HOME

Wohnkonzepte: Hightech und doch öko - das FutureHaus haben Studenten in zwei Tagen aufgestellt

Das FutureHaus kommt aus der Fabrik, bietet flexible Räume und integriert modernste Elektronik in das häusliche Leben. Dazu spart es Strom und Wasser.

In natürlicher Umgebung wirkt das FutureHaus noch besser, als auf dem kargen Ausstellungegelände.

In natürlicher Umgebung wirkt das FutureHaus noch besser, als auf dem kargen Ausstellungegelände.

Hersteller

Das FutureHaus bringt zwei Konzepte zusammen. Das Haus ist auf Nachhaltigkeit angelegt, durch seine Solaranlage versorgt es sich selbst mit Strom. Andererseits ist es ein neuer Typ von "Fertighaus", die einzelnen Module werden wie in einer Autofabrik unter kontrollierten Bedingungen hergestellt. Am Bauplatz werden sie nur noch montiert.

Das ist zumindest die Idee. Der Prototyp wurde von Studenten der Virginia Tech entwickelt und gebaut, mit ihm errangen sie den Sieg im Wettbewerb "Solar Decathlon Middle East 2018", der in den Vereinigten Arabischen Emiraten ausgerichtet wird.

Aufbau in zwei Tagen

Für die Ausstellung wurde das Haus in nur zwei Tagen montiert. Die statische Struktur des FutureHaus besteht aus vorgefertigten Wänden, sogenannten SIPs (Structural Insulated Panels). Die einzelnen Räume werden als Module - "cartridges" - konstruiert. Hier sind Kabel und Versorgungsleitungen bereits in der Fabrik installiert worden und auch Teile des Mobiliars sind bereits integriert.

Mit solchen Methoden versucht man weltweit, das Konzept des Fertighauses auf ein neues Level zu heben. Die eigentliche Herstellung wird von einer Baustelle in eine Fabrikhalle verlagert. Dort soll nicht nur effizienter gearbeitet werden, es lassen sich auch neuartige Materialien verarbeiten. Am Standort wird das ganze Ensemble dann nur mittels eines Schwerlastkrans zusammengefügt.

Jede Menge Technik-Spielzeug

Darüber hinaus verdient sich das Gebäude den Namen FutureHaus mit seiner Ausstattung aus jeder Menge Technik-Spielereien. Neben der Tür befindet sich eine Luke, damit Lieferdrohnen ihre Pakete abgeben können. Die Schränke und Arbeitsflächen der Küche lassen sich in der Höhe verstellen. Die Küchengeräte selbst sind natürlich mit dem Internet verbunden, das Wohnzimmer ist flexibel möbliert und dient am Tag als Home Office, am Abend als Wohnzimmer und bei Bedarf als Schlafzimmer für Gäste. Und natürlich gibt es ein Wasserrecycling im Haus.

Die Fotos von der Montage offenbaren einen Blick in das Innenleben des Hauses. Hier fällt die starke Dämmung des Daches auf. Die geballte Technik fordert ihren Tribut, der Verkabelung ist enorm. FutureHaus wurde für ein warmes Klima entwickelt, der Mini-Garten und die Terrasse werden rundum von einem Sicht- und Staubschutz umgeben.