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Missbrauch von Dokumenten: Geheime Bundeswehr-Akten bei Airbus-Mitarbeitern gefunden

Rund 20 Airbus-Mitarbeiter wurden bereits freigestellt, da diese in unerlaubtem Besitz von geheimen Bundeswehr-Dokumenten gewesen sein sollen. Die Staatsanwaltschaft München ermittelt. 

Airbus Bundeswehr

Ein Airbus A400M Atlas Transportflugzeug steht auf dem Vorfeld des Fliegerhorts Wunstorf. Die Staatsanwaltschaft ermittelt gegen Airbus-Mitarbeiter wegen Spionageverdachts.

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Einem Bericht zufolge ermittelt die Staatsanwaltschaft München wegen Spionageverdachts gegen Mitarbeiter von Airbus. Laut der "Bild"-Zeitung sollen Airbus-Mitarbeiter in den Besitz geheimer Akten der Bundeswehr gekommen sein, in denen es offenbar unter anderem um die Beschaffung eines Kommunikationssystems geht. Etwa zwanzig Angestellte des Konzerns wurden dem Bericht zufolge am Dienstag umgehend freigestellt. Akten und Computer seien beschlagnahmt worden.    

Airbus bestätigte den Vorgang. Das Unternehmen informierte die Behörden nach eigenen Angaben "proaktiv über den möglicherweise rechtswidrigen Umgang einzelner Mitarbeiter mit Kundendokumenten". Eine interne Prüfung mit Unterstützung einer externen Anwaltskanzlei dauere an. Der Fall stehe im Zusammenhang mit "zwei künftigen deutschen Beschaffungsprojekten der Programme Line Communications, Intelligence and Security".    

"Airbus muss sofort reinen Tisch machen"

Nach Angaben der "Bild"-Zeitung leitete die Bundeswehr disziplinarrechtliche Schritte gegen einen Mitarbeiter ein. Der Grünen-Haushaltsexperte Tobias Lindner sagte der "Bild"-Zeitung, Airbus müsse "jetzt sofort reinen Tisch machen und aufklären. Im normalen Wirtschaftsleben wäre ein Unternehmen im Falle eines solchen schwerwiegenden Verdachts sofort von einer Ausschreibung auszuschließen."     

deb / DPA
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