HOME

"Finanztest": Was beim Kontowechsel schiefgehen kann

Wenn ein Kunde das Konto wechseln will, sind die beteiligten Banken verpflichtet, dabei zu helfen. "Finanztest" hat ausprobiert, wie gut das in der Praxis klappt - und an welchen Stellen es hakt.

Den Kontowechsel kann man dank digitaler Unterstützung am Computer organisieren

Den Kontowechsel kann man dank digitaler Unterstützung am Computer organisieren

Getty Images

Viele Banken haben in den letzten Jahren die Kontoführungsgebühren erhöht oder sonstige Zusatzkosten eingeführt. Wer damit nicht einverstanden ist, kann natürlich wechseln - wenn nur der nervige Aufwand nicht wäre. Denn der Kunde muss nicht nur das alte Konto kündigen und das neue eröffnen. Er muss auch zusehen, dass alle Zahlungspartner das mitbekommen.

Um dem Kunden das zu erleichtern, sind alte und neue Bank seit anderthalb Jahren gesetzlich verpflichtet, beim Kontowechsel zu helfen. In der Praxis funktioniert das aber nicht immer gut, wie ein Test der Zeitschrift " " zeigt. Die Warentester ließen sechs Testpersonen von verschiedenen Banken und Sparkassen wechseln, nur bei vier von ihnen lief der Wechsel zufriedenstellend.

Finanztest: Formulare und andere Fallstricke

Für das Grundproblem können die Banken selbst gar nichts: Die gesetzliche Kontenwechselhilfe ist derart kompliziert, dass sie "vom Kontowechsel eher abschreckt", wie "Finanztest" schreibt. Auf mindestens drei Papierseiten gibt es über 50 Möglichkeiten, Kreuze zu setzen, damit alte und neue Bank die richtigen Daten austauschen und übernehmen. Manche Banken füllen die Kästchen schon selbst aus, der Kunde muss dann aber kontrollieren, ob alles in seinem Sinne ist.

Weil offenbar auch viele Banken die offiziellen Formulare für unzumutbar halten, haben sie eigene digitale Wechselservices eingerichtet. Die funktionieren laut "Finanztest" insgesamt besser, nur in einem Fall gab es technische Probleme.

Bei allen Wechselservices wählt man aus einer Liste von Zahlungspartnern, wen die Bank alles über die neue Kontoverbindung informieren soll - zum Beispiel den Arbeitgeber oder den Stromversorger. Kleiner Fallstrick: Daueraufträge sind nicht in der Liste enthalten, sie müssen noch zusätzlich selbst gelöscht und bei der neuen Bank neu eingerichtet werden. Zudem empfiehlt "Finanztest", das alte Konto noch zwei Monate mit etwas Guthaben weiterlaufen zu lassen, wenn das neue schon eingerichtet ist. Denn irgendwas vergisst man ja doch immer.

Den vollständigen Artikel aus "Finanztest" finden Sie kostenpflichtig auf www.test.de 

bak
Themen in diesem Artikel