HOME

Spendabler Kunde: Mann gibt 5800 Dollar Trinkgeld beim Friseur – nach einem Haarschnitt für 27 Dollar

Die Friseure dürfen wieder öffnen, die Sorgen bleiben aber vielerorts. In Denver sorgte ein Mann mit einem großen Trinkgeld für strahlende Gesichter bei den Mitarbeiterinnen eines Friseursalons.

Eine Friseurin schneidet einem Mann die Haare

In den Friseursalons sind Vorsichtsmaßnahmen angesagt – zumindest aber dürfen sie wieder öffnen (Symbolbild)

AFP

Es sind schwierige Zeiten für Friseure: Wegen des Coronavirus mussten sie ihre Salons lange geschlossen halten. Und auch wenn sie nach einigen Lockerungen ihrer Tätigkeit mittlerweile unter strengen Vorsichtsmaßnahmen wieder nachgehen dürfen, spüren viele das Loch, das die Corona-Zwangspause in die Finanzen gerissen hat.

Umso mehr dürften sich die Angestellten im Friseursalon "Floyd's 99 Barbershop" in Denver über die großzügige Geste eines Kunden gefreut haben. Wobei "großzügig" schon untertrieben ist: Der Mann verteilte insgesamt 5800 Dollar Trinkgeld – also umgerechnet fast 5300 Euro –  an die Angestellten in dem Salon. Sein Haarschnitt hatte eigentlich lediglich 27 Dollar gekostet. Mit der Summe habe der Mann den Friseursalon in der Corona-Krise unterstützen wollen, sagten die Angestellten dem Portal "Good Morning America".

Großzügiger Kunde überrascht Friseurin mit Trinkgeld

Friseurin Ilisia Novotny konnte ihr Glück kaum fassen. Sie hatte den spendablen Kunden bedient. "15 Minuten vor meinem Feierabend kam er rein und fragte, ob ich ihn noch dazwischenschieben könnte", erzählte sie. "Ich weiß, wie viele Menschen gerade ganz dringend einen Haarschnitt brauchen, deshalb hatte ich kein Problem damit." Während Novotny ihm die Haare schnitt, fragte der Kunde danach, wie sie und ihre Kolleginnen mit der Corona-Krise zurechtkämen. Am Ende gab er seiner Friseurin 2500 Dollar Trinkgeld.

"Nur damit Sie es wissen, das Trinkgeld ist kein Fehler", habe er vor dem Hinausgehen noch gesagt. Wie hoch die Summe tatsächlich war, sah Novotny erst, als sie die Quittung näher in Augenschein nahm. "Ich habe geweint", sagte Novotny der "Denver Post". Als alleinerziehende Mutter hatte sie vor allem in den vergangenen Wochen oft Geldsorgen.

Der Geber wollte anonym bleiben

Auch die anderen Mitarbeiter gingen nicht leer aus. Insgesamt verteilte der Mann noch weitere 3300 Dollar an die Angestellten – von der Frau am Empfang bis zum Leiter des Salons. Sogar für die Mitarbeiter, die gerade nicht am Arbeitsplatz waren, ließ er jeweils 100 Dollar zurück.

Über die Identität des Mannes ist nichts weiter bekannt, er möchte anonym bleiben. "Er wollte keine große Show daraus machen", sagte Ilisia Novotny. Sie möchte das Geld jetzt dafür verwenden, ihre Miete zu bezahlen und ihrem hörgeschädigten Sohn eine medizinische Behandlung zu ermöglichen. 

Quellen: "Denver Post" / "Good Morning America"

epp