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Schon wieder nix "Höhle der Löwen"-Deal um vegane Eier platzte nach der Show

"Die Höhle der Löwen": Diese cleveren Produkte bringen heute Millionen ein
Sehen Sie im Video: "Die Höhle der Löwen" – diese cleveren Produkte bringen heute Millionen ein.






Die Gründershow „Die Höhle der Löwen“ ist nicht nur ein erfolgreiches Fernsehformat, sondern für viele Teilnehmer ein echtes Sprungbrett, um mit ihren geschäftlichen Ideen durchzustarten.
Ein Produkt sticht aus der Masse der vorgestellten Ideen klar hervor: Smartsleep. Die Investoren Dalf Dümmel und Carsten Maschmeyer stiegen mit 1,5 Millionen Euro bei dem Start-Up ein.  Das Nahrungsergänzungsmittel verspricht, dass man nach einer kurzen Nacht morgens erholt aufwacht.  Carsten Maschmeyer sagte im Interview, die Investition sei sein erfolgreichster Deal gewesen, innerhalb von nur 6 Monaten soll der Wert des Unternehmens um das sechsfache gestiegen sein. 
Investor Georg Kofler setzte auf eine andere Geschäftsidee: ArtNight. Dieser Deal sei sein erfolgreichstes Investment in der Show gewesen. Die Idee: Teilnehmer malen unter der Anleitung eines Künstlers ein Bild, das sie am Ende mit nach Hause nehmen können. ArtNight ist in sechs Ländern und in mehr als 60 Städten aktiv. Vor der Corona-Pandemie waren im Schnitt 20.000 Menschen im Monat auf ArtNight-Veranstaltungen. 
Judith Williams nennt als ihr erfolgreichstes DHDL Produkt eine Bio-Mahlzeit. Little Lunch schaffte den Sprung in die Supermarktregale und gilt als das bekannteste Produkt der Sendung. 
Andere Produkte, die den Sprung in die Supermärkte geschafft haben, sind Frank Thelens Deals wie die Gewürzmischungen von Ankerkraut oder die Porridge-Mischungen von 3Bears, aber auch die Trinkmahlzeiten von YFood.
Unscheinbar aber mit zweistelligem Millionenumsatz: Waterdrop sind kleine Fruchtwürfel, die aus purem Wasser einen leckeren Drink machen sollen. Dagmar Wörl investierte in das Unternehmen und sagt heute: „Die Jungs haben bisher all unsere Erwartungen übertroffen.“
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Mit einem pflanzlichen Ei-Ersatz überzeugte ein Konditormeister in der "Höhle der Löwen" Investor Nils Glagau. Doch nach der Show platzte der Deal – wie schon einige andere in der aktuellen Staffel.

Die Liste der geplatzten "Höhle der Löwen"-Deals ist um einen Eintrag länger. In der aktuellen Folge der TV-Show konnte "MyEy"-Gründer Chris Geiser mit seinem veganen Ei-Ersatz bei den Investoren Eindruck machen – der im TV gezeigte Deal kam aber hinterher doch nicht zustande.

Dabei konnte der 51-jährige Konditormeister aus Tirol mit seinem pflanzlichen Produkt zum Kochen und Backen in der Show sogar drei Löwen überzeugen. Carsten Maschmeyer und Ralf Dümmel boten 300.000 Euro für 30 Prozent der Firmenanteile. Geiser entschied sich aber für das Konkurrenzangebot von Orthomol-Chef Nils Glagau, der 150.000 Euro für 15 Prozent der Firma versprach. 

Notariell besiegelt wurde der Handschlag-Deal aus der Sendung dann aber doch nicht, wie Investor und Gründer der "Gründerszene" bestätigten. Man sei sich zwar menschlich sympathisch gewesen. Doch der MyEy-Gründer habe entschieden, "sich nicht auf Strukturänderungen seines Unternehmens zu fokussieren, sondern vorerst ein persönliches Ziel zu verfolgen", heißt es von Glagau. Der Konditormeister seinerseits erklärte, ihm sei Zeit mit seiner Familie wichtig und er wolle sein Masterstudium abschließen. 

Geplatzte Deals und Sexismus-Shitstorm

Von der aktuell ausgestrahlten Staffel der "Höhle der Löwen", die bereits im vergangenen Frühjahr aufgezeichnet wurde, sind einige der gezeigten Deals hinterher geplatzt. So kam der Maschmeyer-Deal mit der "Werksta.tt"-Software gegen Lebensmittelverschwendung ebenso wenig zustande wie das gemeinsame Investment von Maschmeyer und Dümmel in die Computermaus "Zaunkoenig" sowie der Deal von Dagmar Wöhrl mit dem Nachhaltigkeits-Start-up "Kulero", das essbare Löffel verkauft. 

Zuletzt gab es große Aufregung um das Start-up "Pinky Gloves", in das Ralf Dümmel investiert hatte. Der pinke Gummihandschuh zum Entsorgen von Tampons wurde von vielen als sexistisch verurteilt. Nach einem massiven Shitstorm erklärten die "Pinky Gloves"-Gründer, das Produkt vom Markt zurückzuziehen.

bak

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