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Fernuni und Co. : Erwachsenenbildung: So krempeln Sie Ihr Leben um

In Zeiten von Kurzarbeit, Insolvenzen und Social Distancing haben viele Arbeitnehmer unfreiwillig plötzlich viel mehr Zeit. Vielleicht ein guter Zeitpunkt sich weiterzubilden. Das deutsche Bildungssystem bietet dafür zahlreiche Möglichkeiten.

Frau lernt am Laptop

E-Learning

E-Learning kann in vielen Formen stattfinden: Coaching, Apps zur Unterstützung von Weiterbildung, E-Learning kann auch Teilform des Fernstudiums sein, mit elektronischen Fernlehrgängen kann auch das Abitur erreicht werden.

Vorteile: Immer und überall nutzbar, niedrige Zugangsschwelle, zeitlicher Aufwand ist niedrig.

Nachteile: Affinität zum elektronischen Lernen, technische Möglichkeiten müssen gegeben sein.

Für wen geeignet: Für motivierte Schüler oder Lernwillige, ein einfacher Weg neben Präsenzunterricht noch digital zu lernen.

Getty Images

Vorweg: Wer sich auf den sogenannten zweiten Bildungsweg begibt, der sollte eine gehörige Portion Motivation mitbringen. Gerade, wenn man sich für eine Weiterbildung neben dem eigentlichen Job entscheidet, bedeutet das: nach Feierabend und am Wochenende zu lernen. Aktuell ist die Situation dennoch bei vielen Arbeitnehmern etwas anders: Kurzarbeit, Insolvenzen und mehr Freizeit durch den Verzicht auf soziale Kontakte bieten die Möglichkeit, um sich weiterzubilden. Warum also nicht das beste aus der Situation machen und etwas lernen?

Digitales Lernen macht es leichter

Nicht alle Formen der Erwachsenenbildung sind extrem zeitintensiv. Lehrgänge und Seminare finden meist über einen kurzen Zeitraum statt. Hinzu kommt, dass es dem Lernwilligen heute dank digitaler Technik viel leichter gemacht wird. Berge von Lehrmaterialien per Post gehören längst der Vergangenheit an. Außerdem macht es das digitale Lernen für die verschiedenen Lerntypen leichter. Denn wer nicht gut mit dem geschriebenen Wort lernen kann, sondern eher der Audiotyp ist, kann sich an passenden Lehrformen im Netz bedienen. Aber auch Webinare in Form von Workshops machen es möglich, sich bequem von zuhause aus weiterzubilden.

Erwachsenenbildung in den Bundesländern

In den Bundesländern gelten verschiedene Regelungen für zum Beispiel das Abitur. In Bremen setzt man auf eine Kombination aus Präsenzunterricht und E-Learning. In Rheinland-Pfalz kann das Abitur komplett online nachgeholt werden. Die finanzielle Förderung des Staats kann ebenfalls in unterschiedlichen Formen stattfinden. Bildungsgutscheine, BAfög oder Studienkredite helfen das Bildungsziel, auch ohne festen Job nebenher zu realisieren.

Wie erkenne ich die richtige Lernform für mich?

Der Unterschied besteht darin, welcher Lerntyp Sie sind. Grundsätzlich werden vier Lerntypen unterschieden.

  • Der auditive Typ: Lernen über Audiomaterial fällt Ihnen leicht, Sie nehmen Inhalte durch Zuhören schnell auf, es hilft Ihnen den Lernstoff laut aufzusagen, eine Mischung aus E-Learning und Präsenzunterricht kann sinnvoll sein.
  • Der visuelle Typ: Sie lesen und merken sich Dinge schnell, Sie schreiben mit und wiederholen Inhalte schriftlich, um sie sich zu merken. Für Sie ist Präsenzunterricht nicht so entscheidend. E-Learning bietet sich genauso an wie ein Fernstudium.
  • Der motorische Typ: Sie lernen am besten, wenn sie an Abläufen praktisch beteiligt sind. Ein Seminar oder Lehrgang mit viel Praxisbezug ist sicherlich eine gute Lernform für Sie. 
  • Der kommunikative Typ: Sie wollen beim Lernen in Beziehung treten, sich austauschen und debattieren. Präsenzunterricht sollte ein Element Ihrer Weiterbildung sein. Zusätzlich könnten Sie von digitalen Lerngruppen profitieren.