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Waldhütten: Pan Treetop Cabins – diese Hütten schweben über den Wäldern Norwegens

Modernste Architektur kann perfekt in die Natur passen. Das beweisen zwei "schwebende" Waldhütten in Norwegen. Aus acht Metern Höhe kann man dort die unberührte Natur genießen.

Im nebligen Wald wirkt die Hütte fast so unheimlich, wie das Haus von Baba Jaga.

Im nebligen Wald wirkt die Hütte fast so unheimlich, wie das Haus von Baba Jaga.

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Modernität und Natur müssen keine Gegensätze sein. Das zeigen die Pan Treetop Cabins aus Norwegen. Mit ihrem mattschwarzen Äußeren und der streng geometrischen Gestalt entsprechen sie überhaupt nicht dem Klischee einer klassischen Waldhütte. Und doch passen sie sich perfekt in die Landschaft ein. Die Hütten wirken nämlich wie ein geometrischer Baum. Die dreieckigen Kabinen bilden gewissermaßen den Gipfel eines Baumes. Dazu schweben sie auf einer filigranen Konstruktion – dem Stamm - in acht Metern Höhe über dem Waldboden.

So wird am Grund wenig Fläche versiegelt und die Gäste der Hütte genießen einen einzigartigen Baumhaus-Ausblick. Acht Meter – das hört sich nicht gewaltig an, doch die Höhe schafft eine ganz andere Perspektive als vom Waldboden aus.

Das Projekt wurde 2016 von Kristian Rostad und Christine Mowinckel begonnen, die den Architekten Espen Surnevik mit dem Entwurf beauftragten. Ende 2018 wurden die beiden Hütten, zu denen ein ebenerdiger Lagerraum gehört, fertiggestellt. Sie stehen auf dem Gebiet eines abgelegenen Bauernhofs in Norwegen, nahe der schwedischen Grenze. "Die Vision des Architekten war es, etwas zu schaffen, das sich leicht in die Landschaft einfügen würde, ohne die umgebende Natur stark zu verändern", heißt es auf der Seite, auf der man Übernachtungen buchen kann.

Vorbild aus dem Kinderbuch

In den Entwurf gingen die verschiedensten Einflüsse ein. Von Hütten aus Amerika bis zu Stromleitungsmasten. Besonders skandinavisch ist allerdings, dass die neu gebauten Hütten sehr an die Behausungen der Mumims erinnern. Das sind niedliche Trollwesen, welche die Schriftstellerin Tove Jansson in der Nachkriegszeit erschaffen hat. In der Mythologie nehmen Trolle eine komplizierte Rolle ein und stehen immer in Opposition zu den Menschen und deren Christenglauben. Die Trolle von Tove Jansson sind dagegen flauschige Wesen, die an Mini-Nilpferde erinnern. Sie leben in kleinen Türmen, in denen sie von einem Zimmer ins nächste klettern müssen.

Die neu gebauten Kabinen sind größer, als es die Fotos nahelegen. Sie besitzen jeweils eine Grundfläche von 40 Quadratmetern und bieten Platz für sechs Betten. Vier davon sind Etagenbetten, dazu gibt es ein Doppelbett. Ein Holzofen und eine komfortable Fußbodenheizung sorgen auch im Winter für anheimelnde Wärme. Und selbst eine Küchenzeile und ein Bad haben Platz in der schwebenden Hütte gefunden.

Damit auch Familien die Räume genießen können, muss man nicht auf einer Leiter hinaufklettern. Der Aufgang erfolgt über eine kleine Wendeltreppe, die in einer Röhre untergebracht wurde. Die Nacht in einer Hütte kostet ab 500 Euro.

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