HOME

Verdienst-Check: Wie hoch ist das Gehalt bei McDonald's?

Jobs bei Fastfood-Unternehmen sind nicht unbedingt die nachgefragtesten Tätigkeiten. Aber liegt das am Gehalt? Was verdient denn ein Burgerbrater? Eine Tarifeinigung bringt den Mitarbeitern von McDonald's und Co. jetzt ein Lohnplus.

McDonald's Mitarbeiter: Was verdient man beim Fastfood-Konzern?

McDonald's Mitarbeiter: Was verdient man beim Fastfood-Konzern?

Ob es an dem stinkenden Fritteusenfett liegt, das auch nach Feierabend die Klamotten müffeln lässt? Oder am Image der Fastfood-Ketten? Oder einfach nur daran, dass man für einen Einstiegsjob bei und Co. keine Ausbildung braucht? Zumindest genießen die Burgerbrater in Deutschland nicht das größte berufliche Ansehen. Ein weiter Grund dafür: Die Jobs werden nicht gut bezahlt. Eine Tariferhöhung bringt nun zumindest einigen von ihnen ein kleines Lohnplus.

9 Euro pro Stunde für Burgerbrater

Die Einigung im Tarifstreit um das Gehalt der Systemgastro-Mitarbeiter bringt nun Lohnerhöhungen zwischen 7,3 und 8,7 Prozent in drei Stufen bis Ende 2019. Das Mindestgehalt liegt künftig bei 9 Euro pro Stunde. Das ist immer noch nicht üppig: Mitarbieter der Fastfood-Ketten McDonald's und Burger King verdienen damit in der Einstiegsgruppe nur 16 Cent mehr als der gesetzliche Mindestlohn vorschreibt.

McDonald's oder Burger King: Wer hat das verbrutzelt?

    Das Prinzip ist ganz einfach: Sagen Sie uns, ob das Fast-Food-Gericht auf dem Foto von McDonald's oder Burger King verkauft wird.


    Laut der Gehaltsvergleichsplattform Glassdoor bekommt ein normales Crew-Mitglied derzeit rund 8,85 Euro pro Stunde. Ein Schichtleiter (Schritt vier auf der Karriereleiter) erhält rund 1900 Euro im Monat, laut Glassdoor - inklusive aller Nacht-, Urlaubs-, und Weihnachtszuschläge erhält er rechnerisch 11,87 Euro pro Stunde. Restaurant- oder Teammanager bekommen bis zu 69.000 Euro pro Jahr. Pro Stunde bekommen Manager also 28,75 Euro, wenn sie 40 Stunden pro Woche arbeiten und sämtliche Zusatzleistungen im Jahresgehalt inkludiert sind.


    Die Angaben von Glassdoor beruhen auf Angaben von Angestellten selbst. McDonald's möchte diese Angaben nicht bestätigen. Rund 90 Prozent der Restaurants würden von Franchisenehmern betrieben. Diese würden dem Konzern keinen Einblick in die Gehaltsstrukturen geben. "Zusätzlich zum Entgelttarifvertrag gilt auch weiterhin der Manteltarifvertrag. Hier sind weitere Zuschläge wie Mehrarbeits-, Nacht-, Feiertagszuschlag, Urlaubsgeld und Jahressonderzuwendungen für unsere Mitarbeiter tariflich festgelegt. Darüber hinaus können natürlich weitere freiwillige Leistungen angeboten werden", so ein Sprecher von McDonald's gegenüber dem stern.

    Die "Bild" berichtet, dass es insgesamt sechs Tarifgruppen bei McDonald's gebe. 60 Prozent der Mitarbeiter würden in der untersten Stufe (9 Euro pro Stunde) arbeiten. Das liege an der hohen Fluktuation. Denn durch längere Zugehörigkeit steige auch das Gehalt. Nach einem Jahr klettern Mitarbeiter eine Stufe höher. In der höchsten Tarifstufe bekommen Mitarbeiter 12,46 Euro. Ab dem 1. Januar 2019 steigt dieser Betrag auf 13,37 Euro. Der maximale Stundenlohn liegt bei McDonald's bei 19,68 Euro - abseits von Gehaltsvereinbarungen, die darüber hinaus greifen.

    Stern Logo Das könnte Sie auch interessieren