künftigen Auswirkungen des Klimawandels auf die Gesundheit.  Möglich seien bei Kindern etwa Störungen in der körperlichen Entwicklung, aber auch Unterernährung durch klimabedingte Ernterückgänge, betonte der Chef des Lancet-Konsortiums, Nick Watts. Zudem litten Kinder stärker an Durchfall und an Krankheiten, die durch Mücken übertragen würden. Die Bedingungen für Dengue-Mücken etwa, hätten sich seit Jahren stark verbessert. Das gelte auch für den Cholera-Erreger.   Würde die Erderwärmung hingegen auf 1,5 Grad begrenzt - wie im Pariser Klima-Abkommen gewünscht - sehe es anders aus, schreiben die Autoren. Es würde nur noch so viel CO2 produziert, wie von der Natur oder mit technischen Mitteln wieder aufgenommen werden kann. Zudem könnte die Luft reiner und die Infrastruktur besser sein. Die Experten fordern daher umfassende Maßnahmen, um die weitere Klimaerwärmung aufzuhalten.  Zu sieben Millionen Todesfällen habe die Luftverschmutzung insgesamt im Jahr 2016 geführt, davon 2,9 Millionen verursacht durch Feinstaub, heißt es in dem Experten-Bericht. In Deutschland habe die Feinstaubbelastung im Jahr 2016 zu über 44800 frühzeitigen Todesfällen beigetragen.
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Ernten, Wirtschaft, Flüchtlingsströme: Der Klimawandel wird viele Bereiche beeinflussen. Auch unsere Gesundheit ist betroffen. Vor allem bei Kindern, sagen rund 100 Forscher nun in einem Bericht.

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