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Heimwerker : Acht Probleme in Haus und Wohnung, die sie sofort lösen müssen

Auch wenn es keine Freude macht: Dunkle Wasserflecken in der Ecke, ein tropfender Abfluss oder ein knirschendes Schloss sind Reparaturen, die Sie nicht auf die lange Bank schieben dürfen. Aus kleinen Problemen können schnell teure Sanierungen werden.

Viele Reparaturen lassen sich selbst erledigen, das kostet auch nicht mehr Nerven, als das Warten auf den Handwerker. 

Viele Reparaturen lassen sich selbst erledigen, das kostet auch nicht mehr Nerven, als das Warten auf den Handwerker. 

Ein Wasserhahn tropft

Die kleinen Tropfen führen auf Dauer zu einer hohen Wasserrechnung. Früher oder später kommt es zudem zu hässlichen Spuren von Kalk und Mineralien auf Fliesen, Duschwanne oder Waschbecken. Das Problem lässt sich nicht beseitigen, indem der Hahn mit mehr Kraft geschlossen wird. Für eine ist leider der Ausbau des Wasserhahns notwendig. Dafür ist etwas Geduld und eine gute Ausrüstung mit Gabelschlüsseln notwendig. Sollte das alte Gerät weiter benutzt werden, müssen Dichtungsscheiben und –Ringe ausgetauscht werden, gleichzeitig sollte man den Hahn von innen entkalken. Reparatursets sind nicht teuer, der ganze Vorgang ist aber relativ aufwändig. Das lohnt sich nur bei einer hochwertigen Armatur in gutem Zustand, sonst ist der Austausch des Wasserhahns klüger.

Die Dachrinnen sind verstopft

Das passiert schnell, wenn Bäume in der Nähe stehen. Solange es kaum regnet, ist alles in Ordnung, aber sobald es richtig schüttet, fließt das Regenwasser nicht mehr ab, sondern prasselt irgendwo aus der Regenrinne heraus. Dann können Kellerfenster und Terrassen geflutet werden. Mit etwas Pech läuft das Wasser ins Haus. Abhilfe ist einfach: Man benötigt nur eine große, trittsichere Leitung. Damit kann man Blätter und Modder aus der Rinne holen. Das funktioniert nur gut, wenn die Regenrinne oberhalb des Erdgeschosses verläuft – doch je höher das Haus, umso riskanter wird das Manöver. Geht man das Ärgernis erst nach den Herbststürmen an, kann einem durch die Feuchtigkeit sehr kalt werden. Spezielle Dachrinnenabdeckungen halten fallende Blätter von der Rinne fern, sie setzt sich sehr viel seltener zu.

Die Toilette läuft

In der Toilette rinnt immer ein wenig Wasser. Über das Jahr wird dieses Rinnsal bei den Wasserpreise in richtig teuer. Eine defekte Spülung kann zu Mehrkosten von über 500 Euro führen. Solange der Spülkasten frei zugänglich ist, kann jeder die Reparatur selbst durchführen. Häufig reicht es, den Verschließmechanismus zu demontieren, gründlich zu reinigen und dann wieder einzubauen. Sollten Teile abgebrochen sein, muss das Innenleben des Kastens erneuert werden.

Steckdose oder Schalter wackeln

Von allein reparieren sich keine Dinge in Haus und Wohnung. Wacklige oder angebrochene Schalter und Steckdosen werden bei jedem Gebrauch immer unsicherer, sie sollten daher sofort ausgetauscht werden. Arbeiten an der Elektroinstallation sollten unsichere Heimwerker immer vom Fachmann vornehmen lassen. Wer es selber macht, muss immer die Sicherung deaktivieren. Mit etwas reicht es aus, die aufgeschraubten Teile aus Kunststoff auszutauschen, ohne dass man an den eigentlichen Schalter bzw die Steckdose heran muss.

Der Abfluss tropft

Normalerweise fängt ein nicht von allein an zu tropfen, meist wurde vorher an ihm herumgeschraubt – etwa um eine Spülmaschine anzuschließen – und der Abfluss wurde danach falsch zusammengeschraubt.

Auf jeden Fall muss man schnell tätig werden, um die Küche zu retten. Tropft Schmutzwasser eine Zeitlang auf den Unterschrank oder dringt gar unter die Einbauküche, wird das Material aufquellen. Das kann eine Zeitlang dauern, es wird aber passieren. Dann müssen ganze Küchenelemente ersetzt werden. Im Prinzip kann man den alten – Vorsicht: eklig! – Abfluss demontieren, komplett zerlegen, reinigen und dann sorgsam wieder zusammensetzen. Dabei muss man peinlich auf den korrekten Sitz der Dichtungen achten. Meist ist es klüger einen neuen Abfluss zu verbauen, denn an dem alten können die Dichtungen oder die Plastikgewinde beschädigt sein. Ein Abflussset aus dem Baumarkt kostet keine 20 Euro. Bei komplizierten Rohrverbindungen sollte man ein Modell mit flexiblen Rohren benutzen, es kommt mit deutlich weniger Verbindungsstellen aus, an denen es lecken könnte.


Das Schloss zickt

Sie kommen mit ihren Schlüssel nicht mehr so einfach in ihre Wohnung. Mit etwas Rütteln geht es dann doch. Tritt das Problem nur bei einem Schlüssel auf, müssen sie ihn austauschen. Schließen alle Schlüssel nicht mehr richtig, sollte man das Schloss austauschen. Früher oder später wird ein Schlüssel abbrechen und Sie stehen vor der Tür. Es wird gern versucht, ein Schloss mit Ölen wie WD40 gängig zu machen. Häufig hilft es auch – aber nur eine Weile. Auf Dauer verharzen Öle und ruinieren das Schloss endgültig. Damit der neue Zylinder auch passt, muss der alte ausgebaut und ausgemessen werden. Die Kosten von etwa 50 Euro sind viel geringer als die des Schlüsselnotdienstes.

Wasser im Keller

Ein feuchter Keller ist der Alptraum eines jeden Hausbesitzers. Ein Problem, dass man nicht aussitzen kann, denn aus Muff wird schnell und dann wird es richtig teuer. Mit etwas Glück, läuft das Wasser nicht von außen in die Kellerräume, sondern es kondensiert an den kalten Wänden. Typisches Zeichen: Auf kaltem Metall bilden sich Tröpfchen. Dann helfen Entfeuchtungsgeräte, sie verbrauchen Strom – ziehen aber überschüssige Feuchtigkeit aus der Luft. Dringt das Wasser von außen in den Keller, kann man sich meist selbst behelfen, wenn der Wassereinbruch nahe der Kellerdecke ist. Reinigung von Dachrinnen und Absenken des Erdreichs kann dieses Problem lösen. Dringt das Umgebungswasser aber einfach durch die Wand, müssen die Wände von außen versiegelt werden und meist muss die Drainage um das Haus erneuert werden. Ein Job für Profis oder für Hard-Core-Selbermacher. Schimmel im Schlafzimmer

Häufiger als ein feuchter Keller macht eine feuchte Wand oder eine nasse Ecke in der Wohnung Sorgen. Hier kann gefährlicher Schimmel in der Wohnung entstehen. Die Bewohner tippen gern auf Leckagen in der Wand, aber häufig kommt Feuchtigkeit von innen. Das Trocknen von Wäsche, langes Duschen oder Kochen bringt sehr viel Wasser in die Luft. In modernen gut isolierten Wohnungen kann Kondenswasser nicht entweichen, wenn zu wenig gelüftet wird.
So kommen Sie dem Problem auf die Spur, ohne tiefe Löcher für ein Feuchtigkeitsmessgerät ins Mauerwerk bohren zu müssen: Sorgen Sie dafür, dass das betroffene Zimmer nicht der kälteste Raum in der Wohnung ist, heizen sie mal ein paar Wochen richtig ein. Gleichzeitig müsse Sie für Luftzirkulation an den Wänden sorgen. Das bedeutet auch, dass sie Möbel und auch eine Schrankwand eventuell abrücken müssen. Löst sich das Problem auf diese Weise, wissen Sie, dass Kondensation die Feuchtigkeit verursacht hat. Nun können Sie sich überlegen, ob Sie mehr Lüften und weniger Duschen wollen. Grundsätzlich ist es problematisch, wenn einige Räume in der Wohnung mollig warm sind, andere aber mehr oder minder ungeheizt bleiben.
Soll der Raum nicht dauerhaft aufgeheizt sein , etwa weil es das Schlafzimmer ist, hilft auch hier ein elektrischer Luftentfeuchter. 

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So kann man eine Decke auch abstützen. Offen bleibt die Frage, welche Urgewalt den T-Träger aus Stahl so deformiert hat.

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