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Gebühren am Geldautomaten: Geldabheben im Urlaub: Mit diesen Kreditkarten ist es kostenlos

Geld abheben im Ausland kann teuer werden. Mit welchen Kreditkarten man kostenlos abheben kann - und welche Fallstricke man vermeiden sollte.

Geldabheben im Ausland kann teuer sein

Geldabheben im Ausland kann teuer sein

Getty Images

Wenn der Sommerurlaub näher rückt, gewinnt eine Frage wieder neue Aktualität: Wie ist das eigentlich mit Geldabheben am Urlaubsort? Denn häufig kostet der Gang zum Automaten im Ausland Geld – und das teilweise nicht zu knapp. Meist fällt eine prozentuale Gebühr kombiniert mit einem Mindestbetrag an. Manche Anbieter gestatten das kostenlose Abheben im Euroraum, erheben aber Gebühren, wenn es weiter weg geht.

Daher sollte man sich vor der Reise auf jeden Fall bei seiner Bank informieren, welche Gebühren im Zielland anfallen. Kostenloses Geldabheben mit der Kreditkarte auch in Nicht-Euro-Ländern bieten laut Stiftung Warentest zum Beispiel:

  • Norisbank (Top-Girokonto),
  • DKB (Cash-Konto, ab 50 Euro Mindestabhebebetrag) 
  • 1822direkt (Mobile-Konto per App).

Kreditkarten ohne Kontobindung

Wer bei einer Bank ist, die kein gebührenfreies Abheben anbietet, kann überlegen, sich zusätzlich die Kreditkarte eines anderen Anbieters anzuschaffen. Die Auswahl ist hier aber begrenzt: Von 104 Kreditkarten ohne Kontobindung, die die Finanzberatung FMH für das "Handelsblatt" auf ihre Urlaubstauglichkeit untersucht hat, ermöglichten lediglich acht das kostenlose Abheben im Ausland. Da von diesen acht einige eine jährliche Gebühr erheben, bleiben für Urlauber sogar noch weniger Kandidaten übrig. Kostenloses Geldabheben weltweit ohne Jahresgebühr gibt es uneingeschränkt nur mit folgenden Kreditkarten:

  • 1plus Visa Card der Santander-Bank,
  • Barclaycard Visa,
  • Gebührenfreie MasterCard Gold der Advanzia Bank
  • Visa Gold von Wüstenrot.

Die Deutschland-Kreditkarte Gold der Hanseatic-Bank ermöglicht ebenfalls kostenfreies Abheben, kostet aber 45 Euro Jahresgebühr, wenn man nicht mindestens 3000 Euro Umsatz macht. Die Visa Premium von Wüstenrot und die Barclaycard Platinum Double sind nur im ersten Jahr kostenfrei, danach kosten sie 79 beziehungsweise 99 Euro, wenn man nicht auf bestimmte Umsätze kommt.

Zusatzleistungen nicht immer sinnvoll

Viele Anbieter bieten ihre Kreditkarte auch im Paket mit zusätzlichen Leistungen für Reisende, zum Beispiel einer Auslandsreise-Krankenversicherung oder einer Reiserücktrittsversicherung. Hier sollte man als Kunde aber genau hinschauen. Laut einer Untersuchung der Stiftung Warentest aus dem vergangenen Jahr sind die inkludierten Leistungen oft unverhältnismäßig teuer oder bieten keinen umfassenden Schutz, sodass ein separater Vertrag die bessere Lösung ist.

Vorsicht vor diesen Fallstricken

Selbst wer mit seiner Karte eigentlich kostenlos abheben kann, muss aufpassen, dass Geldautomatenbetreiber das Abheben nicht unnötig teuer machen. Laut Stiftung Warentest bieten manche Automaten in Nicht-EU-Ländern an, den abgehobenen Betrag von der Landeswährung sofort in Euro umzurechnen. Wer dem zustimmt, zahlt drauf, weil ein ungünstiger Wechselkurs zugrunde gelegt wird.

Unbedingt klären sollte man zudem, ob die Kreditkarte der Hausbank im Ausland überhaupt funktioniert, warnt FMH. Denn manche Banken sperren die Karte beim Einsatz im Ausland standardmäßig, um Missbrauch vorzubeugen.

Quellen: Stiftung Warentest  / Handelsblatt / FMH