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Schließung der Coffeeshops Corona-Krise: Niederländer hamstern Cannabis

Der Coffeeshop "The Bulldog" im Rotlichtviertel in Amsterdam. Wegen der Corona-Krise werden Bars und Co. geschlossen 
Der Coffeeshop "The Bulldog" im Rotlichtviertel in Amsterdam. Wegen der Corona-Krise werden Bars und Co. geschlossen 
© Hollandse Hoogte / Picture Alliance
Hamsterkäufe gehören aufgrund der Corona-Krise auch hierzulande zur Tagesordnung. In den Niederlanden wird neben Toilettenpapier, Nudeln und Konserven noch etwas ganz anderes auf Vorrat gekauft. Die Rede ist von Cannabis. 

Schlangen vor Supermärkte und leere Regale. Bilder, die seit wenigen Tagen zur Tagesordnung in vielen Ländern weltweit gehören. Neben überlebenswichtigen Gütern hamstern die Niederländer außerdem Cannabis. Am Sonntag standen Dutzende vor Marihuana-Cafés, um in letzter Sekunde ihren Vorrat aufzustocken.      

"Für vielleicht zwei Monate werden wir kein Gras bekommen können, deshalb wäre es schön, ein bisschen im Haus zu haben", sagte ein Käufer namens Jonathan vor einem Coffeeshop in Den Haag. Innerhalb kürzester Zeit hätten etwa 30 Menschen vor dem Laden angestanden, sagte die Irin Hannah, die sich ebenfalls einreihte.  

Schließung von Schulen und Co. wegen Coronavirus 

Die Schlangen bildeten sich schon wenige Minuten, nachdem die niederländischen Gesundheits- und Bildungsminister am Sonntag in einer vom Fernsehen übertragenen Pressekonferenz die Schließung von Schulen, Bars und anderen Geschäften angekündigt hatten.    

Obwohl Gesundheitsminister Bruno Bruins dabei betont hatte, es sei "unnötig", Dinge zu horten, spielten sich ähnliche Szenen im ganzen Land ab. In Online-Netzwerken wurden Fotos von wartenden Menschen vor Coffeeshops in Amsterdam, Utrecht und Roermont nahe der deutschen Grenze veröffentlicht. In den Niederlanden ist der Besitz von weniger als fünf Gramm Cannabis erlaubt.

deb AFP

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