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KFZ-Versicherungs-Vergleich

Autoversicherungsvergleich: 10 Fragen zur KFZ-Versicherung

Unser Partner TopTarif hat für Sie die 10 relevantesten Fragen rund um den Wechsel Ihrer KFZ-Versicherung beantwortet.

1. Wie entwickeln sich die Preise?

Die Preise in der Kfz-Versicherung sinken in einigen Segmenten, aber nicht in vollem Umfang. Bei Abschluss eines neuen Tarifs zum 1. Januar, zahlen Kunden bei den besten Angeboten (Haftpflicht & Vollkasko) etwa 2 Prozent weniger als im Vorjahr. Top-Angebote für die Haftpflichtversicherung werden hingegen teurer. Nur im mittleren Preissegment sinken die Preise in allen Segmenten. Bleiben Kunden bei ihrem Versicherer, kommen Sie nicht automatisch in den Genuss günstiger Prämien.

2. Was beeinflusst den Preis der Kfz-Versicherung und wie kann ich sparen?

Über 20 Faktoren beeinflussen den Kfz-Beitrag. Dazu zählen u.a. die Typklasse, der Wohnort, der berufliche Status, die Schadenfreiheitsklasse, die jährliche Fahrleistung, der Fahrerkreis und die Zahlweise. Sparen können Fahrer, indem sie zum Beispiel die folgenden Angaben prüfen:

    • Laufleistung: Wer weniger fährt, zahlt auch weniger, bis zu 15 % (10.000 km statt 20.000 km)
    • Fahrerkreis: Fährt das 18-Jährige Kind noch mit dem Familienwagen? Wenn nicht, kann sich Beitrag sogar halbieren
    • Zahlweise: Den Betrag jährlich zu zahlen, spart bis zu 8 % gegenüber mtl. Zahlung

Tipp: Verbraucher sollten ihren aktuellen Tarif mindestens einmal im Jahr mittels eines Kfz-Versicherungs-Vergleich auf günstigere Preise prüfen. Zum einen stufen Versicherer ihre Kunden nicht automatisch in günstigere Tarife ein. Zum anderen kann ein anderer Tarif dieselben Leistungen zum günstigeren Preis anbieten.

3. Wann kann ich kündigen?

In der Regel müssen Versicherte den Vertrag spätestens einen Monat vor Vertragsende kündigen. Die meisten Autoversicherungen enden zum Jahreswechsel und so können Versicherte fristgerecht bis zum 30. November kündigen. Verbraucher profitieren bei dieser Laufzeit meist von günstigen Prämien zum Wechselgeschäft im Oktober und November. Allerdings wollen einige Versicherer weg von dem einheitlichen Wechseltermin und bieten Verträge an, die ein Jahr ab Fahrzeugkauf bzw. -wechsel laufen. Autofahrer können dann aber nicht zum Jahresende kündigen.

Tipp: Den Vertrag am besten nur bis zum Ende des Jahres laufen lassen, um vom Preiskampf im Herbst zu profitieren.

4. Wie funktioniert das mit dem Sonderkündigungsrecht?

Jeder Fahrer hat das Recht zur außerordentlichen Kündigung, wenn:

  • der Versicherer den Preis erhöht
  • der Kunde das Fahrzeug wechselt oder
  • ein Schadenfall vorliegt

Die Kündigung muss schriftlich erfolgen und einen der drei Gründe eindeutig nennen. Interessant ist zum Jahreswechsel vor allem die außerordentliche Kündigung wegen Preiserhöhung. Folgendes gilt es hier zu beachten:

  • Beitragserhöhung: Erhöhen Kfz-Versicherer den so genannten Grundbeitrag (Beitrag ohne Rabatte der SF-Klasse), greift das Sonderkündigungsrecht für Kunden.
  • Vergleichsbeitrag: Anbieter müssen den Vergleichsbeitrag in der Jahresrechnung Ende November ausweisen. Wenn dieser niedriger ist als die in Zukunft zu zahlende Prämie, besteht das Recht auf eine außerordentliche Kündigung.
  • Typ- und Regionalklassen: Wenn das Auto in eine teurere Regional- oder Typklasse eingestuft wurde und deswegen der Beitrag steigt, können Versicherte auch noch kündigen. 

5. Was ist wichtig bei der Tarifwahl bzw. woran erkenne ich gute Tarife?

Pauschale Deckungssumme von 100 Millionen Euro für Sach- und Personenschäden: Die gesetzliche Mindestdeckung von bis zu 1,12 Millionen Euro bei Sachschäden reicht bei teuren Unfällen oft nicht aus und die Ersparnis beträgt nur wenige Euro.

Grobe Fahrlässigkeit versichern: Wer z.B. eine rote Ampel überfährt und dann einen Unfall verursacht, dem zahlt die Versicherung nur den Schaden, wenn grobe Fahrlässigkeit abgedeckt ist.

Ein erweiterter Wildtierschutz deckt nicht nur Zusammenstöße mit Rehen, sondern u.a. auch mit Hunden und Rindern ab. 

6. Welche Zusatzbausteine ergänzen meine Kfz-Versicherung sinnvoll?

Wichtig ist vor allem der Schutz vor Marderbissen und deren Folgeschäden. Wer zudem oft mit dem eigenen Auto oder dem Mietwagen im Ausland unterwegs ist, für den sind Auslandsschadenschutz bzw. Mallorca-Police eine sinnvolle Ergänzung für die Autoversicherung.

Marderbiss & Folgeschäden
Marderschäden sind laut GDV die dritthäufigsten Schäden in der Teilkasko und können teuer werden, besonders die Folgeschäden.

Werkstattbindung
Die Bindung an eine feste Werkstatt senkt den Beitrag für die Kaskoversicherung. Sie ist aber nur dann sinnvoll, wenn sich ein dichtes Netz von Partnerwerkstätten in der eigenen Umgebung befindet.

Mallorca-Police
Diese stockt die Haftpflicht-Deckungssumme im EU-Ausland für Mietwagen auf und ist in den meisten Haftpflichttarifen Standard. In weiten Teilen des EU-Auslands sind höhere Deckungssummen mittlerweile jedoch üblich.

Auslandsschadenschutz
Trägt die Haftpflicht des Unfallverursachers im EU-Ausland nicht alle Schadenskosten am eigenen Auto, übernimmt die eigene Versicherung den Restbetrag.

Neuwertentschädigung
Damit erstatten die meisten Versicherer bis zu 12 Monate den Kaufpreis und nicht nur den Zeitwert, wenn das Auto bspw. gestohlen wird. Besonders leistungsstarke Tarife bieten eine Entschädigung sogar bis zu 24 Monate nach dem Kauf an.

7. Wann brauche ich eine Vollkasko und wann eine Teilkasko?

Die Vollkasko zahlt bei selbstverschuldeten Schäden am eigenen Auto sowie bei Vandalismus. In den ersten fünf Jahren ist sie für einen Neuwagen oder für Fahrzeuge mit hohem Zeitwert ein sinnvoller Schutz. Die entscheidende Frage für die Vollkasko lautet: Kann ich mir nach einem Totalverlust des Autos wieder ein neues leisten und bin ich täglich darauf angewiesen? Auch ältere Fahrzeuge mit hohem Restwert (15.000 Euro z. B.) sollten Verbraucher vollkaskoversichern. Ein Totalschaden in Höhe von 15.000 Euro bspw. lässt sich durch den Vollkaskoschutz für wenige Hundert Euro mehr im Jahr abdecken.

Wichtig! Fahrer sollten bedenken, dass Versicherungen sie nach einem Schaden in eine niedrigere SF-Klasse einstufen. Dann zahlen sie in den nächsten Jahren mehr für ihre Kfz-Versicherung und müssen sich ihre alte SF-Klasse wieder „erfahren“.

Tipp: Je höher die SF-Klasse und damit der Rabatt, desto länger können Autofahrer ihren Wagen mit dem Komplettschutz absichern – solange die Mehrkosten geringer sind als die eines Totalschaden.

Bei Unwetterschäden am eigenen Auto sowie bei Diebstahl, Wildtierunfällen und Glasbruch springt die Teilkasko ein. Für ältere Fahrzeuge bis ca. zehn Jahre ist sie meist ein sinnvoller Schutz. Hat das Auto jedoch nur noch einen geringen Restwert, ist die Kfz-Haftpflicht in der Regel ausreichend. Wer sich für den Teilkaskoschutz entscheiden muss, sollte sich folgende Frage stellen: Kann ich einen Hagelschaden aus der eigenen Tasche bezahlen und wie viel kostet die Teilkasko im Jahr mehr? 

8. Was ist die eVB-Nummer und wozu benötige ich sie?

Die elektronische Versicherungsbestätigung (eVB) dient zur Zulassung bzw. Ummeldung des eigenen Autos bei der Zulassungsstelle. Viele Versicherer verschicken die eVB-Nummer sofort nach Abschluss des Vertrages. Der Vorteil: Kunden können ihr Auto schneller zulassen.

9. Was ist Telematik und lohnt sich ein Tarif mit dieser Option?

Bei Telematik-Tarifen zeichnet ein kleines Gerät im Auto das Fahrverhalten auf und übermittelt die Daten an die Versicherung. Wer vorausschauend und vorsichtig fährt, erhält zwischen 15 und 40 Prozent Rabatt. Zurzeit (Stand: Oktober 2016) gibt es neun Versicherungen mit Telematik-Option, die sich meist an junge Fahrer richtet. Einige Telematik-Tarife liegen jedoch selbst mit der höchstmöglichen Ersparnis noch über den besten „normalen“ Tarifen. Je nach Versicherer und Kunde sind aber auch unschlagbar günstige Preise möglich.

10. Benötigen E-Autos aufgrund des Akkus einen besonderen Schutz in der Kfz-Versicherung?

Prinzipiell gilt: Der Akku lässt sich über die Kasko versichern. Wer mit einem Reh zusammenstößt und teilkaskoversichert ist, dem zahlt die Versicherung zum Beispiel mögliche Schäden am Akku. Wenige Versicherer bieten gegen Aufpreis einen Extra-Schutz an, der zahlt, wenn der Akku Kurzschlüsse an der Bordelektrik verursacht hat. Ein Abschlepp-Dienst bei leerem Akku und die Entsorgung eines defekten Akkus sind in solch einem Schutz ebenso mit inbegriffen. Die besten Tarife zahlen immer, wenn der Akku beschädigt oder zerstört ist.