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Geschenke-App aus "Höhle der Löwen": Jochen Schweizer verpokert sich bei Joidy - die Konkurrenz freut sich

In der Höhle der Löwen kam kein Deal mit der Geschenke-App Joidy zustande. Nun hat das Start-up andere Investoren gefunden: Mit mydays steigt ausgerechnet ein direkter Konkurrent von Jochen Schweizer ein.

Joidy Höhle der Löwen

Die Joidy-Gründer Philippe Singer (links) und Timo Müller in der Höhle der Löwen

Das Start-up Joidy möchte das Schenken im digitalen Zeitalter einfacher und moderner machen. Via Smartphone lässt sich ein passendes Geschenk aussuchen und garniert mit einer persönlichen Video- oder Textnachricht an einen Kontakt aus dem Adressbuch senden. In der Höhle der Löwen fand das Konzept Anklang, doch ein Deal kam nicht zustande.

Die beiden Gründer Philippe Singer und Timo Müller ließen Jochen Schweizer in der Sendung abblitzen. Das Angebot des Löwen war den beiden schlicht nicht gut genug. "Wir hätten uns gefreut, einen Löwen an Bord zu haben, aber nicht zu diesen Konditionen", sagte Philippe Singer dem stern.

Die beiden Gründer hatten für ein Investment von 200.000 Euro zehn Prozent der Firmenanteile angeboten. Schweizer wollte aber 25,1 Prozent der Anteile und zudem die Hälfte des Investments nur als Wandeldarlehen auszahlen - eine für das Start-up ungünstige Konstruktion. Nach wenigen Sekunden Beratungszeit lehnten die Gründer den Schweizer-Vorschlag ab. "Sie hatten Ihre Chance", verabschiedete Schweizer die Gründer aus der Sendung.

mydays steigt bei Joidy ein 

Aus heutiger Sicht könnte man aber auch sagen: Jochen Schweizer hatte seine Chance. Denn mittlerweile hat Joidy andere Investoren gefunden. So steigt der Münchner Erlebnisgeschenke-Anbieter mydays bei dem Start-up ein. Die ProSiebenSat.1-Tochter ist ein direkter Konkurrent von Jochen Schweizer, der ebenfalls Erlebnisgeschenke anbietet.

Darüberhinaus erhält Joidy die Unterstützung des "ProSiebenSat.1 Accelerators", eines Invesmtent-Programms für Start-ups, das auch ein TV-Werbebudget in Höhe von 500.000 Euro umfasst. Weitere Investoren aus der Berliner Start-up-Szene sind ebenfalls eingestiegen. Insgesamt konnte Joidy nach eigenen Angaben einen hohen sechsstelligen Betrag einwerben.

Wie viele Unternehmensanteile sie dafür abgeben mussten, verraten die Gründer nicht. Nur so viel: "Der Deal, den wir jetzt abgeschlossen haben, ist deutlich besser und unsere Partner bieten eine tolle Kombination aus Marketing- und Vertriebspower ", sagt Singer.

Die Joidy-App gibt es für iOS und Android. Sie ermöglicht es, digitale aber auch physische Geschenke via Messenger, Whatsapp oder sogar Tinder zu verschicken. Nach eigenen Angaben hat Joidy bereits rund 10.000 Nutzer. 

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