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Verdienst-Check: Was verdient eigentlich ein Müllmann?

Mit dem Müllmann wollen die wenigsten beruflich tauschen. Dafür sollen Mitarbeiter der Müllabfuhr aber erstaunlich gut verdienen - so das Klischee. Aber stimmt das wirklich?

Während in einem normalen Haushalt in Deutschland das Leben morgens um sieben Uhr erst erwacht, sind sie schon längst unterwegs und arbeiten. Sie fahren schwerbeladene Container auf die Straße. und während sie die geleerten Müllbehälter wegfahren, rollt der LKW schon vorwärts. Dann heißt es hintersprinten. Nicht umsonst weist die Berliner Stadtreinigung (BSR) in den Stellenausschreibung darauf hin, dass Müllmänner körperlich fit sein müssen. 


Klar ist: Den Müll anderer Menschen zu beseitigen, ist nur schwer als Traumjob vorstellbar. Dennoch: Wer nach einer Müllmann-Stellen in den großen Städten sucht, stellt schnell fest: Gesucht wird ganz selten. Liegt das an dem hohen Gehalt, das angeblich bezahlt werden soll?

Müllmann: Lehre lohnt sich

Wer als Müllmann ohne Ausbildung in den Job startet, bekommt zwischen 1500 und 2200 Euro. Berufserfahrung, ein LKW-Führerschein und auch der Ort (Unterschied zwischen Ost und West) haben Einfluss auf die Höhe des Gehalts. Unterschiede ergeben sich auch, ob man als Lader unterwegs ist oder der Fahrer des LKW ist. Bis zu 3000 Euro monatlich sind brutto drin. Rechnet man Gefahrenzulage und weiter Pauschalen dazu, können es auch 3500 Euro sein. Müllmänner, die bei städtischen Unternehmen angestellt sind, bekommen Gehalt nach Tarif und entsprechende Tariferhöhungen.


Aufstiegschancen bei der Stadtreinigung 

Wer eine dreijährige Lehre als Fachkraft für Kreislauf- und Abfallwirtschaft macht, bekommt im ersten Lehrjahr 610 Euro und bis 950 Euro im dritten Lehrjahr. Das ist als Azubi im Vergleich zu handwerklichen Berufen ein ordentlicher Lohn - der auch noch Perspektive bietet. Fuhrparkleiter oder Einsatzleiter haben in aller Regel mindestens eine Ausbildung absolviert. Ein Jahresgehalt von rund 50.000 Euro ist bei einer leitenden Funktion drin. 

Allerdings muss man sich klar machen: Müllentsorgung ist ein Knochenjob. Frühes Aufstehen und schwere körperliche Arbeit hinterlassen Spuren. Doch offenbar machen viele Müllmänner ihren Job gerne (auch wegen der fairen Bezahlung) - so dass es kaum freie Stellen in Deutschland gibt.

kg
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