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+++ Eilmeldung +++ WHO stuft Risiko durch Omikron-Variante als "sehr hoch" ein

Die WHO um Generaldirektor Tedros Adhanom Ghebreyesus sieht ein hohes Risiko in der Omikron-Variante des Coronavirus,
Die WHO um Generaldirektor Tedros Adhanom Ghebreyesus sieht ein hohes Risiko in der Omikron-Variante des Coronavirus,
© Fabrice Coffrini/KEYSTONE/AFP POOL / DPA
Die Omikron-Variante des Coronavirus bereitet der Weltgesundheitsorganisation Sorgen. Am Montag stufte sie das Risiko durch die Variante als "sehr hoch" ein.

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) stuft das Risiko durch die neue Omikron-Variante des Coronavirus weltweit als "sehr hoch" ein. Ein starker Anstieg der Infektionsfälle durch die Omikron-Variante könne schwerwiegende Folgen haben, warnte die WHO am Montag in Genf. Sie wies aber zugleich auf die vielen noch bestehenden Unsicherheiten zur Übertragbarkeit und Gefährlichkeit der neuen Virusvariante hin. So sei bisher etwa noch kein Todesfall im Zusammenhang mit der Omikron-Variante registriert worden.

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) schätzt das globale Risiko der neue Corona-Variante Omikron vorsorglich als "sehr hoch" ein. In einem Dokument, das am Montag veröffentlicht wurde, betont die UN-Behörde jedoch auch, dass die Wissenschaft noch sehr wenig darüber wisse, wie sich Omikron auf den Verlauf der Pandemie auswirken wird. Die Risiko-Bewertung sei deshalb mit einem sehr hohen Unsicherheitsfaktor behaftet und könne sich noch ändern.

Viele Fragezeichen hinter neuer Coronavirus-Mutation

Es sei noch unklar, wie übertragbar Omikron sei und ob Impfstoffe, Medikamente und Virustests dagegen weniger wirksam seien. Außerdem gebe es Unsicherheiten, was die Möglichkeit von neuerlichen Infektionen von genesenen Covid-Patienten betrifft. Dazu laufe eine Reihe von Studien.

Die Einschätzung der WHO beruht unter anderem darauf, dass das im südlichen Afrika entdeckte Omikron eine Reihe von Mutationen aufweist, die in bereits bekannten Varianten zu einem höheren Risiko von wiederholten Infektionen bei Genesenen geführt haben.

WHO fürchtet "schwere Konsequenzen"

Falls es wegen Omikron zu einem starken Anstieg der Infektionen komme, "könnte das schwere Konsequenzen haben", schrieb die WHO. Besonders Länder, in denen noch wenige Menschen geimpft seien, könnten schwer betroffen sein, hieß es mit indirektem Verweis auf das südliche Afrika.

Die WHO stuft die Omikron-Variante wegen der großen Zahl an Mutationen als "besorgniserregend" ein. Von bislang aufgetretenen Varianten des Coronavirus ist bekannt, dass bestimmte Mutationen zu einer höheren Übertragbarkeit und einer reduzierten Wirksamkeit der Impfstoffe führen.


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