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Verschleiß im Haushalt: Kostenfalle Haushaltsgeräte - Warum uns der Verschleiß ruiniert

Mit schöner Regelmäßigkeit gehen Haushaltsgeräte kaputt und müssen ersetzt werden. Wir stellen die Kosten und die Lebensdauer der wichtigsten Geräte vor.


Hepa-Filter - wie sie in Klimaanlagen oder auch Staubsaugern eingesetzt werden - müssen je nach Saison alle 1-3 Monate ersetzt werden. In Staubsaugern halten sie etwa ein halbes Jahr. Kosten betragen etwa 20 Euro beim Staubsauger, für eine Heimklimaanlage kostet ein Wechsel des Filters etwa 70 Euro. 

Hepa-Filter - wie sie in Klimaanlagen oder auch Staubsaugern eingesetzt werden - müssen je nach Saison alle 1-3 Monate ersetzt werden. In Staubsaugern halten sie etwa ein halbes Jahr. Kosten betragen etwa 20 Euro beim Staubsauger, für eine Heimklimaanlage kostet ein Wechsel des Filters etwa 70 Euro. 

Sachen neu zu kaufen, macht Freude. Egal ob es sich um einen TV-Bildschirm oder Wäschetrockner handelt, die Neuerwerbung verbessert den eigenen Lebensstandard. Ganz anders sieht es mit Ersatzanschaffungen aus: Wenn ein Gerät, den Dienst quittiert, muss man Geld für eine neues ausgeben, ohne dass sich an der Lebenssituation etwas verändert. Bei einem neuen TV-Gerät mögen die Farben ein wenig mehr leuchten, aber was macht der neue Kühlschrank eigentlich besser als das Alt-Gerät? Er hält die Milch kalt und das war es auch. Im besten Fall benötigt er etwas weniger Strom.

Hohe monatliche Kosten

Sieht man genau hin, muss der gesamte Hausstand vom Staubsauger bis zum Geschirrspüler im Abstand von sieben bis 15 Jahren ersetzt werden. Besonders ärgerlich für den Verbraucher: Viele Firmen scheinen keinen großen Wert auf lange Haltbarkeit zu legen. Das wirft enorme Kosten auf. Zählt man einmal alle Geräte durch, erkennt man, dass man bei einem Bestand von 30 Stück in jedem Jahr mindestens zwei ersetzen muss - also etwa eine neue Waschmaschine (500 Euro) und ein Heißwasserboiler (300 Euro). Das belastet das Budget schon mit über 60 Euro im Monat.

Die in der Fotostrecke genannte Lebensdauer erreicht man ohnehin nur, wenn die Geräte im normalen Maß beansprucht und regelmäßig gepflegt werde. Kostentreibend ist auch der Verschleiß an Böden und Farben, der zu regelmäßigen Wohnungsrenovierungen führt. Hinzu kommt der wankelmütige Geschmack. Wenn in Bad und Küche qualitativ hochwertige Fliesen verlegt wurden, halten diese eigentlich ewig, doch weit schneller kann man die einst modischen Farben nicht mehr sehen. Entsprechend schneller werden sie ersetzt.

Smart aber kurzlebig

Anzunehmen ist auch, dass der Einbau von immer mehr Elektronik in die Haushaltsgeräte - etwa zur Kommunikation über ein WiFi-Netzwerk - die Lebensdauer herabsetzt. Und sei es nur, dass die alte "smarte" Lampe irgendwann nicht mehr vom Netzwerk unterstützt wird. Schon bei Anschaffungen wie Smartphone oder Laptop ist die Nutzungszeit deutlich kürzer, als bei klassischen Haushaltsgeräten. Ein traditioneller Staubsauger lebt mindestens sieben Jahre, es ist eher unwahrscheinlich, dass akkubetriebene Robot-Sauger dieses Alter erreichen.

Eingebauter Verschleiß

Immer mehr Geräte werden billig und reparier-unfreundlich konstruiert. Geht dann eine Kleinigkeit kaputt, muss das ganze Gerät ersetzt werden. Hinzu kommen Gerüchte, die sich allerdings nur selten beweisen lassen, dass viele Produkte so hergestellt werden, dass sie nur eine begrenzte Lebensdauer haben. Die Garantiezeit von zwei Jahren halten sie durch, aber ob sie nun nach 5 oder nach 9 Jahren kaputt gehen, ist dem Hersteller einerlei.

 Wir leben also in teuren Zeiten.

Auf welche Rechtsgrundlage beziehen sich die Münchner Finanzämter im jüngsten Steuerskandal?
Gestern in Report: Münchener Mittelständler, die zum Beispiel Werbung bei Google gekauft haben, sollen auf gezahlte Werbung bei Google eine Quellensteuer von 15 Prozent zahlen, und zwar zunächst rückwirkend für die Jahre 2012 und 2013. Das Geld, so die Betriebsprüfer des Finanzamts München, könnten sich die Steuer ja von Google zurückholen. Klingt skurril. Klingt nach einer Sauerei. ich habe mir deshalb den 50a ESTG durchgelesen, was wenig Freude macht. Dort steht erstens: "Die Einkommensteuer wird bei beschränkt Steuerpflichtigen im Wege des Steuerabzugs erhoben", was bedeutet, dass (um im Beispiel zu bleiben) Google der Steuerschuldner ist und sich das Finanzamt dorthin wenden soll und unter Abschnitt 7: "Das Finanzamt des Vergütungsgläubigers kann anordnen, dass der Schuldner der Vergütung für Rechnung des Gläubigers (Steuerschuldner) die Einkommensteuer von beschränkt steuerpflichtigen Einkünften, soweit diese nicht bereits dem Steuerabzug unterliegen, im Wege des Steuerabzugs einzubehalten und abzuführen hat, wenn dies zur Sicherung des Steueranspruchs zweckmäßig ist. " Nach diesem Text muss das Finanzamt von Google diese Anordnung treffen und nicht das Münchner. Ich bin mir sehr sicher, dass das Finanzamt in Irland nicht tätig geworden ist. Was also könnte die Rechtsgrundlage für diese extreme Auslegung einer Vorschrift sein, die ursprünglich dazu gedacht war, dass Veranstalter von Rockkonzerten die Steuern für die ausländischen Musiker abführen (was ja vernünftig ist)?