HOME
präsentiert von

Stern Logo Auslandsüberweisung

Anzeige

Was ist SEPA?: SEPA Überweisung & Lastschrift erklärt!

SEPA - vier Buchstaben, die für eine deutliche Verbesserung im europäischen Zahlungsverkehr stehen. Doch was genau ist eigentlich unter SEPA zu verstehen? Wie funktioniert es? Und warum wurde es überhaupt eingeführt? Fragen wie diese sollen hier umfassend geklärt werden. Darüber hinaus gibt es einen grundlegenden Tipp, wie sich bei Auslandsüberweisungen mit Währungswechsel Gebühren sparen lassen.

Was ist SEPA?

SEPA ist die Abkürzung für "Single Euro Payments Area". Gemeint ist damit zunächst einmal der gemeinsame europäische Zahlungsraum bzw. der einheitliche Euro-Zahlungsverkehrsraum. Ihm gehören insgesamt 34 Länder an, darunter alle Mitgliedstaaten der Europäischen Union (EU). Darüber hinaus steht SEPA aber auch für ein System, das den bargeldlosen Zahlungsverkehr in und zwischen den teilnehmenden Staaten vereinheitlicht. Bis zur Einführung von SEPA im August 2014 verfügte jedes Land über ein eigenes System für den Zahlungsverkehr. In diesen nationalen Systemen wurden sowohl die rechtlichen als auch die technischen und organisatorischen Standards zum Teil höchst unterschiedlich geregelt. In der Folge kam es meist zu zeitlichen Verzögerungen und höheren Kosten, wenn ein bargeldloser Geldtransfer zwischen den Staaten erfolgte. Durch die Vereinheitlichung und die Festlegung auf gemeinsame Standards sollten diese Probleme gelöst werden. Es gibt vier Arten von SEPA-Zahlungen - nämlich die SEPA-Überweisung, das SEPA-Basislastschriftmandat, das SEPA-Firmenlastschriftmandat und die SEPA-Kartenzahlung.

Was sind die Vorteile von SEPA?

Das SEPA-System bringt im bargeldlosen Zahlungsverkehr zwischen den beteiligten Ländern eine ganze Reihe von Vorteilen mit sich. Die fünf wichtigsten sind: 

  • Bei Lastschriften gibt es im Gegensatz zu früher keinen Float, also keine zeitliche Verzögerung mehr.
  • Bei einer Überweisung darf der Float höchstens einen Tag dauern, das Geld sollte folglich innerhalb eines Werktages auf dem Empfängerkonto gutgeschrieben werden.
  • Der bargeldlose Zahlungsverkehr zwischen den Mitgliedsländern funktioniert viel reibungsloser, schneller und sicherer.
  • Das gemeinsam verwendete Datenformat XML reduziert die benötigten Schnittstellen deutlich und beugt Datenverlusten bei Konvertierungen vor.
  • Der gemeinsame Rechtsrahmen für bargeldlose Zahlungen sorgt für mehr Rechtssicherheit und erleichtert Konfliktlösungen. 

Insgesamt lässt sich sagen, dass mit SEPA der Zahlungsverkehr innerhalb der Mitgliedsstaaten wesentlich vereinfacht wurde und damit auch kundenfreundlicher geworden ist.

Wie führe ich eine SEPA-Überweisung durch?

Eine SEPA-Überweisung durchzuführen ist denkbar einfach. Meist wird sie von einem Girokonto bei der Hausbank abgehen. Um die Überweisung auszulösen, werden der Empfängername sowie die IBAN des Empfängers benötigt. Die Überweisung erfolgt in drei Schritten:

  1. Auswahl des Überweisungsanbieters. Das kann neben der eigenen Bank jede andere Bank oder ein Zahlungsdienstleister sein.
  2. Überweisungsformular ausfüllen. Entweder liegt das Formular in Papierform vor oder es wird online am Computer oder per App auf dem Smartphone ausgefüllt.
  3. Überweisung auslösen. Wurde ein physischer berweisungsträger ausgefüllt, muss dieser unterschrieben bei der Bank abgegeben werden. Beim Online-Banking wird in der Regel eine TAN benötigt, die dann in das entsprechende Eingabefeld getippt wird.

IBAN: Die Abkürzung IBAN steht für "International Bank Account Number", also Internationale Bankkontonummer. Sie setzt sich aus insgesamt drei Elementen zusammen, nämlich aus der zweistelligen Länderkennung, aus einer zweistelligen Prüfsumme mit Prüfziffern und der eigentlichen Kontoidentifikation, in der die Bankleitzahl und die Kontonummer integriert sind. Eine IBAN kann bis zu 34 Stellen haben. Deutsche IBANs umfassen 22 Stellen. Bei der IBAN "DE12 3456 7899 0111 2131 41" ist DE die Länderkennung für Deutschland. Die folgenden Ziffern 12 sind die Prüfnummer bzw. Prüfziffern. Der nächste Ziffernblock ist die Bankleitzahl, gefolgt von der Kontonummer.

SEPA-Überweisungen in anderen Währungen als Euro

Nicht alle Länder im SEPA-Raum haben eine einheitliche Währung. Findet der Zahlungsverkehr von einer Währung in eine andere statt, also beispielsweise von Euro in britisches Pfund, statt, wird es auch bei SEPA schwierig. Der Grund ist der Wechselkurs zwischen den Währungen. Banken lassen sich den Transfer zwischen unterschiedlichen Währungen mitunter teuer bezahlen. Sie arbeiten dabei mit zwei Arten von Gebühren:

  • Vorab- bzw. Fremdwährungsgebühr: Dabei handelt es sich um die eigentliche Überweisungsgebühr in eine fremde Währung. In den meisten Fällen ist sie sehr niedrig angesetzt oder liegt gleich bei Null. Banken werben häufig mit einer niedrigen Gebühr für ihre Dienstleistung. Davon sollte man sich allerdings nicht täuschen lassen. 
  • Wechselkurs/Courtage: Das ist der Kostenpunkt, auf dem es wirklich ankommt. Banken nutzen dabei in der Regel nämlich nicht den Devisenmittelkurs, wie er überall tagesaktuell abgerufen werden kann.  einen eigenen Kurs - und der ist für den Kunden die schlechtere Alternative. Mit anderen Worten: Im jeweiligen Wechselkurs werden zusätzliche Gebühren versteckt, die durchaus happig sein können.

Vor diesem Hintergrund macht es Sinn, nach alternativen Anbietern zu suchen. Einer dieser Anbieter ist der Finanzdienstleister und Wechselkursspezialist TransferWise. Der Anbieter nutzt für Überweisungen von einer Währung in eine andere ausschließlich den Devisenmittelkurs, der nicht umsonst auch als echter Wechselkurs bezeichnet wird. Dadurch lässt sich bei Überweisungen erheblich an Gebühren sparen. TransferWise ist bis zu acht mal günstiger als eine Bank. Versteckte Gebühren gibt es dabei nicht, alles ist vollkommen transparent - und zwar schon bevor die Überweisung stattfindet. Möglich ist das, weil der Online-Anbieter nur sehr geringe Betriebskosten zu tragen hat und zudem eine spezielle, sehr günstige Methode für Überweisungen in eine fremde Währung entwickelt hat. Kein Wunder also, dass die Kombination aus niedrigen Gebühren, schnellen Überweisungen und einem hohen Bedienkomfort TransferWise mittlerweile über vier Millionen Kunden beschert und zu monatlichen Transaktionen von rund drei Milliarden Euro geführt hat.

Jetzt ein Konto bei TransferWise einrichten.

SEPA-Länder

An SEPA sind zwischenzeitlich 34 europäische Länder beteiligt. 

  1. Länder der Eurozone: Belgien, Deutschland, Finnland, Frankreich, Griechenland, Irland, Italien, Luxemburg, Niederlande, Österreich, Portugal, Spanien, Slowenien, Malta, Zypern, Slowakei, Estland, Lettland und Litauen. 
  2. Die restlichen EU-Mitglieder: Bulgarien, Dänemark, Kroatien, Polen, Tschechien, Ungarn, Rumänien und das Vereinigte Königreich. 
  3. Weitere europäische Staaten: Island, Liechtenstein, Norwegen, Schweiz, Monaco und San Marino.

Was ist eine SEPA-Lastschrift?

Mittels der SEPA Lastschrift kann ein Zahlungsempfänger Geld von einem Konto eines Zahlungspflichtigen einziehen (Lastschriftverfahren). Dies ist allerdings nur möglich, wenn er dafür ein sogenanntes SEPA-Lastschriftmandat hat, ihm der zahlungspflichtige Kontoinhaber also die Erlaubnis dazu erteilt hat.

Wie wird eine SEPA-Lastschrift in Auftrag gegeben?

Um eine SEPA-Lastschrift bei einer Bank in Auftrag zu geben, benötigt der Zahlungsempfänger eine sogenannte Gläubigeridentifikationsnummer, die Kontodaten des Zahlungspflichtigen sowie dessen Einwilligung. Alle Daten gemeinsam werden dann bei der eigenen Bank eingereicht. Diese führt den Einzug des Geldes durch und schreibt es dem Konto des Empfängers gut.

Kurze Geschichte der SEPA

Die Geschichte von SEPA ist eng mit der Entwicklung derEuropäischen Union verbunden. Erste Überlegungen zu einer Vereinheitlichung des europäischen Zahlungsraums gab es bereits in den 1980er Jahren. Mit der Einführung des Euros wurden diese dann konkreter. Die neuen Standards und Instrumente wurden dann innerhalb der Bankenverbände ab Januar 2008 mit der SEPA-Überweisung und dann mit dem SEPA-Lastschriftmandat eingeführt. Die bis dahin gültigen, nationalen Überweisungs- und Lastschriftverfahren der Mitgliedsländer wurden offiziell zum 1. Februar 2014 eingestellt. Seit dem 1. Februar 2016 müssen Privatkunden ihre IBAN bei Überweisungen nutzen.

Fazit

SEPA hat den europäischen Zahlungsverkehr enorm verbessert. Bargeldlose Zahlungen können nun leichter und vor allem schneller abgewickelt werden. Durch die Festlegung einheitlicher Standards insbesondere bei der benötigten Software dürfte das System auch zukunftssicher sein. Nur die extrem lange IBAN macht vielen Menschen noch immer Probleme und ist anfälligfür Zahlendreher. Hier geht es zu TransferWise.

Themen in diesem Artikel