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Um Vertrauen zu gewinnen: Nach tödlichem Schusswaffenangriff: Airbnb will sieben Millionen Unterkünfte überprüfen

Airbnb möchte im kommenden Jahr alle sieben Millionen Unterkünfte und deren Gastgeber überprüfen. Hintergrund dafür ist eine tödliche Schießerei in einem über das Unternehmen vermieteten Haus in den USA.

Airbnb prüft Wohnungen und Häuser

Airbnb bietet Unterkünfte in etwa 190 Ländern an

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Airbnb möchte 2020 alle sieben Millionen Unterkünfte überprüfen. Anlass dafür ist eine tödliche Schießerei, die sich vergangene Woche in einem über Airbnb vermieteten Haus in Kalifornien zugetragen hatte. "Bis zum 15. Dezember 2020 wird jedes Haus und jeder Gastgeber auf Airbnb überprüft mit dem Ziel einer hundertprozentigen Verifizierung", schrieb Firmenchef und Mitbegründer Brian Chesky am Mittwoch in einer E-Mail an seine Mitarbeiter.    

Am Donnerstag vergangener Woche waren bei einem Schusswaffenangriff auf einer Halloween-Party in einem über Airbnb vermieteten Haus im kalifornischen Orinda fünf Menschen getötet und mehrere weitere verletzt worden. Als Konsequenz verkündete Chesky bereits am Samstag, dass Airbnb alle "Partyhäuser" aus seinem Angebot verbanne.

   

Airbnb will Vertrauen der Kunden zurückgewinnen

Nun soll das Vertrauen der Kunden überdies durch die Überprüfung aller Angebote weltweit zurückgewonnen werden. "Wir glauben, dass Vertrauen ins Internet mit der Überprüfung der Genauigkeit von Informationen auf Internetplattformen beginnt", erklärte Chesky. Dies sei "ein wichtiger Schritt für unsere Branche". Die Überprüfung umfasst nun unter anderem die Adressen und Fotos und "diejenigen, die unsere hohen Erwartungen erfüllen, werden klar gekennzeichnet", kündigte der Firmenchef an.    

Airbnb wolle "schlechte Akteure" daran hindern, die Plattform für sich zu nutzen, erklärte Chesky. Dazu soll eine rund um die Uhr besetzte "Nachbar-Hotline" eingerichtet werden, die Hinweise auf Sicherheitsbedenken hinsichtlich Airbnb-Unterkünften entgegen nimmt. Außerdem werde es Überprüfungen von "Hoch-Risiko-Reservationen" geben.    

Airbnb bietet Unterkünfte in etwa 190 Ländern an. Die Plattform hat den Tourismus in aller Welt umgekrempelt und viele Städte und Regionen zu einschränkenden Regelungen veranlasst. Für 2020 plant Airbnb seinen Börsengang, der ihm Schätzungen zufolge bis zu 35 Milliarden Dollar (31,6 Milliarden Euro) einbringen könnte.

deb / AFP
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