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Rat vom Karrierecoach: Wer diese drei Fragen beantworten kann, meistert jedes Bewerbungsgespräch

Bewerbungsgespräche sind für viele Kandidaten unsicheres Terrain. Dabei läuft jedes Job-Interview am Ende auf drei essentielle Fragen hinaus, erklärt Karrierecoach Jürgen Hesse. Wer sie kennt, kann sich vorbereiten.

Das stellt viele Bewerber vor eine scheinbar unlösbare Aufgabe. Einerseits will man optimal vorbereitet ins Gespräch gehen, schließlich hängt von dem Frage-und Antwort-Spiel die berufliche Zukunft ab. Andererseits kann man sich unmöglich auf alle Fragen, die dem Gegenüber so in den Sinn kommen könnten, vorab eine perfekte Antwort zurechtlegen.

Doch die gute Nachricht ist: Das muss man auch gar nicht. Denn anders als beim Vokabeltest in der Schule gibt es nicht für jede Frage die eine richtige Antwort, die man auswendig lernen muss. "Das Vorstellungsgespräch besteht nicht aus 300 völlig verschiedenen Fragen", sagt Karrierecoach Jürgen Hesse. "Im Prinzip läuft jedes Bewerbungsgespräch auf nur drei große Kernfragen hinaus, auch wenn die stets unterschiedlich formuliert sind." 

Jürgen Hesse ist Diplom-Psychologe und einer der renommiertesten Karrierecoaches Deutschlands. Gemeinsam mit seinem Kollegen Hans Christian Schrader hat er 250 Bücher zu den Themen Bewerbung und Karriere veröffentlicht und davon mehr als sieben Millionen Exemplare verkauft.

Jürgen Hesse ist Diplom-Psychologe und einer der renommiertesten Karrierecoaches Deutschlands. Gemeinsam mit seinem Kollegen Hans Christian Schrader hat er 250 Bücher zu den Themen Bewerbung und Karriere veröffentlicht und davon mehr als sieben Millionen Exemplare verkauft.

Frage 1 im Bewerbungsgespräch: Warum wollen Sie diesen Job?

Hesse nennt diese Kernfragen, die Adam-und-Eva-Fragen. Die wichtigste dieser Fragen lautet: Warum wollen Sie diesen Job? Rund die Hälfte der Fragen der Arbeitgeber drehe sich um die Motivation des Bewerbers, schätzt Hesse. Egal, wie die Fragen im Einzelnen formuliert sind: Wer schlüssig erklären kann, warum das Unternehmen/die Branche/die Tätigkeit der logische nächste Karriereschritt sind, kann hier punkten.

Warum sollte ich Sie einstellen?

Die zweite große Frage dreht die Perspektive um: Warum sollte ich Sie einstellen? Die meisten Personaler werden die Frage nicht wörtlich so stellen, sondern versuchen, sich ihr mit Formulierungen zu nähern wie "Was bringen Sie dem Unternehmen ein?" oder "Was haben Sie, was andere nicht haben?". Aber auch "Wann können Sie anfangen?", "Wie teuer sind Sie?" und "Was müssen Sie noch alles lernen?" fallen laut Hesse in diese Kategorie.

Wer sind Sie?

Die dritte große Frage lautet etwas plump ausgedrückt: "Wer sind Sie?" Um etwas über die Persönlichkeit des Bewerbers zu erfahren, dienen Personalern sowohl offene Fragen wie "Erzählen Sie etwas über sich" oder "Was sind Ihre Stärken und Schwächen?", aber auch gezielte Stressfragen wie "Was würden Sie in Situation XY tun?"

Natürlich kann jeder geübte Interviewer einem Bewerber mit gezielten Fragen immer noch den Schweiß auf die Stirn treiben. Aber: "Wenn ich begriffen habe, dass es um diese drei grundlegenden Fragen geht und darauf Antworten vorbereitet habe, kann mich so schnell nichts durcheinander bringen", sagt Bewerbungsexperte Hesse.

Hinweis: Dieser Text erschien erstmals am 6. April 2017. Zum Jahresrückblick spielen wir die beliebtesten Artikel in loser Reihenfolge bis zum Ende des Jahres. 

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