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Pfusch am Bau: Löcher, Wasserschäden, Gaslecks: So schockt eine Baufirma ihre Kunden

Ein großes Bauunternehmen pfuscht auf Baustellen - und die Kunden sind entsetzt. Inzwischen gibt es eine eigene Opfer-Gruppe auf Facebook. Ihre Schockfotos zeigen Häuser des Grauens.

Zwei Klassiker der Pfuscher: Schimmel auf den Wänden und Schrauben in den Stromleitungen.

Zwei Klassiker der Pfuscher: Schimmel auf den Wänden und Schrauben in den Stromleitungen.

Bovis ist eines der größten Bauunternehmen für Wohnhäuser in Großbritannien – gleichzeitig hat die Firma die größten Probleme. Die Firma übergibt Häuser an ihre Kunden, die aussehen, als wären alle Bauarbeiter volltrunken gewesen. Bovis hat inzwischen einen eigenen "Fanclub". Die Opfergruppe der Firma auf Facebook zählt mehr als 1700 enttäuschte Käufer. Und täglich kommen mehr dazu.

Erschreckende Mängelliste

Eine Speerspitze des Widerstands ist das Unternehmerpaar Rennie und Sheralee Bottali, die mit Bildern ihrer Bruchbude an die Öffentlichkeit gegangen sind. Ihr Kampf gegen die Firma dauert seit dem Jahr 2008 an. Nun wurde bekannt, dass die Firma erstmals einen Sonderfond von 7 Millionen Pfund bereitstellt, um die größten Baumängel zu entschädigen.

Bovis-Interimschef Earl Sibley sagte der "Daily Mail": "Ich war draußen, bei unseren unzufriedenen Kunden, saß bei ihnen auf dem Sofa und habe mich für die Unannehmlichkeiten entschuldigt, die sich durchmachen mussten. Wie verbessern unser Abläufe, aber es wird einige Zeit dauern."

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Es wurde kein Fehler ausgelassen

Sieht man sich das Haus der Bottalis an, ist es allerdings fraglich, ob man das Problem mit einem Kaffeeplausch und einigen Nachbesserungen beseitigen kann. Schon kurz nach dem Einzug veröffentlichten sie eine Mängelliste im Internet:

- Die Küchen wurden drei Mal angepasst, bevor sie eingebaut wurde.

- Jede Tür wurde mindestens zweimal umgebaut, bevor man sie einbauen konnte.

- Alle Stromleitungen mussten neu angeschlossen werden.

- Die Fliesen im Erdgeschoss mussten ausgetauscht werden, weil die Bauarbeiter sie beschädigt hatten. Dafür mussten die Familie 14 Tage ausziehen.

- In der Küche gab es ein Gasleck.

- Fehlerhafte und falsche Küchengeräte mussten ausgetauscht werden.

- Die hintere Tür schließt nicht, bei der vorderen fehlt der Sperrriegel.

- Der Garten ist unbenutzbar. Wegen Problemen mit der Entwässerung wurde er zweimal aufgegraben und endete als Schlammloch.

- Der Kamin wurde nachträglich installiert und zieht nicht. Flammen und Rauch schlagen ins Wohnzimmer und gehen nicht in den Abzug.

- Die Schlafzimmereinrichtung wurde mangelhaft montiert und musste erneut aufgebaut werden.

- Farben und Tapeten schälen sich in weiten Bereichen ab.

- Die Sitzgruppe in der Lounge musste ersetzt werden.

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Fotos zeigen das Grauen

Für ein Haus zum Preis von etwa 800.00 Euro ist das schon eine fiese Mängellsite. Aber die Fotos der Opfergruppe zeigen erst das wahre Dilemma. Am Haus von Sarah Ramsay – Preis etwa 400.000 Euro - bricht die äußere Steinschicht in ganzer Höhe ein. Einbauten und Umbauten der Bauarbeiter erinnern an ein Stichsägen-Massaker. In Möbel und Wände wurden bizarre Löcher gesägt, um nachträglich Leitungen und Kabel reparieren zu können. Ohne einen kompletten Austausch der Innenausstattung werden diese Schäden nie verschwinden. Als Sarah Ramsay einzog, leckte das Wasser in der Küche und die Toilette funktionierte nicht. Sechs Monate später liegt das Haus immer noch in Trümmern. Offenbar ist ein Handwerker unfähiger als der Vorhergehende. Jede Nachbesserung führte nur zu neuen Schäden: "Ich will, dass das einfach aufhört. Dreimal in der Woche kommen Handwerker, aber sie verpfuschen das Haus immer mehr. Die können nicht einmal eine Wand richtig anstreichen. Es ist eine Schande. Wenn ich könnte würde ich das Haus zurückgeben", klagte sie in der "Daily Mail". 

Als Entschädigung hat Sarah Ramsay bisher 600 Pfund erhalten.

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Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.
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Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.