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Plastikmüll vermeiden Twentyless aus "Die Höhle der Löwen": Wie gut putzt es sich mit den nachhaltigen Reinigern?

Twentyless aus "Die Höhle der Löwen" im stern-Test
Twentyless aus "Die Höhle der Löwen" im stern-Test
© stern
Der Einkauf von herkömmlichen Putzmitteln geht immer mit Plastikverpackungen einher. Das stellte auch Gründer Eike Meyer fest, als er auf der Suche nach plastikfreien Reinigern war. Mit seinem Unternehmen Twentyless produziert er deshalb (fast) plastikfreie Putzmittel. Der stern hat die nachhaltigen Produkte getestet.

Nachhaltige Produkte stehen hoch im Kurs. Ob in der Küche, im Badezimmer oder im Kleiderschrank, es gibt zahlreiche Ideen und Produkte für nachhaltigeren Konsum. Insbesondere das Thema Plastikmüll und wie man diesen vermeiden kann, lässt Menschen kreativ werden. Inspiriert von seinen beiden Kindern, machte sich Gründer Eike Meyer (37) auf die Suche nach einer Möglichkeit, beim Putzen Plastik zu sparen und nachhaltiger zu leben. Weil er keine Reiniger ohne Plastikverpackung finden konnte, gründete er sein Unternehmen Twentyless, um nachhaltige Putzmittel herzustellen. Der stern hat die Reiniger getestet. Ob Bad-, Glas- und Allzweckreiniger überzeugen konnten, lesen Sie hier.

So funktioniert das Konzept von Twentyless

Gründer Eike Meyer wollte "das Reinigen zu einer sauberen Sache machen." In der Praxis bedeutet das, die Reiniger von Twentyless bestehen aus natürlichen Inhaltsstoffen wie Milchsäure, Zitronensäure oder Zuckertensiden und werden in Glasflaschen gelagert. So verzichten die Reiniger auf Chemie und weitestgehend auf Plastik. Lediglich die Sprühköpfe und die Verschlusskappen der Produkte bestehen aus Kunststoff.

Der Name Twentyless gibt einen Hinweis auf die Kernidee hinter den nachhaltigen Reinigern. Anders als Putzmittel aus der Drogerie, die, nachdem sie aufgebraucht sind, in den meisten Fällen entsorgt werden, können die Glasflaschen von Twentyless wiederverwendet werden. Das funktioniert, weil Putzmittel zum Großteil aus Wasser bestehen und auf diese Weise ohne viel Aufwand selbst zusammen gemischt werden können. Leitungswasser hat jeder zu Hause zur Verfügung und so bekommt man als Konsument von Twentyless eine Glasflasche mit Sprühkopf sowie ein Reinigungskonzentrat zugeschickt. Letzteres wird zusammen mit Wasser aus dem heimischen Wasserhahn selbst angemischt und sorgt für die Reinigungsleistung der Wasser-Konzentrat-Mischung. So sollen bis zu 20 herkömmliche Reiniger ersetzt werden. Man muss keine Putzmittel mehr kaufen und kann die Reiniger von Twentyless immer wiederverwenden. Lediglich das Konzentrat in der Glasflasche muss hin und wieder nachbestellt werden.

Twentyless Reiniger im Test

Im stern-Test befinden sich Glas-, Allzweck- und Badreiniger von Twentyless. Laut Aufdruck auf den Produktverpackungen sollen die verschiedenen Reiniger folgende Zwecke erfüllen:

  • Glasreinger zur Reinigung von Glas, Fenstern, Spiegeln und Hochglanzflächen.
  • Allzweckreinger für alle wasserbeständigen Flächen.
  • Badreiniger soll Kalk- und Wasserflecken sowie Seifenreste entfernen.

Die Reiniger kommen für den Test jeweils in einer Verpackung an, die einmal Konzentrat, Sprühkopf und Glasflasche enthält. Verpackt sind sie in Pappe, auf Plastik wird verzichtet. Die Reiniger riechen alle neutral bis leicht fruchtig. Es ist angenehm, dass sie auf natürlichen, biologisch abbaubaren sowie nachwachsenden Inhaltsstoffen basieren – das zeigt sich tatsächlich auch im Duft. Bevor man mit dem Putzen beginnen kann, müssen die drei Reiniger angemischt werden. Dafür verfügen die Konzentratflaschen über eine kleine Dosierkappe sodass das Mischen leicht von der Hand geht. Je nach Verschmutzungsgrad lautet die Empfehlung des Herstellers, mehr oder weniger Konzentrat zu verwenden. Für den Test reicht die empfohlene Menge von nur 25 Millilitern aus.

Der Glasreiniger von Twentyless kommt beim Putzen des Badezimmerspiegels zum Einsatz
Der Glasreiniger von Twentyless kommt beim Putzen des Badezimmerspiegels zum Einsatz
© stern

Putzen mit Twentyless-Reinigern

Zuerst ist der Glasreiniger an der Reihe. Geputzt wird ein Badezimmerspiegel. Der lässt sich mit dem nachhaltigen Reiniger genauso gut putzen wie mit Reiniger aus der Drogerie. Angenehm ist der zurückhaltende, fruchtige Duft. Einmal Sprühen reicht aus und anschließend sind alle Kalkflecken weg. Der Sprühkopf zerstäubt das Putzmittel außerdem gut, sodass keine größeren Tropfen daneben gehen, sondern ausschließlich als Sprühnebel auf dem Spiegel landen. Der Badreiniger darf sich beim Putzen des Waschbeckens und der Badewanne beweisen. Wie beim Spiegel kann auch der Badreiniger mit anderen Putzmitteln mithalten und entfernt zuverlässig die Kalkrückstände. Als Letztes ist der Allzweckreiniger an der Reihe, geputzt wird der Küchentresen. Während Bad- und Allzweckreinger einen fruchtigeren Duft versprühen, riecht der Glasreiniger neutraler. Die Putzleistung ist genauso gut wie bei den beiden anderen Reinigern. Der nachhaltige Gedanke einer Sprühflasche aus Glas erfordert in der Praxis allerdings etwas Aufmerksamkeit. Mal kurz den Reiniger irgendwo abstellen, das ist zwar möglich, aber man sollte darauf achten, dass er nicht herunterfällt, denn dann gibt es sicher Scherben. Das ist allerdings nur eine Frage der Achtsamkeit und sollte kein Problem darstellen.

Fazit zu Twentyless

Die Reiniger in Glasflaschen von Twentyless können überzeugen. Sie sorgen für die gleichen Ergebnisse, die man mit herkömmlichen Reinigern aus der Drogerie erzielen kann. Wer regelmäßig putzt und keine hartnäckigen Verschmutzungen entfernen möchte, sollte mit den Reinigern keine Probleme haben.

Der nachhaltige Ansatz gefällt am besten, denn tatsächlich macht Twentyless den regelmäßigen Einkauf von Putzmitteln in Einwegplastikverpackungen hinfällig. Die Glasflaschen-Reiniger sind wiederverwendbar und setzen auf natürliche, biologisch abbaubare sowie nachwachsende Inhaltsstoffe, das ist ein deutlicher Pluspunkt gegenüber der Konkurrenz.

Der Ansatz von Twentyless ist aber nicht einmalig, auf Instagram gibt es Influencer, die ähnliche Hersteller bewerben, die Putzmittel-Tabs herstellen, sodass die heimischen Putzmittel auch einfach selbst produziert werden können. Im Vergleich zur Konkurrenz sind die Konzentratflaschen deutlich schwerer und benötigen mehr Platz als vergleichbare Tabs, die so groß sind wie eine Vitaminbrausetablette.

Ob die nachhaltigen Reiniger auch die Juroren überzeugen, sehen Sie heute Abend in "Die Höhle der Löwen" um 20.15 Uhr auf VOX. Eike Meyer benötigt für den weiteren Wachstum seines Unternehmens 70.000 Euro und bietet dafür 15 Prozent Firmenanteile. 

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hl

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