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Singapur Nach nur einem Jahr: Staubsauger-Mogul Dyson verkauft Luxus-Penthouse mit großem Verlust

Erfinder James Dyson, hier auf einem Foto aus dem Jahr 2011
Erfinder James Dyson, hier auf einem Foto aus dem Jahr 2011, hat sein dreistöckiges Luxus-Penthouse in Singapur nach nur einem Jahr wieder verkauft
© Rob Bennett / Picture Alliance
Erst im Jahr 2019 hatte James Dyson ein gewaltiges Penthouse in Singapur erworben. Nun hat der Milliardär, der vor allem für seine Staubsauger bekannt ist, die Wohnung schon wieder verkauft – mit herbem Verlust.

Fünf Schlafzimmer, ein Infinity Pool, ein Whirlpool, ein eigener Dachgarten mit Panoramaaussicht und ein klimatisierter Weinkeller mit 600 der edelsten Tropfen – all das gehört zu der Ausstattung eines Luxus-Penthouses in Singapur, das sich über drei Etagen erstreckt und mit einem eigenen Fahrstuhl zu erreichen ist. Und all das scheint dem britischen Selfmade-Milliardär James Dyson dann doch nicht so sehr zu gefallen. Erst vergangenes Jahr hatte er die teuerste Wohnung Singapurs für umgerechnet rund 46 Millionen Euro erworben – nun hat er sie bereits wieder verkauft. Das berichtet die "Business Times Singapore".

Erfinder Dyson, der vor allem durch seine Staubsauer bekannt geworden ist, nahm dem Bericht zufolge auch einen herben Verlust in Kauf. Demnach wechselt das Luxus-Penthouse für circa 39 Millionen Euro nun erneut den Besitzer. Das entspricht noch immer einem Quadratmeterpreis von fast 20.000 Euro. Die knapp 2000 Quadratmeter der Wohnung erstrecken sich über die obersten drei Etagen des Tanjong Pagar Center, auch als Guoco Tower bekannt, dem höchsten Gebäude Singapurs.

US-Bürger kauft Penthouse von James Dyson

Dem Bericht zufolge kauft der in Indonesien geborene US-Bürger Leo Koguan das Appartement. Koguan hat seinen Reichtum mit dem IT-Unternehmen SHI International erwirtschaftet, das er mitgegründet hat und noch heute teilweise führt. Die umgerechnet sieben Millionen Euro Verlust, die Dyson in Kauf nimmt, seien laut "Business Times Singapore" auf die wirtschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie zurückzuführen und daher nachvollziehbar.

James Dysons Umzug nach Singapur im vergangenen Jahr war teils heftig kritisiert worden. Er ist einer der prominentesten Befürworter des Brexit und hatte sich zwischenzeitlich auch für einen Abbruch der Verhandlungen mit Brüssel ausgesprochen. Die Zukunft Großbritanniens nach einem Brexit hatte er sehr optimistisch ausgemalt. Als er dann bekanntgab, den Hauptsitz seiner Firma und seinen Wohnsitz nach Asien zu verlegen, hatte ihm das massive Kritik in seinem Heimatland eingebracht. Dyson hatte den Schritt stets damit verteidigt, dass in Asien das im Moment am schnellsten wachsende Geschäft der Firma liege.

Dass er seinen Lebensmittelpunkt nun zurück nach Großbritannien verlegt, ist übrigens unwahrscheinlich. Zusammen mit seiner Frau Deirdre besitzt der Unternehmer noch ein weiteres Anwesen in einem deutlich grüneren Teil Singapurs. Diesen Bungalow ließ sich das Paar vergangenes Jahr rund 31 Millionen Euro kosten.

Quellen:"Business Times Singapore" / Reuters

fin

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