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Finanztest warnt: So skrupellos werden Senioren von Finanzberatern abgezockt

Senioren sind leichte Opfer von Finanzberatern. Aus Unwissenheit und Vertrauen unterschreiben sie riskante Geldanlagen – und werden so um ihre Altersvorsorge gebracht.

Unseriöse Finanzberater können Senioren um ihr Erspartes bringen

Unseriöse Finanzberater können Senioren um ihr Erspartes bringen

Sie wollten etwas für ihre Rente tun oder das Erbe für ihre Kinder aufstocken: Die aktuelle Ausgabe von "Finanztest" berichtet über Senioren, die bei der Geldanlage über den Tisch gezogen wurden – und so beinahe um ihr gesamtes Erspartes geprellt wurden.

Vielen Senioren ging es wie dem 78-jährigen Altersheimbewohner, der riskante Schiffsbeteiligungen aufkaufte, obwohl er sein Erspartes für die Pflege benötigte. Eine Beraterin der Commerzbank hatte ihm zu dem gewagten Deal geraten. Eine Leserin berichtet von ihrem an Demenz erkrankten Vater, der von seiner Bank riskante Wertpapiergeschäfte aufgeschwatzt bekam. Bereits Monate zuvor hatte sie die Bank darauf hingewiesen, dass er aufgrund der Krankheit geschäftsunfähig war.

Senioren scheuen Schadenersatzprozesse

Die Fallbeispiele von "Finanztest" zeigen: Senioren sind für unlautere Berater leichte Beute. Sie nutzen die Unwissenheit der solventen Kunden aus und schlagen ihre Vorteile aus dem Vertrauen, das sie als langjährige Berater genießen. Hinzu kommt, dass Senioren laut "Finanztest" kräftezehrende Schadenersatzprozesse scheuen. Berater bekämen deshalb selten Ärger für die unseriöse Beratung.

Im Interesse der Kunden ist das nicht: Aus einer Studie des Bundesverbands deutscher Banken geht hervor, dass Senioren Risiken bei der Finanzanlage grundsätzlich vermeiden wollen. Schließlich muss Geld für den Pflegefall vorhanden sein. Und auch für die Kinder soll im Erbfall etwas übrig bleiben. Lediglich für acht Prozent der Senioren sei es demnach eine Option, für mehr Rendite auch höhere Risiken einzugehen. Der Rest setzt auf Sicherheit.

Abzocke bei der Finanzberatung: Wie kann man sich schützen? 

Wie lässt es sich verhindern, dass bei der Anlage das gesamte Ersparte aufs Spiel gesetzt wird? Auch hier gibt "Finanztest" Tipps: Die Experten raten etwa, Beratungsgespräche nie alleine zu führen. Zeugen können im Streitfall wichtige Informationen liefern. Kunden sollten Verträge nur dann unterschreiben, wenn sie sämtliche Vertragsbedingungen verstanden haben – und nicht, weil sie dem Berater vertrauen. Außerdem hilft es, einen kritischen Blick auf die Renditen zu werfen: Werden mehr als zwei Prozent angeboten, ist das ein Hinweis auf eine riskante Anlage.

Den vollständigen Artikel mit allen Informationen zum Thema Geldanlage im Alter finden Sie gegen Gebühr hier.


ikr