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Warum es so schwer ist, mit dem Sparen anzufangen – und wie man das ändern kann

Geld anlegen ist einfacher und billiger geworden. Trotzdem tut sich viele schwer, mit dem Sparen anzufangen - oder ihnen fehlt das Knowhow, weiß stern-Stimme Horst von Buttlar. Eine neue App will das nun ändern.

SmartMoney

Die neue App SmartMoney hilft beim Sparen und Geld anlegen.

Getty Images

Man könnte es ganz kurz machen, ein paar Zahlen und Buchstaben reichen: A0RPWH. Oder: A1JMDF. Oder LYX0AG. Googeln Sie einfach diese Buchstaben, öffnen Sie ein Depot und sparen Sie jeden Monat 50 oder 100 Euro in das Produkt, das hinter diesen Kürzeln steht. Oder 200 Euro, je nachdem, was Sie übrig haben. Und dann warten Sie 15 bis 20 Jahre. Alles klar? Okay, alles Gute Ihnen, ein schönes Leben noch!

 Wenn es denn so einfach wäre! Ist es offenbar nicht, denn wenn Sparen und Geld anlegen wirklich so simpel wäre, könnten es alle ja genau so umsetzen und wären später wohlhabend und zufrieden.

Als Wirtschaftsjournalist und Chefredakteur des Magazins "Capital" werde ich solche Fragen immer wieder gefragt: "Hast Du mal einen guten Fonds oder ETF? Oder: "Ich habe gerade 2.000 Euro auf der hohen Kante. Was mache ich damit?" Oder: "Welche Versicherung muss ich denn unbedingt haben?"  Oder etwas grundsätzlicher: "Sag mal, was ist denn ein ETF und muss ich den haben?" 

Es gibt Bekannte, die ich nur ein, zwei Mal im Jahr treffe und die jedes Mal wieder fragen: Kannst du mir nicht einfach eine WKN – also Wertpapiekennummer – schicken? Ich sage dann immer: Natürlich kann ich das, aber das löst nicht Dein Problem. Wenn ich sie ein Jahr später wieder treffe, haben Sie immer noch kein Depot eröffnet. 

SmartMoney hilft bei der Geldanlage

Deshalb haben wir uns bei "Capital" gedacht: Das muss man doch mal ändern, und alle Fragen beantworten. Die Idee war: Wir packen alles, was man wissen muss, in eine App: Geld anlegen, Versicherungen, Sparplan, Fonds und Aktien kaufen.

Es ist schon paradox: Geld anzulegen ist in den vergangenen Jahren sehr viel einfacher und billiger geworden. Es gibt Direktbanken, kostenlose Depots, Apps und jede Menge günstige ETF. Und tatsächlich haben viele Leute auch angefangen, in ETFs zu investieren. Aber zu viele noch tun nichts oder bleiben der Börse fern. 

Woran liegt das? An mangelndem Wissen sicherlich nicht. Eigentlich gibt es schon genug Informationen zu diesen Themen – man muss nur googlen und bekommt Hunderttausende  Treffer zu diesen Stichworten. Wir Journalisten schreiben uns seit Jahren die Finger wund, Verbraucherschützer reden sich den Mund fusselig und die Fondsgesellschaften planen eine schicke Kampagne nach der anderen. Einen richtigen Durchbruch gibt es aber nicht in Deutschland.

Und das führt zur eigentlichen Frage: Wenn es all die Informationen gibt – woran liegt es, dass sich so viele von uns schwer tun, mehr aus ihrem Geld zu machen? 

Klar, es gibt Spannenderes als sich mit Wertpapierkennnummern und Provisionssätzen zu beschäftigen. Für viele ist das ungefähr so sexy wie sich einen Ratgeber über Vollwertkost zu lesen oder ein Youtube-Video über die richtige Zahnpflege anzuschauen.  Ich vergleiche das Ganze auch gerne mit Spinat essen: Wir alle wissen, dass er gesund ist. Trotzdem essen wir lieber Pommes oder Burger. 

Wir müssen nicht die Produkte, sondern uns selbst kennen

Es kommt noch ein wesentlicher Punkt hinzu: Die meisten Menschen stehen sich in Finanzfragen selbst im Weg, was mich zum eigentlichen Kern bringt, was Geldanlage ausmacht: Es kommt nicht darauf an, die richtige Versicherung, den richtigen Fonds oder ETF zu kennen. Wir müssen uns vor allem selbst kennen. Geldanlage hat viel mit Psychologie zu tun.

Und darum geht es in den Kursen der App SmartMoney (Die App gehört zum Verlag Gruner +Jahr, in dem auch der stern erscheint). Um all die Vorstellungen, Ängste und Prägungen, die uns zum guten oder schlechten Sparer oder Anleger machen. Um die typischen Denkfehler, die fast alle Menschen begehen, wenn es um Geld geht.  Wir erzählen anhand von Beispielen und berühmten Experimenten der Verhaltensforschung, welche Fehler die meisten Menschen mit ihren Finanzen machen – und wie man sie vermeidet.

Ganz ehrlich: Vor 20 Jahren hatte ich auch keine Ahnung davon. Es hat mich auch nicht interessiert. Das hat sich nicht nur mit meinem Beruf geändert. Geld anlegen kann Spaß machen, vor allem wenn es sich munter vermehrt. Mit Finanzen ist es wie mit so vielen Dingen im Leben: Vieles versteht man erst so richtig, wenn man sich regelmäßig damit befasst. Und dazu reicht ein Kürzel aus Buchstaben und Zahlen leider nicht.

Die App bekommen Sie bei Google Play oder im AppStore.

Weitere Infos zur App SmartMoney bekommen Sie hier.

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  • Horst von Buttlar